Veranstaltungen

01.09.2019
Öffentliche Führung in der Alten Synagoge
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

15:00 bis 16:30 Uhr
Anmeldungen sind nicht erforderlich.
Tickets für die öffentliche Führung kosten pro Person 3 € bzw 2 € mit Ermäßigung

Öffentliche Führung in der Alten Synagoge - Haus jüdischer Kultur

5 Ausstellungsbereiche:

  • Quellen jüdischer Tradition
  • Jüdische Feste
  • Jüdischer "Way of Life"
  • Geschichte des Hause
  • Geschichte der jüdischen Gemeinde Essen

Weitere Termine: 15. September 2019, 6. Oktober 2019, 20. Oktober 2019, 3. November 2019, 17. November 2019, 1. Dezember 2019 und 15. Dezember 2019

03.09.2019
„Neue jüdisch-orthodoxe Sicht auf das Christentum“
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Jüdische Kultusgemeinde,
Prinz-Friedrich-Karl-Str. 9, 44135 Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr

„Neue jüdisch-orthodoxe Sicht auf das Christentum“

Referent: Rabbiner Avichai Apel (Frankfurt)

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Im Dezember 2015 überraschte eine Gruppe orthodoxer Rabbiner aus Israel, USA und Europa die Öffentlichkeit mit einer Erklärung, in der eine neue jüdisch-orthodoxe Sicht auf das Christentum präsentiert wird. Der Titel der Erklärung ist programmatisch: „Den Willen unseres Vaters im Himmel tun: Hin zu einer Partnerschaft mit Christen“. In einer Zusammenstellung von Zitaten orthodoxer Rabbiner aus mehreren Jahrhunderten zeigt die Autorengruppe, dass eine positiv wertende Sicht auf das Christentum von jüdischer Seite möglich ist.

Im August 2017 erschien eine neue Erklärung  aller orthodoxen Rabbiner: „Zwischen Jerusalem und Rom.“ Rabbiner Apel hat an der Rabbiner-Delegation teilgenommen, die diese Erklärung Papst Franziskus überreicht hatten.

 

Rabbiner Avichai Apel wird über die Hintergründe zur Entstehung der Erklärungen sowie über jüdische und nichtjüdische Reaktionen darauf sprechen. 

 

Der Referent war von 2004 bis 2016  Rabbiner in Dortmund. Jetzt als Rabbiner in rankfurt a.M. tätig, Vorstandsmitglied der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland.

 

In Kooperation:  Jüdische Kultusgemeinde,  Auslandsgesellschaft.de e.V., Volkshochschule , Ev. Akademie Villigst, Schulreferat des Ev. Kirchenkreises Dortmund, IRuM–Institut für Religionspädagogik und Medienarbeit im Erzbistum Paderborn

04.09.2019
Mittwochsgespräch
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Veranstaltungsort:
Schloss der WWU Münster, Vortragssaal S10
Schlossplatz 2

Beginn: 19:00 Uhr

"Als der Wagen nicht kam"

Eine wahre Geschichte aus dem Widerstand: Paulus van Husen, der Kreisauer Kreis und das Hitler-Attentat am 20. Juli 1944  -   Ein Krimi aus der Wirklichkeit

Dr. Manfred Lütz (Bornheim bei Bonn)

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Mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem 20. Juli 1944 macht Manfred Lütz eine außergewöhnliche Entdeckung: Er entdeckt die Autobiografie seines Großonkels Paulus van Husen. Was er darin liest, zieht ihn sofort in seinen Bann: Der Bericht eines Zeitzeugen, den es immer wieder an die Brennpunkte der Geschichte des 20. Jahrhunderts verschlagen hatte, ist von großer historischer Bedeutung und glänzend geschrieben.

Nichts deutete darauf hin, dass der in Münster geborene Paulus van Husen einmal zum Verschwörer werden würde. Doch mit dem Ersten Weltkrieg nahm sein Leben eine erste Wendung. In einem Husarenstück eilt seine Elitedivision 1918 der Regierung Ebert in Berlin zu Hilfe. Als Mitglied der deutsch-polnischen Gemischten Kommission erlebt er beim Völkerbund in Genf Gustav Stresemann. Mit den Nazis gerät er sofort aneinander. Wie er Goebbels und Keitel begegnet und dem eiskalten SS-Mörder Heydrich Auge in Auge widersteht, beschreibt er packend. Als Mitglied des Kreisauer Kreises hat er einen entscheidenden Moment mit dem Hitler-Attentäter Stauffenberg und am Ende überlebt er nur mit viel Glück. Nach dem Krieg wird er von Adenauer umworben und beschließt seine Karriere als erster Verfassungsgerichtspräsident Nordrhein-Westfalens.

Manfred Lütz ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, katholischer Theologe und Bestseller-Autor. Zuletzt erschien unter wissenschaftlicher Mitarbeit von Arnold Angenendt sein Buch „Der Skandal der Skandale. Die geheime Geschichte des Christentums“.


Am Stand des Buchladens "Rosta" können Bücher des Autors erworben werden, die Manfred Lütz auf Wunsch signiert.

In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Münster e. V., Gegen Vergessen – Für Demokratie Regionalgruppe Münsterland e.V., der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e. V., dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte und Münster Marketing

04.09.2019
Konsequente Bekämpfung des Antisemitismus in Gegenwart und Zukunft
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

19:00 bis 21.00 Uhr | Der Eintritt ist frei

Konsequente Bekämpfung des Antisemitismus in Gegenwart und Zukunft

Leider gibt es auch heutzutage regelmäßig antisemitische Vorkommnisse, denen Politik und Gesellschaft in aller Entschlossenheit entgegentreten müssen. Aufgrund der Bedeutung dieses Themas hat das Land die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zur neuen Antisemitismusbeauftragten berufen. Zusammen mit der bekannten Überlebenden des Holocaust Inge Auerbacher als Zeitzeugin und Referentin möchten wir die aktuellen Herausforderungen debattieren.

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Sabine Leutheusser-Schnarrenberger:
Überparteilich getragen hat der Landtag Nordrhein-Westfalen die Schaffung der Funktion einer Antisemitismusbeauftragten in der Plenarsitzung vom 14. Juni 2018 einstimmig beschlossen. Das Amt wird als Ehrenamt ausgeübt. Die Antisemitismusbeauftragte ist funktional dem Geschäftsbereich des Ministerpräsidenten zugeordnet.

Das Aufgabenspektrum der Antisemitismusbeauftragten beinhaltet die landesweite Koordination von präventiven Maßnahmen der Antisemitismusbekämpfung und die Funktion, Ansprechpartnerin für Opfer von antisemitischen Taten zu sein. Sie legt dem Landtag jährlich einen Bericht über ihre Arbeit vor und empfiehlt in diesem Maßnahmen zur Bekämpfung des Antisemitismus.

Grundlage der Arbeit der Antisemitismusbeauftragten ist nach Entscheidung der Landesregierung die Arbeitsdefinition von Antisemitismus, die die International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) am 26. Mai 2016 in Bukarest beschlossen hat.

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (* 26. Juli 1951 in Minden) ist Juristin und eine Politikerin der FDP. Sie ist von 1992 bis 1996 sowie von 2009 bis 2013 Bundesministerin der Justiz gewesen.
Angst essen Freiheit auf. Warum wir unsere Grundrechte schützen müssen, wbg Theiss: Darmstadt 2019.

Inge Auerbacher:
Die 85-jährige Emigrantin Inge Auerbacher besucht seit vielen Jahren Deutschland. Sie ist in Süddeutschland geboren und aufgewachsen. Sie und ihre Familie wurden im August 1942 ins Lager Theresienstadt deportiert. Die Rote Armee befreite sie am 8. Mai 1945 und sie wanderte in die USA aus. Über ihre Erlebnisse hat sie in mehreren Publikationen berichtet. Als Emigrantin verfügt sie über ein geschärftes Gefühl für Ressentiments und Antisemitismus. Sie lebt heute in New York.
Ich bin ein Stern, Beltz: Weinheim 1990.

05.09.2019
“Der Staat Israel. Alles andere als einfach”
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenar­beit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Melanchthon-Akademie des Evangelischen
Kirchenverbandes Köln und Region
Kartäuserwall 24 b
50678 Köln

Beginn: 19:30 Uhr | Eintritt: 5 €

“Der Staat Israel. Alles andere als einfach” 

Vortrag und Diskussion mit Dr. Ralf Balke, Historiker, Buchautor, Researcher und Journalist.

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Israel hat im Frühjahr 2019 gewählt. Unabhängig von den zahlreichen Skandalen sowie der lauten Kritik von Links und Rechts an seinem Regierungsstil war der neue Ministerpräsident danach auch der alte: Benjamin Netanyahu. Kein anderer Politiker hat das Land in seiner wechselvollen 71-jährigen Geschichte dermaßen lange regiert und ihm seinen Stempel aufgedrückt wie „Bibi“. Doch einfacher wird es dadurch nicht für ihn. Angefangen von der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich, die trotz einer boomenden Wirtschaft den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährdet, den vielfältigen Bedrohungen durch den Iran sowie den Konzessionen, die der Friedensplan für den Nahen Osten von US-Präsident Donald Trump wohlmöglich verlangen könnte, gibt es für Israel in der nahen Zukunft zahlreiche Herausforderungen, die viel Konfliktpotenzial beinhalten.

