Veranstaltungen

21.03.2019
"Tischgespräche"
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt 10€
Einlass ab 18:30 Uhr

"Tischgespräche" – Hitlers Monologe über Gott und die Welt

Mit dem Darsteller Andreas Breiing

 

Martin Bormann, Leiter der Parteikanzlei der NSDAP und Privatsekretär Hitlers, ließ zwischen Mitte 1941 und Anfang 1944 die Unterhaltungen bei Tisch in der „Wolfsschanze“ mitstenografieren. Die Notizen haben bei der Familie Bormann das Kriegsende überstanden und wurden später in zwei Bänden veröffentlicht.

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Besonderheit der Aufführung in der Villa ten Hompel ist der generationenübergreifende Dialog, der Mythen, Lügen, Legenden und Vorurteile zu demaskieren hilft. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit dem Darsteller und einem Mitarbeiter der Villa ten Hompel.

Aufgrund nur begrenzt möglicher Teilnehmendenzahl wird vorab um eine Reservierung im Sekretariat der Villa ten Hompel unter 02 51/4 92-71 01 oder tenhomp@stadt-muenster.de gebeten.

21.03.2019
Jüdische Geschichte als Teil der deutschen Geschichte?
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt frei

Jüdische Geschichte als Teil der deutschen Geschichte?

Das Beispiel Breslau und Schlesien in der Weimarer Zeit

Dr. Vasco Kretschmann, Oberschlesisches Landesmuseum, Ratingen

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Die deutschen Juden mussten einen langen und hartnäckigen Kampf führen, um als Teil der deutschen Gesellschaft und damit auch der deutschen Geschichte angeschaut zu werden. Bei historischen Ausstellungen oder der Präsentation in Museen stellten sich grundlegende Fragen. Vasco Kretschmann vom Oberschlesischen Landesmuseum in Ratingen diskutiert dies am Beispiel von Breslau und Schlesien.

21.03.2019
Antisemitismus heute
Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Hansastr. 3
44137 Dortmund

Beginn: 18:30 Uhr | Eintritt frei

Aus dem Rahmenprogramm zur Ausstellung „Die IG Farben und das KZ Buna-Monowitz in Auschwitz“ im MKK

Antisemitismus heute

Vortrag von Prof. Dr. Samuel Salzborn

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Seit den islamistischen Terroranschlägen von 9/11 ist weltweit eine Ausweitung und Radikalisierung von Antisemitismus festzustellen – jenseits alter Abgrenzungen zwischen den politischen Spektren. Antisemitismus ist zur globalen Integrationsideologie von Islamisten, Neonazis, Globalisierungsfeinden und Antiimperialisten geworden. Deren Hauptfeindbild heute: Israel.

 

Samuel Salzborn analysiert diese Entwicklung, ihre historischen und theoretischen Hintergründe und die wesentlichen Entwicklungen im aktuellen Antisemitismus.

 

Prof. Dr. Samuel Salzborn ist Gastprofessor am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. Kürzlich erschien sein Buch "Globaler Antisemitismus. Eine Spurensuche in den Abgründen der Moderne."

21.03.2019
FORTBILDUNG - „Und im Fenster der Himmel“.
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

12:00 bis 16:30 Uhr | Kosten: 15,00 €

„Und im Fenster der Himmel“.
Die Überlebensgeschichte der Johanna Reiss und die Spurensuche in Winterswijk

Referenten: Sixtina Harris, Jörg Schürmann, Norbert Verwohlt u.a.
Leitung: Gerda E.H. Koch, Vorstand GEE und GCJZ

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Mit Johanna Reiss wird uns das Schicksal eines jüdischen Kindes während der NS-Zeit im Grenzgebiet zwischen den Niederlanden und Deutschland nahe gebracht. Sie gehört zu den wenigen Kindern, die in Verstecken überleben konnten. Johanna Reiss hat ihr Leben während der NS-Zeit aufgeschrieben. Das Jugendbuch „Und im Fenster der Himmel“ eignet sich in besonderer Weise für den Einsatz im Unterricht (Ganzschrift).


