Veranstaltungen

22.01.2019
Klartext zur Integration. Gegen falsche Toleranz und Panikmache
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Jüdische Gemeinde
Paul Spiegel Platz 1, 40476 Düsseldorf

Beginn: 19:00 Uhr | 5 € Eintritt, Anmeldung erbeten

Klartext zur Integration. Gegen falsche Toleranz und Panikmache

Vortrag von Ahmad Mansour, Diplompsychologe

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Eine der drängendsten Aufgaben unserer Gesellschaft ist Integration. Doch kein Thema polarisiert stärker. Der Psychologe und arabische Israeli Ahmad Mansour beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Problemen und Chancen von Integration. In Gesprächen mit Politikern, Lehrern und Sozialarbeitern hat er erfahren, wie Zusammenleben funktionieren und woran es scheitern kann. Ohne falsche Rücksichtnahme spricht er offen an, in welchen gesellschaftlichen Bereichen Veränderungen nötig sind, wo die Politik oder jeder Einzelne gefragt ist und welche Werte unverhandelbar sind.


Gemeinsam mit Jüdischer Gemeinde und DIG

23.01.2019
„Views on and of the Israeli Society“
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenar­beit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Universität zu Köln, Humanwissenschaftliche Fakultät
Gronewaldstra­ße 2, Raum 0.105 (ehemals Raum 18) im Erdgeschoss

19:00 bis 21:00 Uhr

„Views on and of the Israeli Society“: Bedeutung und Potentiale von Exkursionen als Lernformat am Beispiel der Cologne Summer School 2018 in Israel

Im Rahmen der Cologne Summer School „Views on and of the Israeli Society“ machten sich 15 Mit­glieder der Uni Köln (Prof.‘in, wiss. Mitarbeiter_innen, Studierende) am 18. April 2018 auf den Weg nach Tel Aviv. Die Gruppe verbrachte insgesamt 10 Tage in Israel, davon jeweils vier Tage in Jerusalem und in Tel Aviv sowie einen Tag in Bethlehem und einen Tag im Ghetto Fighter‘s House und in Yad LaYeled.

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Diese Veranstaltung berichtet aus studentischer Perspektive von der Relevanz einer Auseinander­setzung mit dem Staat Israel, den deutsch-israelischen Beziehungen, dem Nahostkonflikt und der Shoah. Nicht zuletzt befassen sich die studentischen Beiträge damit, in welcher Weise diese The­men Eingang finden können in den schulischen Unterricht oder auch in die Jugend- und Erwachse­nenbildung.

Für leibliches Wohl ist gesorgt.

Wir freuen uns auf reges Interesse!

Kooperation von »school is open« 4.0, Prof.‘in Dr. Gudrun Hentges, Lehr- und Forschungsbereich Politikwissenschaft, Bildungspolitik und politische Bildung und der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

24.01.2019
VORTRAG - Der Essener Rabbiner Dr. Salomon Samuel
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt: frei

"nicht nur ein Mann der Wissenschaft… auch in den schönen Künsten zu Hause"

Der Essener Rabbiner Dr. Salomon Samuel (1867-1942)

Salomon Samuel stammte aus Culm in Westpreußen (Chelmno, Polen). In Berlin studierte er Philosophie und Orientalia an der Universität bis zur Promotion und wurde gleichzeitig an der (liberalen) Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums zum Rabbiner ausgebildet. Schon seine erste Anstellung führte ihn 1894 nach Essen – der junge Samuel war der erste Rabbiner der Essener jüdischen Gemeinde überhaupt. Er blieb dort fast 40 Jahre.

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In seine Amtszeit fiel der Bau der Essener Synagoge, die nach ihrer Einweihung 1913 vielen als die schönste in Deutschland galt. Samuel hatte in Zusammenarbeit mit dem christlichen Architekten Edmund Körner maßgeblichen Einfluss auf die Gestaltung der Synagoge genommen. So entstand ein Baukunstwerk, das sich sowohl an zeitgenössische Baustile anlehnte als auch in vielen Details jüdische Traditionen betonte.

Mit seiner Frau Anna, geb. Friedlaender, vier Kindern und zwei unverheirateten Schwestern lebte er im Gemeindehaus neben der Synagoge. Unermüdlich widmeten sie sich der Integration und Versorgung der zahlreichen Juden aus Osteuropa, die vor allem während und nach dem 1. Weltkrieg nach Essen gekommen waren.

Rabbiner Samuel gehörte zu den Köpfen des liberalen Judentums in Deutschland und brachte dies auch in vielen gelehrten Publikationen zum Ausdruck. Deutsche Juden sollten „Bürger zweier Welten“ sein, patriotisch national und zugleich „jüdische Eigenart“ pflegend.

Nachdem er 1932 in Ruhestand gegangen war, zog die Familie nach Berlin. Dort wollte sich Samuel seinen wissenschaftlichen Studien widmen. Doch wurde sein Lebensraum in der NS-Zeit immer mehr eingeschränkt. Seinen Kindern gelang es noch, nach Palästina zu fliehen. Er selbst hatte Ermahnungen, sein Vaterland zu verlassen, zu lange ignoriert, wie er selbst eingestand. Im August 1942 wurden er, seine Frau und seine noch lebende Schwester nach Theresienstadt deportiert. Dort starben alle drei im Oktober 1942.

Martina Strehlen, M.A., studierte Judaistik, Islamwissenschaft und Bibliothekswissenschaft in Köln, Jerusalem und Berlin. Danach war sie u.a. in Projekten zur Erfassung jüdischer Friedhöfe in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg tätig. Seit 2004 ist sie in der Alten Synagoge Essen für die Sammlungen zuständig.

24.01.2019
Ein Buch mit sieben Siegeln?
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Beginn: 17:30 Uhr | Kosten: 26 € für alle vier Abende, Mitglieder frei

Ein Buch mit sieben Siegeln? Einführung in Mischna und Talmud

Mit Natalie Broich, Pfarrerin

10. / 17. / 24. und 31. Januar 2019

Der Talmud beschäftigt sich mit jüdischer Schriftauslegung. Er enthält wunderbare Geschichten (Haggada), Lebensregeln und Weisheiten (Halacha). Natalie Broich, die sich während eines Studienjahres in Israel intensiv mit Mischna und Talmud befasst hat, gibt einen Einblick in die „mündliche Tora“ des Judentums.

