Veranstaltungen

17.10.2019
Beit Ha Knesset oder Haus der Versammlung
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Jüdische Gemeinde
Paul-Spiegel-Platz 1, 40476 Düsseldorf

Beginn: 17:30 Uhr

Beit Ha Knesset oder Haus der Versammlung

Synagogenführung und Besuch der Laubhütte

 

Neue Synagoge und Gemeindezentrum an der Zietenstraße in Derendorf wurden am 7.9.1958 feierlich eingeweiht, gebaut nach Plänen des Architekten Hermann Zvi Guttmann. Wir erfahren Wissenswertes über die jüdische Religion, die jüdische Gemeinde und ihre Synagoge sowie über jüdisches Leben in Düsseldorf. Wir beschließen unseren Besuch mit einem Gespräch in der Laubhütte, die im Hof der Gemeinde zu Sukkot, dem Laubhüttenfest, aufgebaut ist.

 

Bitte Personalausweis mitbringen  -  Anmeldung erforderlich

 

Gemeinsam mit Ev. Stadtakademie

20.10.2019
Öffentliche Führung in der Alten Synagoge
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

15:00 bis 16:30 Uhr
Anmeldungen sind nicht erforderlich.
Tickets für die öffentliche Führung kosten pro Person 3 € bzw 2 € mit Ermäßigung

Öffentliche Führung in der Alten Synagoge - Haus jüdischer Kultur

5 Ausstellungsbereiche:

  • Quellen jüdischer Tradition
  • Jüdische Feste
  • Jüdischer "Way of Life"
  • Geschichte des Hause
  • Geschichte der jüdischen Gemeinde Essen

Weitere Termine: 20. Oktober 2019, 3. November 2019, 17. November 2019, 1. Dezember 2019 und 15. Dezember 2019  ||  5. Januar 2020, 19. Januar 2020, 2. Februar 2020, 16. Februar 2020, 1. März 2020, 15. März 2020

24.10.2019
Hintergründe zum Pogrom vom 9. November
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

19:00 bis 21:00 uhr

Hintergründe zum Pogrom vom 9. November

Vortrag und Film

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Lutz van Djik konnte noch mit Zeitzeugen sprechen, die den Attentäter Herschel Grynszpan, der in Hannover aufgewachsen war, gekannt hatten. In seinem Film geht es um die Rekonstruktion der Biographie, der Lebensumstände und seine Beweggründe, den Legationsrat vom Rat in der Deutschen Botschaft 1938 niederzuschießen. Im Oktober 1938 waren 17.000 polnischstämmige Juden in das Grenzgebiet zwischen dem Deutschen Reich und Polen bei der Kleinstadt Bentschen / Zbaszyn deportiert worden. Die NS-Regierung hatte viele 1934 ausgebürgert: die Einbürgerungen osteuropäischer Juden wurden rückwirkend bis 1914 für illegitim erklärt.

Adolf Hitler und Josef Goebbels nahmen dieses Attentat zum Vorwand, um in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 die Synagogen im Deutschen Reich zerstören zu lassen.

Die Nazis eroberten Frankreich, Grynszpan wurde gefasst, doch machte ihm das NS Regime nie richtig den Prozess: Grynszpan gab bei Verhören an, Legationsrat vom Rat aus Homosexuellen-Lokalen in Paris gekannt zu haben: Wollten die Nazis nicht, dass einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde, dass ein deutscher Legationsrat sich in der Pariser Schwulenszene bewegte? Bis heute ist nicht sicher belegt, was aus Grynszpan ab Sommer 1942, dem Zeitpunkt seiner Einlieferung ins KZ Sachsenhausen, wurde und ob er möglicherweise gar die NS Zeit überlebt hat...

Lutz van Djik spricht über die vielen Rätsel der Biographie von Herschel Grynszpan und zeigt seinen Film.

Lutz van Dijk, Jg. 1955, Dr. phil., deutsch-niederländischer Schriftsteller, Historiker und Pädagoge, zuerst Lehrer in Hamburg, später Mitarbeiter des Anne-Frank-Hauses in Amsterdam. Seit 2002 als Mitgründer der Stiftung HOKISA in Kapstadt / Südafrika, die sich für Kinder und Jugendliche in einem Township engagiert.
www.lutzvandijk.co.za

27.10.2019
„Geschichte – Gewalt – Gewissen“
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Öffentliche Führungen

Am letzten Sonntag im Monat, jeweils 15 Uhr

Nächste Führung am 24. November 2019

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen durch die Ausstellung. 

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Unsere Dauerausstellung „Geschichte – Gewalt – Gewissen“ erzählt in Anlehnung an die Hausgeschichte von den Verbrechen der Ordnungspolizei im Zweiten Weltkrieg und Versuchen der Aufarbeitung in der Nachkriegszeit: Thematisiert werden die enorme Dimension der Beteiligung der uniformierten Polizei am Zweiten Weltkrieg und an den Genoziden gegenüber Juden sowie Sinti und Roma, die öffentliche und personelle Entnazifizierung und Kontinuitäten nach 1945, die juristische Aufarbeitung des NS-Unrechts sowie der bürokratische Versuch einer „Wiedergutmachung“ der Bundesrepublik gegenüber ehemals Verfolgten.

Der Eintritt ist frei - Spenden erwünscht, Dauer ca. 1 Stunde.

27.10.2019
Liturgische Musik im Vergleich
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

17:00 bis 19:00 Uhr | Der Eintritt ist frei.

Liturgische Musik im Vergleich

Doppelkonzert

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1. Teil: Romanos Chor

Der Romanos Chor wurde 1961 im Umfeld des 1200 jährigen Stadtjubiläums gegründet und erinnert an den byzantinischen Dichter Romanos Melodos (ca. 485-555). Über Essen herrschte die Äbtissin Theophanu 1039-1058, die Enkelin der gleichnamigen Kaisergemahlin war und aus Byzanz stammte. Der nicht konfessionsgebundene Chor pflegt die russisch-orthodoxe Liturgie, die sich von der westeuropäischen Musiktradition deutlich unterscheidet. Sie steht für eine äußerst emotionale Musik.

Vertonungen liturgischer Texte die von Busse und Einkehr handeln werden vorgetragen. Dies knüpft von den musikalischen Motiven an die Hohen jüdischen Feiertage im Herbst an, Rosch haSchana war am 30.9./1.10. und Jom Kippur am 9./10. 2019. Werke bekannter russisch-orthodoxer Komponisten werden vorgestellt, zum Schluss aber auch die Hymne „Awinu, Malkenu“, „Unser Vater und König“ eine zentrale Stelle der Liturgie des Gerechtigkeits- und Versöhnungstages Jom Kippur in einer amerikanischen modernen Version.

Komponisten:
Pawel G. Tschesnokow (1877-1944)
Alexander A. Archangelski (1846-1924)
Iwan M. Smirnow (1879-1937)

Lisa Abuljak
Die aus Russland stammende Dirigentin leitet den Chor seit 1993. Frau Abuljak wurde am Staatlichen Konservatorium in Jekaterinburg als Dirigentin ausgebildet und unterrichtete an der Staatlichen Hochschule für Kultur in Moskau das Fach Dirigieren. 1991 übersiedelte sie nach Deutschland.


2. Teil: Altstadtkantorei Recklinghausen, Hertener Kantorei

Im Jahr 1990 wurde die Hertener Kantorei von Elke Cernysev gegründet. Hertener Kantorei und Altstadtkantorei Recklinghausen (Leitung: Elke Cernysev) haben ihre eigenen Programme in den jeweiligen Gemeinden, wirken aber bei größeren Projekten gerne zusammen.

Louis Lewandowski Psalmen 23, 37, 51, 65 100, 134
Felix Mendelssohn Bartholdy Psalm 100
Johannes Brahms Mottete op. 29 Nr. 2
Johann Sebastian Bach Motette BWV 243 Dona nobis pacem aus der h-moll Messe

Louis Lewandowski (1821-1894) hat die synagogale Musik in Deutschland, Osteuropa und Nordamerika geprägt. Seine Musik wurde in der Synagoge Essen von 1913 bis 1938 gepflegt. Das liberale Judentum befürwortete die Nutzung einer Orgel auch im jüdischen Gottesdienst zur Begleitung der Chorgesänge. In der Essener Synagoge befand sich eine romantisch gestimmte Walcker-Orgel mit 153 Registern und drei Manualen, die leider am 10. November 1938 abgebrochen und gestohlen wurde.