Zur Auseinandersetzung mit dem Jugendbuch werden ausführliche, erprobte Unterrichtsmaterialien sowie ein vor wenigen Monaten neu produzierter Film vorgestellt.


Außerdem werden Anregungen für einen Besuch in Winterswijk gegeben. Erfahrungen von, die sich bereits auf Spurensuche nach Johanna Reiss in Winterswijk begeben haben, werden als Beispiele aus der Praxis für die Praxis eingebracht.

In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kreis Recklinghausen e.V. und der Stichting Vrienden van Kolle Kaal

22.03.2019
Bejt Haknesset
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Jüdische Kultusgemeinde
Prinz-Friedrich-Karl-Str. 9, Dortmund

Beginn: 16:30 bis 19:30 Uhr

Aus Anlass Woche/n der  Brüderlichkeit im März 2019
"Mensch, wo bist Du? - Gemeinsam gegen Judenfeindschaft"

Synagogenführung mit Arie Mozes und anschließender Teilnahme am Schabbatgottesdienst

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Die Synagoge ist ein „Bejt Haknesset“ – ein „Haus der Versammlung“. Hier wird gemeinsam gebetet, die Thora gelernt und besprochen. Der Kantor der Jüdischen Kultusgemeinde Groß-Dortmund, Arie Mozes, führt durch die Synagoge. Jüdische Feste werden u.a. vorgestellt und Fragen zur Situation der Gemeinde beantwortet. Eine kurze Einführung in den Schabbatgottesdienst (Beginn ab 18 Uhr) wird gegeben. Die Teilnehmer/innen sind nach dem Gottesdienst herzlich zum geselligen Beisammensein mit einem kleinen Imbiss während des Kiddusch eingeladen.

 

Leitung: Ina Annette Bierbrodt, Schulreferentin
Max. 30 Personen – für alle Interessierte offen.
Anmeldung über: www.schulreferat.de (Startseite/Fortbildungen)

 

Bitte bringen Sie einen Personalausweis mit, da alle Besucher der Jüdischen Gemeinde aus Sicherheitsgründen registriert werden.

 

Veranstalter: GCJZ, Schulreferat des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund

23.03.2019
„Purim“-Werkstatt für Familien
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 15:00 Uhr

„Purim“-Werkstatt für Familien

Für Kinder ab 8 Jahren

 

Im Rahmen des interkulturellen Kalenders der Stadt Dorsten könnt ihr heute alles über das Fest „Purim“ lernen. Wir backen Hamantaschen, basteln Memorys und Masken. Außerdem gibt es Kinderschminken und kleine Geschenke.

 

Im Rahmen des Interkultureller Kalender 2019 der Stadt Dorsten.

24.03.2019
„Geschichte – Gewalt – Gewissen“
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Öffentliche Führungen

Am letzten Sonntag im Monat, jeweils 15 Uhr

Nächste Führungen am 24. März 2019 | 31.März 2019 | 28. April 2019 | 26. Mai 2019 | 30. Juni 2019

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an der neuen Dauerausstellung "Geschichte – Gewalt – Gewissen" mitgearbeitet haben, führen durch die Ausstellung. 

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Diese erzählt in Anlehnung an die Hausgeschichte von den Verbrechen der Ordnungspolizei im Zweiten Weltkrieg und Versuchen der Aufarbeitung in der Nachkriegszeit: Thematisiert werden die enorme Dimension der Beteiligung der uniformierten Polizei am Zweiten Weltkrieg und an den Genoziden gegenüber Juden sowie Sinti und Roma, die öffentliche und personelle Entnazifizierung und Kontinuitäten nach 1945, die juristische Aufarbeitung des NS-Unrechts sowie der bürokratische Versuch einer „Wiedergutmachung“ der Bundesrepublik gegenüber ehemals Verfolgten.