Gemeinsam mit der Evangelischen Stadtakademi

27.01.2019
„Geschichte – Gewalt – Gewissen“
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Öffentliche Führungen

Am letzten Sonntag im Monat, jeweils 15 Uhr

Nächste Führungen am 24. Februar 2019 | 24. März 2019

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an der neuen Dauerausstellung "Geschichte – Gewalt – Gewissen" mitgearbeitet haben, führen durch die Ausstellung. 

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Diese erzählt in Anlehnung an die Hausgeschichte von den Verbrechen der Ordnungspolizei im Zweiten Weltkrieg und Versuchen der Aufarbeitung in der Nachkriegszeit: Thematisiert werden die enorme Dimension der Beteiligung der uniformierten Polizei am Zweiten Weltkrieg und an den Genoziden gegenüber Juden sowie Sinti und Roma, die öffentliche und personelle Entnazifizierung und Kontinuitäten nach 1945, die juristische Aufarbeitung des NS-Unrechts sowie der bürokratische Versuch einer „Wiedergutmachung“ der Bundesrepublik gegenüber ehemals Verfolgten.

Der Eintritt ist frei - Spenden erwünscht, Dauer ca. 1 Stunde

27.01.2019
Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenar­beit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

15:30 Uhr

Erinnern, eine Brücke in die Zukunft
Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus

Mahngang ab der AntoniterCityKirche zum Deserteurdenkmal am Appellhofplatz


Wir gedenken aller Opfer der NS-Diktatur und lenken im Jahr 2018 den Blick auf die Geschichte und Bedeutung unserer Erinnerungskultur. Es waren immer wieder Einzelne oder Verfolgtengruppen, die sich besonders engagiert für eine andere Erinnerungskultur einsetzten. Das Engagement für eine Gedenkstätte der NS-Zeit in Köln verdichtete sich und führte 1979 zu dem Beschluss, ein NS-Dokumentationszentrum aufzubauen. - Seit den 1980er Jahren rückten immer wieder stärker die bis dahin „vergessenen Verfolgten“ in den Blick. Die Erinnerungskultur wurde vielfältiger und neue Formen des Erinnerns traten hinzu.

Das Gedenken und die Erinnerungskultur sind ein Vermächtnis, sich auch heute für Menschlichkeit und Menschenrechte einzusetzen.

Gemeinschaftsveranstaltung mit zahlreichen Gruppen aus Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, Synagogen-Gemeinde und Vereinen

27.01.2019
Gedenkveranstaltung „Erinnern – eine Brücke in die Zukunft“
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenar­beit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
AntoniterCityKirche
Schildergasse 57, 50667 Köln

Beginn: 14:00 Uhr | Eintritt frei

Gedenkveranstaltung „Erinnern – eine Brücke in die Zukunft“

 

Am Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz (27. Januar 1945) gedenkt die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit der jüdischen Opfer, die im Holocaust ermordet wurden. Der „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ ist seit 1996 in Deutschland ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag und seit 2005, als die Vereinten Nationen den „International Holocaust Remembrance Day“ einführten, auch ein internationaler Gedenktag.

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Als der damalige Bundespräsident Roman Herzog 1996 den Gedenktag proklamierte, sagte er: „Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“

Gemeinsam mit unseren zahlreichen Kooperationspartners lenken wir den Blick im Jahr 2019 auch auf diejenigen Kölnerinnen und Kölner, die als Kriegsgegner*innen verfolgt wurden, als Zwangsrekrutierte in den Rüstungsbetrieben schufteten und in den Tod getrieben wurden oder wie die Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas durch die unnachgiebige Weigerung, keinerlei Dienst an der Waffe zu leisten, unzähligen staatlichen Verfolgungsmaßnahmen ausgesetzt waren.

Gerade in diesen Tagen ist der Schwur der Überlebenden des KZ Buchenwald vom April 1945 immer noch aktuell: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung, der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel“.

Im Anschluss an die Gedenkfeier findet um ca. 15:30 Uhr ein Mahngang ab der AntoniterCityKirche zum Deserteurdenkmal am Appellhofplatz statt.


27.01.2019
Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Toulouser Allee/Marc-Chagall-Straße, Düsseldorf

16:00 Uhr

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Kranzniederlegung am Mahnmal Derendorfer Güterbahnhof

27.01.2019
„Wirf deine Angst in die Luft“
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Maxhaus
Schulstr. 11, Düsseldorf

Beginn: 18:00 Uhr

„Wirf deine Angst in die Luft“

Musikalisch-lyrischer Abend zu Rose Ausländer

 

Mit Jan Rohlfing und Ensemble

 

Gemeinsam mit Mahn- und Gedenkstätte, Katholischer und Evangelischer Kirche, DGB, Respekt und Mut, Landesverband der Sinti und Roma, Jüdischer Gemeinde u.a.

27.01.2019
Die IG Farben und das KZ Buna-Monowitz in Auschwitz
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Hansastr. 3, Dortmund

Beginn: 11:00 Uhr

Die IG Farben und das KZ Buna-Monowitz in Auschwitz

Gedenkveranstaltung und Ausstellungseröffnung
Internationaler Holocaust-Gedenktag

Begrüßung: Georg Borgschulte, geschäftsführender Vorsitzender der GCJZ Dortmund
Grußwort: Jörg Stüdemann, Stadtdirektor und Kulturdezernent der Stadt Dortmund

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Vortrag „Auschwitz. Eine Stadt und „ihr“ Lager“ von Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Direktorin des Fritz Bauer Instituts und Inhaberin des Lehrstuhls für die Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

 

Gespräch über die Bedeutung der Ausstellung
„Die IG Farben und das KZ Buna-Monowitz in Auschwitz“
mit Reinhard Rauball, Präsident Borussia Dortmund e.V. und Thomas Wessel, Mitglied des Vorstands der Evonik Industries AG

 

Moderation: Gregor Schnittker
Musikalische Begleitung: Musiker der Dortmunder Philharmoniker

 

Einladungskarte zum Download: Info-Flyer

 

In Kooperation: Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Volkshochschule,  Auslandsgesellschaft.de e.V., Jugendring Dortmund,  IBB/Internationales Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund.

