Veranstaltungen

05.01.2020
Öffentliche Führung in der Alten Synagoge
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

15:00 bis 16:30 Uhr
Anmeldungen sind nicht erforderlich.
Tickets für die öffentliche Führung kosten pro Person 3 € bzw 2 € mit Ermäßigung

Öffentliche Führung in der Alten Synagoge - Haus jüdischer Kultur

5 Ausstellungsbereiche:

  • Quellen jüdischer Tradition
  • Jüdische Feste
  • Jüdischer "Way of Life"
  • Geschichte des Hause
  • Geschichte der jüdischen Gemeinde Essen

Weitere Termine: 5. Januar 2020, 19. Januar 2020, 2. Februar 2020, 16. Februar 2020, 1. März 2020, 15. März 2020, 5. April 2020, 19. April 2020, 3. Mai 2020, 17. Mai 2020

12.01.2020
Chansons und Lieder
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

17:00 bis 19:00 Uhr | Eintritt frei

Chansons und Lieder aus dem Berlin der 1920er Jahre

Die Damen und Herren Daffke, Dresden

Das Berlin der 20er Jahre. Nach der Starre und Strenge des preußischen Kaiserreichs herrscht nun Freizügigkeit in der Hauptstadt der Weimarer Republik. Raus aus dem Korsett, rein ins Charleston-Kleid. Ein turbulenter Unterhaltungsbetrieb entwickelt sich, parallel dazu wächst das Elend in den Arbeitervierteln. – Der Tanz auf dem Vulkan endet abrupt an einem Freitag im Jahr 1929. Börsencrash. Aufstieg der Nationalsozialisten. Viele Menschen verlassen ihre Heimat Deutschland und fliehen.

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. „[…] Kein Heim, ein Exil soll das Land sein, das uns da aufnahm.” (B. Brecht: Über die Bezeichnung Emigranten)

Mit den Liedern und Chansons von Friedrich Hollaender, Kurt Weill, Paul Abraham, Werner Richard Heymann und Hanns Eisler erzählen sie Geschichten von kleinen Mädchen, Huren, Dandys und dem spießigen Kleinbürger. Sie schütteln den Staub von Pailletten-kleidern und Federboas und wagen den Blick unter die Glitzerschicht, in die Abgründe einer wilden Umbruchszeit. Alle vier Komponisten waren jüdisch und mussten nach 1933 in die Emigration in die USA, nach Budapest oder nach Mexiko fliehen.

Ilan Bendahan Bitton, Klavier - Franziska Hiller, Sängerin - Dennis Kuhfeld, Sänger

Friederike Kühl, Sängerin - Markus Paul, Sänger

13.01.2020
Zeitzeugengespräch mit Tswi Herschel
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 18:00 Uhr

Zeitzeugengespräch mit Tswi Herschel

Tswi Herschel wurde 1942 in einer jüdischen Familie in der Kleinstadt Zwolle in den Niederlanden geboren. Wenige Wochen nach seiner Geburt musste die Familie auf Anordnung der nationalsozialistischen Besatzer in das sogenannte „Juden-Viertel“ in Amsterdam umziehen, von wo aus seine Eltern im Sommer 1943 über das Durchgangslager Westerbork in das Vernichtungslager Sobibor deportiert und dort ermordet wurden. Vor ihrer Deportation entschieden die Eltern, ihren Sohn bei nichtjüdischen Pflegeeltern zu verstecken. Das Kind überlebte und wurde nach dem Krieg von seiner Großmutter aufgezogen. Als Erwachsener emigrierte Herschel nach Israel. In dieser Veranstaltung berichtet er über sein Leben und seine Lehren aus der Vergangenheit.

14.01.2020
Franz Rosenzweig und sein Stern der Erlösung
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Jüdische Gemeinde
Paul-Spiegel-Platz 1, Düsseldorf

Beginn: 19:00 Uhr

Franz Rosenzweig und sein Stern der Erlösung. Neues Denken in jüdischer Perspektive

Vortrag von Pfr. Dr. Martin Fricke, evang. Vorstand GCJZ

Am 10. Dezember 2019 jährte sich zum 90. Mal der  Todestag Franz Rosenzweigs. Mit seinem Konzept eines „neuen Denkens“, der Gründung des Freien Jüdischen Lehrhauses in Frankfurt und dem Projekt einer „Verdeutschung der Schrift“, das er gemeinsam mit Martin Buber unternahm, ist Rosenzweig ein intellektueller Wegweiser des deutschen Judentums gewesen. Der Vortrag zeichnet seine Lebensstationen nach und führt in Grundzüge seines Denkens ein.

Gemeinsam mit der B´nai B´rith Franz-Rosenzweig-Loge

16.01.2020
Das Purimfest - ein jüdisches Karnevalsfest?
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Beginn: 17:30 Uhr | Eintritt: 7 € für Nichtmitglieder

Das Purimfest - ein jüdisches Karnevalsfest?

Vortrag von Natalie Broich, Pfarrerin

Purim ist ein freudiger Gedenktag in Erinnerung an die Errettung der Juden in Persien. Dabei spielt das Buch Ester, die „Megilat Ester“, eine bedeutende Rolle. An Purim gibt es viele lokal verschiedene Bräuche wie z.B. Kostümierungen. Natalie Broich wird eine kurze Einführung zum Purimfest geben, von ihren persönlichen Eindrücken berichten sowie Texte aus der „Megilat Ester“ zur gemeinsamen Lektüre und Diskussion vorstellen.

 

Gemeinsam mit Evangelischer Stadtakademie und ASG-Bildungsforum

16.01.2020
Vortrag: Die Rolle der Frau im Islam. Fakten und Vorurteile
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 19:30 Uhr

Vortrag: Die Rolle der Frau im Islam. Fakten und Vorurteile

Referentin: Dr. Dina El Omari, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Islamische Theologie der Universität Münster

 

Der Islam ist in aller Munde. und dabei wird die Rolle der Frau besonders diskutiert. Gibt es im Islam Geschlechtergerechtigkeit? Von welchem Islam reden wir dabei?