Eine Kooperationsveranstaltung der Melanchthon-Akademie und der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.

07.09.2019
"Villa"-Angebote in der Nacht der Museen und Galerien
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

14– 24 Uhr:
Dauerausstellung geöffnet

16, 18, 20 und 22 Uhr:
Kostenlose öffentliche Kuratoren-Führungen von Thomas Köhler und Christoph Spieker durch die Dauerausstellung GESCHICHTE – GEWALT – GEWISSEN

Führungen durch die Dauerausstellung GESCHICHTE – GEWALT – GEWISSEN

Thomas Köhler und Christoph Spieker präsentieren im Rahmen von Rundgängen besondere Geschichten und Hintergrundinformationen zu Objekten und Installationen der Ausstellung.

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Imposante Industriellenvilla aus der Weimarer Republik, Machtzentrale der uniformierten Polizei in der NS-Zeit, danach Schauplatz der Entnazifizierung von Tätern sowie der Entscheidung über Ansprüche von Verfolgten: Das war die Villa ten Hompel im Lauf der Geschichte.

Geschichte ist aber mehr nur als vergangene Ereignisse; ebenso gehören die mehr oder minder klaren Spuren dazu, in denen die Vergangenheit in der Gegenwart weiterlebt.

Gewalt hat die Geschichte der Villa ten Hompel geprägt. Hier standen die Schreibtische jener NS-Beamten, die Polizisten ins besetzte Europa abkommandierten – zur Teilnahme an Massenmorden an Juden, Sinti und Roma. Hier standen die Schreibtische jener Nachkriegsbeamten, die nationalsozialistische Gewalttaten untersuchten und zugefügtes Unrecht wiedergutmachen sollten.

Gewissen bleibt eine Sache der einzelnen Person. Auch wer Gewalt auf staatliche Anordnung ausübt, muss sich fortan als Gewalttäter im Spiegel anschauen und seine Handlungen vor seinem Gewissen verantworten.

08.09.2019
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 11:00 Uhr | Freier Eintritt während der Eröffnung

Ausstellungseröffnung:  Im Angesicht der Vernichtung.
Arbeit und Widerstand in den Ghettos 1941 – 1944

1941 begannen die Deutschen im besetzten Osteuropa mit dem Massenmord an den europäischen Jüd*innen.


Im Angesicht der Vernichtung verhielten sich die Menschen in den Ghettos ganz unterschiedlich: von totaler Verzweiflung, wirtschaftlichem Engagement bis hin zum bewaffneten Widerstand. Viele Jüd*innen ließen sich nicht wie Schafe zur Schlachtbank führen.


Diese Ausstellung, von Studierenden des Touro College Berlin gemeinsam mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand erarbeitet, erzählt eine Reihe dieser Geschichten. Sie dokumentiert die Vielfalt jüdischen Lebens sogar im Angesicht der Vernichtung.

 

Die Ausstellung ist bis zum 22. Dezember 2019 zu sehen.

08.09.2019
Tag des offenen Denkmals in der Alten Synagoge
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

15:00 bis 17.00 Uhr | Der Eintritt ist frei

Tag des offenen Denkmals in der Alten Synagoge

Vortrag von Dorothee Rauhut

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Am 25. September 1913 wurde die Alte Synagoge Essen eingeweiht, also vor 106 Jahren. Mit einem Platzangebot für 1500 Menschen war sie eine der größten in Deutschland. Neben der Architektur erhielt auch die Ausstattung der Synagoge viel Lob, denn sie war reich und prächtig geschmückt. Während am Außenbau Reliefsteine, Inschriften und Zierbänder zu sehen sind, gingen im Inneren die zahlreichen Dekorationen verloren. Der Bau schwingt sich rhythmisch über Stufen in die Höhe, dieser Schwung wird durch die gewölbten Dachflächen noch verstärkt. Die ursprüngliche Pracht des Innenraums ist für den heutigen Betrachter kaum noch nachvollziehbar.

Ursprünglich fiel das Licht durch farblich gestaltete Fenster, in den großen Hauptbogenfenstern war die sechs jüdischen Hauptfeste dargestellt, in den kleineren unter der Empore Szenen aus der Tora. Der Innenraum war mit vielen Mosaikmedaillons geschmückt. So ergab sich ein Zusammenspiel von buntem Licht, das von Mosaiksteinen reflektiert wurde. Diese Motive werden in historischen Fotos gezeigt und erklärt.

Dorothee Rauhut:Studium der Kunstgeschichte in Braunschweig und Berlin, lebte einige Jahre in München und ist seit 2005 Guide für die Alte Synagoge Essen. Sie ist auch für das Ruhr Museum, die Zeche Zollverein, die WEMG-Touristikzentrale, im Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv und in der Villa Hügel tätig.

08.09.2019
Tag des offenen Denkmals
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

10–18 Uhr: Dauerausstellung geöffnet

12, 14 und 16 Uhr: Führungen

Führungen „hinter die Kulissen“ der Villa mit Objektgeschichten durch den Historiker Timm C. Richter

Die Führungen sind kostenlos, aber aufgrund der Größe der Räumlichkeiten auf 20 Personen pro Führung begrenzt. Anmeldelisten liegen am Tag des offenen Denkmals vor Ort aus.

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Die Villa ten Hompel – ehemalige Fabrikantenvilla, Sitz der Ordnungspolizei im Nationalsozialismus, Ort der Entnazifizierung und Dezernat für Wiedergutmachung im Nachkriegsdeutschland – bietet am Tag des offenen Denkmals einen Blick hinter die Kulissen.

Neben der Hausgeschichte und der Vorstellung ausgewählter Objekte aus der Sammlung des Hauses, besteht auch die Möglichkeit, bei Führungen Räume zu besichtigen, die ansonsten für die Besucherinnen und Besucher nicht zugänglich sind.

10.09.2019
Messianische Erwartungen im Judentum
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Reinoldinum
Schwanenwall 34, 44135 Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr

Messianische Erwartungen im Judentum

Vortrag von Rabbiner Dr. Jonathan Magonet (London)

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Das Wort „Messias“ ist von einem biblischen Terminus für den Akt der Salbung mit Öl zum Anlass der Übernahme eines öffentlichen Amtes abgeleitet. König David wurde gesalbt, ebenso seine  königlichen Nachfolger, bis das Königtum von den Babyloniern und dann den Römern zerstört und das jüdische Volk ins Exil gezwungen wurde. Jüdische Hoffnungen zur Wiederherstellung der nationalen Unabhängigkeit fokussierten sich auf die Figur eines zukünftigen messianischen Königs, konstruiert mit Blick auf eine idealisierte politische Figur wie David, dessen Herrschaft auch eine Zeit des Friedens einläuten würde.

 

Als Christen begannen, in Jesus eben diese messianische Figur zu sehen, erfolgte ihre Trennung vom beginnenden rabbinischen Judentum. Über einen Zeitraum von zweitausend Jahren haben Juden ihre eigenen messianischen Ideen diskutiert und sich gleichzeitig dem oft vorherrschenden christlichen Druck widersetzt, Jesus als Messias anzuerkennen. Die gegenwärtige säkular geprägte Welt verschärft die innerjüdischen Differenzen über messianische Hoffnungen und Erwartungen. 

 

Wir werden uns mit dieser Geschichte und dem Ausdruck sowie der Herausforderung messianischer Ideen im heutigen Judentum befassen.

 

Rabbiner Jonathan Magonet ist emeritierter Professor des Leo Baeck College in London, dessen Direktor er von 1985-2005 war. Er ist Autor zahlreicher theologischer Schriften und hat 50 Jahre lang die jährliche Internationale Jüdisch-Christliche Bibelwoche, derzeit in Osnabrück beheimatet, geleitet sowie sich im Dialog zwischen Juden, Christen und Muslimen engagiert. Er ist Herausgeber der Zeitschrift „European Judaism“. Derzeit verbringt er drei Monate im Jahr als Dozent für Jüdische Studien an der Seinan Gakuin Universität in Fukuoka, Japan.