Der Eintritt ist frei - Spenden erwünscht, Dauer ca. 1 Stunde

25.03.2019
Jüdische Lebenswelten in Deutschland heute
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Elly-Heuss-Knapp-Schule
Siegburger Str. 137-139, Düsseldorf

Beginn: 11:00 Uhr

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG

Jüdische Lebenswelten in Deutschland heute

Ausstellung im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Rhein-Ruhr 2019

 

Die Ausstellung wird eröffnet mit Grußworten, Musik der Schulband und Köstlichkeiten kosher style.

 

Ausstellungsdauer 25.3. - 11.4.2019, geöffnet: Mo -Fr von 9 - 16 Uhr

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Die von der Zeitbild-Stiftung konzipierte Ausstellung beleuchtet Fragen zu jüdischem Leben und Judentum in Deutschland. Die Ausstellung zeigt Jugendlichen anhand von Portraittafeln junger Jüdinnen und Juden anschaulich die Vielfalt jüdischer Biografien im 21. Jahrhundert. Die fast 2000-jährige Geschichte der Juden in Deutschland macht deutlich, dass sich die deutsch-jüdische Geschichte nicht auf den Holocaust beschränkt und jüdische Bürger und Bürgerinnen die deutsche Gesellschaft mitprägten und bis heute prägen.

Gemeinsam mit der Elly-Heuss-Knapp-Schule, Düsseldorfer Appell/Respekt und Mut u. dem Projekt „Demokratie -Lernen"

27.03.2019
Mittwochsgespräch
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt frei

War Opa 1918/19 revolutionär?

Veteranen und Zeitzeugen in Wissenschaft und Unterricht in beiden Deutschlands

Vortrag Prof. Dr. Alfons Kenkmann (Leipzig/Münster)

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Die Revolutionsjahre 1918/19 in deutsch-deutscher Perspektive

Der Vortrag geht den - auch visuellen - Spuren individueller Er-innerungsarbeit zu den Revolutionsjahren von 1918/19 in der DDR und der Bundesrepublik nach. Während in Ostdeutschland der Arbeiterveteran für die Traditionsbildung des Staates schon in den 1950er Jahren unverzichtbar war, erfuhr Zeitzeugenschaft in Westdeutschland erst in den 1970er Jahren dank der Unterstützung von Schülerinnen und Schülern und Barfußhistorikern eine breitere öff entliche Anerkennung.

 

Der Blick auf beider Erfahrungsgeschchte(n) entfaltet ein bisher nicht beachtetes Kapitel einer asynchronen deutsch-deutschen Verfl echtungsgeschichte.

 

Prof . Dr. Alfons Kenkmann war Gründungsdirektor des Geschichtsortes Villa ten Hompel Münster und ist Professor für Didaktik der Geschichte an der Universität Leipzig und Vorsitzender des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten in Nordrhein-Westfalen.

 

In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Münster e.V., Gegen Vergessen – Für Demokratie Regionalgruppe Münsterland e.V., der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V. und dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte

28.03.2019
Die israelische Demokratie und der Nahostkonflikt
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Reinoldinum
Schwanenwall 34, Dortmund

09.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Aus Anlass Woche/n der  Brüderlichkeit im März 2019
"Mensch, wo bist Du? - Gemeinsam gegen Judenfeindschaft"

Die israelische Demokratie und der Nahostkonflikt

Tagesseminar mit Jörg Rensmann / Michael Spaney, Mideast Freedom Forum Berlin

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Es ist dieser Tage so wichtig wie nie, sich im Themenkomplex Israel und Nahostkonflikt gründlich auszukennen, um Zerrbildern und Vorurteilen entgegentreten zu können. Der Staat Israel wird in seiner Souveränität mit anderen Kriterien gemessen als andere Staaten. Dabei werden Fakten übersehen und Stimmungen vermittelt, die oftmals nicht mit der Realität übereinstimmen.

 

Bislang gibt es kaum Bildungsangebote, die sich schwerpunktmäßig mit dem Antisemitismus beschäftigen, der sich am Staat Israel entzündet. Das Mideast Freedom Forum Berlin bietet Multiplikator/innen aus Bildungseinrichtungen, Verbänden, Gewerkschaften, Parteien und Religionsgemeinschaften an, im Rahmen eines Workshops israelfeindliche und antisemitische Vorurteile und Ressentiments faktenbasiert anzugehen.