„Der Islam ist das, was die Muslime daraus machen, und da stellen wir fest, dass Muslime, die in patriarchalischen Strukturen leben, den Islam eher patriarchalisch auslegen. Wenn wir den Koran betrachten, müssen wir seine Aussagen im historischen Kontext verorten. In unserer heutigen Gesellschaft müssen wir nach einer geschlechtergerechten Lesart streben.“ (Dina El Omari)

19.01.2020
Führung und Vortrag
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenar­beit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Synagoge Köln
Roonstraße 50, 50674 Köln

Beginn: 14:00 Uhr | Eintritt 8 €

Anmeldung unter: kontakt@koelnische-gesellschaft.de

Führung und Vortrag in der Synagoge von Miguel Freund

Über synagogale Bauten und die Einflüsse neoromanischer Baukunst

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Die Jüdische Gemeinde Köln ist nachweislich nicht nur die älteste Gemeinde Deutschlands, sondern auch die älteste jüdische Gemeinschaft in Europa nördlich der Alpen. Sie wurde erstmals im Jahre 321 n. Chr. im Dekret Kaiser Konstantins erwähnt und umfasste eine größere Gruppe jüdischer Einwohner.
Das Gemeindehaus in der Roonstraße 50 ist das „Herzstück“ der Synagogen-Gemeinde. Hier befindet sich das religiöse und kulturelle Zentrum, das erstmals am 22. März 1899 eingeweiht wurde. In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannte auch diese Synagoge aus. Erst am 20. September 1959 konnte die kurz zuvor unter baulicher Leitung des Kölner Architekten Helmut Goldschmidt wiederaufgebaute Synagoge eingeweiht werden, um der seit April 1945 wiederbestehenden Gemeinde als Gebets- und Gemeindezentrum zu dienen.

Die Kölnische Gesellschaft bietet in Kooperation mit dem Förderverein Romanische Kirchen die Möglichkeit an, das jüdische Gemeindeleben in Köln kennenzulernen. Bei unserem Besuch wird Herr Miguel Freund, Mitglied der Synagogen-Gemeinde Köln und Gemeinderatsmitglied sowie Stellvertretender Vorsitzender der Kölnischen Gesellschaft, einen Vortrag über die schönsten synagogalen Bauten präsentieren und die 120 Jahre alte Synagoge vorstellen.

 

Die Veranstaltung steht im Kontext unseres Schüler- und Jugendprojektes „Rote Karte gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus“. Die Einnahmen dieser Veranstaltung fließen in dieses Projekt.

Männer benötigen eine Kopfbedeckung. Aufgrund der bedauerlichen Sicherheitsproblematik jüdischer Einrichtungen bitten wir um Verständnis für die notwendigen Einlasskontrollen. Führen Sie bitte einen amtlichen Lichtbildausweis mit sich. Unser Mitgliedsausweis kann die Einlass­kontrolle beschleunigen.

 

Eine Kooperationsveranstaltung der Kölnischen Gesellschaft mit dem Förderverein Romanische Kirchen.


Flyer zur Spendenverdopplungsaktion

20.01.2020
Erinnern gehört zum Wesen des Menschen
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Beginn: 18:00 Uhr

Erinnern gehört zum Wesen des Menschen

Mit Natascha Janovskaja, Düsseldorf

Erinnerung muss lebendig gehalten werden. Vorstandsmitglied Natascha Janovskaja erinnert an Eugenie Brecher sowie George und Sonja Teller, verdiente Mitglieder unserer Gesellschaft, die die CJZ stark geprägt haben, sich für den christlich-jüdischen Dialog engagierten und vielen in guter Erinnerung sind. Besonders würden wir uns freuen, wenn Mitglieder an dem Abend teilnehmen, die Frau Brecher und das Ehepaar Teller kennen.

21.01.2020
Zeitzeugengespräch mit Halina Birenbaum
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 14:00 Uhr

Zeitzeugengespräch mit Halina Birenbaum

Halina Birenbaum wurde am 15. September 1929 als Halina Grynstejn-Balin in Warschau geboren. Sie ist die Tochter des jüdischen Handelsvertreters Jakub Grynstejn und dessen Frau Pola Grynstejn-Balin. Halina war 10 Jahre alt, als der 2. Weltkrieg ausbrach und ihre Leidensgeschichte begann. Sie durchlebte sie im Warschauer Ghetto, in den Konzentrations- und Vernichtungslagern Majdanek und Auschwitz und den Lagern Ravensbrück und Neustadt-Glewe. Bei ihrer Befreiung war sie 15 Jahre alt.
Im Juni 1946 begann die Ausreise nach Palästina. In Herzliya (Partnerstadt von Marl) baute sie sich mit ihrer Familie ein neues Leben auf. Schon 1964 verfasste Halina Birenbaum ihr erstes Buch, die Autobiographie „Die Hoffnung stirbt zuletzt“. Seitdem ist sie unermüdlich in Schulen unterwegs, um über ihre Erfahrungen während des Holocausts zu berichten, was ihr zunächst nicht leicht fiel.