28.01.2019
Holocaustgedenktag
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Veranstaltungsort:
Platz des Westfälischen Friedens
48143 Münster

11:30 bis 12:00 Uhr

Veranstaltung zum Internationalen Holocaustgedenktag

Bei der Gedenkveranstaltung der Münsteraner Schulen auf dem Platz des Westfälischen Friedens gedenken zahlreiche Schulen gemeinsam der Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Im Umfeld des Gedenktages finden zudem in den Schulen verschiedene Projekte statt, die sie auch den WN entnehmen können. Im Fokus des diesjährigen Gedenkens stehen insbesondere Kinder und Jugendliche, die zu Opfern wurden. Alle Interessierten sind herzlich zur Teilnahme an der Gedenkveranstaltung unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Markus Lewe eingeladen.

28.01.2019
Tag gegen das Vergessen im BORUSSEUM
BORUSSEUM
Strobelallee 50
44139 Dortmund

Beginn 19:09 Uhr (Einlass ab 18:30 Uhr) | Eintritt frei

Holocaustgedenktag  -  Nie wieder

Am 28. Januar 2019 findet bereits zum neunten Mal anlässlich des „Tag gegen das Vergessen“ eine Veranstaltung im Vereinsmuseum von Borussia Dortmund statt.

 

An diesem Tag wird alljährlich an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Alliierten und an die Millionen Opfer des Naziregimes erinnert. Rund um den Aktionstag im Deutschen Fußball wird sich der Abend des 28. Januar 2019 im BORUSSEUM mit dem Thema „Der Weg in den Holocaust. Die Eskalation der deutschen Vernichtungspolitik in der Sowjetunion im Sommer 1941“ beschäftig

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Nach der Begrüßung durch BVB-Schatzmeister Dr. Reinhold Lunow wird PD Dr. Martin Cüppers (Bild), wissenschaftlicher Leiter der Forschungsstelle Ludwigsburg und Privatdozent am Historischen Institut der Universität Stuttgart seinen Vortrag halten.

 

Die gesellschaftliche Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten richtet den Fokus häufig auf die Konzentrations- und Vernichtungslager, die an vielen Orten in Deutschland und Europa zu den Haupttatorten zählten.  Besonders Auschwitz-Birkenau steht dabei symbolhaft für den Mord an den europäischen Jüdinnen und Juden.

 

Selten wird hingegen der Beginn des Holocaust in den Blick genommen. Der entscheidende Schritt zum Massenmord vollzog sich lange bevor die Nationalsozialisten die ersten Gaskammern im besetzten Polen errichteten. Mit dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 setzte eine erste Welle von Massenerschießungen in den besetzten Gebieten ein. Allein bis Ende Juli 1941 hatten die vier „Einsatzgruppen” der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes der SS etwa 55.000 Juden erschossen. Während anfangs noch eine selektive Mordpraxis vorherrschte, töteten die mobilen „Einsatzgruppen”, Einheiten der Ordnungspolizei und Verbände der Waffen-SS – verstärkt durch einheimische Helfer – nach wenigen Wochen zunehmend auch Frauen und Kinder. An hunderten von Orten wurde seitdem in bis dahin beispielloser Radikalität die gesamte jüdische Bevölkerung ermordet.  In seinem Vortrag analysiert Martin Cüppers das Gewaltpotential und die Eskalation der deutschen Vernichtungspolitik in der Sowjetunion im Sommer 1941. Er legt dar, dass die Massenerschießungen während der ersten Kriegswochen den eigentlichen Auftakt und die Vorbedingung für die erst in den folgenden Monaten allmählich auf ganz Europa ausgedehnte Vernichtung der Juden bildeten.

 

Die Moderation des Abends übernehmen Jannis Gluth von der BVB-Fanabteilung und Andreas Kahrs vom Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V..

 

Begleitet wird der Abend musikalisch durch Dr. Maik Hester und Peter Sturm. Sie werden Lieder präsentieren, die in Konzentrationslagern und Ghettos entstanden sind.

 

Wann?       28. Januar 2019, Beginn 19:09 Uhr
                  (Einlass ab 18:30 Uhr)

 

Wo?           BORUSSEUM in der Nordost-Ecke des Stadions, Strobelallee 50; Zugang über den Aufzug gegenüber der Spielereinfahrt (südliche Seite des August-Lenz-Hauses)

 

Der Eintritt ist frei*.

 

Der Veranstalter behält sich vor, von seinem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die nazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der nazistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

 

* Sollte die Besucherkapazität erreicht sein, kann leider kein weiterer Zutritt gewährt werden – in diesem Fall bittet der Veranstalter um Verständnis.

30.01.2019
„Du Jude“ - Alltäglicher Antisemitismus in Deutschland
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
VHS
Bertha-von Suttner-Platz, Düsseldorf

Beginn: 18:00 Uhr

„Du Jude“ - Alltäglicher Antisemitismus in Deutschland

Ausstellungseröffnung

 

Laufzeit der Ausstellung 30.1.-27.2.2019

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Dass Antisemitismus ein alltäglicher Begleiter für Juden und Jüdinnen ist, der viele Facetten kennt und in allen Schichten der Gesellschaft anzutreffen ist, darauf weisen empirische Studien seit Jahren hin. Daraus ergibt sich der Bedarf einer umfassenden Bildungsarbeit gegen Antisemitismus. Die jugendgerechte Ausstellung greift antisemitische Agitationsfelder und ihre Berührungspunkte zu Lebenswelten junger Menschen auf.

 

Gemeinsam mit Sabra, VHS und Landeszentrale für pol. Bildung NRW

31.01.2019
Forum am Donnerstag
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt frei

Forum am Donnerstag mit Jonas Höltig und Tassilo Rinecker

Ein musikalisch-literarischer Abend mit "Lieder von Verfolgten" aus der Zeit des Nationalsozialismus. Es werden Lieder von Juden, Sinti und Roma, Jugendbewegungen, politisch Verfolgten, Zeugen Jehovas, sowie in Konzentrationslagern entstandene Lieder vorgestellt und gesungen. Dabei wird ein Fokus darauf gelegt, was für eine Rolle Musik für Verfolgte gespielt hat.