 

Der Fokus dieses Seminars liegt darauf, Israel als demokratischen Staat vorzustellen und die Geschichte des Zionismus näher kennenzulernen. In diesem Kontext wird auf den Konflikt mit der palästinensischen Führung und den arabischen Staaten eingegangen und dessen wichtigste Stationen (Unabhängigkeitskrieg, Sechstagekrieg, Friedensschluss mit Ägypten, Osloer Friedensprozess etc.) beleuchtet. Ziel des Seminars ist es, eine politische Analyse auf Faktenbasis zu erarbeiten, um die gängigen medialen und politischen Urteile zu Israel und zum Nahostkonflikt zu reflektieren.

 

Leitung: Ina Annette Bierbrodt, Schulreferentin
Teilnehmerzahl: 12 – 20 Personen
Zielgruppe: Pädagog/inn/en,  Multiplikatoren in der Bildungsarbeit u. Interessierte.

 

Anmeldung über das Schulreferat bis zum 21. März 2019: www.schulreferat.de (Startseite/Fortbildungen)
Teilnahmebeitrag für Verpflegung: 10,00 Euro (vor Ort zu zahlen)
Weitere Informationen: 0231 – 8494- 418 oder:  schulreferat@ekkdo.de


Veranstalter: GCJZ Dortmund,  Evangelische Schulreferate Dortmund, Herne und Recklinghausen, Auslandsgesellschaft.de e.V., IRuM/ Institut für Religionspädagogik und Medienarbeit im Erzbistum Paderborn

28.03.2019
Mit meiner Klasse im JMW
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 15:30 Uhr

Mit meiner Klasse im JMW
Schnuppernachmittag für Lehrer*innen und weitere Multiplikator*innen

Die neue Ausstellung L`Chaim bietet auch viele interessante Themen für Schülerinnen und Schüler ab der 3. Jahrgangsstufe. Welche pädagogischen Angebote gibt es zu Themen wie „Jüdische Vielfalt“, „Feste und Feiertage“, „Biografien“, „Schoa“ und „Judenfeindlichkeit heute“?

 

Einen weiteren Schnuppernachmittag gibt es am 14. Mai.

28.03.2019
VORTRAG - "Das Lehrhaus"
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenar­beit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Judaica der Synagogen-Gemeinde Köln
Roonstr. 50, Köln

Beginn 19:30 Uhr | Eintritt 3€

Kölner Regierungspräsidenten im „Dritten Reich“, die Anfänge politischer und rassischer Verfolgung sowie die Shoah in Belgien

Vortrag von Dr. Robert Becker

 

Unser Vorstandsmitglied Robert Becker hat ein Buch über „Die Kölner Regierungspräsidenten im Nationalsozialismus“ geschrieben, welches kürzlich erschienen ist.

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In seinem Vortrag wird er nach einem inhaltlichen Abriss besonderes Gewicht darauf legen, inwieweit die drei NS-Regierungspräsidenten an der Judenverfolgung des Regimes mitgewirkt haben.


Waren von dem ersten, Rudolf zur Bonsen, dazu wenig Spuren zu finden, war der zweite, Rudolf Diels, bevor er zum Regierungspräsidenten in Köln bestellt wurde als Leiter des Geheimen Staatspolizeiamtes in Preußen am Aufbau des Verfolgungsapparats wesentlich beteiligt. Am stärksten war der dritte involviert, Eggert Reeder. 1940 zusätzlich zu seinem Kölner Amt als Militärverwaltungschef in Brüssel eingesetzt, war er Hauptverantwortlicher für die antijüdischen Verordnungen der Militärregierung. Auch bei der Deportation der Juden aus Belgien ab August 1942 hatte er einen großen Anteil. Obwohl er von einem belgischen Kriegsgericht 1951 zu zwölf Jahren Zwangsarbeit verurteilt wurde, hat er bis zuletzt sein elementares Unrecht nicht einsehen wollen.