22.01.2020
Jakob Wassermann: Mein Weg als Deutscher und Jude
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Beginn: 18:00 Uhr

Jakob Wassermann: Mein Weg als Deutscher und Jude

Literaturkreis mit Carola Flörsheim und Jutta Müller-Trapet

 

„Es ist vergeblich, für sie zu leben und für sie zu sterben. Sie sagen: er ist ein Jude.“ Dieses radikal anklagende Buch wurde 1921 erstmals veröffentlicht, zwölf Jahre, bevor die Nazis in Deutschland an die Macht kamen und damit begonnen wurde, den Juden Europas das Leben zu nehmen. Jakob Wassermann führt die persönlich erfahrene Bodenlosigkeit einer deutsch-jüdischen Doppelexistenz vor Augen, die Abgründe des Antisemitismus, mit denen sich ein Jude in Deutschland schon in den frühen zwanziger Jahren konfrontiert sah. Der Literaturkreis, geleitet von Carola Flörsheim und Jutta Müller-Trapet, spricht über dieses eindrückliche Zeitdokument.

23.01.2020
abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Landgericht
Werdener Str. 1, Düsseldorf

Beginn: 17:00 Uhr

Ausstellungseröffnung
abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten

Über die Jahre hat der Berliner Sammler Wolfgang Haney fast 1.000 antisemitische Postkarten zusammengetragen, von denen eine Auswahl in der Wanderausstellung „abgestempelt“ dokumentiert ist. Die meisten stammen aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg. Sie sind als historische Quellen zu verstehen, die als Gebrauchsgegenstände einen unmittelbaren Blick in die Welt des Alltags, geprägt durch Vorurteile und Diskriminierungen, ermöglichen. Die Ausstellung will über Motive und Bildsprachen aufklären, damit diskriminierende Etikettierungen erkannt werden können.

Gemeinsam mit ASG-Bildungsforum, Jüdischer Gemeinde und Mahn- und Gedenkstätte

27.01.2020
Tag gegen das Vergessen
BORUSSEUM
Strobelallee 50
44139 Dortmund

Veranstaltungsort:
VIP-Bereich in der Nordtribüne
Zugang über den Nordvorplatz des Stadions

Beginn 20:00 Uhr (Einlass ab 19:30 Uhr) | Eintritt frei

Holocaust-Gedenktag  -  Tag gegen das Vergessen

Mit der Zeitzeugin Halina Birenbaum

Am 27. Januar 2020 findet bereits zum zehnten Mal zum „Tag gegen das Vergessen“ eine Veranstaltung des BORUSSEUM statt.

An diesem Tag wird alljährlich an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Alliierten und an die Millionen Opfer des Naziregimes erinnert. Rund um den Aktionstag im Deutschen Fußball darf das BORUSSEUM am 27. Januar 2020 die Zeitzeugin Halina Birenbaum willkommen heißen.

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Nach einer Begrüßung wird BVB-Schatzmeister Dr. Reinhold Lunow das Wort an Halina Birenbaum übergeben. Halina Birenbaum wurde 1929 in Warschau geboren, ihre Jugend muss sie im Warschauer Ghetto und in den Konzentrationslagern Majdanek, Auschwitz und Ravensbrück verbringen. Als sie 1945 befreit wurde war sie 15 Jahre alt. Sie kehrt nach Warschau zurück und findet dort ihren Bruder, den einzigen Überlebenden ihrer Familie. Der Kontakt zu einer Kibbuzgruppe, die sich auf die Ausreise nach Palästina vorbereitet, führt Halina Birenbaum über einen mehrmonatigen Aufenthalt in Deutschland nach Paris, wo sie zunächst zögert, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen; schließlich emigriert sie 1947 nach Israel.

Mitte der sechziger Jahre erscheint ihr erstes Buch „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ in ihrer Muttersprache polnisch. Das Leben und der Tod in der Besatzungszeit, das Martyrium der polnischen Juden in den Ghettos und in den Konzentrationslagern bilden das Hauptthema von Prosa und Dichtung Halina Birenbaums. 1986 kehrt sie erstmals nach Auschwitz zurück, in den folgenden Jahren werden ihre Besuche in Polen häufiger; als Zeitzeugin arbeitet sie mit den pädagogischen Mitarbeiter/innen in Auschwitz zusammen. Seit einiger Zeit nimmt sie die Aufgabe der Sprecherin des Komitees der Auschwitz-Überlebenden wahr.

Der ersten Reise nach Deutschland 1989 folgen viele weitere, besonders auch an den Schulen in der Partnerstadt Marl, denn ihre Erfahrungen möchte sie besonders an junge Menschen weiterzugeben. Im Mittelpunkt ihrer Erzählungen steht der Überlebenskampf im Warschauer Ghetto und in Auschwitz. Diese Orte nehmen in den Veranstaltungen mit Halina Birenbaum ebenso konkrete Gestalt an, wie die in den Vernichtungslagern ermordeten Angehörigen ihrer Familie.

Am 27.1.2015 hielt Halina Birenbaum als Ehrengast und Sprecherin der Holocaust-Überlebenden eine international viel beachtete und gewürdigte Rede zum 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz auf der großen internationalen Gedenkveranstaltung auf dem ehemaligen Gelände des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau.

Am 19. April 2018 erhielt sie für ihre großen Verdienste zur Versöhnung die Ehrenbürgerschaft der Stadt Warschau.

„Den Opfern ein Gesicht geben“, ist das zentrale Anliegen von Halina Birenbaum. Ihre Berichte, ihre Antworten auf viele Fragen, die – vor allem mit Blick auf die in ihren Unterarm eintätowierte Nummer – nicht einfach zu stellen sind, lassen die Vergangenheit auf eine Weise lebendig erscheinen, wie es nur durch Zeitzeugen möglich ist. Gleichzeitig überzeugt diese kleine energische Frau in ihrem Überlebensmut und ihrem Willen zur Verständigung – übrigens auch im Hinblick auf das Zusammenleben von Israelis und Palästinensern.

Begleitet wird der Abend musikalisch durch Dr. Maik Hester und Peter Sturm. Sie werden Lieder präsentieren, die in Konzentrationslagern und Ghettos entstanden sind.