 

In Kooperation:  Jüdische Kultusgemeinde, Volkshochschule, Auslandsgesellschaft.de  e.V.,  Ev. Akademie Villigst, Schulreferat des Ev. Kirchenkreises Dortmund, IRuM –Institut für Religionspädagogik und Medienarbeit im Erzbistum Paderborn

10.09.2019
Kurs - Jüdische Philosophie im 20. Jahrhundert
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Beginn: 15:30 Uhr

„Ich habe keine Lehre, aber ich führe ein Gespräch“. Jüdische Philosophie im 20. Jahrhundert

Vortrag von Dr. Martin Fricke, Pfarrer/ev. Vorstand GCJZ

 

10., 17. und 24. September 2019

 

Nicht dass der nicht ein beachtliches OEuvre verfasst hätte! Aber keine Lehre zu haben, vielmehr ein Gespräch zu führen – so hat Martin Buber das Dialogische, Offene und immer Lebensbezogene seiner Werke beschrieben. Für viele jüdische Philosophen des 20. Jahrhunderts ist es charakteristisch gewesen und verleiht ihrem Denken eine bleibende Aktualität. Der Kurs begibt sich auf die Spuren dreier dieser großen Denker: Martin Buber, Franz Rosenzweig und Leo Baeck.

 

Gemeinsam mit Evangelischer Stadtakademie

11.09.2019
Wie Moses es schaffte, eine Revolution zu überleben.
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Beginn: 19:00 Uhr | 7 € für Nichtmitglieder

Wie Moses es schaffte, eine Revolution zu überleben. Eine jüdische Auslegung von 4. Mose, 16-17

Vortrag von Rabbiner Prof. Dr. Jonathan Magonet, em. Direktor des Leo-Baeck-College, London

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Moses musste viele Krisen überstehen, während er die Israeliten durch die Wüste ins Gelobte Land führte. Obwohl in der Bibel während der gesamten Reise immer wieder Gegner von Moses erwähnt werden, kam es nur einmal zu einer potentiellen Revolution. Ein Mann namens Korach versammelte verschiedene desillusionierte Gruppen, um Moses und Aaron zu stürzen. In diesen dramatischen Kapiteln sehen wir, wie Moses Diplomatie und Überzeugungskraft nutzte, um die verschiedenen gegnerischen Gruppen anzusprechen, wie er aber schließlich auf göttliches Eingreifen angewiesen ist, um einen Bürgerkrieg zu vermeiden.

Gemeinsam mit Evangelischer Stadtakademie

12.09.2019
Forum am Donnerstag
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr

Auch wir wollen die Wahl haben! -

100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland

Der lange Weg der deutschen Frauen zum politischen Stimmrecht

Dr.Kerstin Wollf (Kassel) 

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Am 12. November 1918, mitten in den Wirren der Revolution, als mehr als deutlich geworden war, dass der Krieg nicht mehr gewonnen werden konnte, als der deutsche Kaiser schon in den Niederlanden im Exil war und das Amt des Reichskanzlers an den Sozialdemokraten Friedrich Ebert übertragen worden war, erklärte der Rat der Volksbeauftragten, dass fortan „alle Wahlen […] nach dem gleichen, geheimen, direkten Wahlrecht auf Grund des proportionalen Wahlsystems für alle mindestens 20 Jahre alten männlichen und weiblichen Personen zu vollziehen“ sind. Damit hatte dieses Männergremium mit einem Federstreich das Frauenwahlrecht in Deutschland eingeführt.

Kann aus dieser kurzen Episode geschlossen werden, dass den deutschen Frauen das Frauenstimmrecht quasi in den Schoss gefallen ist? War es der Revolution und vor allem dem Rat der Volksbeauftragten zu verdanken, dass dieses politische Mitbestimmungsrecht eingeführt wurde?

In ihrem Vortrag zur Geschichte des Kampfes um das Frauenstimm- und -wahlrecht in Deutschland rollt die Historikerin Kerstin Wolff den langen Kampf der deutschen Frauen um dieses Recht auf. Sie zeigt, dass die ersten Stimmen, die ein politisches Wahlrecht für Frauen forderten, in der Französischen Revolution laut wurden und dass diese Rufe, auch wenn sie sich lange nicht durchsetzen konnten, im gesamten 19. Jahrhundert nicht mehr zur Ruhe kamen.

Dr. Kerstin Wolff ist Historikerin und Geschäftsführerin der Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung in Kassel. Sie ist Redakteurin der historischen Fach-Zeitschrift der Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung, „Ariadne – Forum für Frauenund Geschlechter Geschichte“.

In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Münster e.V. und dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland

 

 

12.09.2019
Juden und Demokratie in Deutschland
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 19:30 Uhr

Juden und Demokratie in Deutschland – Von Frankfurt (1848) bis Bonn (1949)

Vortrag von Dr. L. Joseph Heid (Duisburg)

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Wie haben Juden an den demokratischen Bewegungen des 19. und 20. Jahrhunderts Anteil genommen, hat sich ihr Engagement in den demokratischen Verfassungen niedergeschlagen? Waren sie in ihrer Mehrzahl zwangsläufige Anhänger des demokratischen Prinzips, weil sie sich von der Demokratie die Verwirklichung staatsbürgerlicher Rechte versprachen? Oder gibt es eine besondere Affinität der Juden zur Demokratie, die in der religiösen Tradition verwurzelt ist?

 

Priv.-Doz. Dr. L. Joseph Heid, Historiker, Literaturwissenschaftler und Publizist, zahlreiche Publikationen zur deutsch-jüdischen Beziehungs- u. Literaturgeschichte, Sozialgeschichte und zum Ostjudentum.

15.09.2019
Offene Führung
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 14:30 Uhr

Eintritt und Führung: 5,00 €, ermäßigt 2,50 € pro Person

Offene Führung


Interessierten Besucherinnen und Besuchern bietet das Jüdische Museum Westfalen immer wieder offene Führungen an. An diesen Sonntagen kann man die Dauerausstellung „L` Chaim! Auf das Leben!“ im Rahmen einer Überblicksführung kennenlernen.

Sonntag, 15. September 2019, 14:30 Uhr
Sonntag, 6. Oktober 2019, 14:30 Uhr
Sonntag, 3. November 2019, 14:30 Uhr

15.09.2019
Kindertransporte nach Schweden
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Veranstaltungsort:
Central-Kino, Dorsten-Holsterhausen

Beginn: 17:45 Uhr | Eintritt: 6€

Kindertransporte nach Schweden

Dokumentarfilm von Gülseren Sengezer (2018) und Gespräch

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Der Film dokumentiert die Geschichte von vier Menschen, die als jüdische Kinder 1938/39 mit den bisher wenig bekannten Kindertransporten nach Schweden gerettet wurden; dorthin retteten sich etwa 500 Kinder. Von ihren Erfahrungen, Gefühlen und Traumata berichtet der Film – Geschichten von Davongekommenen, die zugleich Verlierer waren, denn die meisten von ihnen sahen ihre Eltern nie wieder. Eine der hier Porträtierten ist Ilse Reifeisen aus Dorsten, die heute als Elise Hallin in Stockholm lebt und deren Geschichte auch im Jüdischen Museum erzählt wird.

 

Die schwedische Journalistin und Filmemacherin Gülseren Sengezer wird zur Dorstener Aufführung anwesend sein und mit diskutieren.

 

In Zusammenarbeit mit dem Central-Kino und „Kirche und Kino“

18.09.2019
“Ignatz Bubis” – Jüdische Persönlichkeiten in Deutschland
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenar­beit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Gemeindesaal der Synagogen-Gemeinde Köln
Roonstraße 50, 50674 Köln

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt: 5€

“Ignatz Bubis” – Jüdische Persönlichkeiten in Deutschland

Vortrag von Prof. Dr. Salomon Korn

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Ignatz Bubis, 1927 in Breslau geboren, teilte als Opfer des Naziterrors die Leidensgeschichte seiner Generation. Mit ihr teilte er auch den Zwang zur Entscheidung, in welchem Land er nach dem Ende des Krieges eine neue Heimat finden sollte. Er entschied sich für Deutschland, für ein Leben im Land der Täter und Mitläufer. Er verstand sich als “deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens”. Hitlers totalem Vernichtungswillen sollte ein wieder auflebendes jüdisches Leben in Deutschland entgegengestellt werden. Bubis’ starke Medienpräsenz als “Stimme des Gewissens” garantierte das erwünschte Sichtbarwerden der kleinen jüdischen Minderheit – aber auch zahlreiche antisemitische Anfeindungen.

 

Der Rückblick auf das Leben und Wirken Bubis’ öffnet den Blick auf die Gegenwart und die erhoffte Zukunft. Kann angesichts der nach wie vor belastenden Vergangenheit Normalität gestaltet werden?

 

Professor Salomon Korn hat viele Jahre lang die Akitvitäten des 1999 verstorbenen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Ignatz Bubis, aus nächster Nähe beobachten können. Prof. Dr. Salomon Korn ist Ehrensenator der Universität Heidelberg und Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt a.M. sowie ehem. Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.

 

Eine Kooperationsveranstaltung der Synagogen-Gemeinde Köln, dem Katholischen Bildungswerk Köln und der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.

18.09.2019
Antisemitismus heute - was hat sich verändert?
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Palais Wittgenstein
Bilker Straße 7 – 9, 40213 Düsseldorf

Beginn: 19.00 Uhr

Antisemitismus heute - was hat sich verändert?