Das facettenreiche Programm stellt die Totalität der nationalsozialistischen Verfolgung dar, ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

31.01.2019
Schonzeit vorbei. Über das Leben mit dem täglichen Antisemitismus
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Beginn: 19:00 Uhr | Teilnahmebeitrag 7,- € für Nichtmitglieder

Schonzeit vorbei. Über das Leben mit dem täglichen Antisemitismus

Vortrag von Juna Grossmann, Berlin

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Juna Grossmann arbeitet in einer NS-Gedenkstätte und beobachtet seit Jahren, wie offene judenfeindliche Angriffe zunehmen, lauter werden, bedrohlicher. In ihrem Buch schildert die jüdische Deutsche das Leben unter permanentem antisemitischem Beschuss, das Wachsen einer Angst, die sie vor einigen Jahren noch nicht kannte. Eines Tages merkte sie, dass auch sie mittlerweile auf gepackten Koffern lebt, bereit zur Flucht vor dem Hass. Weil sie sich damit nicht abfinden will, geht sie in die Öffentlichkeit und appelliert an die Mitbürger: „Steht zu uns, helft uns, greift ein! Denn auch für euch ist die Schonzeit vorbei.“


Gemeinsam mit Evangelischer Stadtakademie und Respekt und Mut/Düsseldorfer Appell

04.02.2019
FILM - Die Geschichte der Familie Gans aus Borken
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Veranstaltungsort:
Cinema
Warendorfer Str. 45, Münster

Beginn: 19:00 Uhr

Eine Reise in die Vergangenheit
Die Geschichte der Familie Gans aus Borken

D 2018 - Regie und Drehbuch: Daniel Huhn - ab 12 Jahren - dt./engl. OmU - 41 Minuten

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Ein Stoff wie aus einem Hollywood-Film: Mai 1945 – von den Niederlanden aus bricht ein junger britischer Offizier zu einer abenteuerlichen Reise quer durch das zerstörte Deutschland auf. Manfred Gans ist der Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie aus Borken. Sein Ziel ist das Konzentrationslager Theresienstadt nahe Prag. Er hofft, dort seine Eltern noch lebend aufzufinden. Und das Unglaubliche tritt ein: Sie leben!

 

Mehr als 70 Jahre später beschließen Manfred Gans‘ Kinder, Enkel, Nichten und Neffen aus den USA und Israel, auf den Spuren der Familiengeschichte abermals von den Niederlanden über Borken in Richtung Theresienstadt zu fahren. Dieser Roadtrip bildet die inhaltliche und dramaturgische Klammer für Daniel Huhns außergewöhnliches Filmporträt über die bewegte Geschichte der Familie Gans.

 

In Kooperation mit LWL-Medienzentrum für Westfalen, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und Die Linse

05.02.2019
Meir Shalev: Der Junge und die Taube
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Beginn: 18:00 Uhr

Meir Shalev: Der Junge und die Taube

Literaturkreis mit Jutta Müller-Trapet

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Der Literaturkreis unter der Leitung von Carola Flörsheim und Jutta Müller-Trapet beschäftigt sich mit dem Roman von Meir Shalev, der von einem Jungen erzählt, der mitten im Krieg auf ungewöhnliche Weise gezeugt wurde, seinen Vater nie kennen lernte und später alles über Brieftauben wissen wollte. Es ist eine vor Lebendigkeit sprühende Liebesgeschichte und ein Plädoyer für das Menschenrecht auf Heimat.

06.02.2019
Frieden in der Stadt. Ein Projekt der Religionen?
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Frieden in der Stadt. Ein Projekt der Religionen?

Podiumsdiskussion

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Am 2. Juni 2017 setzten die Jüdische Gemeinde Düsseldorf und der Kreis der Düsseldorfer Muslime mit einer Anzeige in der Rheinischen Post ein gemeinsames Zeichen der Solidarität gegen antichristliche, antijüdische und antimuslimische Feindseligkeiten. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) hat dem mit ausdrücklichem Dank entsprochen. Wer ist der Adressat solcher Aufrufe? Welche Chancen bietet das multireligiöse Miteinander in dieser Stadt? Was können Religionsgemeinschaften dafür tun? Vertreter der drei Religionsgemeinschaften diskutieren gemeinsam mit dem Oberbürgermeister.

 

Es diskutieren:
Dr. Dalinç Dereköy, Kreis der Düsseldorfer Muslime
Thomas Geisel, Oberbürgermeister Düsseldorf
Msgr. Ulrich Hennes, Stadtdechant u. ACK-Vors.
Michael N. Szentei-Heise, Jüdische Gemeinde Df.

 

Gemeinsam mit Ev. Stadtakademie, ACK, Jüdischer Gemeinde, Kreis der Düsseldorfer Muslime und ASG-Bildungsforum

06.02.2019
Mittwochsgespräch
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt frei

"Der überforderte Frieden, Versailles und die Welt 1918 bis 1923"

Ein schwieriges Erbe – bis in unsere Zeit

Der Erste Weltkrieg war ein industrialisierter Massenkrieg. Je länger er dauerte, desto mehr veränderte er die Gesellschaften, die ihn führten, und desto rasanter entwertete er das Wissen der Politiker. Wie kamen Menschen, Gesellschaften und Staaten 1918 aus dem Krieg? Was für Vorstellungen verbanden sie mit dem Frieden und dem Versprechen einer neuen Ordnung? Wie verändert sich unser Verständnis der Geschichte des 20. Jahrhunderts, wenn wir nach dem globalen Charakter des Nachkriegs fragen? Was bedeutete diese Zeitenwende für den weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts?

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Meisterhaft und mit dem Blick für die globalen Zusammenhänge erzählt Jörn Leonhard, wie die Welt zwischen 1918 und 1923 um eine neue Friedensordnung rang und was diese Zeitenwende für den weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts bedeutete. Dabei werden die hochfliegenden Erwartungen und die teils widersprüchlichen Versprechen ebenso deutlich wie die erdrückenden Probleme bei der Umsetzung und die Unterschiede zwischen den Annahmen in Paris und den Realitäten vor Ort. Ob im Blick auf untergehende Reiche und neue Staaten, ethnische Minderheiten oder das neue Massenphänomen von Flucht und Vertreibung: Die Art und Weise, wie der Krieg zu Ende ging, schuf Enttäuschungen und Konflikte, deren Ausläufer bis in unsere Gegenwart reichen.

Prof. Dr. Jörn Leonhard ist Lehrstuhlinhaber für Westeuropäische Geschichte an der Universität Freiburg und Fellow der Royal Historical Society in London. Gastprofessuren hatte er u. a. an der Harvard University. Für seine Forschungen wurde er mit mehreren wichtigen Forschungspreisen ausgezeichnet, u. a. 2014 mit dem NDR-Kultur-Sachbuchpreis für „Die Büchse der Pandora“ über die Geschichte des Ersten Weltkriegs.