Felix Mendelsohn Bartholdy (1809-1847) verband romantische Klangsprache mit barocken Formelementen. Er trug massgeblich zur Wiederentdeckung des Werkes von Johann Sebastian Bach nach 1829 bei. Sein Großvater war der bekannte aufklärerische Philosoph Moses Mendelssohn. Es lassen sich viele Verbindungen zwischen dem Werk von Johann Sebastian Bach (1685-1750) und Mendelssohn Bartholdy, sowie Brahms herstellen.Zum Schluss des Konzertes sollen zwei Werke erklingen, die die europäische Musik besonders geprägt haben, die Motette „Ehre und Preis sei Gott“ und das „dona nobis pacem“ aus der h-Moll Messe.

Johannes Brahms (1833-1897) hatte sich intensiv mit der polyphonen Musik Bachs beschäftigt. Er verband barocke Fugentechnik mit dem Klangideal der Romantik. Psalmtext und Musik verschmelzen zu einer Einheit.

Elke Cernysev wuchs in Essen auf, studierte Evangelische Kirchenmusik und Gesang in Köln, seit 1990 ist sie Kantorin in Herten und Datteln, seit 2013 Kirchenmusikdirektorin und Kantorin der Kirchengemeinden Herten- Altstadt und Recklinghausen. Sie unterrichtet in C-Ausbildungskursen Orgel und Chorleitung. Konzerttätigkeit im In- und Ausland.

28.10.2019
Fachtag: Sowohl als auch
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenar­beit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Haus der Kirche
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Beginn: 10:00 bis 17:00 Uhr | Eintritt frei

Fachtag: Sowohl als auch
Neue Methoden für die antisemitismus- und rassismuskritische Bildung

Anmeldung: bis zum 21.10.2019 unter info@bildungsbausteine.de

Flyer mit weiteren Informationen zum Programm

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Der Fachtag

Wie verschiedene Studien der vergangenen Jahre belegen, sind antisemitische und rassistische Einstellungen nach wie vor weit verbreitet; sie finden sich in allen gesellschaftlichen Milieus. Die Zahl antisemitischer Straftaten ist in Nordrhein-Westfalen sowie bundesweit 2018 erneut gestiegen, und auch die Zahl rassistischer Übergriffe bewegt sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Um der Verbreitung entsprechender Weltbilder entgegen zu wirken, bedarf es einer langfristigen und präventiv wirksamen Auseinandersetzung mit den beiden Phänomenen im Bildungsbereich sowie in anderen gesellschaftlichen Kontexten.

Der Berliner Verein BildungsBausteine und die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit haben von 2015 bis 2019 in zwei Bundesmodellprojekten neue Methoden für die Bildungsarbeit zu Antisemitismus sowie zu Verknüpfungen von Antisemitismus und Rassismus entwickelt. Die Methoden wurden an verschiedenen Schulen in Nordrhein-Westfalen erprobt und werden nun anderen Fachkräften der schulischen und außerschulischen Bildung zur Verfügung gestellt. Auf dem Fachtag möchten wir ausgewählte Methoden präsentieren und mit anderen Akteur*innen der antisemitismus- und rassismuskritischen Bildungsarbeit über aktuelle An- und Herausforderungen auf diesem Feld diskutieren. Zum Abschluss präsentiert der bekannte Kabarettist Fatih Çevikkollu Ausschnitte aus seinem aktuellen Programm.

Die Workshops

In drei parallelen Workshops stellen Referent*innen beider Vereine gemeinsam Methoden zu folgenden Themen vor:

A) Arbeit mit Bildern – Dekonstruktion oder Reproduktion?

B) Sekundärer Antisemitismus und unter schiedliche Erinnerungskulturen

C) Antisemitismus und Rassismus im Kontext des Nahostkonflikts

28.10.2019
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Mahn- und Gedenkstätte
Mühlenstr. 29, 40213 Düsseldorf

Beginn: 19:00 Uhr

Im Niemandsland. Die Abschiebung der polnischen Juden aus Düsseldorf 1938

Laufzeit der Ausstellung 28.10.2019-15.3.2020

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Die brutale Abschiebung von mehr als 17.000 jüdischen Menschen an die deutsch-polnische Grenze am 28. und 29. Oktober 1938 betraf polnische oder polnischstämmige Familien aus dem ganzen Reich. Die meisten davon lebten seit Jahrzehnten in Deutschland, waren integriert und sprachen Deutsch. Durch einen diplomatischen Konflikt zwischen der NS-Regierung und dem polnischen Staat wurden sie über Nacht aus ihrem Lebensalltag gerissen und ins Grenzland zu Polen deportiert. Die Polen ließen sie nur zögerlich ins Landesinnere. Unter den Abgeschobenen waren 442 Frauen, Männer und Kinder aus Düsseldorf. Die Ausstellung beleuchtet deren kulturellen und biografischen Hintergrund, die Verschleppung durch die Polizei, aber auch das Leben im „Niemandsland“ und die weiteren Lebenswege. Die meisten der aus Düsseldorf deportierten Menschen überlebten die Shoah nicht. Die Abschiebung führte wenige Tage später zu einem weiteren Verbrechen: die Pogromnacht.

 

Bernt Hahn, Schauspieler, liest aus den Erinnerungen des Düsseldorfer Rabbiners Dr. Max Eschelbacher, der die „Polenaktion“ detailliert geschildert hat.

 

Gemeinsam mit der Mahn- und Gedenkstätte, Förderkreis MuG, Stiftung Gerhard Hauptmann Haus

30.10.2019
"Stadt ohne Seele" Wien 1938
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
Steinstr. 50, 44147 Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr

"Stadt ohne Seele" Wien 1938

Lesung mit Manfred Flügge

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Zeitroman und Schicksalspanorama: Der „Anschluss“ Österreichs durch die Nazis im März 1938 und ihr Einmarsch in Wien waren ein traumatischer Wendepunkt in der europäischen Geschichte. Anschaulich und detailreich erzählt Manfred Flügge vom tragischen Irrtum Kurt Schuschniggs und dem Versagen der Weltöffentlichkeit. In einem Wechsel von historischer Darstellung und beispielhaften Lebenserzählungen von Akteuren und Opfern, unter ihnen Sigmund Freud, Egon Friedell, Robert Musil, Franz Werfel und vielen anderen, entsteht ein Zeitroman, der zum vielfältigen Schicksalspanorama wird.

 

Manfred Flügge, geb. 1946, studierte Romanistik und Geschichte in Münster und Lille. Von 1976 bis 1988 war er Dozent an der Freien Universität Berlin. Heute lebt er als freier Autor und Übersetzer in Berlin. Autor der Spiegel-Bestseller "Die vier Leben der Marta Feuchtwanger" und "Das Jahrhundert der Manns".  Sein Buch erschien Mitte Februar 2018 .

 

Eine Kooperation von Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V., Auslandsgesellschaft.de e.V., VHS Dortmund, Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

30.10.2019
Familiengeschichte(n)
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 19:30 Uhr

Familiengeschichte(n): Gespräch mit Patricia van den Brink

Moderation: Dr. Cordula Lissner (Leverkusen)

Gerda Engel und Harry Birnbaum heiraten 1947 in London. Beide stammen aus Emigrantenfamilien, und beide haben im Zweiten Weltkrieg zum Kampf Großbritanniens gegen Nazi-Deutschland beigetragen. Viele Jahre später entscheidet sich ihre Tochter Patricia, ins Ruhrgebiet zu ziehen. Im Gespräch mit Cordula Lissner erzählt Patricia van den Brink von ihrer deutschpolnisch-britischen Familie.

Das Museum begründet mit diesem Gesprächsabend eine neue Reihe „Familiengeschichte(n)“.