Der Veranstalter behält sich vor, von seinem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die nazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der nazistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

* Sollte die Besucherkapazität erreicht sein, kann leider kein weiterer Zutritt gewährt werden – in diesem Fall bittet der Veranstalter um Verständnis.

27.01.2020
Internationaler Holocaust-Gedenktag
Auslandsgesellschaft.de e.V.
Steinstraße 48
D-44147 Dortmund


Veranstaltungsort:
Museum für Kunst- und Kulturgeschichte
Hansastraße 3, 44137 Dortmund

Beginn: 18:00 Uhr | Eintritt frei

Internationaler Holocaust-Gedenktag
75 Jahre danach - Der Umgang mit dem Holocaust in der Bundesrepublick

Vortrag: Prof. Dr. Constantin Goschler (Ruhr-Universität Bochum)

Musikalisches Rahmenprogramm: Armine Ghuloyan (Klavier)

Grußwort: Oberbürgermeister Ullrich Sierau

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Es hat mehrere Jahrzehnte gedauert, bis der Holocaust seit den 1990er Jahren zu einem zentralen Bezugspunkt der deutschen historischen Erinnerung wurde. Die Erinnerung an die Ermordung der europäischen Juden stand dabei stets in einem Spannungsfeld zwischen der Erinnerung an die deutschen Opfer des Krieges und der Erinnerung an andere Gruppen von Verfolgten des Nationalsozialismus. In diesem Vortrag werden die Veränderungen dieser Konstellation in den vergangenen 75 Jahren diskutiert. Zugleich geht es auch um die Frage gegenwärtiger Entwicklungen: Was bedeuten das Ableben der letzten Zeitzeugen, die Auswirkungen von Migration und die zunehmende Auseinandersetzung mit den Folgen des deutschen Kolonialismus für den Umgang mit dem Holocaust in der Bundesrepublik?

27.01.2020
DOKUMENTARFILM
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 19:30 Uhr

„Die Köchin des Kommandanten. Zwei Wege nach Auschwitz“

Der Dokumentarfilm erzählt die Lebenswege von Rudolf Höß und Sophie Stippel, die auf der Suche nach innerem Halt unterschiedliche Wege einschlagen – mit tiefgreifenden Auswirkungen.

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Beide kennen sich aus ihrer Jugend in Mannheim und treffen 1942 während des Nazi-Regimes im Konzentrationslager Auschwitz wieder aufeinander, auf gegensätzlichen Seiten: Sophie Stippel ist als Zeugin Jehovas inhaftiert, Rudolf Höß ist der Kommandant dieser Todesfabrik.

Der Film begleitet den Enkel von Sophie Stippel bei der Spurensuche. Aktuelle Aufnahmen werden durch Archivmaterial ergänzt, Experten ordnen die Geschehnisse ein. Die Rekonstruktion der beiden Lebenswege eröffnet einen ungewohnten Zugang zu Alltag und Strukturen des NS-Regimes auf der Täter- wie Opferseite.

29.01.2020
Debatten über Rassismus im deutschen Fußball
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenar­beit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Deutsches Sport & Olympia Museum
Im Zollhafen 1, 50678 Köln

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt frei – Spende erbeten

Vortrag von Dietrich Schulze-Marmeling:
Debatten über Rassismus im deutschen Fußball

In den vergangenen Jahren haben mehrere Debatten über Rassismus im deutschen Fußball stattgefunden, etwa anlässlich der Kritik an Mesut Özil und Ilkay Gündogan im Jahr 2014. Autor Dietrich Schulze-Marmeling gibt ein Überblick über die Debatten und analysiert sie. Hierbei wird er sich auch auf sein 2018 erschienenes Buch “Der Fall Özil – Über ein Foto, Rassismus und das deutsche WM-Aus” beziehen und Schlüsselfragen und Inhalte wieder aufgreifen:  Der Fußball ist politisch!?

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Nach dem frühen WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft waren für viele Kritiker die Schuldigen rasch gefunden: Mesut Özil und Ilkay Gündogan, die sich im Vorfeld der WM mit dem despotischen türkischen Staatspräsidenten Erdogan hatten ablichten lassen, wurden erst zum Sündenbock abgestempelt, dann zur Zielscheibe übelster Beschimpfungen.

Schulze-Marmeling analysiert in seinem aktuellen Buch das sportliche Scheitern der Nationalelf, die Politik des DFB in der Foto-Affäre sowie die Frage, wie aus einer berechtigten Kritik eine rassistische Kampagne wurde. Link zum Buch

Kooperationsveranstaltung mit dem Deutschen Sport & Olympia Museum. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Spendenverdopplungsaktion mit der Bethe-Stiftung für das Projekt “Rote Karte gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus” statt.

30.01.2020
Der Exodus der Juden aus der arabischen Welt
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Jüdische Gemeinde
Paul-Spiegel-Platz 1, Düsseldorf

Beginn: 19:00 Uhr

Der Exodus der Juden aus der arabischen Welt

Vortrag von Dr. Stephan Grigat, Wien

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Würde es mit rechten Dingen zugehen, wäre bei jeder Diskussion über den Konflikt Israels mit seinen arabischen Nachbarn stets auch von der Flucht und Vertreibung nahezu aller Juden aus der arabischen Welt die Rede, die außerhalb Israels kaum im Bewusstsein ist. Der Vortrag wird die Situation der Juden in den arabischen Gesellschaften skizzieren, die Flucht von etwa 900.000 Juden aus den arabischen Ländern in Erinnerung rufen, die Bedeutung der arabisch-jüdischen Flüchtlinge für Israel thematisieren und der Frage nachgehen, warum das Schicksal der jüdischen Flüchtlinge aus den arabischen Ländern bisher kaum thematisiert wurde.