Robert Becker will mit seinem Vortrag das Versagen einer Funktionselite und ein weniger bekanntes Kapitel der Shoah in den Blick rücken.

 

 

Aufgrund der bedauerlichen Sicherheitsproblematik jüdischer Einrichtungen bitten wir um Verständnis für die notwendigen Einlasskontrollen bei Veranstaltungen in der Judaica. Führen Sie bitte einen amtlichen Lichtbildausweis mit sich. Unser Mitgliedsausweis kann die Einlasskontrolle beschleunigen.

Wegen der Kaschruth-Bestimmungen dürfen Lebensmittel oder Getränke (außer Wasser und Babynahrung) nicht mitgeführt werden.

 

Veranstaltung der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Rahmen der Lehrhaus-Reihe

28.03.2019
Salomo Friedlaender
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt frei

Salomo Friedlaender in der Essener jüdischen Geistesgeschichte

Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Geerken, Herrsching

29.03.2019
Musikalische Hommage: "Freunde, das Leben ist lebenswert!"
Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Hansastr. 3
44137 Dortmund

Beginn: 18:30 Uhr

Aus dem Rahmenprogramm zur Ausstellung „Die IG Farben und das KZ Buna-Monowitz in Auschwitz“ im MKK

Musikalische Hommage: "Freunde, das Leben ist lebenswert!"

Musikalische Hommage an Fritz Löhner-Beda mit

Katrin Fuchs (Sopran), Andreas Sauerzapf (Tenor), Björn Maseng (Klavier), Josip Maticic (Geige)

Moderation: Michael Struck-Schloen

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Die Sopranistin Katrin Fuchs und der Tenor Andreas Sauerzapf verneigen sich in einer musikalischen Hommage vor dem Leben und Wirken von Fritz Löhner-Beda (1883-1942).


Löhner-Beda war in den 1910er und 1920er Jahren durch seine Operetten-Libretti und Schlagertexte zu großer Popularität gelangt und verhalf dem bedeutenden Komponisten Franz Lehár zu Weltruhm („Das Land des Lächelns“, „Giuditta“). Er wurde im April 1938 in Wien verhaftet und mit dem ersten sogenannten Prominententransport nach Dachau deportiert. Später gelangte er über Buchenwald nach Auschwitz, wo er für die I.G. Farben beim Aufbau ihrer Fabrik Zwangsarbeit leisten musste. Am 4. Dezember 1942 wurde er in der Fabrik erschlagen, nachdem eine Gruppe inspizierender I.G.-Farben-Direktoren die Arbeitsleistung des erkrankten 59-Jährigen bemängelt hatte.

29.03.2019
Kabbalat Shabbat oder der Empfang einer Königin
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Jüdische Gemeinde Düsseldorf, Paul-Spiegel-Platz 1

Kabbalat Shabbat oder der Empfang einer Königin

Im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Rhein-Ruhr 2019

 

18.30 Uhr Einführung in den Gottesdienst
19 Uhr Gottesdienst in der Synagoge
20 Uhr Abendessen im Leo-Baeck-Saal

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Der Shabbat ist der siebte Tag der Woche, kehrt wöchentlich wieder und ist damit vielleicht der höchste jüdische Feiertag. Er ist der Ruhetag, an dem keine Arbeiten erlaubt sind, an dem der hektische Alltag hinter sich gelassen wird und der Mensch Atem holen kann. Dieser Tag wird wie eine Königin empfangen. Der Shabbat beginnt wie alle jüdischen Feiertage am Vorabend, in der Familie wird eine festliche Mahlzeit bereitet und gemeinsam gegessen.

 

Wir laden zur Teilnahme am Shabbatgottesdienst ein. Anschließend findet der Kabbalat Shabbat, der Empfang des Shabbats, mit Abendessen, Gesprächen und Liedern im Leo-Baeck-Saal statt.