30.10.2019
A Generation after Ordinary Men
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Veranstaltungsort:
estsaal im Historischen Rathaus der Stadt Münster am Prinzipalmarkt

Beginn: 19:00 Uhr

A Generation after Ordinary Men: Probing Perpetration and Holocaust in the 21st Century

25 years Ordinary Men
75. Geburtstag Christopher R. Browning
20 Jahre Geschichtsort Villa ten Hompel


Prof. Dr. Christopher R. Browning (Chapel Hill)

Im Rahmen einer öffentlichen Festveranstaltung auch anlässlich des 75. Geburtstages Christopher R. Brownings wird dessen Wissenschaftsleistung geehrt werden und Christopher R. Browning selbst wird eine Bestandsaufnahme vornehmen und wissenschaftlich-didaktische Perspektiven gut 25 Jahre nach seiner wegweisenden Publikation „Ganz normale Männer. Das Reserve-Polizeibataillon 101 und die ‚Endlösung‘ in Polen“ eröffnen. Brownings Forschungen zur Täterforschung beeinflussten nicht unerheblich die Initiativen in Münster, die 1999 zur Gründung der Villa ten Hompel als Geschichtsort der Stadt Münster führten.

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Prof. Dr. Christopher R. Browning ist einer der weltweit führenden Holocaust-Forscher. Er lehrte Geschichte an der University of North Carolina in Chapel Hill. 2006 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Brownings zahlreiche wiss. Standardwerke analysieren die nationalsozialistische Entscheidungs- und Politikgestaltung in Bezug auf die Ursprünge der „Endlösung“, das Verhalten und die Motive verschiedener Angehöriger der mittleren und unte-ren Macht- und Entscheidungsebenen, die an der Umsetzung der antijüdischen Politik beteiligt waren, und die Verwendung von Überlebenszeugnissen zur Erforschung jüdischer Reaktionen und Überlebensstrategien.

Programm:

•Eröffnung: Stadträtin Cor-nelia Wilkens (Münster)
•Grußwort: Staatssekretär Klaus Kaiser (Düsseldorf)
•Laudatio auf Christopher R. Browning: Norbert Frei(Jena)
•Präsentation und Übergabe des internationalen Sammelbandes Beyond „Ordi-nary Men“ – Christopher R. Browning and Holocaust Historiography (Thomas Pegelow Kaplan, Chapel Hill)
•Festvortrag: Christopher R. Browning (Chapel Hill)
•Musik: Chor des Gymnasiums Paulinum Münster mit Liedern von Verfolgten des Nationalsozialismus

Die Sitzplatzkapazität ist beschränkt. Kopfhörer für Simultanübersetzung ins Deutsche werden zur Verfügung gestellt.

Am Stand des Buchladens „Rosta“ können Bücher des Autors und der internationale Sammelband erworben werden.

30.10.2019
Lesung: “Am Seil: Eine Heldengeschichte”
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenar­beit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Schauspiel Köln - Depot 2
Schanzenstraße 6-20
51063 Köln

Beginn: 20:00 Uhr | Tickets über Schauspiel Köln 14 €, ermäßigt 9 €

Am Seil: Eine Heldengeschichte

Lesung mit dem Autor Erich Hackl und Gespräch mit der Zeitzeugin Lucia Heilman

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In Erich Hackls Buch Am Seil (Diogenes) geht es um eine Rettung. Der Retter in der Not heißt Reinhold Duschka, ein wortkarger Kunstschmied und Hobbyalpinist aus Wien. Die in Not Geratenen sind Regina Steinig und ihre Tochter Lucia. Verfolgt vom Rassenwahn der Nationalsozialisten finden sie Zuflucht in Duschkas Werkstatt.

Reginas Vater töten sie in Buchenwald, die Freundin aus dem Erdgeschoss fällt bei der Deportation vom Lastwagen und wird überrollt. Andere retten sich ins Exil. Regina und Lucia harren indes zwischen Werkbank, Winkeleisen und Exponaten aus, vier Jahre lang, vertreiben sich die Zeit mit Metallarbeiten, die Duschka auf dem Schwarzmarkt gegen Essen tauscht. Ein dreiviertel Jahrhundert später vertraut Lucia Heilman ihre Geschichte dem Schriftsteller Erich Hackl an, der sie in zurückgenommenem Ton zu Papier bringt. Am Seil ist ein überragendes Buch, eine aufwühlende Erzählung von Mut und Menschlichkeit in finsteren Zeiten. Erich Hackl und Lucia Heilman, mittlerweile 92 Jahre alt, kommen gemeinsam nach Köln, um mit Moderator Joachim Frank über die Vergangenheit und das Schreiben von realen Ereignissen zu sprechen.

Eine Veranstaltung der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Kooperation mit Literaturhaus Köln, Schauspiel Köln und dem Förderprogramm der Sparkasse KölnBonn.

31.10.2019
BULAT BLUES
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Jüdische Gemeinde
Paul-Spiegel-Platz 1, 40476 Düsseldorf

Beginn: 19:00 Uhr

BULAT BLUES. Poetische Begegnungen zwischen Moskau und Detroit in Berlin

Mit Daniel Kahn

 

Daniel Kahn wird für seine Mischung aus Klezmer, Punk, Folk und Singer-Songwriter gefeiert. Er präsentiert den Gitarrenbarden Bulat Okudzhava in neuen eigenen Nachdichtungen und mehrsprachiger Performance auf Englisch/Russisch/Jiddisch. Kahn wird vom virtuosen Moskauer Vanya Zhuk auf der Russischen 7-saitigen Gitarre begleitet. Ein Abend von poetischer Inspiration, der alle weltlichen, kulturellen und sprachlichen Grenzen überwindet.

 

Bitte Personalausweis mitbringen.

 

Gemeinsam mit Jüd. Gem. und Zentralrat der Juden

03.11.2019
Offene Führung
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 14:30 Uhr

Eintritt und Führung: 5,00 €, ermäßigt 2,50 € pro Person

Offene Führung


Interessierten Besucherinnen und Besuchern bietet das Jüdische Museum Westfalen immer wieder offene Führungen an. An diesen Sonntagen kann man die Dauerausstellung „L` Chaim! Auf das Leben!“ im Rahmen einer Überblicksführung kennenlernen.

Sonntag, 15. September 2019, 14:30 Uhr
Sonntag, 6. Oktober 2019, 14:30 Uhr
Sonntag, 3. November 2019, 14:30 Uhr

05.11.2019
„Erez – Erez – Erez“ - Israelische Volkstänze
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Jüdische Kultusgemeinde
Prinz-Friedrich-Karl-Str. 9, Dortmund

17.00 Uhr bis 19.15 Uhr

„Erez – Erez – Erez“. Israelische Volkstänze

Tanzworkshop mit Marina Evel (Dortmund)

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Israelische Volkstänze sind eine Synthese aus jüdischen und nichtjüdischen Volkstanzelementen. Nach der Gründung des israelischen Staates brachten die Zuwanderer Elemente aus ihren Emigrationsländern mit. So mischten sich slawische und sephardische sowie lokale und jüdische Elemente. Israelische Volkstänze sind eine gute Möglichkeit, lebendiges Judentum kennenzulernen. Sie lassen sich relativ schnell in kleinen und großen Gruppen erlernen.

 

Marina Evel leitet seit über 15 Jahren Tanzgruppen für Kinder und Erwachsene im Bereich des israelischen Volkstanzes in der Jüdischen Kultusgemeinde Dortmund. Sie wird in die Tänze einführen und sie mit den Teilnehmenden einüben.

 

Leitung: Ina Annette Bierbrodt, Schulreferentin
Max. 30 Personen – für alle Interessierte offen.
Anmeldung über: www.schulreferat.de (Startseite /Fortbildungen)

 

Bitte bringen Sie einen Personalausweis mit, da alle Besucher der Jüdischen Gemeinde aus Sicherheitsgründen registriert werden.