 

Die FAZ meint: „Wer Leonhards monumentales Buch liest, sieht schärfer, in welcher Welt wir zu leben haben.“

 

Am Stand des Buchladens „Rosta“ können Bücher des Autors erworben werden, die Jörn Leonhard auf Wunsch signiert.

07.02.2019
VORTRAG
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenar­beit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Judaica der Synagogen-Gemeinde Köln
Roonstr. 50, Köln

Beginn 19:30 Uhr

Die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische
Zusammenar­beit in den 50er und 60er Jahren

Vortrag von Henning Tetz

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Gesellschaften für christlich-jü­dische Zusammenarbeit bildeten sich bereits wenige Jahre nach Kriegsende. Die Kölnische Gesell­schaft gründete sich jedoch erst 1958 und reklamierte für sich schon sehr früh eine Sonderrolle. Von Anfang ansetzte sie sich mit der or­ganisatorischen Struktur der Gesell­schaft, ihrer Entwicklung sowie ihrer Stellung innerhalb des Deutschen Koordinierungsrates der Gesell­schaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit kritisch auseinan­der. Bereits in den Anfangsjahren gehörten zahlreiche Veranstaltungen, Aussöhnungsfahrten sowie öffentlichkeitswirksame Aktionen und Stellungnahmen zum Haupttätigkeitsfeld der Gesellschaft. Sie sensibilisierte für eine Auseinandersetzung und Aufarbeitung der NS-Verbrechen und scheute auch nicht die Debatte über den Umgang mit ehemaligen Tätern und Mitläufern, wodurch ihre Arbeit zunehmend eine politische Dimension erhielt. Gerade dieser Umstand bildete von Beginn der 60er Jahre den Kontext, in welchem sich die Kölnische Gesellschaft zunehmend personell und inhaltlich veränderte.

Henning Tetz forscht zur Geschichte der Kölnischen Gesellschaft und schreibt zu diesem Thema seine Dissertation.

Veranstaltung der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Rahmen der Lehrhaus-Reihe

12.02.2019
Antisemitismus und Migration
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Beginn: 18:00 Uhr

Antisemitismus und Migration

Vortrag von Dr. Michael Kiefer, Islamwissenschaftler

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Antisemitismus unter Muslimen stellt ein Problemfeld dar. Dieser Sachverhalt gilt in der Wissenschaft als unstrittig. Doch aus welchen Quellen speisen sich antisemitische Narrationen und welche Rolle spielt hierbei der Nahost-Konflikt? Zu diesen und anderen Fragen gibt es seit Jahren eine mit viel Verve geführte Diskussion. Der Vortrag von Michael Kiefer beleuchtet das Problemfeld und skizziert ausgewählte Debattenpositionen .

 

Gemeinsam mit der Evangelischen Stadtakademie

14.02.2019
Zwischen Krieg und Frieden
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

Beginn:19:00 Uhr | Eintritt frei

Zwischen Krieg und Frieden

Neuhebräische israelische Literatur der letzten 70 Jahre

Elvira Grözinger, Literaturwissenschaftlerin und Publizistin

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Juden sind das Volk des Buches und Israel ist ein Land der Bücher mit enormem literarischem Schaffen. Die wechselvollen Jahre und gesellschaftlichen Spannungen seit der Staatsgründung spiegeln sich in allen literarischen Genres wider. Verschiedene Facetten des Landes und seiner Bewohner werden an diesem Abend in einer literarischen Reise vorgestellt.

Wiewohl viele israelische Autoren internationalen Ruf genießen, den Nobelpreis für Literatur hat jedoch bisher als einziger 1966 Shay Agnon bekommen, einer der Begründer der modernen Literatur Israels. Israelische Schriftsteller sind hierzulande seit Ephraim Kischon – ob z. Bsp. Amos Oz, AB Jehoschua, David Grossmann oder Eli Amir - dank der Übersetzungen bekannt und populär. Zahlreiche Autorinnen wie Yael Dayan, Zeruya Shalev, Mira Magen oder Dorit Rabinyan haben das neue Bild der israelischen Frau geprägt. Den Alltag in zwei Welten schildern aus der arabischen und jüdischen Perspektive Sayed Kashua und Yishai Sarid.

Elvira Grözinger, Literaturwissenschaftlerin und Publizistin, wurde in Polen geboren und wanderte als Kind nach Israel aus. Dort studierte sie an der Hebräischen Universität in Jerusalem Anglistik und Französische Kultur, in Heidelberg und Frankfurt am Main Übersetzungswesen, Germanistik und Judaistik. Sie war Mitarbeiterin am Polen-Institut in Darmstadt, sowie 1992-94 persönliche Referentin von Ignaz Bubis. Sie war 1994-2006 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in Potsdam und Lehrbeauftragte für Jiddisch an der Freien Universität Berlin, wo sie auch 2002 in Allgemeiner und Vergleichender Literaturwissenschaft promovierte.

14.02.2019
„Der neu-deutsche ANTISEMIT“ - Gehören Juden heute zu Deutschland?
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Jüdische Gemeinde
Paul Spiegel Platz 1, 40476 Düsseldorf

Beginn: 19:00 Uhr

„Der neu-deutsche ANTISEMIT“ - Gehören Juden heute zu Deutschland?

Mit Arye Sharuz Shalicar

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Nur drei Generationen sind seit der Shoah vergangen. Deutschland ist heute ein anderes Land. Die Deutschen haben aus der Vergangenheit gelernt und sich ihrer Verantwortung für ein „Nie wieder“ gestellt. Ist es wirklich so? Arye Sharuz Shalicar gelangt nach unzähligen Gesprächen und Begegnungen mit deutschen Politikern, Journalisten, Akademikern, Polizisten und Anderen zu der bitteren Erkenntnis: Antisemitismus ist in Deutschland, nicht selten getarnt als Israel-Kritik, weiterhin tief verwurzelt.

 

Gemeinsam mit Jüdischer Gemeinde und DIG

17.02.2019
Offene Führung
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 14:30 Uhr

Offene Führung mit Reinildis Hartman, Hanne Eisenbach, Vincenzo Velella


Interessierten Besucherinnen und Besuchern bietet das Jüdische Museum Westfalen immer wieder offene Führungen an. An diesen Tagen kann man die neue Dauerausstellung „L` Chaim! Auf das Leben!“ im Rahmen einer Überblicksführung kennenlernen.