Vortrag von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Antisemitismusbeauftragte des Landes NRW und Bundesministerin a.D.

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Die Antisemitismusbeauftragte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger warnt vor der zunehmenden Judenfeindlichkeit im Land. „Mich treibt um, dass wir heute wieder eine Entwicklung haben, die ich mir nie vorstellen konnte. Jude ist wieder zu einem Schimpfwort geworden“, sagt sie im Interview. Die Zahl der antisemitischen Straftaten ist im größten deutschen Bundesland um neun Prozent auf 324 im Vorjahr gestiegen, jüdische Jugendliche trauen sich nicht mehr mit Kippa auf die Straße zu gehen.

 

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger wird in ihrem Vortrag die aktuelle Situation analysieren und von den Herausforderungen ihrer Arbeit und geplanten Projekten berichten.

 

Gemeinsam mit Evangelischer Stadtakademie und Düsseldorfer Appell / Respekt und Mut

19.09.2019
Sukkot – Das jüdische Laubhüttenfest
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Beginn: 17:30 Uhr | 7 € für Nichtmitglieder

Sukkot – Das jüdische Laubhüttenfest

Vortrag von Natalie Broich, Pfarrerin

 

Das jüdische Laubhüttenfest, Sukkot, wird einmal im Jahr gefeiert. Man erinnert sich an die Zeit, in der das Volk Israel durch die Wüste gewandert ist, auf dem Weg in das gelobte Land. Es gibt zahlreiche Riten und Gebräuche rund um das Sukkot-Fest. Pfarrerin Natalie Broich wird eine kurze Einführung geben, von ihren persönlichen Eindrücken berichten sowie Texte aus Midrasch und Talmud zur gemeinsamen Lektüre auswählen.

 

Gemeinsam mit Evangelischer Stadtakademie

20.09.2019
Bejt Haknesset
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Jüdische Kultusgemeinde
Prinz-Friedrich-Karl-Str. 9, 44135 Dortmund

17.30 bis 20.00 Uhr

Bejt Haknesset

Synagogenführung mit anschließender Teilnahme am Schabbatgottesdienst

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Die Synagoge ist ein „Bejt Haknesset“ – ein „Haus der Versammlung“. Hier wird gemeinsam gebetet, die Thora gelernt und besprochen.

 

Der Kantor der Jüdischen Kultusgemeinde Groß-Dortmund, Arie Mozes (siehe Foto), führt durch die Synagoge.

 

Jüdische Feste werden u.a. vorgestellt und Fragen zur Situation der Gemeinde beantwortet. Eine kurze Einführung in den Schabbatgottesdienst wird gegeben.
Die Teilnehmer/innen sind nach dem Gottesdienst herzlich zum geselligen Beisammensein mit einem kleinen Imbiss während des Kiddusch eingeladen.

 

Leitung: Pfarrerin Christel Schürmann
Max. 30 Personen – für alle Interessierte offen.

Anmeldung über: Ev. Bildungswerk:
bildungswerk@ekkdo.de  bzw. Tel.: 0231-8494-401

 

Bitte bringen Sie einen Personalausweis mit, da alle Besucher der Jüdischen Gemeinde aus Sicherheitsgründen registriert werden und wenn vorhanden, bei männlichen Besuchern, eine Kopfbedeckung.

 

In Kooperation: Ev. Bildungswerk Dortmund, Ev. Stadtkirche St. Petri

22.09.2019
"Rund um die Villa"
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 14:00 Uhr | Gebühr: 5€
Anmeldung nicht erforderlich

Treff- und Endpunkt jeweils am Geschichtsort Villa ten Hompel, Dauer ca. 1,5 Stunden

Stadtteilführung "Rund um die Villa"

Der historische Spaziergang mit dem Historiker Timm C. Richter führt durch das Erpho- und Mauritzviertel.

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Neben der Villa ten Hompel, dem Dienstsitz des Befehlshabers der Ordnungspolizei im Wehrkreis VI, befanden sich dort noch außergewöhnlich viele weitere Dienststellen von Partei und Staat in den Jahren 1933 bis 1945. Auch Orte der Verfolgung lassen sich finden, wie etwa die Leitstelle der Gestapo oder der Getrudenhof, Sammelstelle der münsterländischen Juden vor ihrer Deportation. Im Rahmen dieses Rundganges werden an diesen Orten nach Spuren von Nationalsozialistischer Herrschaft, Verfolgung und Krieg gesucht und gezeigt, dass viele dieser Orte nicht nur räumlich eine Nähe zur Villa ten Hompel hatten.

24.09.2019
Kampf um gleiches Recht!
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Stadtarchiv
Märkische Str. 14, 44135 Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr

Aus Anlass: „170 Jahre Revolution 1848/1849"

Kampf um gleiches Recht!
Gabriel Riesser (1806-1863) als Vorkämpfer für die Gleichberechtigung der deutschen Juden

Ein Vortrag von Dr. Uri R. Kaufmann (Essen)

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Gabriel Riesser wuchs in Hamburg auf und studierte als einer der ersten Juden Deutschlands überhaupt Rechte an der Universität Heidelberg. Wegen antijüdischer Vorbehalte an der Universität war ihm eine Karriere versperrt und so hoffte er auf eine Zulassung zum Anwalt in Hessen-Kassel. Er ließ sich deshalb in Bockenheim bei Frankfurt nieder. Ein evangelischer Theologieprofessor namens Paulus aus Heidelberg polemisierte 1831 gegen die Gleichberechtigung der Juden. Für ihn waren Christentum und Deutschtum untrennbar verbunden. Darauf erwiderte der junge Riesser scharf, was ihn  unter jüdischen Zeitgenossen in ganz Deutschland bekannt machte. Er wurde als Verfasser von Eingaben auf Gleichstellung tätig und 1848 in die Frankfurter Paulskirche-Versammlung gewählt. Für einige Monate wurde er sogar einer ihrer Vizepräsidenten. Im August 1848 setzte er sich in einer fulminanten Rede gegen den Württemberger Liberalen Moritz Mohl für die Emanzipation ein und die Mehrheit der Abgeordneten folgte Riesser. Viele Juden wie er erhofften von der demokratischen Bewegung ihre Gleichstellung. Nach dem Scheitern der Paulskirche war er als Notar in Hamburg tätig und galt als einer der großen Wortführer des deutschen Judentums.

Der Referent ist seit September 2011 Leiter der Alten Synagoge Essen. Geboren in der Schweiz, Historiker, Studium an der Hebräischen Universität Jerusalem (B.A., M.A.) und Promotion in Zürich. Lehrtätigkeit für Jüdische Geschichte an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg, 2000/20001 Konzeptentwickler für die Dauerausstellung des Jüdischen Museums Berlin. Forschungen zur Sozialgeschichte der Juden in Mitteleuropa vom 18. bis 20. Jahrhundert.

Eine Kooperation von:  Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V., Auslandsgesellschaft.de e.V., VHS, Stadtarchiv, Historischer Verein

24.09.2019
Liebesweichen
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

Beginn: 19:30 Uhr
Tickets sind erhältlich im TicketCenter II. Hagen 2, 45127 Essen
Mo 10:00-16:00 Uhr | Di-Fr 10:00-18:00 Uhr | Sa 10:00-15:00 Uhr | So geschlossen

Liebesweichen

Gastkonzert/-Lesung von Theater und Philharmonie Essen TuP

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„Sie hat mich geheiratet, weil sie gern das Gruseln lernen wollte, und sie behauptet, dieser Wunsch sei ihr in ausreichendem Maße in Erfüllung gegangen. Meine Frau heißt Lotte Lenya.“

Kurt Weill, der Lotte Lenya gleich zweimal heiratete, ist der große Komponist zwischen Brecht und Broadway, Lotte Lenya die Frau, für die er seine Lieder schrieb und die ihnen Gesicht und Stimme verlieh. Lenya, 1898 in einfachen Verhältnissen in Wien geboren, und Weill, 1900 in Dessau als Sohn des aus dem badischen Kippenheim stammenden jüdischen Kantors Albert Weill zur Welt gekommen, begegneten sich 1924 und verliebten sich sofort ineinander. Es war der Beginn einer turbulenten Beziehung: Besessenheit, tiefe Freundschaft, Trennung, Heirat, Scheidung, Neuanfänge. Gezeigt werden die wichtigsten Stationen ihres Lebens: die rebellischen Anfänge in Berlin, das Zwischenspiel in Paris, die Flucht vor den Nazis in die USA und schließlich der krönende Erfolg in New York, wo Weill das Broadway-Musical entscheidend mitprägte.

Im Broadway–Stil hat er auch das jüdische Totengebet „Kaddisch“ komponiert.

Mit dabei sind die Mezzosopranistin Marie-Helen Joël (auch Rezitation), der Schauspieler Thomas Büchel und der Pianist Oliver Malitius.

25.09.2019
Mittwochsgespräch
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr

Nur eine „ganz kleine Clique“?