 

In Kooperation: Schulreferat des Ev. Kirchenkreises Dortmund, Volkshochschule

06.11.2019
Mittwochsgespräch
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Veranstaltungsort:
Saal der Stadtbücherei Münster
Alter Steinweg 11

Beginn: 19:00 Uhr

Münsters Stadtverwaltung und der Nationalsozialismus

Konflikt und Kooperation / Krisenhandeln im Zweiten Weltkrieg / Nachkriegszeit

Philipp Erdmann und Annika Hartmann (Münster)

Welche Rolle spielte die Stadtverwaltung Münster im verbrecherischen Gewaltsystem des nationalsozialistischen Deutschlands und wie waren die Entwicklungen vor 1933 und nach 1945 personell und inhaltlich?

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Auf Initiative der Stadt Münster hat der Rat der Stadt Münster eine unabhängige wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas initiiert, die der Geschichtsort Villa ten Hompel und weitere städtische Institutionen begleitet haben.Im Rahmen einer Buchprä-sentation stellen Philipp Erdmann und Annika Hartmann ihre frisch in der Schriftenreihe der Villa ten Hompel veröffentlichten Dissertationen anhand von analytischen Handlungs-feldern und konkreten Fallbeispielen vor.


Philipp Erdmann und Annika Hartmann haben in Münster Neuere und Neueste Geschichte studiert und sind am Lehrstuhl von Prof. Dr. Großbölting promoviert worden. Philipp Erdmann ist wiss.-pädagogischer Mitarbeiter im Stadtarchiv Münster, Annika Hartmann zur Zeit in Elternzeit, zuvor war sie wiss. Mitarbeiterin an der Universität Lüneburg.

In Kooperation mit der Stadtbücherei Münster

06.11.2019
Yad Vashem Lectures
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

10:30 - 17:00 Uhr

Yad Vashem Lectures

Wanderausstellung „Einige waren Nachbarn“ des United States Holocaust Memorial Museum Washington D.C.

Die Wanderausstellung „Einige waren Nachbarn“, die vom 20.01.–14.02.2020 im Foyer der Bezirksregierung am Domplatz Münster zu sehen sein wird, untersucht die Rolle der gewöhnlichen Menschen im Holocaust und die Vielzahl von Motiven und Spannungen, die individuelle Handlungsoptionen beeinflussten. Die Ausstellung zeigt auch Personen, die den Möglichkeiten und Versuchungen, ihre Mitmenschen zu verraten, nicht nachgegeben haben und uns daran erinnern, dass es auch in außergewöhnlichen Zeiten Alternativen zu Kollaboration und Täterschaft gibt.

In dieser Lecture wollen wir den Besuch der Ausstellung mit Schulklassen vorbereiten. Dabei werden auch regionale Bezugspunkte vor Ort besucht und diskutiert. Die Ausstellung ist nicht nur für Geschichtslehrer, sondern auch für z.B. Deutsch- und Religionslehrer interessant.

09.11.2019
Was sie vorher schrieben. Aus der Bibliothek ermordeter Autoren
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 17:45 Uhr

Was sie vorher schrieben. Aus der Bibliothek ermordeter Autoren

Lesung und Einführung mit Walter Schiffer M.A., M. Th. (Borken)

Wir gedenken Siegfried/Sami Lichtenstädters, 1865 in der Nähe Erlangens geboren. Er war Jurist, Oberregierungsrat der bayerischen Finanzverwaltung und Orientalist. 1932 wurde er 67 jährig nach „vorzüglicher Dienstleitung“ pensioniert. Im Juni 1942 erfolgte seine Deportation ins KZ Theresienstadt, dort wurde er am 6.12.1942 ermordet. Die politischen Verhältnisse, den um sich greifenden Antisemitismus begleitete Lichtenstädter satirisch in zahlreichen Publikationen; seine geschichtlichen Vorhersagen bezeichnete er als „Zukunftsgeschichtsschreibung“. Darüber hinaus gilt er heute als ein Vorkämpfer des Tier- und Naturschutzes. Nach einer Biografieskizze wird seine Schrift „Naturschutz und Judentum. Ein vernachlässigtes Kapitel jüdischer Sittenlehre“ (1932) vorgestellt.

09.11.2019
Gedenkstunde zu den Novemberpogromen 1938
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 17:00 Uhr | Treffpunkt: Museumsgarten

Gedenkstunde zu den Novemberpogromen 1938

In einer kurzen Zeremonie gedenken Dorstener Bürgerinnen und Bürger der inszenierten, aber massenhaften Gewalttaten gegen die deutschen Juden im November 1938.

 

In Zusammenarbeit mit der Stadt Dorsten

10.11.2019
Erinnern – Stille – Gebet – Musik
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Ev. Stadtkirche St. Petri
Westenhellweg, 44137 Dortmund

Beginn: 17:00 Uhr

Erinnern – Stille – Gebet – Musik

Ökumenisches Gedenken anlässlich des 81. Jahrestages des Novemberpogroms 1938

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Im Ökumenischen Gedenken erinnern wir auf einer persönlichen Ebene an den 9. November 1938 und seine Folgen.

 

In der Mitte der Kirche ist ein eindrucksvolles Gedenkbild gestaltet – mit Namen von Dortmunder/innen, die am 29. Juli 1942 von Dortmund ins Ghetto Theresienstadt deportiert wurden. Von dort wurden viele in weitere Vernichtungslager transportiert u.a. nach Auschwitz, was den sicheren Tod bedeutete. Im Gedenken an sie können Kerzen angezündet werden. Wir folgen den Spuren, auf die uns die Biographie-Bruchstücke führen.

 

Unter Mitwirkung von Schüler/innen eines Religionskurses/ 9. Klasse des Phoenix-Gymnasiums Hörde, die Schicksale jüdischer Familien aus Dortmund vortragen werden.

Mit musikalischem Rahmenprogramm.

 

In Kooperation: Ev. Stadtkirche St. Petri und Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Dortmund

12.11.2019
Die jüdische Frauenbewegung in Deutschland der Weimarer Republik
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenar­beit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Judaica der Synagogen-Gemeinde Köln
Roonstraße 50, 50674 Köln

Beginn: 19:30 Uhr | Eintritt: 3€

Die jüdische Frauenbewegung in Deutschland der Weimarer Republik

Vortrag von Marianne Brentzel, die eine Biografie über Bertha Pappenheim veröffentlichte.

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Ohne Bertha Pappenheim ist die Entwicklung einer weiblich bestimmten jüdischen Sozialarbeit in Deutschland nicht denkbar. Schon vor der Jahrhundertwende gab es diverse jüdische Wohltätigkeitsverbände, in denen Frauen der jüdischen Mittelschicht die ärmeren Glaubensschwestern unterstützten. Doch erst die Gründung des reichsweiten Jüdischen Frauenbundes (JFB) 1904 eröffnete eine neue Qualität der Sozialarbeit und der Vernetzung im Deutschen Reich. Damit hatte die jüdische Frauenbewegung eine Bedeutung erlangt, die auch in den männerdominierten Gemeinden und Gremien nicht mehr zu ignorieren war. Dem Jüdischen Frauenbund ging es um „alles, was die jüdische Frau betrifft.“ 1904 einigte man sich auf drei Ziele: Den Mädchenhandel bekämpfen, das jüdische Gemeinschaftsgefühl stärken und die Lage der arbeitenden jüdischen Frauen und Mädchen verbessern. Bertha Pappenheim wurde für lange Jahre seine prägende Vorsitzende des JFB.

 

Eine Veranstaltung der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Rahmen der Lehrhaus-Reihe.

13.11.2019
Die Ideologie der Identitären Bewegung
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 19:30 Uhr

Die Ideologie der Identitären Bewegung – Ethnopluralismus, Rassismus, Antiuniversalismus

Vortrag von Stefan Vennmann (Dortmund)

Die „Identitäre Bewegung“ gilt als aktivistischer Arm der „Neuen Rechten“ in Europa. Ideologisch grenzt sie sich vom Nationalsozialismus und dessen Rassentheorie ab und bezieht sich stattdessen auf das Prinzip des Ethnopluralismus. Was kennzeichnet diese Weltanschauung, die auf Basis biologischer und kultureller Merkmale Menschengruppen in geografisch abgesteckte Räume einteilt? Was ist von der Selbstinszenierung als „0% rassistisch“ zu halten? Und wie steht es um die Breitenwirkung?