Gemeinsam mit Jüdischer Gemeinde und DIG

02.02.2020
EXKURSION - „Gerettet – auf Zeit."
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 14:00 Uhr

Führung durch die Ausstellung „Gerettet – auf Zeit. Kindertransporte nach Belgien“ in Köln

Eigene Anreise nach Köln-Deutz (LVR-Gebäude, Kennedyufer 2) –
Anmeldung bis 24.1.2020 unter 02362 45279 oder info@jmw-dorsten.de erforderlich.

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Aus dem Deutschen Reich konnten 1938 und 1939 etwa tausend jüdische Kinder der Ausgrenzung und Verfolgung nach Belgien entkommen: In 17 Kindertransporten werden sie in Sicherheit gebracht – eine nur vorläufige Sicherheit, wie sich nach der deutschen Besetzung Belgiens im Mai 1940 herausstellt. Eine Ausstellung des Lernorts „Jawne“ stellt nun diese nahezu unbekannten Rettungsgeschichten und die außergewöhnlichen Lebenswege der geretteten Jungen und Mädchen vor. Nicht zuletzt thematisiert sie die große Hilfsbereitschaft der belgischen Bevölkerung. Im Anschluss an die Führung besteht die Gelegenheit, an der Finissage der Ausstellung mit Zeitzeug*innen teilzunehmen.

02.02.2020
Lieder aus der Seele und biblische Geschichten aus dem Herzen
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Jüdische Gemeinde
Paul-Spiegel-Platz 1, Düsseldorf

Beginn: 16:00 Uhr | Eintritt frei

Lieder aus der Seele und biblische Geschichten aus dem Herzen

Mit Elija Avital, Berlin

Elija Avital singt auf Hebräisch zeitgenössische israelische Chansons und Balladen, begleitet von seinem Akkordeon und seiner Trommel. Diese stellt er inhaltlich und musikalisch in Beziehung zu kurzen Geschichten aus der Hebräischen Bibel. Es geht um Themen wie Liebe und Angst, Enttäuschung und Hoffnung, Lebenskampf und Lebensfreude, Freundschaft, Feindschaft und Versöhnung.

Gemeinsam mit der B´nai B´rith Franz-Rosenzweig-Logo

04.02.2020
Die Erben der Arisierung
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Verasnstaltungsort:
Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
Steinstraße 50, 44147 Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt frei

Die Erben der Arisierung

Vom Umgang heutiger Eigentümer mittelständischer Familienunternehmen mit der NS-Vergangenheit ihrer Firmen und Familien.

Vortrag: Armin H. Flesch (Autor)

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Zum Erinnern an die Zeit des Nationalsozialismus gehört auch ein wenig beachtetes, aber bis heute wirksames Ereignis: Die "Arisierung" genannte Enteignung der deutschen und europäischen Juden.

100 Jahre Familientradition? Den Anfang machte eine E-Mail vom 20. Juni 2014, Adressat war der Frankfurter Journalist Armin H. Flesch. Geschrieben hatte ihm der Enkel eines jüdischen Unternehmers, dessen Firma Mitte der Dreißigerjahre arisiert worden war. 80 Jahre später behaupteten die Nachkommen des einstigen Ariseurs wahrheitswidrig, ihr Unternehmen blicke auf "100 Jahre Familientradition" zurück. Die Suche nach alten Unterlagen führte zu weiteren, teils spektakulären Arisierungsfällen wie jenem der Lahnsteiner Fabrik und heutigen Firmenzentrale eines großen mittelständischen Chemieunternehmens. Wie verhalten sich die heutigen Eigentümer? Recherchen in vielen in - und ausländischen Archiven sowie zahlreiche Interviews mit Nachkommen von Opfern und Tätern der Arisierung lösten eine Beschäftigung des Journalisten mit dem Thema aus, die bis heute fortdauert. Der Autor und Freie Journalist Armin H. Flesch (Frankfurt am Main) arbeitet derzeit an einem Buch und hält bundesweit Vorträge zum Thema.

In Kooperation: Auslandsgesellschaft.de e.V., VHS Dortmund, Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V., Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

04.02.2020
Wie neutral darf Schule sein?
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 19:30 Uhr

Wie neutral darf Schule sein? Das Neutralitätsgebot in der Bildung

Vortrag von Dr. Hendrik Cremer (Berlin)

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Wahlen oder kontroverse politische Debatten sind ein willkommener Anlass, politische Positionen auch in der Schule zu erörtern. Aktuell werden jedoch viele Lehrer*innen verunsichert, was die Behandlung von Parteien und politischen Standpunkten betrifft. Beigetragen hat dazu das AfD-Meldeportal „Neutrale Schule“. Hier werden Schüler*innen und Eltern aufgefordert, Fälle von „politischer Indoktrination“ von Lehrer*innen zu melden. Wie sehr können sich die Lehrkräfte positionieren, ohne das Neutralitätsgebot zu verletzen? Sollten sie neutral zu sein gegenüber rassistischen und rechtsextremen Positionen?
Dr. Hendrik Cremer ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Menschenrechte, und hat vor wenigen Monaten eine viel beachtete Analyse zum Veranstaltungsthema vorgelegt.

In Zusammenarbeit mit „Dorsten gegen Rechts“ und der Projektgruppe „Brückenschlag. Gemeinsam in Dorsten als Juden, Christen und Muslime“.

06.02.2020
Joseph Roth: Juden auf Wanderschaft
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

19:00 bis 21:00 Uhr | Eintritt frei

Joseph Roth: Juden auf Wanderschaft

Gelesen von Stephan Schäfer (Köln)

Joseph Roth (1894-1939) erlangte mit den Romanen „Hiob“ und „Radetzkymarsch“ Weltruhm. Doch viele seiner Zeitgenossen kannten ihn zunächst vor allem als Journalisten: Seine glänzend geschriebenen Reportagen, Essays und Feuilletons funkeln vor hellsichtiger Wahrnehmungskraft und leidenschaftlicher Subjektivität.

