Veranstaltungen

15.12.2019
Öffentliche Führung in der Alten Synagoge
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

15:00 bis 16:30 Uhr
Anmeldungen sind nicht erforderlich.
Tickets für die öffentliche Führung kosten pro Person 3 € bzw 2 € mit Ermäßigung

Öffentliche Führung in der Alten Synagoge - Haus jüdischer Kultur

5 Ausstellungsbereiche:

  • Quellen jüdischer Tradition
  • Jüdische Feste
  • Jüdischer "Way of Life"
  • Geschichte des Hause
  • Geschichte der jüdischen Gemeinde Essen

Weitere Termine: 15. Dezember 2019  ||  5. Januar 2020, 19. Januar 2020, 2. Februar 2020, 16. Februar 2020, 1. März 2020, 15. März 2020, 5. April 2020, 19. April 2020, 3. Mai 2020, 17. Mai 2020

15.12.2019
Gedenken
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Veranstaltungsort:
Gedenktafel Ecke Warendorfer Str. / Kaiser-Wilhelm-Ring

Beginn: 11:30 Uhr

Gedenken an die erste Deportation aus Münster ins Ghetto Riga am 13. Dezember 1941

Deportation von Juden während des Nationalsozialismus

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An der Stelle des heutigen Geschäftszentrums Warendorfer Straße, Ecke Kaiser-Wilhelm-Ring stand früher die Gaststätte Gertrudenhof. In ihrem Saal wurden vom 10. bis 12. Dezember 1941 390 jüdische Menschen aus dem Münsterland und Münster vor ihrer Deportation nach Riga festgehalten. Die Deportation erfolgte dann vom Güterbahnhof Münster über die Stationen Osnabrück und Bielefeld ins lettische Riga.Von den 299 münsterischen Juden, die in Ghettos und Lager verschleppt wurden, überlebten nur 24 den Holocaust.

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

15.12.2019
Matinee zum 20. Geburtstag des Geschichtsorts Villa ten Hompel
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 12:00 Uhr

Matinee zum 20. Geburtstag des Geschichtsorts Villa ten Hompel

Für genaue Programminfos informieren Sie sich bitte im Herbst auf unserer Homepage, bei Facebook und über unseren Newsletter!

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Am 13. Dezember 1999 wurde auf Beschluss des Rates der Stadt Münster der Geschichtsort Villa ten Hompel eröffnet.

 

Die Forschung und Vermittlung zu Holocaust, Diktaturerfahrungen und die gegenwärtigen Herausforderungen durch Rechtsextremismus und Antisemitismus bilden den Kern des mittlerweile 20jährigen menschenrechtsorientierten Engagements im historischen Gebäude am Kaiser-Wilhelm-Ring 28.

Bei allen Aktivitäten des Geschichtsorts Villa ten Hompel steht der Mensch im Mittelpunkt. Die geschichtswissenschaftliche Forschung ist Ausgangspunkt der innovativen musealen und pädagogischen Vermittlung. Bürgerinnen und Bürger tragen ihre Geschichten ins Haus durch Vor- und Nachlässe aus ihrem familiären Umfeld. Und nicht zuletzt stärken uns ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch ihr Engagement. Seit 20 Jahren ist so in der Villa ten Hompel Geschichte partiziativ im Gespräch – nachdenklich, selbstkritisch und offen für den Dialog.

Im Rahmen einer Matinee werden Weggefährtinnen und Weggefährten im Dialog spannende Erinnerungssplitter an besondere Momente, Veranstaltungen und Entwicklungsetappen präsentieren. 20 Jahre „Villa“ als Geschichtsort der Stadt Münster werden so lebendig.

 

22.12.2019
Chanukkafest
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Phoenix-See/ Kulturinsel
Dortmund-Hörde

Beginn: 18:00 Uhr

Lichteranzünden zu Chanukka

Die Jüdische Kultusgemeinde lädt herzlich ein zu einem feierlichen Anzünden der Chanukka-Kerzen!

 

Am Phoenix-See, auf der Kulturinsel, mit schönen Ausblicken auf den nächtlichen See! Mit musikalischer Begleitung durch Kantor Baruch Chauskin, traditionellem Imbiss und Snacks, koscherem Kinderpunsch und Glühwein.