Stefan Vennmann ist Doktorand in Essen und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie und Politikwissenschaft der TU Dortmund.

14.11.2019
Fahrradtour - Spurensuche
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

15:00 bis 20:00 Uhr
Ort: vor dem Marktcafé am Domplatz

Spurensuche zu Kriegsleid und Verfolgung während der NS-Zeit

Fahrradtour des Geschichtsorts Villa ten Hompel mit dem ADFC-Kreisverband und mit Gegen Vergessen – Für Demokratie, Regionalarbeitsgruppe Münsterland
Stefan Querl (Münster)

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Am 14. November vor 60 Jahren besiegelten zwei Städte eine Partnerschaft, die nach den Kriegstraumata der Bombarde-ments ein Zeichen für Frieden und Versöhnung setzen sollte: Conventry und Dresden. Die englische Industriemetropole war im Krieg, am 14. November 1940, von der deutschen Luftwaffe erstmals heftig angegriffen worden. Eine Aktion unter dem zynischen Decknamen „Mondscheinsonate“. Die Zerstörung Dresdens durch „anglo-amerikanische Bomber“, wie es die Propaganda nannte, folgte am 13. Februar 1945.

Dazwischen harte Fronten der Gewalt und Wellen des Luftkriegs, die auch die Friedensstadt Münster trafen. Die offene Radtour zur Zeitgeschichte macht innenstadtnah die Spuren und Folgen der Angriffe im Zweiten Weltkrieg sichtbar. Zudem wird eine Führung durch die Villa ten Hompel Teil dieses Programms sein.

16.11.2019
"Da Pacem"
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenar­beit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Groß St.Martin, 50667 Köln

Beginn: 20:00 Uhr | 10 € , ermäßigt 5,00 € Karten erhältlich an der Abendkasse

„Da Pacem“
Konzert zum Gedenken an den Novemberpogrom 1938

Das Konzert “Da Pacem” soll auch in diesem Jahr an die Pogromnacht vom 9. November 1938 erinnern und damit an den Beginn einer beispiellosen Vernichtungsaktion gegen die Juden in Deutschland und Europa. Der Titel des Konzerts “Gib Frieden” steht synonym für die Botschaft, das Geschehene nie zu vergessen und gleichzeitig – trotz immer wieder aufflammender antisemitischer Tendenzen – hoffnungsvoll nach vorne zu blicken.

Eine Veranstaltung der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V. und dem Förderverein Romanische Kirchen.

Flyer zur Veranstaltung

16.11.2019
Stadtrundgang
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 15:00 Uhr | Die Teilnahme ist kostenlos.
Treffpunkt: Stadtinfo Dorsten, Recklinghäuser Straße 20, 46282 Dorsten.
Um Anmeldung unter 02362-308080 wird gebeten.

Die Geschichte von Judentum, Christentum und Islam in Dorsten

Stadtrundgang mit Barbara Seppi

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Dorsten blickt seit der Stadtgründung 1251 auf fast 800 Jahre wechselhafte Geschichte zurück. Auch die drei großen Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam in Dorsten haben in dieser Zeitspanne ihre Spuren hinterlassen und die Stadtentwicklung teilweise direkt beeinflusst.


Im Rahmen des „Kalender für Begegnungen“, einer Kooperation von der Stadt Dorsten mit einer Vielzahl von Institutionen und Vereinen, wird eine Stadtführung angeboten, die sich diesem Thema widmet.


In Zusammenarbeit mit der Stadtinfo Dorsten

17.11.2019
"Rund um die Villa"
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 14:00 Uhr | Gebühr: 5€
Anmeldung nicht erforderlich

Treff- und Endpunkt jeweils am Geschichtsort Villa ten Hompel, Dauer ca. 1,5 Stunden

Stadtteilführung "Rund um die Villa"

Ein historischer Stadtteilspaziergang

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Wer authentische Spuren aus der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs finden möchte, muss hierfür nicht in Museen nach Berlin oder München reisen, schon bei einem Spaziergang vor der eigenen Haustür lassen sich diese finden.

Vom Ausgangspunkt, der Villa ten Hompel, sollen bekannte und weniger bekannte Orte im Erpho- und Mauritzviertel aufgesucht werden. Diese Orte haben nicht nur eine räumliche Nähe, sondern die dortigen Institutionen und Menschen standen in einer engen, nicht selten schicksalhaften Verbindung zu- und gegeneinander.

Aufgesucht werden sowohl viele ehemalige NS-Dienststellen von Partei und Staat als auch Orte der Verfolgung und von Gegnern des NS-Regimes.

19.11.2019
Die jüdische Frau in der Weimarer Republik
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

Beginn: 19:00 Uhr

Die jüdische Frau in der Weimarer Republik

Vortrag von Prof. Dr. Miriam Rürup, Hamburg

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Jüdische Frauen hatten schon im Mittelalter eine selbständige Stellung als Geschäftsfrauen. Im ausgehenden 19. Jahrhundert beteiligten sie sich an der entstehenden Frauenbewegung in Deutschland. Frau Rürup wird besonders die Situation jüdischer Frauen in der Weimarer Republik behandeln. Kam es zu Neuaufbrüchen? Wie wirkte sich das neue Frauenstimmrecht der Weimarer Reichsverfassung auf die jüdischen Gemeinden aus? Wie gestaltete sich das Verhältnis von Mann und Frau in den jüdischen Jugendbewegungen der 1920er Jahre? Welche spezifischen Probleme ging der Jüdische Frauenbund Deutschland an? Frau Rürup ist eine international renommierte Forscherin auf dem Gebiet der Geschlechtergeschichte.

 

Miriam Rürup hat die Leitung des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg im Jahr 2012 übernommen. Zuvor war sie von 2010 an als wissenschaftliche Mitarbeiterin am DHI Washington. Vor ihrem Wechsel in die USA war sie Wissenschaftliche Assistentin am Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte der Universität Göttingen bei Prof. Dr. Bernd Weisbrod. Ihre Forschungsinteressen umfassen die deutsch-jüdische Geschichte, Zeitgeschichte, Geschichte des Nationalsozialismus sowie der Gedenkpolitik, Geschlechtergeschichte sowie aus dem Umfeld ihrer Habilitation vor allem die Geschichte von Migration, Staatsbürgerschaft und Staatenlosigkeit.

 

Sie hat Geschichte, Soziologie und Europäische Ethnologie in Göttingen, Tel Aviv und Berlin studiert und wurde im Jahr 2006 an der TU Berlin promoviert. Diese Arbeit ist erschienen unter dem Titel Ehrensache: Jüdische Studentenverbindungen an deutschen Universitäten (1886-1937) in der Reihe des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden (Göttingen: Wallstein, 2008). Darüber hinaus ist sie Herausgeberin des Bandes zu Praktiken der Differenz: Diasporakulturen in der Zeitgeschichte (Göttingen: Wallstein, 2009) und Gewalt und Gesellschaft. Klassiker modernen Denkens neu gelesen (Göttingen: Wallstein, 2011). Sie ist Mitherausgeberin der Zeitschriften „Aschkenas“ und WerkstattGeschichte sowie Fachredakteurin für Jüdische Geschichte beim Internet-Portal H-Soz-u-Kult. Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin war sie u.a. tätig in der Stiftung Topographie des Terrors in Berlin, dem Simon Dubnow Institut in Leipzig und dem Franz Rosenzweig Center an der Hebräischen Universität in Jerusalem.

19.11.2019
Solidarisch mit den Juden - kritisch mit ihrer Kirche
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Reinoldinum
Schwananwall 34
44135 Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr

Elisabeth Schmitz: Solidarisch mit den Juden - kritisch mit ihrer Kirche

Ein Vortrag von Pfarrerin i. R. Sibylle Biermann-Rau (Tübingen)

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Elisabeth Schmitz (1893-1977) ist die lange unbekannt gebliebene Berliner Studienrätin, die im „Dritten Reich“ ihre Bekennende Kirche zur Solidarität mit den Juden aufrütteln wollte. Seit der Jahrtausendwende wird es öffentlich, dass sie nicht nur bedeutende Briefe an die  Kirchenmänner Barth und Gollwitzer geschrieben hat, sondern die Verfasserin der Denkschrift von 1935/36 „Zur Lage der deutschen Nichtarier“ ist. Diese gilt heute vielen als das bedeutendste Dokument des Protests auf evangelischer Seite gegen die Judenverfolgung im „Dritten Reich“. Auch ihre persönlichen Konsequenzen, Juden Asyl zu gewähren und nach der Reichspogromnacht den Schuldienst zu quittieren, sind außergewöhnlich.