 

Anmeldung bitte bis zum 25.3.2019
Kosten 15 € (Schüler und Studenten ermäßigt nach Absprache).
Überweisen Sie pro Person 15 € auf unser Konto mit dem Stichwort „Kabbalat Shabbat 2019“

 

Bitte Kopfbedeckung für Herren u. Personalausweis mitbringen

31.03.2019
THEATER - Zwischenfall in Vichy
rimon productions
Roonstr. 106
50674 Köln

Zwischenfall in Vichy

Zu den Jüdischen Kulturtagen Rhein - Ruhr 2019 vom 28. März bis 14. April 2019 wird das Stück "Zwischenfall in Vichy" von Arthur Miller realisiert.

Die Premiere ist am 31. März 2019 im Saal der Synagogengemeinde Köln

 

Weitere Termine finden Sie im Projektflyer

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Arthur Miller schreibt 1964 unter den Eindrücken des Auschwitz Prozesses in Frankfurt dieses Stück, bei dem er das Problem der mittelbaren Schuld und die unbewußte Teilhabe jedes Einzelnen am unaufhörlichen Unrecht dieser Welt thematisiert. Vichy im September 1942: am Sitz der mit den deutschen Besatzern kollaborierenden französischen Regierung Petain. In einer Polizeiwache finden sich Juden nach einer Razzia ein. Sie haben falsche Papiere und konnten in diesen unbesetzen Teil Frankreichs entkommen. Sie diskutieren über ihr mögliches Schicksal, bevor sie zu einem Verhör aufgerufen werden, von dem bisher niemand wiederzukommen schien.

Miller stilisiert das Thema aber nicht nur zur Aufzeichung vielfältiger Reaktionen - ein Abbild der Gesellschaft mit einer überdurchschnittlich hohen Anzahl an Flüchtlingen, die versuchen, ihre willkürliche Festnahme zu verstehen, zu begreifen und zu analysieren.

Sie alle befinden sich dort unter einem starken Druck und der latenten Angst nicht zu wissen, was mit ihnen geschehen wird. Dabei kulminieren unter aufbrechenden Emotionen ganz individuelle, politische und gesellschaftliche Statements zu Schlußfolgerungen, die aus einem Zerrbild einen kristallinen Schockmoment hervorbringen.

Und dann, und jetzt?

Was heißt es, moralisch zu denken und zu handeln in der Situation der Shoah, was denken wir heute? Ein Moment, der einen jahrelangen Kampf und ein Ringen um Menschenwürde, politisches Denken, Humanismus und Gerechtigkeit in Zeiten einer mörderischen Diktatur darstellt.

Im anschließenden Publikumsgespräch nach der Aufführung soll eine Möglichkeit als Forum gegeben werden, eigene Gedanken zum Stück anzusprechen und gemeinsam zu diskutieren.

Ensemble rimon productions
Regie: Britta Shulamit Jakobi
Schauspiel: Britta Shulamit Jakobi, Marie Dinger, Matthias Fuhrmeister, Hanno Dinger, Anton Tsirin, Roy Riesenfeld, Marcel Batangtaris
Fotografie: Ilja Kagan
Technik: Niklas Überschär
Bühnenbild: Rina Rosenfeld

04.04.2019
Aus Dortmund nach Auschwitz
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Hansastr. 3, Dortmund

Beginn: 18:30 Uhr

Aus dem Rahmenprogramm zur Ausstellung „Die IG Farben und das KZ Buna-Monowitz in Auschwitz“ im MKK

Aus Dortmund nach Auschwitz: Ein Abend in Erinnerung an Hans und Ernst Frankenthal

Mit Daniel Lörcher (BVB) u. Andreas Kahrs (Bildungswerk Stanislaw Hantz)
Es liest: Gregor Schnittker (Journalist)

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Im Alter von 16 und 18 Jahren wurden Hans und Ernst Frankenthal gemeinsam mit ihrer Familie am 2. März 1943 vom Dortmunder Südbahnhof in das Konzentrationslager Auschwitz verschleppt. Während ihre Eltern vermutlich unmittelbar nach der Ankunft ermordet wurden, wählte die SS die zwei Brüder an der „Rampe“ vor der Toren Birkenaus zur Zwangsarbeit auf der Baustelle der IG Farben aus. Sie kamen ins Lager Auschwitz-Monowitz. Beide überlebten die schwere Arbeit und die spätere „Evakuierung“ des Lagers und kehrten nach Schmallenberg im Sauerland zurück. Ernst Frankenthal starb 1993 in Münster, sein jüngerer Bruder Hans 1999 in Dortmund.