12.01.2020
Chansons und Lieder
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

17:00 bis 19:00 Uhr | Eintritt frei

Chansons und Lieder aus dem Berlin der 1920er Jahre

Die Damen und Herren Daffke, Dresden

Das Berlin der 20er Jahre. Nach der Starre und Strenge des preußischen Kaiserreichs herrscht nun Freizügigkeit in der Hauptstadt der Weimarer Republik. Raus aus dem Korsett, rein ins Charleston-Kleid. Ein turbulenter Unterhaltungsbetrieb entwickelt sich, parallel dazu wächst das Elend in den Arbeitervierteln. – Der Tanz auf dem Vulkan endet abrupt an einem Freitag im Jahr 1929. Börsencrash. Aufstieg der Nationalsozialisten. Viele Menschen verlassen ihre Heimat Deutschland und fliehen.

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. „[…] Kein Heim, ein Exil soll das Land sein, das uns da aufnahm.” (B. Brecht: Über die Bezeichnung Emigranten)

Mit den Liedern und Chansons von Friedrich Hollaender, Kurt Weill, Paul Abraham, Werner Richard Heymann und Hanns Eisler erzählen sie Geschichten von kleinen Mädchen, Huren, Dandys und dem spießigen Kleinbürger. Sie schütteln den Staub von Pailletten-kleidern und Federboas und wagen den Blick unter die Glitzerschicht, in die Abgründe einer wilden Umbruchszeit. Alle vier Komponisten waren jüdisch und mussten nach 1933 in die Emigration in die USA, nach Budapest oder nach Mexiko fliehen.

Ilan Bendahan Bitton, Klavier - Franziska Hiller, Sängerin - Dennis Kuhfeld, Sänger

Friederike Kühl, Sängerin - Markus Paul, Sänger

19.01.2020
Führung und Vortrag
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenar­beit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Synagoge Köln
Roonstraße 50, 50674 Köln

Beginn: 14:00 Uhr | Eintritt 8 €

Anmeldung unter: kontakt@koelnische-gesellschaft.de

Führung und Vortrag in der Synagoge von Miguel Freund

Über synagogale Bauten und die Einflüsse neoromanischer Baukunst

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Die Jüdische Gemeinde Köln ist nachweislich nicht nur die älteste Gemeinde Deutschlands, sondern auch die älteste jüdische Gemeinschaft in Europa nördlich der Alpen. Sie wurde erstmals im Jahre 321 n. Chr. im Dekret Kaiser Konstantins erwähnt und umfasste eine größere Gruppe jüdischer Einwohner.
Das Gemeindehaus in der Roonstraße 50 ist das „Herzstück“ der Synagogen-Gemeinde. Hier befindet sich das religiöse und kulturelle Zentrum, das erstmals am 22. März 1899 eingeweiht wurde. In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannte auch diese Synagoge aus. Erst am 20. September 1959 konnte die kurz zuvor unter baulicher Leitung des Kölner Architekten Helmut Goldschmidt wiederaufgebaute Synagoge eingeweiht werden, um der seit April 1945 wiederbestehenden Gemeinde als Gebets- und Gemeindezentrum zu dienen.

Die Kölnische Gesellschaft bietet in Kooperation mit dem Förderverein Romanische Kirchen die Möglichkeit an, das jüdische Gemeindeleben in Köln kennenzulernen. Bei unserem Besuch wird Herr Miguel Freund, Mitglied der Synagogen-Gemeinde Köln und Gemeinderatsmitglied sowie Stellvertretender Vorsitzender der Kölnischen Gesellschaft, einen Vortrag über die schönsten synagogalen Bauten präsentieren und die 120 Jahre alte Synagoge vorstellen.

 

Die Veranstaltung steht im Kontext unseres Schüler- und Jugendprojektes „Rote Karte gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus“. Die Einnahmen dieser Veranstaltung fließen in dieses Projekt.

Männer benötigen eine Kopfbedeckung. Aufgrund der bedauerlichen Sicherheitsproblematik jüdischer Einrichtungen bitten wir um Verständnis für die notwendigen Einlasskontrollen. Führen Sie bitte einen amtlichen Lichtbildausweis mit sich. Unser Mitgliedsausweis kann die Einlass­kontrolle beschleunigen.