 

Sibylle Biermann-Rau, porträtiert  das Leben und Wirken von Elisabeth Schmitz und stellt es in den historischen Zusammenhang. Auch fließen ihre Gespräche mit Pfarrerin i.R. Dietgard Meyer in die Darstellung mit ein. Als ehemalige Schülerin und spätere Freundin von Schmitz ist sie die Zeitzeugin.

 

Sibylle Biermann-Rau war jahrzehntelang als Gemeindepfarrerin und zuletzt als Referentin beim Dekan in Reutlingen/Württemberg tätig. Ihre Beschäftigung mit der Judenverfolgung im „Dritten Reich“ führte 2012 zu einer ersten Publikation „An Luthers Geburtstag brannten die Synagogen-eine Anfrage“. 2016 erschien die Biografie: „Elisabeth Schmitz –wie sich die Protestantin für Juden einsetzte, als ihre Kirche schwieg.“ Seitdem auch rege Vortragstätigkeit. Sibylle Biermann-Rau lebt seit neuestem im Ruhestand in Tübingen.

Eine  Kooperation von  Ev. Bildungswerk Dortmund, Ev. Stadtkirche St. Petri, Schulreferat des Ev. Kirchenkreises Dortmund, Auslandsgesellschaft.de e.V., Volkshochschule, Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund, Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

20.11.2019
Yad Vashem-Lectures
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

16:00 - 17:30 Uhr

Yad Vashem Lecture

Die Reihe Yad Vashem Lectures wendet sich an Lehrende aller Schulformen und an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bildungseinrichtungen. In den Lectures werden innova-tive neue Unterrichtsmaterialien vorgestellt und in einem Praxisteil konkret ausprobiert, erprobt und hinterfragt. Weitere Informationen zu Anmeldung und Kosten unter 02 51/492-71 01.
 

Veranstaltet von Andreas Determann, Kim Keen, Bettina Röwe,Dr. Christoph Spieker in Kooperation mit Förderverein der Villa ten Hom-pel, der Bezirksregierung Münster, Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

Vorbereitung einer gemeinsamen Veranstaltung zum Internationalen Holocaust- Gedenktag am 27. Januar 2020 (II)

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Im Anschluss an die erste Lecture vom 25. September 2019 werden die Projektideen der Schulen zur gemeinsamen Gedenkveranstaltung zum 27. Januar 2020 konkretisiert. Verantwortliche und Kurse / Klassen stehen fest, sodass ein konkretes Programm entwickelt werden kann. Ein Abschlusstreffen findet in einer dritten Lecture am 15. Januar 2020 statt, bei der u.a. die Präsentation auf dem Platz des Westfälischen Friedens vorbereitet wird.

Auch Schulen, die eine eigene Gedenkveranstaltung planen, sind willkommen

21.11.2019
"Tischgespräche"
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt 10€
Einlass ab 18:30 Uhr

"Tischgespräche" – Hitlers Monologe über Gott und die Welt

Mit dem Darsteller Andreas Breiing
 

Martin Bormann, Leiter der Parteikanzlei der NSDAP und Privatsekretär Hitlers, ließ zwischen Mitte 1941 und Anfang 1944 die Unterhaltungen bei Tisch in der „Wolfsschanze“ mitstenografieren. Die Notizen haben bei der Familie Bormann das Kriegsende überstanden und wurden später in zwei Bänden veröffentlicht.

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Besonderheit der Aufführung in der Villa ten Hompel ist der generationenübergreifende Dialog, der Mythen, Lügen, Legenden und Vorurteile zu demaskieren hilft. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit dem Darsteller und einem Mitarbeiter der Villa ten Hompel.

Aufgrund nur begrenzt möglicher Teilnehmendenzahl wird vorab um eine Reservierung im Sekretariat der Villa ten Hompel unter 02 51/4 92-71 01 oder tenhomp@stadt-muenster.de gebeten.

21.11.2019
Jüdisch sein im Revier
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 19:30 Uhr

Jüdisch sein im Revier

Vortrag mit Judith Neuwald-Tasbach (Gelsenkirchen)

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Mehr als 200.000 Jüdinnen und Juden leben in Deutschland. Doch wer kennt schon eine Jüdin oder einen Juden persönlich? Außerhalb von Nachrichten und Fernsehdokumentationen treten sie kaum in Erscheinung.
Daher ist das Kennenlernen so wichtig, denn „es ist der Weg, um Vorurteile abzubauen und dem Hass zu begegnen.“ (Rabbiner Dr. Henry Brandt).


Judith Neuwald-Tasbach, Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Gelsenkirchen, berichtet über jüdisches Leben im Revier, vom Umgang mit dem alltäglichen Hass und ihrer Liebe zu Schalke 04.

 

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Brückenschlag“


In Kooperation mit dem Lions Club Dorsten-Hanse

23.11.2019
Kochkurs: In der jüdischen Bäckerei
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Veranstaltungsort:
VHS-Bildungszentrum Maria Lindenhof
Im Werth 6, 46282 Dorsten

Beginn: 14:00 Uhr

Kochkurs: In der jüdischen Bäckerei

Kochkurs mit Shahar Viso

 

Genau das richtige Programm für einen Herbstnachmittag: Wir treffen uns, um typisch jüdische herzhafte und süße Backwaren zu backen und gemeinsam zu essen. Dabei entdecken wir die jüdische Kultur durch das Essen.

Anmeldung und weitere Informationen: 02362 951467 oder info@jmw-dorsten.de
Für Kinder und Erwachsene | Kostenbeitrag 15 € zzgl. Kosten für Lebensmittel und Getränke

25.11.2019
Exkursion: Die Neue Synagoge Gelsenkirchen
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

18:00 Uhr

Treffpunkt: Neue Synagoge, Georgstr. 2, 45879 Gelsenkirchen
(Die Fahrt dorthin erfolgt mit Privat-Pkws.)

Exkursion: Die Neue Synagoge Gelsenkirchen

Führung und Gespräch mit Judith Neuwald-Tasbach

Für diese Veranstaltung ist eine telefonische Anmeldung unter 02362-45279 erforderlich; die Teilnehmenden werden gebeten, einen Personalausweis mitzubringen.

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„Wer ein Haus baut, will bleiben, und wer bleiben will, erhofft sich Sicherheit.“ (Salomon Korn, Architekt des Jüdischen Gemeindezentrums Frankfurt/M.)


Die Neue Synagoge Gelsenkirchen wurde 2007 an der Stelle errichtet, an der bis zur Pogromnacht 1938 jüdische Menschen beteten. Heute ist sie zusammen mit dem Gemeindezentrum ein Haus des Gebetes und der Begegnung für ca. 500 jüdische Menschen aus Gelsenkirchen, Gladbeck und Bottrop.


Judith Neuwald-Tasbach berichtet bei der Führung über den jüdischen Gottesdienst und das vielfältige Gemeindeleben.


Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Brückenschlag“


In Kooperation mit dem Lions Club Dorsten-Hanse

25.11.2019
Jugendkultur, Rap und Judenfeindlichkeit
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

17:00 bis 19:00 Uhr | Der Eintritt ist frei

Jugendkultur, Rap und Judenfeindlichkeit

Gespräch mit Ben Salomo, Rapper, Berlin

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Ben Salomo, ist als Kind von Israelis mit drei Jahren 1981 nach Berlin gekommen und in Berlin-Schöneberg aufgewachsen. Er hat sich erfolgreich in der Musikszene betätigt und einige Jahre auf YouTube das Format „Rap am Mittwoch“ herausgegeben.
Der Musiker bemerkte mit der Zeit, dass im Deutschrapp judenfeindliche Sprüche immer weiter verbreitet wurden. So verherrlichte nicht nur der bekannte Rapper Bushido in seinen Songs Männlichkeit und Härte, aber auch islamistische Attentäter. Trotz dieser Songtexte und seiner frauenfeindlichen sowie homophoben Sprüche erhielt er den „Integrations“-Bambi eines großen Zeitschriftenverlags. Farid Bang alias Farid Hamed el Abdellaoui machte judenfeindliche Reime und steigerte sich mit seinem Musikpartner „Kollegah“ hin zur Verachtung der Opfer von Auschwitz.