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In seinem 1927 erschienenen Essay „Juden auf Wanderschaft“ schuf Roth, selbst ein galizischer Jude, ein brillantes Zeitdokument von unschätzbarem Wert. Es erzählt vom Leben und von der Kultur des Ostjuden in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, von ihrer erzwungenen Wanderschaft und ihrer Situation in den neuen Heimatorten.

Das Kapitel „Das jüdische Städtchen“ kann als dabei Grundlage zum Verständnis seiner Romane gelten und bildet hier den Ausgangspunkt seiner Reflexionen über die nach Russland, Berlin, Wien, Paris und New York ausgewanderten galizischen Juden. Ihr Lebensgefühl, dass „nichts in dieser Welt beständig ist, auch die Heimat nicht“ zieht sich bei Joseph Roth, der 1933 ins Exil ging, als zentrales Thema durch Leben und Werk.

Stephan Schäferstudierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover sowie an der Bremer Hochschule für Künste. Zur Vermittlung von klassischen Konzerten und Lesungen gründete er 2001 das “Kölner Künstler-Sekretariat”. Seither wurden von ihm über 500 Veranstaltungen moderiert. Seit 2006 ergänzt Stephan Schäfer diese Tätigkeit durch Lesungen. Neben Autorenportraits gilt hier seine besondere Leidenschaft historischen und zeitgenössischen Reisebeschreibungen. Mit Schwerpunkten auf Ländern, Städten und Regionen gastiert Stephan Schäfer bundesweit für Literaturgesellschaften und Reiseveranstalter, in Bibliotheken, Buchhandlungen und Museen. Themen- Lesungen, speziell für die jeweilige Lokalität konzipiert, führen ihn an für Lesungen eher untypische Orte wie Bahnhöfe, Hotels oder Kaffeeröstereien. Im fruchtbaren Dialog von Texten und Tönen schließlich rundet die Zusammenarbeit mit ausgewählten Musikern das vielseitige Programmangebot ab. Internet: www.lesen-ist-reisen.de

06.02.2020
Das Pessachfest - ein jüdisches Befreiungsfest
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Beginn: 17:30 Uhr | Eintritt: 7 € für Nichtmitglieder

Das Pessachfest - ein jüdisches Befreiungsfest

Vortrag von Natalie Broich, Pfarrerin

Das Pessachfest ist im jüdischen Kalender das erste der drei Wallfahrtsfeste, auch Fest der ungesäuerten Brote (Mazzot) genannt. Es erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten. Noch heute wird im Gedenken an dieses Ereignis in vielen jüdischen Familien nur Ungesäuertes gegessen, weil der plötzliche Aufbruch aus Ägypten es nicht gestattete, den Brotteig vor dem Backen säuern zu lassen. Pfarrerin Natalie Broich wird eine kurze Einführung in das Pessachfest geben, von ihren persönlichen Eindrücken eines „Sedermahles“ berichten sowie einige Teile der Pessach-Hagada zur gemeinsamen Lektüre auswählen.

Gemeinsam mit Evangelischer Stadtakademie und ASG-Bildungsforum

 

06.02.2020
„Songs of Life“
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Veranstaltungsort:
„Altes Rathaus“
Markt 1, Dorsten

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt frei

„Songs of Life“ – Barbara Seppi singt Jazz, jiddische Lieder und Chansons mit Klavierbegleitung

Nach über zwanzig Jahren Chorerfahrung in Rom und Dorsten wagt sich Barbara Seppi an ein Solo-Konzert. Das Programm ist eine Zeitreise, aber versteht sich nicht als schwelgerisches Zurückblicken auf die eigene Jugend, sondern als politisches Engagement, als musikalisches Eintreten für eine bessere Welt. Ermutigt durch verschiedene Workshops im Bereich Jazz und beim „Yiddish Summer Weimar“. Ein Konzert mit Klavierbegleitung.

Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten, diese fließen in Schülerstipendien zum Workshop „Jiddisches Lied“ im Jüdischen Museum (28.6.-2.7.2020).

07.02.2020
„Bildungsarbeit gegen Antisemitismus“
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenar­beit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Dreikönigsgymnasium
Escher Str. 245 – 247, 50739 Köln

Beginn: 14:00 Uhr | Eintritt frei

Buchvorstellung und Fortbildung zum Thema „Bildungsarbeit gegen Antisemitismus“

Antisemitismus ist Teil der deutschen Geschichte, aber auch der deutschen Gegenwart. Insbesondere an Schulen kommt es immer wieder zu antisemitischen Beschimpfungen oder gar Übergriffen. Lehrkräfte sehen sich daher mit der Frage konfrontiert, wie sie mit dem Thema umgehen sollen.

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Die Kölnische Gesellschaft und die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus (ibs) im NS-Dokumentationszentrum haben ein Buch herausgegeben das dabei hilft, verschiedene antisemitische Phänomene zu erkennen und einzuordnen. „Bildungsarbeit gegen Antisemitismus. Grundlagen, Methoden und Übungen“, erschienen im Wochenschau Verlag, bietet neben einführenden Texten auch zahlreiche Methoden für den Einsatz in der schulischen Bildungsarbeit. Das Team der Kölnischen Gesellschaft und der ibs zeigen Möglichkeiten auf, Antisemitismus im Unterricht zu thematisieren und bieten Hilfestellungen beim Umgang mit Antisemitismus in der Schule.

Alexandra Kurth von der Universität Gießen wird den Eingangsvortrag halten. Sie hat zusammen mit Samuel Salzborn im Januar ein Gutachten zu Antisemitismus in der Schule veröffentlicht.