 

Eine Kooperationsveranstaltung der Kölnischen Gesellschaft mit dem Förderverein Romanische Kirchen.


Flyer zur Spendenverdopplungsaktion

29.01.2020
Debatten über Rassismus im deutschen Fußball
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenar­beit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Deutsches Sport & Olympia Museum
Im Zollhafen 1, 50678 Köln

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt frei – Spende erbeten

Vortrag von Dietrich Schulze-Marmeling:
Debatten über Rassismus im deutschen Fußball

In den vergangenen Jahren haben mehrere Debatten über Rassismus im deutschen Fußball stattgefunden, etwa anlässlich der Kritik an Mesut Özil und Ilkay Gündogan im Jahr 2014. Autor Dietrich Schulze-Marmeling gibt ein Überblick über die Debatten und analysiert sie. Hierbei wird er sich auch auf sein 2018 erschienenes Buch “Der Fall Özil – Über ein Foto, Rassismus und das deutsche WM-Aus” beziehen und Schlüsselfragen und Inhalte wieder aufgreifen:  Der Fußball ist politisch!?

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Nach dem frühen WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft waren für viele Kritiker die Schuldigen rasch gefunden: Mesut Özil und Ilkay Gündogan, die sich im Vorfeld der WM mit dem despotischen türkischen Staatspräsidenten Erdogan hatten ablichten lassen, wurden erst zum Sündenbock abgestempelt, dann zur Zielscheibe übelster Beschimpfungen.

Schulze-Marmeling analysiert in seinem aktuellen Buch das sportliche Scheitern der Nationalelf, die Politik des DFB in der Foto-Affäre sowie die Frage, wie aus einer berechtigten Kritik eine rassistische Kampagne wurde. Link zum Buch

Kooperationsveranstaltung mit dem Deutschen Sport & Olympia Museum. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Spendenverdopplungsaktion mit der Bethe-Stiftung für das Projekt “Rote Karte gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus” statt.

06.02.2020
Joseph Roth: Juden auf Wanderschaft
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

19:00 bis 21:00 Uhr | Eintritt frei

Joseph Roth: Juden auf Wanderschaft

Gelesen von Stephan Schäfer (Köln)

Joseph Roth (1894-1939) erlangte mit den Romanen „Hiob“ und „Radetzkymarsch“ Weltruhm. Doch viele seiner Zeitgenossen kannten ihn zunächst vor allem als Journalisten: Seine glänzend geschriebenen Reportagen, Essays und Feuilletons funkeln vor hellsichtiger Wahrnehmungskraft und leidenschaftlicher Subjektivität.

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In seinem 1927 erschienenen Essay „Juden auf Wanderschaft“ schuf Roth, selbst ein galizischer Jude, ein brillantes Zeitdokument von unschätzbarem Wert. Es erzählt vom Leben und von der Kultur des Ostjuden in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, von ihrer erzwungenen Wanderschaft und ihrer Situation in den neuen Heimatorten.

Das Kapitel „Das jüdische Städtchen“ kann als dabei Grundlage zum Verständnis seiner Romane gelten und bildet hier den Ausgangspunkt seiner Reflexionen über die nach Russland, Berlin, Wien, Paris und New York ausgewanderten galizischen Juden. Ihr Lebensgefühl, dass „nichts in dieser Welt beständig ist, auch die Heimat nicht“ zieht sich bei Joseph Roth, der 1933 ins Exil ging, als zentrales Thema durch Leben und Werk.