Sonntag, 20. Januar 2019, 14:30 Uhr
Sonntag, 17. Februar 2019, 14:30 Uhr
Dienstag, 5. März 2019, 19:00 Uhr
Sonntag, 17. März 2019, 14:30 Uhr
Mittwoch, 8. Mai 2019, 19:00 Uhr
Sonntag, 12. Mai 2019, 14:30 Uhr
Sonntag, 16. Juni 2019, 14:30 Uhr

Eintritt und Führung: 5,00 €, ermäßigt 2,50 € pro Person

20.02.2019
Koscher – was ist das?
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Jüdische Kultusgemeinde
Prinz-Friedrich-Karl-Str. 9, Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr

Koscher – was ist das?

Vortrag von Rabbiner Baruch Babaev (Dortmund)

Rabbiner Babaev wird über die Speisegesetze im Judentum informieren. Im Speziellen geht der Rabbiner auf die Quellen aus den Heiligen Schriften ein, schmückt seinen Vortrag mit Talmudischem und gewährt Einblicke in die Praxis.  

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Mit koscherem Imbiss.

Der Referent ist seit  2016 Gemeinderabbiner der Jüdischen Kultusgemeinde Dortmund.

Max.: 30 Personen.


Anmeldung bis zum 13.2.19 erforderlich über: 
www.vhs.dortmund.de (mit Angabe Veranstaltungs-Nr.: 191-51004)
Für den Imbiss bitten wir um Zahlung von 20 € vor Ort.

 

Veranstalter: GCJZ, VHS, Auslandsgesellschaft.de e.V., Evangelische Akademie Villigst, IRuM /Institut für Religionspädagogik und Medienarbeit im Erzbistum Paderborn, Schulreferat des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund

21.02.2019
"Hotel Dellbrück"
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt frei

"Hotel Dellbrück", ein Roman über die Geschichte der Familie Rosenbaum.

Lesung und Gespräch mit Prof. Dr. Michael Göring

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Wo findet man Heimat und Identität?

Dezember 1938: Sigmund, 15 Jahre alt, sitzt im Zug nach England. Sigmund ist Jude, Waisenkind, aufgewachsen im Hotel Dellbrück in einer westfälischen Kleinstadt. Mit dem Kindertransport kommt er nach Cornwall und überlebt so den Holocaust. 1949 kommt er nach Deutschland zurück und heiratet. Sein Sohn Frido verlässt aber Deutschland und emigriert nach Australien, doch 2018 steht er wieder vor dem Hotel Dellbrück, das jetzt ein Flüchtlingswohnheim ist.

Der Gang durch das ehemalige Hotel verändert Fridos Leben. Göring greift in seinem Roman erneut zu großen Themen der Zeit und erzählt sie spannend, einfühlsam und mit leichter Hand.

Michael Göring ist in Westfalen aufgewachsen. Seit seinem Literaturstudium sammelt er Geschichten, hält Berichte und Szenen in Tagebüchern fest. Der Autor ist Vorstandsvorsitzender der gemeinnützigen ZEITStiftung und unterrichtet im Fach Kultur und Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. "Hotel Dellbrück" ist Görings vierter Roman.

Ein Parcours durch die Religionen und Erdteile, ein deutsches Erinnerungsbuch, ein Liebesroman, eine poetische Annäherung an die westfälische Landschaft an der Lippe.“ (JÜDISCHE ALLGEMEINE)
 

Am Stand des Buchladens „Rosta“ können Bücher des Autors erworben werden, die Michael Göring auf Wunsch signiert.

In Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e. V.

21.02.2019
Moses und Homer
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Haus der Universität
Schadowplatz 14, Düsseldorf

Beginn: 19:00 Uhr

Moses und Homer. Griechen, Juden, Deutsche: Eine andere Geschichte der deutschen Kultur

Vortrag von Prof. Dr. Bernd Witte, Germanist

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Als gegen Ende des 18. Jhs. uneingeschränkte Bewunderung für das antike Griechentum aufkam, wurde gleichzeitig das sich der Aufklärung öffnende Judentum auf dem Schauplatz der Religionskritik vehement bekämpft. In diesem Kontext ist der aggressive Antijudaismus zu verstehen, mit dem sich Goethe und Schiller gegen die Sinai-Offenbarung und deren legendären Mittler Moses wandten. Beginnend mit Winckelmann hat die deutsche Klassik einen neuen Legitimationsdiskurs geschaffen, der unter Rückgriff auf den antiken Polytheismus den geltenden Monotheismus zu verdrängen suchte. Im Gegensatz dazu suchten Mendelssohn und Heine die Position einer deutsch-jüdischen Moderne zu etablieren. Prof. Witte verfolgt, wie der „Weltanschauungskampf“ gegen den Monotheismus zum „völkischen“ Antisemitismus führte und in der Shoa mündete, was die Verdrängung der jüdischen Tradition aus dem kulturellen Gedächtnis der Deutschen zur Folge hatte.

 

Gemeinsam mit Evangelischer Stadtakademie und Haus der Universität

13.03.2019
Der Antisemitismusbericht der Bundesregierung
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Auslandsgesellschaft.de e.V.
Steinstr. 48, Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr

Aus Anlass Woche/n der  Brüderlichkeit im März 2019
"Mensch, wo bist Du? - Gemeinsam gegen Judenfeindschaft"

"Antisemitismus entschlossen bekämpfen, jüdisches Leben in Deutschland weiterhin nachhaltig fördern" - Der Antisemitismusbericht der Bundesregierung

Vortrag von Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama (Berlin)

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Der Bericht des Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus wurde im April 2017 veröffentlicht. Auf mehr als 300 DIN-A4 Seiten  informiert er umfassend über antisemitische Einstellungen in der  Bevölkerung, über antisemitische Straftaten, über Erfahrungen der jüdischen Bevölkerung mit Antisemitismus und über Antisemitismus in Medien, Schule, Politik, Religionsgemeinschaften und unter Migranten und Geflüchteten.

In einem Querschnitt werden wichtige Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Bericht vorgestellt. Der Expertenkreis hat auch Handlungsempfehlungen  zur Bekämpfung des Antisemitismus gegeben. Wurden nach einem Jahr bereits Empfehlungen umgesetzt? Wo gibt es Probleme bei der Umsetzung?

Der Referent gehörte dem Expertenkreis an. Er ist Direktor der Topographie des Terrors (Berlin), Rabbiner und jüdischer Präsident des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.