Anmeldung bis zum 15.01.2020 unter: info@dkg-koeln.de oder 0221 9174050

Die Veranstaltung findet im Raum A020 statt.

12.02.2020
Von Tu Bischwat bis Chanukka
Auslandsgesellschaft.de e.V.
Steinstraße 48
D-44147 Dortmund


Veranstaltungsort:
Jüdische Kultusgemeinde
Prinz-Friedrich-Karl-Straße 9, 44135 Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt frei

Von Tu Bischwat bis Chanukka. Eine Reise durch das Jüdische Jahr.

Vortrag: Rabbiner Baruch Babaev

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Warum ist das jüdische Neujahrsfest im Herbst? Warum werden Mazzen beim Pessachfest gegessen? Der Gemeinderabbiner der Jüdischen Kultusgemeinde Groß-Dortmund Rabbiner Baruch Babaev nimmt uns mit auf eine bewegende Reise durch die Etappen des jüdischen Jahres. Dabei nimmt er Bezug auf die Besonderheiten und Geschichte des Judentums und des Volkes Israel.

Bitte haben Sie Verständnis, dass die Jüdische Kultusgemeinde besondere Sicherheitsmaßnahmen durchführen muss. Dazu bitte den Personalausweis mitbringen.

In Kooperation: Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V., VHS Dortmund, Schulreferat des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund und Evangelische Akademie, Auslandsgesellschaft.de e.V.

13.02.2020
Der Jude Jesus und die Zukunft des Christentums. Zum Riss zwischen Dogma und Bibel
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt: 7 € für Nichtmitglieder

Der Jude Jesus und die Zukunft des Christentums. Zum Riss zwischen Dogma und Bibel

Buchvorstellung mit Dr. Norbert Reck, München

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Stirbt das Christentum in Westeuropa? Während auf der Südhalbkugel die Zahl der Christen zunimmt, verlieren die Kirchen im Norden zu Hunderttausenden ihre Mitglieder und werden oft nur noch als Folkloreveranstalter für Hochzeiten und Beerdigungen wahrgenommen. Norbert Reck glaubt nicht, dass die verschiedenen Reformversuche – so berechtigt sie im Einzelnen sein mögen – etwas an der Lage ändern werden. In seinen Augen liegt die Ursache des Problems nicht im Marketing, sondern in der christlichen Theologie: bei ihrem verschreckten Zurückweichen vor den Herausforderungen der Moderne und bei fatalen Abgrenzungen vom Judentum Jesu. Eine grundlegende Transformation wird nötig sein, damit die Risse zwischen Erfahrung und Theologie, Bibelwissenschaft und Dogmatik, Glauben und Leben geheilt werden können.

Gemeinsam mit Evangelischer Stadtakademie

18.02.2020
Gandhi, Buber und die Verfolgung der Juden - ein pazifistisches Dilemma
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Beginn: 18:00 Uhr

Gandhi, Buber und die Verfolgung der Juden - ein pazifistisches Dilemma

Vortrag von Simone Pöpl, Düsseldorf

Auf Drängen seiner jüdischen Freunde veröffentlichte Mahatma Gandhi 1938 nach dem Novemberpogrom seine Stellungnahme zum Zionismus. Darin bestritt er das Recht der Juden, in Palästina zu siedeln und hielt an seiner Überzeugung fest, dass auch im Angesicht des nationalsozialistischen Terrors gewaltloser Widerstand die moralisch gebotene Option sei. In einem offenen Brief versuchte unter anderem Martin Buber auf Gandhi einzuwirken. Die Referentin wird die Hintergründe für Gandhis Positionierung beleuchten und diskutiert die Frage, wo Gewaltlosigkeit und Pazifismus an ihre Grenzen stoßen.

11.03.2020
Das Echo deiner Frage
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Verasnstaltungsort:
Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
Steinstraße 50, 44147 Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt frei

Das Echo deiner Frage. Dora und Walter Benjamin. Biographie einer Beziehung

Lesung mit Dr. Eva Weissweiler (Autorin)

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Eine spannende Paarbiographie - im Mittelpunkt eine Frau, deren bewegtes Leben auch heute noch bemerkenswert ist. Sie schrieb genauso fundiert über Giftgas wie über die Diskriminierung der Frauen oder Musik im Stummfilm. Und das zu einer Zeit, in der der Holocaust nicht mehr als eine Ahnung war und Männer alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens zu dominieren schienen. Dora Benjamin war einmalig, auch wenn ihr Genie stets von dem ihres Ehemanns Walter Benjamin verdeckt blieb. Trotz ihrer ungewöhnlichen Selbstständigkeit und seiner zahllosen Affären blieben die beiden Zeit ihres Lebens eng verbunden.

"Das Echo deiner Frage" thematisiert erstmals ausführlich die dramatische Beziehung des Paares, zweier Menschen, die aufgrund ihrer Unangepasstheit und ihrer jüdischen Wurzeln stets heimatlos blieben, damit jedoch höchst unterschiedlich umgingen.

In Kooperation: Auslandsgesellschaft.de e.V., Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V., VHS Dortmund, Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund

15.03.2020
EXKURSION - »L`Chaim!«- Auf das Leben!
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

13:00 bis 19:00 Uhr

»L`Chaim!«- Auf das Leben!