Stephan Schäferstudierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover sowie an der Bremer Hochschule für Künste. Zur Vermittlung von klassischen Konzerten und Lesungen gründete er 2001 das “Kölner Künstler-Sekretariat”. Seither wurden von ihm über 500 Veranstaltungen moderiert. Seit 2006 ergänzt Stephan Schäfer diese Tätigkeit durch Lesungen. Neben Autorenportraits gilt hier seine besondere Leidenschaft historischen und zeitgenössischen Reisebeschreibungen. Mit Schwerpunkten auf Ländern, Städten und Regionen gastiert Stephan Schäfer bundesweit für Literaturgesellschaften und Reiseveranstalter, in Bibliotheken, Buchhandlungen und Museen. Themen- Lesungen, speziell für die jeweilige Lokalität konzipiert, führen ihn an für Lesungen eher untypische Orte wie Bahnhöfe, Hotels oder Kaffeeröstereien. Im fruchtbaren Dialog von Texten und Tönen schließlich rundet die Zusammenarbeit mit ausgewählten Musikern das vielseitige Programmangebot ab. Internet: www.lesen-ist-reisen.de

26.03.2020
New York als jüdische Metropole
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

17:00 bis 19:00 Uhr | Eintritt frei

New York als jüdische Metropole

Vortrag von Susanne Borofsky, Düsseldorf

n New York lebt die größte jüdische Gemeinschaft in einer Stadt weltweit. Im Bundesstaat New York schätzt man die Zahl der Juden auf zwei Millionen Menschen.

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Schon im 17. Jahrhundert kamen die ersten jüdischen Familien nach „New Amsterdam“, wie es damals hieß. 1840- 1880 wanderten vor allem deutschsprachige Juden zu, nach 1880 viele osteuropäische Juden. In den U.S.A. wohnten in den 1920er Jahren vier Millionen Juden, heute sind es an die sechs Millionen. Viele dieser jüdischen Familien waren sehr arm und mussten sich in Sweatshops mit Schneidern emporarbeiten. Sie finanzierten ihren Kindern eine gute Ausbildung. Dadurch stiegen diese sozial auf und waren in vielen gesellschaftlichen Bereichen vertreten.

Die amerikanischen Juden sind nach dem alten deutsch-jüdischen Muster reformerisch, konservativ und orthodox organisiert. Reformer und Konservative bilden die grosse Mehrheit der in Synagogengemeinden organisierten Juden. Die Hälfte der jüdischen Bevölkerung ist allerdings nicht Mitglied in einer Religionsgemeinde.

Seit den 1970er Jahren entwickelte sich eine intensive Debatte über die Stellung der Frau im Judentum, die in der Gleichstellung als Rabbinerinnen und Kantorinnen endete und Vorbild für viele jüdische Gemeinschaften ist.

Während es in den 1940er Jahren noch „Judenquoten“ an amerikanischen Universitäten gab, konnte sich die jüdische Gemeinschaft in den 1950er und 1960er Jahren immer mehr integrieren.

Die jüdische Präsenz in New York ist unübersehbar. Ein Fünftel der Einwohner Manhattans ist jüdisch. In vielen Bereichen der Kultur und an Universitäten sind Juden präsent. Im Unterhaltungsfilm sind jüdische Themen normal, man denke an Steven Spielberg, die Coen Brothers und Jeffrey J. Abrams. Mit Michael Bloomberg hatte New York 2001-2013 einen jüdischen Bürgermeister. An der Columbia University ist ein Fünftel der Studenten jüdisch. Allerdings ist die jüdische Gruppe überaltert, hat weniger Kinder und verliert Personen durch interreligiöse Ehen, da deren Nachkommen zu zwei Dritteln nicht mehr jüdisch erzogen werden.

Jüdisches Leben in New York war bis vor kurzem normal und selbstverständlich. In letzter Zeit mehren sich Angriffe afroamerikanischer Jugendlicher auf ultraorthodoxe Juden und nach den Attentaten auf Synagogen in Pittsburgh und anderen Orten ist Verunsicherung eingetreten. Hat sich das Klima für Juden in den USA definitiv verändert?

Susan Borofsky ist in den USA aufgewachsen, studierte Gesang und Schauspiel an der Universität Michigan und der Southern California University. Sie schloss mit einem Master of Fine Arts ab und sang am Broadway sowie an der New York City Opera. In einer liberalen jüdischen Gemeinde wirkte sie als Religionslehrerin und studierte Kantorin. 2006 zog sie mit ihrem Mann nach Deutschland und arbeitete an der Internationalen Schule Düsseldorf. Sie gestaltet in den Jüdischen Gemeinden Düsseldorf und Duisburg liberale egalitäre Gottesdienste

In Kooperation mit