Die NS-Ermittlungen über das Netzwerk vom 20. Juli 1944

Dr. Linda von Keyserlingk-Rehbein (Dresden)

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Netzwerk 20. Juli

Der 20. Juli 1944 zählt zu den Schlüsselereignissen der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Das missglückte Attentat von Claus Schenk Graf von Stauffenberg auf Adolf Hitler und der anschließende Umsturzversuch sind zum Symbol des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus geworden. Von den Ereignissen völlig überrascht, hatte das NS-Regime in Bezug auf die Gruppe der Verschwörer sofort festgelegt, dass in der Öffentlichkeit nur von einer „ganz kleinen Clique“ die Rede sein dürfe – eine Formulierung, die mitunter noch heute das Bild des Widerstandskreises prägt.Die vorliegende Analyse zeigt erstmals, was die NS-Ermittler tatsächlich über das große und komplexe zivile und militärische Netzwerk vom 20. Juli 1944 wussten, das so unter-schiedliche gesellschaftliche Gruppen umfasste wie Offiziere, Verwaltungsbeamte, Diplomaten, Juristen, Industrielle, Theolo-gen, Gutsbesitzer, Gewerkschafter und Sozialdemokraten.

Dr. Linda von Keyserlingk-Rehbein ist Kuratorin am Militär-historischen Museum in Dresden sowie Leiterin der dortigen Dokumentensammlung, für die sie zahlreiche Nachlässe zum 20. Juli 1944 aus Privatbesitz gewinnen und der Forschung zugänglich machen konnte.Die Historikerin und Literaturwissenschaft-lerin publiziert zu den Themen Widerstand gegen den Nationalso-zialismus und Metho-den der Historischen Netzwerkanalyse.

In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Münster e.V., Gegen Vergessen – Für Demokratie Regionalgruppe Münsterland e.V., der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V. und dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte

25.09.2019
Yad Vashem-Lectures
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

16:00 - 17:30 Uhr

Yad Vashem Lecture

Die Reihe Yad Vashem Lectures wendet sich an Lehrende aller Schulformen und an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bildungseinrichtungen. In den Lectures werden innova-tive neue Unterrichtsmaterialien vorgestellt und in einem Praxisteil konkret ausprobiert, erprobt und hinterfragt. Weitere Informationen zu Anmeldung und Kosten unter 02 51/492-71 01.
 

Veranstaltet von Andreas Determann, Kim Keen, Bettina Röwe,Dr. Christoph Spieker in Kooperation mit Förderverein der Villa ten Hom-pel, der Bezirksregierung Münster, Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

Vorbereitung einer gemeinsamen Veranstaltung zum Internationalen Holocaust- Gedenktag am 27. Januar 2020

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Auch zum 27. Januar 2020 möchten wir den Schulen der Stadt Münster und anderen interessierten Schulen im Regierungsbezirk die Möglichkeit einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung auf dem Platz des Westfälischen Friedens bzw. einer Umsetzung vor Ort geben.

Alle Schulen sind eingeladen, sich mit kleinen und großen
Projekten an der Gedenkfeier unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Markus Lewe zu beteiligen. Im Fokus steht das Gedenken rund um die Niederlande anlässlich des 80. Jahrestages der Annektierung der Niederlande. Die WN unterstützen die gemeinsame Gedenkveranstaltung mit einer Print-Seite und einer Online-Darstellung zu den einzelnen Schulveranstaltungen, die von einem Redaktionsteam von Schülerinnen und Schülern erstellt wird.

Alle weiterführenden Schulen sind herzlich willkommen!

25.09.2019
Beit Olam oder der gute Ort
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

25. und 26. September 2019 jeweils 10.00 bis 15.00 Uhr

Nordfriedhof, Ulmenstr. 236 (gegenüber vom Großmarkt)

Beit Olam oder der gute Ort

Gartenarbeiten auf jüdischen Friedhof

 

Jüdische Friedhöfe sind für die Ewigkeit angelegt. Unsere Gesellschaft kümmert sich um die Gräber aus den frühen Jahren. Wir arbeiten mit Unterstützung der Friedhofsgärtner und laden ein, sich daran zu beteiligen. Bitte melden Sie sich zur Mitarbeit an und bringen Sie, falls vorhanden, Arbeitsgeräte sowie einen Imbiss für mittags mit.

26.09.2019
"Tischgespräche"
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt 10€
Einlass ab 18:30 Uhr

"Tischgespräche" – Hitlers Monologe über Gott und die Welt

Mit dem Darsteller Andreas Breiing

Wiederholung der Veranstaltung am 21. November 2019

 

Martin Bormann, Leiter der Parteikanzlei der NSDAP und Privatsekretär Hitlers, ließ zwischen Mitte 1941 und Anfang 1944 die Unterhaltungen bei Tisch in der „Wolfsschanze“ mitstenografieren. Die Notizen haben bei der Familie Bormann das Kriegsende überstanden und wurden später in zwei Bänden veröffentlicht.

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Besonderheit der Aufführung in der Villa ten Hompel ist der generationenübergreifende Dialog, der Mythen, Lügen, Legenden und Vorurteile zu demaskieren hilft. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit dem Darsteller und einem Mitarbeiter der Villa ten Hompel.

Aufgrund nur begrenzt möglicher Teilnehmendenzahl wird vorab um eine Reservierung im Sekretariat der Villa ten Hompel unter 02 51/4 92-71 01 oder tenhomp@stadt-muenster.de gebeten.

29.09.2019
„Geschichte – Gewalt – Gewissen“
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Öffentliche Führungen

Am letzten Sonntag im Monat, jeweils 15 Uhr

Nächste Führungen am 27. Oktober 2019 | 24. November 2019

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen durch die Ausstellung. 

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Unsere Dauerausstellung „Geschichte – Gewalt – Gewissen“ erzählt in Anlehnung an die Hausgeschichte von den Verbrechen der Ordnungspolizei im Zweiten Weltkrieg und Versuchen der Aufarbeitung in der Nachkriegszeit: Thematisiert werden die enorme Dimension der Beteiligung der uniformierten Polizei am Zweiten Weltkrieg und an den Genoziden gegenüber Juden sowie Sinti und Roma, die öffentliche und personelle Entnazifizierung und Kontinuitäten nach 1945, die juristische Aufarbeitung des NS-Unrechts sowie der bürokratische Versuch einer „Wiedergutmachung“ der Bundesrepublik gegenüber ehemals Verfolgten.

Der Eintritt ist frei - Spenden erwünscht, Dauer ca. 1 Stunde.

30.09.2019
"Schulpartnerschaften Israel und Palästina – Nordrhein-Westfalen"
Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen und Bezirksregierung Düsseldorf

Workshop "Schulpartnerschaften Israel und Palästina – Nordrhein-Westfalen"

  • am 30.09.2019
  • von 10:00 - 16:30 Uhr
  • in der Jugendherberge Düsseldorf

Interessierte Lehrkräfte aller Schulformen aus Nordrhein-Westfalen können sich ab sofort bis zum 20.09.2019 anmelden.

Das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen und die Bezirksregierung Düsseldorf informieren über Schulpartnerschaften mit Israel und Palästina. Ausgewählte Schulen berichten aus der Praxis über erfolgreiche Schulprojekte.

Vorläufiges Programm

Hier geht es zur Online-Anmeldung

05.10.2019
„Denk mal!“
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 15:00 Uhr | Die Teilnahme ist kostenlos

„Denk mal!“ - Ein Altstadtrundgang zu Gedenkzeichen und Denkmälern

Mit Dr. Norbert Reichling

Treffpunkt: Jüdisches Museum Westfalen, Foyer.  wir bitten um Anmeldung unter 02362-45279.

Denkmäler versuchen „Zeichen zu setzen“ und sind damit Zeugnisse ihrer jeweiligen Entstehungsperiode. Manchmal werden sie auch abgerissen, umgebaut, verpflanzt. Welcher Geschichte(n) soll hier warum gedacht werden? Auf einem Rundgang durch die Dorstener Altstadt werden einige dieser Zeichen erkundet und diskutiert.


Norbert Reichling ist Erwachsenenbildner und ehrenamtlicher Leiter des Jüdischen Museums Westfalen.

08.10.2019
Yishai Sarid: Monster
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Beginn: 18:00 Uhr

Yishai Sarid: Monster

Literaturkreis mit Carola Flörsheim und Jutta Müller-Trapet

 

Der Literaturkreis, geleitet von Carola Flörsheim und Jutta Müller-Trapet, spricht über den neuen Roman von Yishai Sarid, der auf eindrückliche Weise davon berichtet, wie Grausamkeiten uns auch dann in ihren Bann ziehen, wenn sie längst dem Reich der Erinnerung angehören. Er stellt die unantastbare Frage, worin die Verbindung zwischen Juden damals und Israelis heute besteht.

