Kooperation mit der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem

2014 hat Ministerpräsidentin Hannelore Kraft während ihrer Israel-Reise eine „Gemeinsame Absichtserklärung zur weiteren Stärkung der Zusammenarbeit“ der Landesregierung mit der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem unterzeichnet. Die Absichtserklärung wird erfolgreich umgesetzt. Die Zusammenarbeit mit Yad Vashem ist insbesondere in folgenden Bereichen enger und intensiver geworden:

Fortbildungen

Bei der Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern kooperiert das Land mit Yad Vashem bereits seit vielen Jahren: Das Lehrerfortbildungsprojekt „Erziehung nach Auschwitz“ wird seit 1998 gemeinsam mit der International School for Holocaust Studies, Yad Vashem, Jerusalem angeboten. Verantwortlich für das Projekt ist die Bezirksregierung Münster. Auch Studienreisen für Richterinnen und Richter bzw. Staatsanwältinnen und Staatsanwälte wurden und werden regelmäßig durchgeführt.

Diese Fortbildungskooperationen werden seit 2016 erweitert um Studienreisen für angehende Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte des gehobenen Dienstes während des Fachhochschulstudiums und im Rahmen der curricularen Möglichkeiten in der Ausbildung für den höheren Polizeivollzugsdienst an der Deutsche Hochschule der Polizei (DHPol). Eine entsprechende Vereinbarung hat das Ministerium für Inneres und Kommunales (MIK) im Dezember 2015 auf der Basis der Gemeinsamen Absichtserklärung mit Yad Vashem geschlossen. Weiterhin sind gemeinsame Veranstaltungen der Bildungsträger in der polizeilichen Aus- und Fortbildung und Yad Vashem in Nordrhein-Westfalen zu polizeigeschichtlichen oder berufsethischen Themen geplant.

 

Zusammenarbeit der Gedenkstätten

Der Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW e.V. hat mit Förderung der Landeszentrale für politische Bildung im Dezember 2015 Yad Vashem und drei weitere Gedenkstätten in Israel besucht, um die israelischen Ansätze der Erinnerungsarbeit kennen zu lernen. Das mit der Reise angestrebte Ziel, Kooperationen zwischen nordrhein-westfälischen und israelischen Gedenkstätten zu entwickeln, wurde erreicht: So werden die hiesigen Gedenkstätten gemeinsam mit Yad Vashem pädagogische Materialien erarbeiten. Dafür können die in NRW verfügbaren, sehr gut erschlossenen Quellen zu NS-Polizei-Verbrechen in Weißrussland genutzt werden. Zudem ist eine israelisch-deutsche Methodenkonferenz zum interethnischen Geschichtslernen an Gedenkstätten geplant.

 

Einbindung von Yad Vashem in den schulischen und außerschulischen Jugendaustausch / Kooperationen in der Bildungsarbeit

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung (MSW) stellt seit 2015 eine Sonderförderung
zur Verfügung, wenn Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Schüleraustauschs an einem Besuchsprogramm in der Gedenkstätte Yad Vashem teilnehmen. Auch im Rahmen von außerschulischen Austauschprojekten können die Angebote von Yad Vashem genutzt werden. Die pädagogischen Materialien, die Yad Vashem entwickelt und herausgibt, wurden durch Publikationen, auf einem Bildungskongress oder während eines Workshops hiesigen Pädagoginnen und Pädagogen vorgestellt und bekannt gemacht.

Die Bildungspartnerschaften NRW wurden um die Partnerschaft "Schulen - Gedenkstätten" erweitert. Auch hier ist die enge Kooperation mit Yad Vashem sowie die Unterstützung von Schulfahrten an außerschulische Lernorte ein vorrangiges Ziel.

 

Informationsflyer zu  "Besuch von Yad Vashem im Rahmen eines Jugendaustauschs nach Israel"

 

Projekt Partnerschule Yad Vashem/ICHEIC

Seit März 2013 besteht für die SeminarabsolventInnen der Lehrerfortbildung Erziehung nach Auschwitz  die Möglichkeit, zwischen ihrer Schule und der International School for Holocaust Studies in Yad Vashem eine Schulpartnerschaft einzugehen.

 

Weitere Informationen dazu finden Sie hier

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