Jüdisch in Westfalen - Ein Besuch des Jüdischen Museums Westfalen in Dorsten

Verbindliche Anmeldung bis zum 1.3.2020 über die VHS Dortmund erforderlich: Veranstaltung 201-51006 Treffpunkt: siehe Kursinfo, 19:00 Euro (inklusive Busfahrt, Eintritt und Führung)

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Das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten hat eine ganz neue Gestaltung erhalten und beherbergt seit Dezember 2018 eine neue Dauerausstellung mit dem Titel "L`Chaim!«- Auf das Leben!", die zum Mitmachen anregt. Diese zeigt verschiedene Aspekte der jüdischen Religion und westfälisch-jüdischen Geschichte. Die Besucher*innen können die vielfältige Geschichte und die Traditionen des Judentums selbst aktiv entdecken. In 16 Lebenswegen aus Westfalen wird die vielfältige jüdische Geschichte unserer Region anhand einer digitalen Beamerprojektion dargestellt. Spannende Exponate erzählen darüber hinaus immer wieder Lebens- und Familiengeschichten, z. B. über Bergleute, Fußballer und Computer-Pionierinnen. Auch die unterschiedlich motivierte jüdische Migration durch die Jahrhunderte ist ein Thema in der Dauerausstellung und spannt einen Bogen in die Gegenwart.

In Kooperation: Auslandsgesellschaft.de e.V., Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V., VHS Dortmund, Schulreferat des Ev. Kirchenkreises Dortmund

26.03.2020
New York als jüdische Metropole
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

17:00 bis 19:00 Uhr | Eintritt frei

New York als jüdische Metropole

Vortrag von Susanne Borofsky, Düsseldorf

n New York lebt die größte jüdische Gemeinschaft in einer Stadt weltweit. Im Bundesstaat New York schätzt man die Zahl der Juden auf zwei Millionen Menschen.

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Schon im 17. Jahrhundert kamen die ersten jüdischen Familien nach „New Amsterdam“, wie es damals hieß. 1840- 1880 wanderten vor allem deutschsprachige Juden zu, nach 1880 viele osteuropäische Juden. In den U.S.A. wohnten in den 1920er Jahren vier Millionen Juden, heute sind es an die sechs Millionen. Viele dieser jüdischen Familien waren sehr arm und mussten sich in Sweatshops mit Schneidern emporarbeiten. Sie finanzierten ihren Kindern eine gute Ausbildung. Dadurch stiegen diese sozial auf und waren in vielen gesellschaftlichen Bereichen vertreten.

Die amerikanischen Juden sind nach dem alten deutsch-jüdischen Muster reformerisch, konservativ und orthodox organisiert. Reformer und Konservative bilden die grosse Mehrheit der in Synagogengemeinden organisierten Juden. Die Hälfte der jüdischen Bevölkerung ist allerdings nicht Mitglied in einer Religionsgemeinde.

Seit den 1970er Jahren entwickelte sich eine intensive Debatte über die Stellung der Frau im Judentum, die in der Gleichstellung als Rabbinerinnen und Kantorinnen endete und Vorbild für viele jüdische Gemeinschaften ist.

Während es in den 1940er Jahren noch „Judenquoten“ an amerikanischen Universitäten gab, konnte sich die jüdische Gemeinschaft in den 1950er und 1960er Jahren immer mehr integrieren.

Die jüdische Präsenz in New York ist unübersehbar. Ein Fünftel der Einwohner Manhattans ist jüdisch. In vielen Bereichen der Kultur und an Universitäten sind Juden präsent. Im Unterhaltungsfilm sind jüdische Themen normal, man denke an Steven Spielberg, die Coen Brothers und Jeffrey J. Abrams. Mit Michael Bloomberg hatte New York 2001-2013 einen jüdischen Bürgermeister. An der Columbia University ist ein Fünftel der Studenten jüdisch. Allerdings ist die jüdische Gruppe überaltert, hat weniger Kinder und verliert Personen durch interreligiöse Ehen, da deren Nachkommen zu zwei Dritteln nicht mehr jüdisch erzogen werden.

Jüdisches Leben in New York war bis vor kurzem normal und selbstverständlich. In letzter Zeit mehren sich Angriffe afroamerikanischer Jugendlicher auf ultraorthodoxe Juden und nach den Attentaten auf Synagogen in Pittsburgh und anderen Orten ist Verunsicherung eingetreten. Hat sich das Klima für Juden in den USA definitiv verändert?

Susan Borofsky ist in den USA aufgewachsen, studierte Gesang und Schauspiel an der Universität Michigan und der Southern California University. Sie schloss mit einem Master of Fine Arts ab und sang am Broadway sowie an der New York City Opera. In einer liberalen jüdischen Gemeinde wirkte sie als Religionslehrerin und studierte Kantorin. 2006 zog sie mit ihrem Mann nach Deutschland und arbeitete an der Internationalen Schule Düsseldorf. Sie gestaltet in den Jüdischen Gemeinden Düsseldorf und Duisburg liberale egalitäre Gottesdienste

26.05.2020
Jüdisch-arabische Zusammenarbeit in Israel am Beispiel von Givat Haviva
Auslandsgesellschaft.de e.V.
Steinstraße 48
D-44147 Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt frei

Jüdisch-arabische Zusammenarbeit in Israel am Beispiel von Givat Haviva -

Das jüdisch-arabische Zentrum für den Frieden

Vortrag: Torsten Reibold

Der Referent ist Repräsentant Europa von Givat Haviva - The Center for a Shared Society

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Auf Grund bestehender sozialer Ungleichheiten zwischen der arabischen und jüdischen Bevölkerung in Israel und zur Förderung von Toleranz und Koexistenz hat Givat Haviva 1963 das jüdisch-arabische Zentrum für Frieden gegründet. Ein gemeinsames Kennenlernen und Miteinander insbesondere von Jugendlichen steht hier im Mittelpunkt. Als Spiegel dieses Gedankens sind auch alle Arbeitsplätze paritätisch jüdisch und arabisch besetzt. Auch mit Menschen und Organisationen in den palästinensischen Gebieten wird zusammengearbeitet. Dieses Zentrum erhielt 2001 den Friedenspreis der UNESCO.

In Kooperation: Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V., VHS Dortmund, evangelische Kirche von Westfalen

In Kooperation mit