12.10.2019
„Mit Makkaroni und Geistesspeise“ - Heinrich Heine, die Musik und die Salons
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Heinrich-Heine-Institut
Bilkerstr. 12-14, 40213 Düsseldorf

Beginn: jeweils 11.00 Uhr
Eintritt 19,50 € und erm. 16,50 € inkl. großem Frühstücksbüffet und Getränken

12. und 13. Oktober 2019

„Mit Makkaroni und Geistesspeise“ - Heinrich Heine, die Musik und die Salons

Sektfrühstück mit literarisch-musikalischem Programm

Dr. Karin Füllner, Heinrich-Heine-Ges.
Dr. Hella Bartnig, Deutsche Oper am Rhein
Darya Sokolova, Flügel

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Amalie Beer, Mutter des später so berühmten Komponisten Giacomo Meyerbeer, führte ebenso wie die Familie Mendelssohn Bartholdy einen bedeutenden musikalischen Salon im Berlin der 1820er Jahre. Als Heine 1831 nach Paris übersiedelte, entwickelte sich ein intensiver Kontakt zu Giacomo Meyerbeer, auch Felix Mendelssohn sah der Autor in Paris wieder. Zum Sektfrühstück mit literarisch-musikalischem Programm folgen die Musik- und Literaturexpertinnen Dr. Hella Bartnig und Dr. Karin Füllner den faszinierenden Spuren des Judentums in der Musik der Heine-Zeit.


Anmeldung erforderlich: Tel. 0211-8995571 oder
karin.fuellner@heinrich-heine-gesellschaft.de

 

Gemeinsam mit Heine-Institut und Heine-Gesellschaft in der Reihe Text&Ton

17.10.2019
Beit Ha Knesset oder Haus der Versammlung
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Jüdische Gemeinde
Paul-Spiegel-Platz 1, 40476 Düsseldorf

Beginn: 17:30 Uhr

Beit Ha Knesset oder Haus der Versammlung

Synagogenführung und Besuch der Laubhütte

 

Neue Synagoge und Gemeindezentrum an der Zietenstraße in Derendorf wurden am 7.9.1958 feierlich eingeweiht, gebaut nach Plänen des Architekten Hermann Zvi Guttmann. Wir erfahren Wissenswertes über die jüdische Religion, die jüdische Gemeinde und ihre Synagoge sowie über jüdisches Leben in Düsseldorf. Wir beschließen unseren Besuch mit einem Gespräch in der Laubhütte, die im Hof der Gemeinde zu Sukkot, dem Laubhüttenfest, aufgebaut ist.

 

Bitte Personalausweis mitbringen  -  Anmeldung erforderlich

 

Gemeinsam mit Ev. Stadtakademie

27.10.2019
Liturgische Musik im Vergleich
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

17:00 bis 19:00 Uhr | Der Eintritt ist frei.

Liturgische Musik im Vergleich

Doppelkonzert

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1. Teil: Romanos Chor

Der Romanos Chor wurde 1961 im Umfeld des 1200 jährigen Stadtjubiläums gegründet und erinnert an den byzantinischen Dichter Romanos Melodos (ca. 485-555). Über Essen herrschte die Äbtissin Theophanu 1039-1058, die Enkelin der gleichnamigen Kaisergemahlin war und aus Byzanz stammte. Der nicht konfessionsgebundene Chor pflegt die russisch-orthodoxe Liturgie, die sich von der westeuropäischen Musiktradition deutlich unterscheidet. Sie steht für eine äußerst emotionale Musik.

Vertonungen liturgischer Texte die von Busse und Einkehr handeln werden vorgetragen. Dies knüpft von den musikalischen Motiven an die Hohen jüdischen Feiertage im Herbst an, Rosch haSchana war am 30.9./1.10. und Jom Kippur am 9./10. 2019. Werke bekannter russisch-orthodoxer Komponisten werden vorgestellt, zum Schluss aber auch die Hymne „Awinu, Malkenu“, „Unser Vater und König“ eine zentrale Stelle der Liturgie des Gerechtigkeits- und Versöhnungstages Jom Kippur in einer amerikanischen modernen Version.

Komponisten:
Pawel G. Tschesnokow (1877-1944)
Alexander A. Archangelski (1846-1924)
Iwan M. Smirnow (1879-1937)

Lisa Abuljak
Die aus Russland stammende Dirigentin leitet den Chor seit 1993. Frau Abuljak wurde am Staatlichen Konservatorium in Jekaterinburg als Dirigentin ausgebildet und unterrichtete an der Staatlichen Hochschule für Kultur in Moskau das Fach Dirigieren. 1991 übersiedelte sie nach Deutschland.


2. Teil: Altstadtkantorei Recklinghausen, Hertener Kantorei

Im Jahr 1990 wurde die Hertener Kantorei von Elke Cernysev gegründet. Hertener Kantorei und Altstadtkantorei Recklinghausen (Leitung: Elke Cernysev) haben ihre eigenen Programme in den jeweiligen Gemeinden, wirken aber bei größeren Projekten gerne zusammen.

Louis Lewandowski Psalmen 23, 37, 51, 65 100, 134
Felix Mendelssohn Bartholdy Psalm 100
Johannes Brahms Mottete op. 29 Nr. 2
Johann Sebastian Bach Motette BWV 243 Dona nobis pacem aus der h-moll Messe

Louis Lewandowski (1821-1894) hat die synagogale Musik in Deutschland, Osteuropa und Nordamerika geprägt. Seine Musik wurde in der Synagoge Essen von 1913 bis 1938 gepflegt. Das liberale Judentum befürwortete die Nutzung einer Orgel auch im jüdischen Gottesdienst zur Begleitung der Chorgesänge. In der Essener Synagoge befand sich eine romantisch gestimmte Walcker-Orgel mit 153 Registern und drei Manualen, die leider am 10. November 1938 abgebrochen und gestohlen wurde.

Felix Mendelsohn Bartholdy (1809-1847) verband romantische Klangsprache mit barocken Formelementen. Er trug massgeblich zur Wiederentdeckung des Werkes von Johann Sebastian Bach nach 1829 bei. Sein Großvater war der bekannte aufklärerische Philosoph Moses Mendelssohn. Es lassen sich viele Verbindungen zwischen dem Werk von Johann Sebastian Bach (1685-1750) und Mendelssohn Bartholdy, sowie Brahms herstellen.Zum Schluss des Konzertes sollen zwei Werke erklingen, die die europäische Musik besonders geprägt haben, die Motette „Ehre und Preis sei Gott“ und das „dona nobis pacem“ aus der h-Moll Messe.

Johannes Brahms (1833-1897) hatte sich intensiv mit der polyphonen Musik Bachs beschäftigt. Er verband barocke Fugentechnik mit dem Klangideal der Romantik. Psalmtext und Musik verschmelzen zu einer Einheit.

Elke Cernysev wuchs in Essen auf, studierte Evangelische Kirchenmusik und Gesang in Köln, seit 1990 ist sie Kantorin in Herten und Datteln, seit 2013 Kirchenmusikdirektorin und Kantorin der Kirchengemeinden Herten- Altstadt und Recklinghausen. Sie unterrichtet in C-Ausbildungskursen Orgel und Chorleitung. Konzerttätigkeit im In- und Ausland.

28.10.2019
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Mahn- und Gedenkstätte
Mühlenstr. 29, 40213 Düsseldorf

Beginn: 19:00 Uhr

Im Niemandsland. Die Abschiebung der polnischen Juden aus Düsseldorf 1938

Laufzeit der Ausstellung 28.10.2019-15.3.2020

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Die brutale Abschiebung von mehr als 17.000 jüdischen Menschen an die deutsch-polnische Grenze am 28. und 29. Oktober 1938 betraf polnische oder polnischstämmige Familien aus dem ganzen Reich. Die meisten davon lebten seit Jahrzehnten in Deutschland, waren integriert und sprachen Deutsch. Durch einen diplomatischen Konflikt zwischen der NS-Regierung und dem polnischen Staat wurden sie über Nacht aus ihrem Lebensalltag gerissen und ins Grenzland zu Polen deportiert. Die Polen ließen sie nur zögerlich ins Landesinnere. Unter den Abgeschobenen waren 442 Frauen, Männer und Kinder aus Düsseldorf. Die Ausstellung beleuchtet deren kulturellen und biografischen Hintergrund, die Verschleppung durch die Polizei, aber auch das Leben im „Niemandsland“ und die weiteren Lebenswege. Die meisten der aus Düsseldorf deportierten Menschen überlebten die Shoah nicht. Die Abschiebung führte wenige Tage später zu einem weiteren Verbrechen: die Pogromnacht.

 

Bernt Hahn, Schauspieler, liest aus den Erinnerungen des Düsseldorfer Rabbiners Dr. Max Eschelbacher, der die „Polenaktion“ detailliert geschildert hat.