Farid und Kollegah protzten mit ihren antrainierten Muskeln und beschrieben diese als „definierter“ als diejenigen der Schoah-Opfer. Auch hier zogen die maßgeblichen Produzenten der Unterhaltungsindustrie keine Grenze und verliehen den Musikern 2018 den Echo-Preis.

Erst massive Proteste führten zur Aberkennung und später zur Abschaffung dieses Musikpreises. Sprüche und Songtexte mit Vernichtungswünschen gegen den Staat Israel und gegen Juden insgesamt machten und machen leider weiterhin die Runde.

Ben Salomo wird über seine Erfahrungen in der Rapperszene sprechen und Fragen zu Antisemitismus in der Jugendkultur in Deutschland heute beantworten.

Die Veranstaltung ermöglicht den Teilnehmenden damit einen Einblick in antisemitische und rassistische Botschaften deutscher Raptexte. Ein solcher Einblick sowie die Kenntnis der multimedialen Codes, derer sich die Szene bedient, unterstützt Pädagoginnen und Pädagogen darin, sich mit diesem Phänomen der Jugendkultur fundiert auseinanderzusetzen und mit ihren Schülerinnen und Schülern darüber ins Gespräch zu kommen.

Literatur:
Ben Salomo bedeutet Sohn des Friedens, Europaverlag: München 2019, 240 Seiten, ISBN 978-3-95890-259-6

26.11.2019
Engel in Judentum, Christentum und Islam
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Abu-Bakr-Moschee
Carl-Holtschneider-Str. 8a, 44145 Dortmund

Beginn: 19:30 Uhr

Engel in Judentum, Christentum und Islam

Ein Trialog

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In allen drei Religionen spielen Engel eine Rolle. Engel bringen Botschaften Gottes zu den Menschen. Doch warum sendet Gott Boten? Welche Bedeutung und welche Aufgaben haben Engel noch? Worin besteht der Unterschied zwischen Engeln und Menschen? Haben Engel für heutige Menschen noch eine Relevanz? An diesem Abend werden uns drei Referierende aus drei Blickwinkeln -  jüdisch, christlich und muslimisch - diese Geschöpfe näher bringen.

Referierende:

  • Baruch Babaev, Rabbiner, Jüdische Kultusgemeinde Groß-Dortmund
  • Naciye Kamcili-Yildiz, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Universität Paderborn
  • Annette Back, Ev. Kirchengemeinde Wellinghofen sowie Beauftragte des Ev. Kirchenkreises Dortmund für jüdisch-christlichen Dialog, Dortmund

In Kooperation: Dortmunder Islamseminar

26.11.2019
Verleihung des Giesberts-Lewin-Preises
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenar­beit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Käthe Kollwitz Museum Köln
Neumarkt 18-24, 50667 Köln

Beginn: 19:00 Uhr

Anmeldung bis zum 21. November 2019 in der Geschäftsstelle der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V. unter dem Stichwort „Giesberts-Lewin-Preis“.
Richartzstraße 2-4, 50667 Köln,
Telefon: 0221-61 72 84
Fax: 0221-61 72 86
E-Mail: info@koelnische-gesellschaft.de

Verleihung des Giesberts-Lewin-Preises

Die Begegnungszentren Porz und Chorweiler der Synagogen-Gemeinde leisten seit Jahren einen entscheidenden Beitrag für die Integration der Jüdischen Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion. Darüber hinaus sind sie wichtige soziale und kulturelle Orte in Ihren Stadtteilen. Sie sind im Wortsinne Begegnungzentren, da sie ein Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Interessen und Lebensumstände ermöglichen.

Wir laden Sie herzlich dazu ein, am 26. November 2019 um 19.00 Uhr an der Preisverleihung im Käthe Kollwitz Museum Köln teilzunehmen!

Die Kölnische Gesellschaft­ für Christlich-Jüdische Zusamenarbeit e.V. sti­ftet jährlich den Giesberts-Lewin-Preis für herausragendes ehrenamtliches Engagement zur Förderung des christlich-jüdischen Dialogs, des Jugendaustausches zwischen Israel und der Bundesrepublik Deutschland sowie für ein entschiedenes Eintreten gegen rassistische und antisemitische Tendenzen und für Toleranz und Völkerverständigung in Politik, Gesellscha­ft und Kultur. Dabei sollen bisherige Leistungen gewürdigt und zukünftiges Handeln ermutigt werden.

Flyer zur Veranstaltung

28.11.2019
Forum am Donnerstag
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt frei

Forum am Donnerstag

Albert Konrad Gemmeker

Das KZ Westerbork und die Deportation der niederländischen Juden in die Vernichtungslager

Dr. Ad van Liempt (Amsterdam)

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Holocaust in den Niederlanden und deutsche Täterschaft im Fokus

Der niederländische Histo­riker Ad van Liempt stellt seine neuesten Forschungen über den Kommandanten des Lagers Westerbork Albert Konrad Gemmeker vor. Mehr als 80.000 Jüdinnen und Juden wurden aus dem Lager im Norden der Niederlande in die Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und Sobibor und in das Konzentrationslager Bergen Belsen depor­tiert. Der 1992 verstorbene Düsseldorfer Gemmeker über­stand juristische Ermittlungen nach 1967 „unbeschadet“.

Mehrere Jahre suchte van Liempt in Archiven zur Vorgeschichte des SS-Obersturm­bannnführers und besuchte zu diesem Zweck auch die Villa ten Hompel. Wichtige neue Informationen stammen von dem damaligen Vernehmungsrichter Wolfgang Steffen und Angehö­rigen der Familie Gemmeker.


Das niederländische Fernsehen berichtete bereits in einer Dokumentation. Das Buch selbst ist bisher nur in niederländi­scher Sprache erschienen. Ad van Liempt stellt nun erstmals in deutscher Sprache sein Buch vor.

Nach einer Karriere im Zeitungsjournalismus und Fernsehen war Ad van Liempt einer der Gründer der Geschichtssendung „Andere Zeiten“. Außerdem war er Chefredakteur der erfolgrei­chen TV-Serie „Der Krieg“. Seit 1994 veröffentlicht er regelmä­ßig Bücher zu historischen Themen, insbesondere zum Zweiten Weltkrieg. Van Liempt wurde an der Universität Groningen promoviert und ist Ehrendoktor der Universität Amsterdam.


In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Münster e.V., Gegen Vergessen – Für Demokratie Regionalgruppe Münsterland e.V., der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V. und dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte

03.12.2019
Margot-Spielmann-Preis
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 18:00 Uhr

Margot Spielmann-Preis.
Prämierung der ausgezeichneten Arbeiten

Auch in diesem Jahr haben Schülerinnen und Schüler aus den Oberstufen von Gymnasien und Gesamtschulen ihre Facharbeiten für den Margot Spielmann-Preis eingereicht. Eine erfahrene Jury aus Deutsch- und Geschichtslehrern und Historikern hat die Beiträge eingehend geprüft und die drei besten Einzelarbeiten zur Prämierung vorgeschlagen. Die Preisträger und -trägerinnen erhalten eine Urkunde und Bücher zur jüdischen
Geschichte und Kultur.

 

Zur Feierstunde im Jüdischen Museum Westfalen sind Sie herzlich eingeladen.

 

05.12.2019
Forum am Donnerstag
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr

„Wer spart hilft Adolf Hitler“

Nationalsozialismus und Sparkassen in Münster und Ostmünsterland

Wie nationalsozialistisch durchdrungen waren die Sparkassen?