Veranstalter:  GCJZ , Volkshochschule, Auslandsgesellschaft.de e.V., Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Jüdische Kultusgemeinde Dortmund, Evangelische Akademie Villigst, IRuM / Institut für Religionspädagogik und Medienarbeit im Erzbistum Paderborn, Schulreferat des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund

21.03.2019
Jüdische Geschichte als Teil der deutschen Geschichte?
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt frei

Jüdische Geschichte als Teil der deutschen Geschichte?

Das Beispiel Breslau und Schlesien in der Weimarer Zeit

Dr. Vasco Kretschmann, Oberschlesisches Landesmuseum, Ratingen

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Die deutschen Juden mussten einen langen und hartnäckigen Kampf führen, um als Teil der deutschen Gesellschaft und damit auch der deutschen Geschichte angeschaut zu werden. Bei historischen Ausstellungen oder der Präsentation in Museen stellten sich grundlegende Fragen. Vasco Kretschmann vom Oberschlesischen Landesmuseum in Ratingen diskutiert dies am Beispiel von Breslau und Schlesien.

22.03.2019
Bejt Haknesset
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Jüdische Kultusgemeinde
Prinz-Friedrich-Karl-Str. 9, Dortmund

Beginn: 16:30 bis 19:30 Uhr

Aus Anlass Woche/n der  Brüderlichkeit im März 2019
"Mensch, wo bist Du? - Gemeinsam gegen Judenfeindschaft"

Synagogenführung mit Arie Mozes und anschließender Teilnahme am Schabbatgottesdienst

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Die Synagoge ist ein „Bejt Haknesset“ – ein „Haus der Versammlung“. Hier wird gemeinsam gebetet, die Thora gelernt und besprochen. Der Kantor der Jüdischen Kultusgemeinde Groß-Dortmund, Arie Mozes, führt durch die Synagoge. Jüdische Feste werden u.a. vorgestellt und Fragen zur Situation der Gemeinde beantwortet. Eine kurze Einführung in den Schabbatgottesdienst (Beginn ab 18 Uhr) wird gegeben. Die Teilnehmer/innen sind nach dem Gottesdienst herzlich zum geselligen Beisammensein mit einem kleinen Imbiss während des Kiddusch eingeladen.

 

Leitung: Ina Annette Bierbrodt, Schulreferentin
Max. 30 Personen – für alle Interessierte offen.
Anmeldung über: www.schulreferat.de (Startseite/Fortbildungen)

 

Bitte bringen Sie einen Personalausweis mit, da alle Besucher der Jüdischen Gemeinde aus Sicherheitsgründen registriert werden.

 

Veranstalter: GCJZ, Schulreferat des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund

28.03.2019
Die israelische Demokratie und der Nahostkonflikt
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Reinoldinum
Schwanenwall 34, Dortmund

09.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Aus Anlass Woche/n der  Brüderlichkeit im März 2019
"Mensch, wo bist Du? - Gemeinsam gegen Judenfeindschaft"

Die israelische Demokratie und der Nahostkonflikt

Tagesseminar mit Jörg Rensmann / Michael Spaney, Mideast Freedom Forum Berlin

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Es ist dieser Tage so wichtig wie nie, sich im Themenkomplex Israel und Nahostkonflikt gründlich auszukennen, um Zerrbildern und Vorurteilen entgegentreten zu können. Der Staat Israel wird in seiner Souveränität mit anderen Kriterien gemessen als andere Staaten. Dabei werden Fakten übersehen und Stimmungen vermittelt, die oftmals nicht mit der Realität übereinstimmen.

 

Bislang gibt es kaum Bildungsangebote, die sich schwerpunktmäßig mit dem Antisemitismus beschäftigen, der sich am Staat Israel entzündet. Das Mideast Freedom Forum Berlin bietet Multiplikator/innen aus Bildungseinrichtungen, Verbänden, Gewerkschaften, Parteien und Religionsgemeinschaften an, im Rahmen eines Workshops israelfeindliche und antisemitische Vorurteile und Ressentiments faktenbasiert anzugehen.

 

Der Fokus dieses Seminars liegt darauf, Israel als demokratischen Staat vorzustellen und die Geschichte des Zionismus näher kennenzulernen. In diesem Kontext wird auf den Konflikt mit der palästinensischen Führung und den arabischen Staaten eingegangen und dessen wichtigste Stationen (Unabhängigkeitskrieg, Sechstagekrieg, Friedensschluss mit Ägypten, Osloer Friedensprozess etc.) beleuchtet. Ziel des Seminars ist es, eine politische Analyse auf Faktenbasis zu erarbeiten, um die gängigen medialen und politischen Urteile zu Israel und zum Nahostkonflikt zu reflektieren.

 

Leitung: Ina Annette Bierbrodt, Schulreferentin
Teilnehmerzahl: 12 – 20 Personen
Zielgruppe: Pädagog/inn/en,  Multiplikatoren in der Bildungsarbeit u. Interessierte.

 

Anmeldung über das Schulreferat bis zum 21. März 2019: www.schulreferat.de (Startseite/Fortbildungen)
Teilnahmebeitrag für Verpflegung: 10,00 Euro (vor Ort zu zahlen)
Weitere Informationen: 0231 – 8494- 418 oder:  schulreferat@ekkdo.de


Veranstalter: GCJZ Dortmund,  Evangelische Schulreferate Dortmund, Herne und Recklinghausen, Auslandsgesellschaft.de e.V., IRuM/ Institut für Religionspädagogik und Medienarbeit im Erzbistum Paderborn

04.04.2019
Aus Dortmund nach Auschwitz
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Hansastr. 3, Dortmund

Beginn: 18:30 Uhr

Aus dem Rahmenprogramm zur Ausstellung „Die IG Farben und das KZ Buna-Monowitz in Auschwitz“ im MKK

Aus Dortmund nach Auschwitz: Ein Abend in Erinnerung an Hans und Ernst Frankenthal

Mit Daniel Lörcher (BVB) u. Andreas Kahrs (Bildungswerk Stanislaw Hantz)
Es liest: Gregor Schnittker (Journalist)

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Im Alter von 16 und 18 Jahren wurden Hans und Ernst Frankenthal gemeinsam mit ihrer Familie am 2. März 1943 vom Dortmunder Südbahnhof in das Konzentrationslager Auschwitz verschleppt. Während ihre Eltern vermutlich unmittelbar nach der Ankunft ermordet wurden, wählte die SS die zwei Brüder an der „Rampe“ vor der Toren Birkenaus zur Zwangsarbeit auf der Baustelle der IG Farben aus. Sie kamen ins Lager Auschwitz-Monowitz. Beide überlebten die schwere Arbeit und die spätere „Evakuierung“ des Lagers und kehrten nach Schmallenberg im Sauerland zurück. Ernst Frankenthal starb 1993 in Münster, sein jüngerer Bruder Hans 1999 in Dortmund.