 

Gemeinsam mit der Mahn- und Gedenkstätte, Förderkreis MuG, Stiftung Gerhard Hauptmann Haus

30.10.2019
"Stadt ohne Seele" Wien 1938
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
Steinstr. 50, 44147 Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr

"Stadt ohne Seele" Wien 1938

Lesung mit Manfred Flügge

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Zeitroman und Schicksalspanorama: Der „Anschluss“ Österreichs durch die Nazis im März 1938 und ihr Einmarsch in Wien waren ein traumatischer Wendepunkt in der europäischen Geschichte. Anschaulich und detailreich erzählt Manfred Flügge vom tragischen Irrtum Kurt Schuschniggs und dem Versagen der Weltöffentlichkeit. In einem Wechsel von historischer Darstellung und beispielhaften Lebenserzählungen von Akteuren und Opfern, unter ihnen Sigmund Freud, Egon Friedell, Robert Musil, Franz Werfel und vielen anderen, entsteht ein Zeitroman, der zum vielfältigen Schicksalspanorama wird.

 

Manfred Flügge, geb. 1946, studierte Romanistik und Geschichte in Münster und Lille. Von 1976 bis 1988 war er Dozent an der Freien Universität Berlin. Heute lebt er als freier Autor und Übersetzer in Berlin. Autor der Spiegel-Bestseller "Die vier Leben der Marta Feuchtwanger" und "Das Jahrhundert der Manns".  Sein Buch erschien Mitte Februar 2018 .

 

Eine Kooperation von Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V., Auslandsgesellschaft.de e.V., VHS Dortmund, Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

30.10.2019
Familiengeschichte(n)
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 19:30 Uhr

Familiengeschichte(n): Gespräch mit Patricia van den Brink

Moderation: Dr. Cordula Lissner (Leverkusen)

Gerda Engel und Harry Birnbaum heiraten 1947 in London. Beide stammen aus Emigrantenfamilien, und beide haben im Zweiten Weltkrieg zum Kampf Großbritanniens gegen Nazi-Deutschland beigetragen. Viele Jahre später entscheidet sich ihre Tochter Patricia, ins Ruhrgebiet zu ziehen. Im Gespräch mit Cordula Lissner erzählt Patricia van den Brink von ihrer deutschpolnisch-britischen Familie.

Das Museum begründet mit diesem Gesprächsabend eine neue Reihe „Familiengeschichte(n)“.

31.10.2019
BULAT BLUES
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Jüdische Gemeinde
Paul-Spiegel-Platz 1, 40476 Düsseldorf

Beginn: 19:00 Uhr

BULAT BLUES. Poetische Begegnungen zwischen Moskau und Detroit in Berlin

Mit Daniel Kahn

 

Daniel Kahn wird für seine Mischung aus Klezmer, Punk, Folk und Singer-Songwriter gefeiert. Er präsentiert den Gitarrenbarden Bulat Okudzhava in neuen eigenen Nachdichtungen und mehrsprachiger Performance auf Englisch/Russisch/Jiddisch. Kahn wird vom virtuosen Moskauer Vanya Zhuk auf der Russischen 7-saitigen Gitarre begleitet. Ein Abend von poetischer Inspiration, der alle weltlichen, kulturellen und sprachlichen Grenzen überwindet.

 

Bitte Personalausweis mitbringen.

 

Gemeinsam mit Jüd. Gem. und Zentralrat der Juden

05.11.2019
„Erez – Erez – Erez“ - Israelische Volkstänze
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Jüdische Kultusgemeinde
Prinz-Friedrich-Karl-Str. 9, Dortmund

17.00 Uhr bis 19.15 Uhr

„Erez – Erez – Erez“. Israelische Volkstänze

Tanzworkshop mit Marina Evel (Dortmund)

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Israelische Volkstänze sind eine Synthese aus jüdischen und nichtjüdischen Volkstanzelementen. Nach der Gründung des israelischen Staates brachten die Zuwanderer Elemente aus ihren Emigrationsländern mit. So mischten sich slawische und sephardische sowie lokale und jüdische Elemente. Israelische Volkstänze sind eine gute Möglichkeit, lebendiges Judentum kennenzulernen. Sie lassen sich relativ schnell in kleinen und großen Gruppen erlernen.

 

Marina Evel leitet seit über 15 Jahren Tanzgruppen für Kinder und Erwachsene im Bereich des israelischen Volkstanzes in der Jüdischen Kultusgemeinde Dortmund. Sie wird in die Tänze einführen und sie mit den Teilnehmenden einüben.

 

Leitung: Ina Annette Bierbrodt, Schulreferentin
Max. 30 Personen – für alle Interessierte offen.
Anmeldung über: www.schulreferat.de (Startseite /Fortbildungen)

 

Bitte bringen Sie einen Personalausweis mit, da alle Besucher der Jüdischen Gemeinde aus Sicherheitsgründen registriert werden.

 

In Kooperation: Schulreferat des Ev. Kirchenkreises Dortmund, Volkshochschule

09.11.2019
Was sie vorher schrieben. Aus der Bibliothek ermordeter Autoren
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 17:45 Uhr

Was sie vorher schrieben. Aus der Bibliothek ermordeter Autoren

Lesung und Einführung mit Walter Schiffer M.A., M. Th. (Borken)

Wir gedenken Siegfried/Sami Lichtenstädters, 1865 in der Nähe Erlangens geboren. Er war Jurist, Oberregierungsrat der bayerischen Finanzverwaltung und Orientalist. 1932 wurde er 67 jährig nach „vorzüglicher Dienstleitung“ pensioniert. Im Juni 1942 erfolgte seine Deportation ins KZ Theresienstadt, dort wurde er am 6.12.1942 ermordet. Die politischen Verhältnisse, den um sich greifenden Antisemitismus begleitete Lichtenstädter satirisch in zahlreichen Publikationen; seine geschichtlichen Vorhersagen bezeichnete er als „Zukunftsgeschichtsschreibung“. Darüber hinaus gilt er heute als ein Vorkämpfer des Tier- und Naturschutzes. Nach einer Biografieskizze wird seine Schrift „Naturschutz und Judentum. Ein vernachlässigtes Kapitel jüdischer Sittenlehre“ (1932) vorgestellt.

09.11.2019
Gedenkstunde zu den Novemberpogromen 1938
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 17:00 Uhr | Treffpunkt: Museumsgarten

Gedenkstunde zu den Novemberpogromen 1938

In einer kurzen Zeremonie gedenken Dorstener Bürgerinnen und Bürger der inszenierten, aber massenhaften Gewalttaten gegen die deutschen Juden im November 1938.

 

In Zusammenarbeit mit der Stadt Dorsten

10.11.2019
Erinnern – Stille – Gebet – Musik
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Ev. Stadtkirche St. Petri
Westenhellweg, 44137 Dortmund

Beginn: 17:00 Uhr

Erinnern – Stille – Gebet – Musik

Ökumenisches Gedenken anlässlich des 81. Jahrestages des Novemberpogroms 1938

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Im Ökumenischen Gedenken erinnern wir auf einer persönlichen Ebene an den 9. November 1938 und seine Folgen.

 

In der Mitte der Kirche ist ein eindrucksvolles Gedenkbild gestaltet – mit Namen von Dortmunder/innen, die am 29. Juli 1942 von Dortmund ins Ghetto Theresienstadt deportiert wurden. Von dort wurden viele in weitere Vernichtungslager transportiert u.a. nach Auschwitz, was den sicheren Tod bedeutete. Im Gedenken an sie können Kerzen angezündet werden. Wir folgen den Spuren, auf die uns die Biographie-Bruchstücke führen.

 

Unter Mitwirkung von Schüler/innen eines Religionskurses/ 9. Klasse des Phoenix-Gymnasiums Hörde, die Schicksale jüdischer Familien aus Dortmund vortragen werden.

Mit musikalischem Rahmenprogramm.

 

In Kooperation: Ev. Stadtkirche St. Petri und Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Dortmund

16.11.2019
"Da Pacem"
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenar­beit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Groß St.Martin, 50667 Köln

Beginn: 20:00 Uhr | 10 € , ermäßigt 5,00 € Karten erhältlich an der Abendkasse

„Da Pacem“
Konzert zum Gedenken an den Novemberpogrom 1938

Das Konzert “Da Pacem” soll auch in diesem Jahr an die Pogromnacht vom 9. November 1938 erinnern und damit an den Beginn einer beispiellosen Vernichtungsaktion gegen die Juden in Deutschland und Europa. Der Titel des Konzerts “Gib Frieden” steht synonym für die Botschaft, das Geschehene nie zu vergessen und gleichzeitig – trotz immer wieder aufflammender antisemitischer Tendenzen – hoffnungsvoll nach vorne zu blicken.

Eine Veranstaltung der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V. und dem Förderverein Romanische Kirchen.