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Sparkassen sind längst ein Teil des gesell­schaftlichen Alltags geworden, sowohl im städtischen Umfeld als auch in ländlichen Regionen. Diese enor­me lokale Präsenz ist historisch gewachsen und auf die ersten Sparkassengründun­gen seit Beginn des 19. Jahrhunderts zurückzuführen. Sie sollten dazu dienen, jedermann eine sichere Geldanlage zu ermöglichen.

Wie verhielt sich diese Grundbedingung des Sparkassenge­schäfts zur nationalsozialistischen Herrschaft in den Jahren von 1933 bis 1945? Wie stark wirkte sich die nationalsozialistische Ideologie auf die Geschäftspraxis aus und welchen Einfluss nahm die Diktatur auf das Sparkassenpersonal?

Zwischen der Sparkas­se und den NS-Macht­habern, auf lokaler Ebene in Gestalt der Stadt- und Provinzi­alverwaltung, aber auch der Gauleitung Westfalen-Nord, ent­wickelte sich seit 1933 eine wechselseitige Beziehung, die von einer pragmatischen Zusammenarbeit und einer aktiven Mitwir­kung der Sparkasse bei politischen Maßnah­men geprägt war. Die Sparkassen wurden so zu willfährigen Aus­führungsorganen der nationalsozialistischen Kriegs-, Vernich­tungs- und Finanzpolitik.

Im Rahmen der Veranstaltung präsentieren die Autorinnen und Autoren und die Herausgeber des Buches (Villa ten Hompel und Westfälisches Wirtschaftsarchiv) Kernthesen und stellen diese zur Diskussion mit dem Publikum.


In Kooperation mit dem Westfälischen Wirtschaftsarchiv Dortmund

 

 

05.12.2019
Es Brennt – Mordechai Gebirtig, Vater des jiddischen Liedes
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Stadtarchiv
Märkische Str. 14, 44135 Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr

Es Brennt – Mordechai Gebirtig, Vater des jiddischen Liedes

Lesung und Musik mit Uwe von Seltmann (Krakau)

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Wenn die Geschichte anders verlaufen wäre und nicht Millionen Juden mitsamt ihrer Kultur vernichtet worden wären, so der italienische Künstler Rudi Assuntino, wäre der jiddische Dichter Mordechai Gebirtig heute so populär wie die Gershwin-Brüder. Gebirtig, auch der „Vater des jiddischen Liedes“ genannt, wurde 1942 im Krakauer Ghetto von den Nationalsozialisten ermordet.

 

Rund 170 seiner Gedichte und Lieder haben die Schoah überlebt. Heute wie damals sind sie ein bedeutendes Zeugnis jüdisch-europäischer Kultur und werden weltweit von namhaften Künstlern gesungen und interpretiert. Gebirtigs bekanntestes Lied „S’brent“ (Es brennt) war während der NS-Zeit die inoffizielle Hymne jüdischer Widerstandskämpfer, heute wird es in Israel zu jedem Holocaust-Gedenktag angestimmt.

 

„Es brennt“ ist die erste deutschsprachige Biografie Mordechai Gebirtigs – eine Pionierarbeit und ein Buch gegen das Vergessen. Viele Lieder Gebirtigs werden hierfür das erste Mal ins Deutsche übertragen.

 

Aus Archiven in Europa, Israel und den USA hat Autor Uwe von Seltmann, der seit 2007 als freier Publizist und Dokumentarfilmer in Krakau lebt, zahlreiche neue Entdeckungen zu Leben und Werk des Krakauer Poeten zusammengetragen. Liedbeispiele, Fotos, Zeitdokumente und Faksimiles illustrieren dieses Buch und machen es für Einsteiger wie Kenner zu einer faszinierenden Reise ins Jiddischland.

 

In Kooperation:  Stadtarchiv, Historischer Verein

11.12.2019
Gedenkblätter im Gespräch
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr

Gedenkblätter im Gespräch

Präsentation und Lesung aus neu erstellten Gedenkblättern mit Peter Schilling

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Das Gedenkbuchprojekt des Vereins „Spuren Finden”möchte die Bürgerinnen und Bürger des Münsterlandes, die durch Verfolgung und Ermordung unter nationalsozialistischer Unrechts- und Gewaltherrschaft zu Opfern geworden sind, in das Gedächtnis der Gesellschaft zurückholen. Das Interesse soll auf jene Menschen gelenkt werden, die aus politischen, religiösen, rassistischen und ideologischen Gründen ver-folgt und ermordet worden sind: Juden und Sinti und Roma, „Gemeinschaftsfremde” und Homosexuelle, Zeugen Jehovas und „Euthanasie”-Opfer, Menschen des konfessionellen und politischen Widerstandes.

Das Gedenkbuch ist Teil der Dauerausstellung in der Villa ten Hompel.


Eine Veranstaltung des Vereins Spuren Finden e.V.

15.12.2019
Gedenken
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Veranstaltungsort:
Gedenktafel Ecke Warendorfer Str. / Kaiser-Wilhelm-Ring

Beginn: 11:30 Uhr

Gedenken an die erste Deportation aus Münster ins Ghetto Riga am 13. Dezember 1941

Deportation von Juden während des Nationalsozialismus

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An der Stelle des heutigen Geschäftszentrums Warendorfer Straße, Ecke Kaiser-Wilhelm-Ring stand früher die Gaststätte Gertrudenhof. In ihrem Saal wurden vom 10. bis 12. Dezember 1941 390 jüdische Menschen aus dem Münsterland und Münster vor ihrer Deportation nach Riga festgehalten. Die Deportation erfolgte dann vom Güterbahnhof Münster über die Stationen Osnabrück und Bielefeld ins lettische Riga.Von den 299 münsterischen Juden, die in Ghettos und Lager verschleppt wurden, überlebten nur 24 den Holocaust.

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

15.12.2019
Matinee zum 20. Geburtstag des Geschichtsorts Villa ten Hompel
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 12:00 Uhr

Matinee zum 20. Geburtstag des Geschichtsorts Villa ten Hompel

Für genaue Programminfos informieren Sie sich bitte im Herbst auf unserer Homepage, bei Facebook und über unseren Newsletter!

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Am 13. Dezember 1999 wurde auf Beschluss des Rates der Stadt Münster der Geschichtsort Villa ten Hompel eröffnet.

 

Die Forschung und Vermittlung zu Holocaust, Diktaturerfahrungen und die gegenwärtigen Herausforderungen durch Rechtsextremismus und Antisemitismus bilden den Kern des mittlerweile 20jährigen menschenrechtsorientierten Engagements im historischen Gebäude am Kaiser-Wilhelm-Ring 28.

Bei allen Aktivitäten des Geschichtsorts Villa ten Hompel steht der Mensch im Mittelpunkt. Die geschichtswissenschaftliche Forschung ist Ausgangspunkt der innovativen musealen und pädagogischen Vermittlung. Bürgerinnen und Bürger tragen ihre Geschichten ins Haus durch Vor- und Nachlässe aus ihrem familiären Umfeld. Und nicht zuletzt stärken uns ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch ihr Engagement. Seit 20 Jahren ist so in der Villa ten Hompel Geschichte partiziativ im Gespräch – nachdenklich, selbstkritisch und offen für den Dialog.

Im Rahmen einer Matinee werden Weggefährtinnen und Weggefährten im Dialog spannende Erinnerungssplitter an besondere Momente, Veranstaltungen und Entwicklungsetappen präsentieren. 20 Jahre „Villa“ als Geschichtsort der Stadt Münster werden so lebendig.

 

22.12.2019
Chanukkafest
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Phoenix-See/ Kulturinsel
Dortmund-Hörde

Beginn: 18:00 Uhr

Lichteranzünden zu Chanukka

Die Jüdische Kultusgemeinde lädt herzlich ein zu einem feierlichen Anzünden der Chanukka-Kerzen!

 

Am Phoenix-See, auf der Kulturinsel, mit schönen Ausblicken auf den nächtlichen See! Mit musikalischer Begleitung durch Kantor Baruch Chauskin, traditionellem Imbiss und Snacks, koscherem Kinderpunsch und Glühwein.

In Kooperation mit