 

Der Abend ist der Erinnerung an die Brüder Frankenthal gewidmet. Sequenzen aus Video-Interviews und Passagen aus den Lebenserinnerungen Hans Frankenthals („Verweigerte Rückkehr. Erfahrungen nach dem Judenmord.“) werden in den historischen Kontext eingebettet.

 

Kooperationsprojekt des Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) und der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache in Verbindung mit der GCJZ Dortmund e.V., der Auslandsgesellschaft.de e.V. und der Volkshochschule Dortmund

 

Ausstellung/ Begleitprogramm werden gefördert von Borussia Dortmund und Evonik.  

 

Bild: Hans Frankenthal als Zeitzeuge vor Schülergruppe, Dortmund 1989
14.04.2019
Tikkun Olam - Lieder zur "Verbesserung der Welt"
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Ev. Tagungsstätte Haus Villigst
Iserlohner Str. 25, Schwerte

14. bis 16. April 2019

Tikkun Olam - Lieder zur "Verbesserung der Welt"

Lieder- und Klezmer-Workshop mit Daniel Kempin (Frankfurt) und Dimitry Reznik (Antwerpen)

14. bis 16. April 2019

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Das fast 2000 Jahre alte jüdische Gebet Tikkun Olam: "Die Welt zu vervollkommnen" ist Inspiration für viele jüdische Lieder bis heute: manchmal als rein spirituelle Herausforderung, dann wieder ganz handfest politisch oder im Leben der Familie. Die ganze Bandbreite des jiddischen und hebräischen Singens und Musizierens "zur Verbesserung der Welt" von rhythmisch-schwungvoll bis nachdenklich-meditativ wird diesen Workshop prägen. Eine selbst erarbeitete Klezmer-Suite rundet das Programm ab.

 

Tagungsleitung: Dr. Sabine Federmann

 

Den Workshop leiten:
Daniel Kempin, freiberuflicher Musiker - mit reicher Konzert- und Workshoptätigkeit inclusive Veröffentlichung von fünf z.T. mehrfach ausgezeichneten CD’s - sowie Chasan/Kantor des Egalitären Minjan der Jüdischen Gemeinde Frankfurt

Dimitry Reznik, freiberuflicher Klezmer, Mitglied der Jüdischen Gemeinde Antwerpen, Musikstudium in St. Petersburg, Köln und Utrecht. 

 

Kosten: 120 € (DZ m. Vollpension, EZ-Zuschlag: 20 €), Tagungsbeitrag: 75 €.
Anmeldung, Programm, Ermäßigungen: Ulrike Pietsch, Tel.: 02304 / 755-325, ulrike.pietsch@kircheundgesellschaft.de

 

In Kooperation: Ev. Akademie Villigst

22.05.2019
Antisemitismus im World Wide Web
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Auslandsgesellschaft.de e.V.
Steinstr. 48, Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr

Antisemitismus im World Wide Web

Vortrag von Lisa Jacobs (Berlin)

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In welchen Manifestationen tritt Antisemitismus im 21. Jahrhundert in Erscheinung? Welche Stereotype werden kommuniziert? Und welche Rolle spielt die emotionale Dimension beim aktuellen Judenhass? Die vorliegende Langzeitstudie im Rahmen der empirischen Antisemitismusforschung zur Artikulation, Tradierung, Verbreitung und Manifestation von Judenhass im Internet hat sich mit diesen Fragen beschäftigt und quantitativ umfangreiche sowie inhaltlich detaillierte Untersuchungen vorgenommen.

 

Die Referentin ist wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Leiterin der Studie, Frau Prof. Dr. Schwarz-Friesel, an der TU Berlin/FB Linguistik und wird die Ergebnisse der Studie zusammenfassen.


Veranstalter: GCJZ, VHS, Auslandsgesellschaft.de e.V.,  Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Ev. Ak. Villigst, Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund, Schulreferat des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund, IRuM/ Institut für Religionspädagogik und Medienarbeit im Erzbistum Paderborn 

06.06.2019
"Marlenes Bilder". Das Vermächtnis eines Häftlings
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
Steinstr. 50, Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr

"Marlenes Bilder". Das Vermächtnis eines Häftlings

Mit Dr. Hans-Jürgen Zacher (Werl)   -   Lesung und Musik

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Dies ist die Geschichte des in Dortmund geborenen Dr. Heinz-Dietrich Feldheim jüdischer Herkunft. Nach dem Abitur in der Oberrealschule studierte er in München. Als Gegner der Nazis traf er sich mit anderen Nazigegnern in einem Hinterzimmer einer Buchhandlung in München. Ein von ihm getippter Brief gegen Hitler wurde ihm zum Verhängnis. Er wurde 1936 verhaftet, verbrachte einige Tage in der Steinwache und wurde anschließend in das Konzentrationslager Dachau überführt. Fast 14 Monate war Feldheim im Isolier- und Dunkelbunker in Dachau.


Fast 60 Jahre später, im Alter von 86 Jahren erzählt er dem Autor von seinem Leben und die Geschichte mit Marlene Dietrich. Kurz vor Drucklegung des Buches wurden auf einem signierten Foto von Marlene Dietrich, persönliche Zeilen der Künstlerin entdeckt, die ein großes Mitgefühl und Interesse an Feldheims Schicksal verdeutlichen.

 

Der Referent H.-J. Zacher, Dr. phil., geb. 1950 in Hamm. Studium in Dortmund, hat sein berufliches Schaffen dem christlich-jüdischen Dialog gewidmet. Zahlreiche Auszeichnungen, darunter der Verdienstorden des Landes NRW, geben seinem andauernden Engagement Ausdruck. Einen besonderen Stellenwert hat seine gute Zusammenarbeit mit jungen Menschen (Schüler-Projektarbeiten). Nach seinem überaus erfolgreichen Buch "Vern- ich suchte einen Zeitzeugen und fand einen Freund", hat er erneut eine sehr bewegende Geschichte aufgeschrieben.

 

In Kooperation:  Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

In Kooperation mit