Flyer zur Veranstaltung

19.11.2019
Die jüdische Frau in der Weimarer Republik
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

Beginn: 19:00 Uhr

Die jüdische Frau in der Weimarer Republik

Vortrag von Prof. Dr. Miriam Rürup, Hamburg

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Jüdische Frauen hatten schon im Mittelalter eine selbständige Stellung als Geschäftsfrauen. Im ausgehenden 19. Jahrhundert beteiligten sie sich an der entstehenden Frauenbewegung in Deutschland. Frau Rürup wird besonders die Situation jüdischer Frauen in der Weimarer Republik behandeln. Kam es zu Neuaufbrüchen? Wie wirkte sich das neue Frauenstimmrecht der Weimarer Reichsverfassung auf die jüdischen Gemeinden aus? Wie gestaltete sich das Verhältnis von Mann und Frau in den jüdischen Jugendbewegungen der 1920er Jahre? Welche spezifischen Probleme ging der Jüdische Frauenbund Deutschland an? Frau Rürup ist eine international renommierte Forscherin auf dem Gebiet der Geschlechtergeschichte.

 

Miriam Rürup hat die Leitung des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg im Jahr 2012 übernommen. Zuvor war sie von 2010 an als wissenschaftliche Mitarbeiterin am DHI Washington. Vor ihrem Wechsel in die USA war sie Wissenschaftliche Assistentin am Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte der Universität Göttingen bei Prof. Dr. Bernd Weisbrod. Ihre Forschungsinteressen umfassen die deutsch-jüdische Geschichte, Zeitgeschichte, Geschichte des Nationalsozialismus sowie der Gedenkpolitik, Geschlechtergeschichte sowie aus dem Umfeld ihrer Habilitation vor allem die Geschichte von Migration, Staatsbürgerschaft und Staatenlosigkeit.

 

Sie hat Geschichte, Soziologie und Europäische Ethnologie in Göttingen, Tel Aviv und Berlin studiert und wurde im Jahr 2006 an der TU Berlin promoviert. Diese Arbeit ist erschienen unter dem Titel Ehrensache: Jüdische Studentenverbindungen an deutschen Universitäten (1886-1937) in der Reihe des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden (Göttingen: Wallstein, 2008). Darüber hinaus ist sie Herausgeberin des Bandes zu Praktiken der Differenz: Diasporakulturen in der Zeitgeschichte (Göttingen: Wallstein, 2009) und Gewalt und Gesellschaft. Klassiker modernen Denkens neu gelesen (Göttingen: Wallstein, 2011). Sie ist Mitherausgeberin der Zeitschriften „Aschkenas“ und WerkstattGeschichte sowie Fachredakteurin für Jüdische Geschichte beim Internet-Portal H-Soz-u-Kult. Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin war sie u.a. tätig in der Stiftung Topographie des Terrors in Berlin, dem Simon Dubnow Institut in Leipzig und dem Franz Rosenzweig Center an der Hebräischen Universität in Jerusalem.

19.11.2019
Solidarisch mit den Juden - kritisch mit ihrer Kirche
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Reinoldinum
Schwananwall 34
44135 Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr

Elisabeth Schmitz: Solidarisch mit den Juden - kritisch mit ihrer Kirche

Ein Vortrag von Pfarrerin i. R. Sibylle Biermann-Rau (Tübingen)

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Elisabeth Schmitz (1893-1977) ist die lange unbekannt gebliebene Berliner Studienrätin, die im „Dritten Reich“ ihre Bekennende Kirche zur Solidarität mit den Juden aufrütteln wollte. Seit der Jahrtausendwende wird es öffentlich, dass sie nicht nur bedeutende Briefe an die  Kirchenmänner Barth und Gollwitzer geschrieben hat, sondern die Verfasserin der Denkschrift von 1935/36 „Zur Lage der deutschen Nichtarier“ ist. Diese gilt heute vielen als das bedeutendste Dokument des Protests auf evangelischer Seite gegen die Judenverfolgung im „Dritten Reich“. Auch ihre persönlichen Konsequenzen, Juden Asyl zu gewähren und nach der Reichspogromnacht den Schuldienst zu quittieren, sind außergewöhnlich.

 

Sibylle Biermann-Rau, porträtiert  das Leben und Wirken von Elisabeth Schmitz und stellt es in den historischen Zusammenhang. Auch fließen ihre Gespräche mit Pfarrerin i.R. Dietgard Meyer in die Darstellung mit ein. Als ehemalige Schülerin und spätere Freundin von Schmitz ist sie die Zeitzeugin.

 

Sibylle Biermann-Rau war jahrzehntelang als Gemeindepfarrerin und zuletzt als Referentin beim Dekan in Reutlingen/Württemberg tätig. Ihre Beschäftigung mit der Judenverfolgung im „Dritten Reich“ führte 2012 zu einer ersten Publikation „An Luthers Geburtstag brannten die Synagogen-eine Anfrage“. 2016 erschien die Biografie: „Elisabeth Schmitz –wie sich die Protestantin für Juden einsetzte, als ihre Kirche schwieg.“ Seitdem auch rege Vortragstätigkeit. Sibylle Biermann-Rau lebt seit neuestem im Ruhestand in Tübingen.

Eine  Kooperation von  Ev. Bildungswerk Dortmund, Ev. Stadtkirche St. Petri, Schulreferat des Ev. Kirchenkreises Dortmund, Auslandsgesellschaft.de e.V., Volkshochschule, Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund, Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

26.11.2019
Engel in Judentum, Christentum und Islam
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Abu-Bakr-Moschee
Carl-Holtschneider-Str. 8a, 44145 Dortmund

Beginn: 19:30 Uhr

Engel in Judentum, Christentum und Islam

Ein Trialog

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In allen drei Religionen spielen Engel eine Rolle. Engel bringen Botschaften Gottes zu den Menschen. Doch warum sendet Gott Boten? Welche Bedeutung und welche Aufgaben haben Engel noch? Worin besteht der Unterschied zwischen Engeln und Menschen? Haben Engel für heutige Menschen noch eine Relevanz? An diesem Abend werden uns drei Referierende aus drei Blickwinkeln -  jüdisch, christlich und muslimisch - diese Geschöpfe näher bringen.

Referierende:

  • Baruch Babaev, Rabbiner, Jüdische Kultusgemeinde Groß-Dortmund
  • Naciye Kamcili-Yildiz, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Universität Paderborn
  • Annette Back, Ev. Kirchengemeinde Wellinghofen sowie Beauftragte des Ev. Kirchenkreises Dortmund für jüdisch-christlichen Dialog, Dortmund

In Kooperation: Dortmunder Islamseminar

05.12.2019
Es Brennt – Mordechai Gebirtig, Vater des jiddischen Liedes
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Stadtarchiv
Märkische Str. 14, 44135 Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr

Es Brennt – Mordechai Gebirtig, Vater des jiddischen Liedes

Lesung und Musik mit Uwe von Seltmann (Krakau)

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Wenn die Geschichte anders verlaufen wäre und nicht Millionen Juden mitsamt ihrer Kultur vernichtet worden wären, so der italienische Künstler Rudi Assuntino, wäre der jiddische Dichter Mordechai Gebirtig heute so populär wie die Gershwin-Brüder. Gebirtig, auch der „Vater des jiddischen Liedes“ genannt, wurde 1942 im Krakauer Ghetto von den Nationalsozialisten ermordet.

 

Rund 170 seiner Gedichte und Lieder haben die Schoah überlebt. Heute wie damals sind sie ein bedeutendes Zeugnis jüdisch-europäischer Kultur und werden weltweit von namhaften Künstlern gesungen und interpretiert. Gebirtigs bekanntestes Lied „S’brent“ (Es brennt) war während der NS-Zeit die inoffizielle Hymne jüdischer Widerstandskämpfer, heute wird es in Israel zu jedem Holocaust-Gedenktag angestimmt.

 

„Es brennt“ ist die erste deutschsprachige Biografie Mordechai Gebirtigs – eine Pionierarbeit und ein Buch gegen das Vergessen. Viele Lieder Gebirtigs werden hierfür das erste Mal ins Deutsche übertragen.

 

Aus Archiven in Europa, Israel und den USA hat Autor Uwe von Seltmann, der seit 2007 als freier Publizist und Dokumentarfilmer in Krakau lebt, zahlreiche neue Entdeckungen zu Leben und Werk des Krakauer Poeten zusammengetragen. Liedbeispiele, Fotos, Zeitdokumente und Faksimiles illustrieren dieses Buch und machen es für Einsteiger wie Kenner zu einer faszinierenden Reise ins Jiddischland.

 

In Kooperation:  Stadtarchiv, Historischer Verein

22.12.2019
Chanukkafest
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Phoenix-See/ Kulturinsel
Dortmund-Hörde

Beginn: 18:00 Uhr

Lichteranzünden zu Chanukka

Die Jüdische Kultusgemeinde lädt herzlich ein zu einem feierlichen Anzünden der Chanukka-Kerzen!

 

Am Phoenix-See, auf der Kulturinsel, mit schönen Ausblicken auf den nächtlichen See! Mit musikalischer Begleitung durch Kantor Baruch Chauskin, traditionellem Imbiss und Snacks, koscherem Kinderpunsch und Glühwein.

In Kooperation mit