 

Der Abend ist der Erinnerung an die Brüder Frankenthal gewidmet. Sequenzen aus Video-Interviews und Passagen aus den Lebenserinnerungen Hans Frankenthals („Verweigerte Rückkehr. Erfahrungen nach dem Judenmord.“) werden in den historischen Kontext eingebettet.

 

Kooperationsprojekt des Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) und der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache in Verbindung mit der GCJZ Dortmund e.V., der Auslandsgesellschaft.de e.V. und der Volkshochschule Dortmund

 

Ausstellung/ Begleitprogramm werden gefördert von Borussia Dortmund und Evonik.  

 

Bild: Hans Frankenthal als Zeitzeuge vor Schülergruppe, Dortmund 1989
04.04.2019
Schwarz und Weiß
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Heinrich-Heine-Institut
Bilker Str. 12-14, Düsseldorf

Beginn: 19:30 Uhr | Eintritt 8 € / 6 €

Schwarz und Weiß

Autorenlesung mit Irene Dische, Schriftstellerin

 

Im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Rhein-Ruhr 2019

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Mit „Schwarz und Weiß“ durchschreitet Irene Dische die letzten drei Jahrzehnte des letzten Jahrtausends, um nichts weniger als unsere Gegenwart auszuleuchten. Was als großartiger, scharfsinniger wie auch scharfzüngiger New York-Roman beginnt, entwickelt sich zur brillanten Auseinandersetzung mit Projektionen und Heilsversprechen, mit individuellen Träumen und sozialen Realitäten. Ein Roman, der große Fragen stellt, ohne sich der Illusion auf Antworten hinzugeben. Zehn Jahre hat sich Irene Dische Zeit genommen für diese mitreißende, bitterbös lakonische und sehr berührende Erzählung über die Verfasstheit ihrer Heimat, die USA.


Gemeinsam mit Heinrich-Heine-Gesellschaft e.V. und Heinrich-Heine-Institut

05.04.2019
„Ama La Vita“
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 18:00 Uhr | Eintritt: 10 EUR – Schüler*innen und Studierende: 6 EUR

Bejarano & Microphone Mafia!  „Ama La Vita“

Es begann mit einem einfachen Telefonat: „Hallo hier ist der Kutlu von der Microphone Mafia“ und der erbosten Antwort: „Warum ruft die Mafia bei mir an, mit der Mafia will ich nichts zu tun haben!“


Am 08.03.2008 trafen sich daraufhin Esther Bejarano und Kutlu von der Microphone Mafia in Hamburg und dieses Treffen war der erste Schritt dieses Leben gemeinsam zu leben, zu lieben: „AMA LA VITA“.


Niemand, vor allem nicht Esther und Joram Bejarano sowie Kutlu und Rossi von der Mic Mafia selber, hätte gedacht, dass aus 6 Liedern, zwei Alben und aus einigen geplanten Konzerten in den letzten 8 ½ Jahren, über 600 Konzerte wurden. Aus dem Projekt wurde eine kleine Familie. Hier hat sich musikalisch, politisch aber vor allem menschlich eine Einheit entwickelt, die das gemeinsame Leben schätzt, schützt und liebt.

07.04.2019
"Rund um die Villa"
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 14:00 Uhr | Gebühr: 5€
Anmeldung nicht erforderlich

Treff- und Endpunkt jeweils am Geschichtsort Villa ten Hompel, Dauer ca. 1,5 Stunden

Stadtteilführung "Rund um die Villa"

Aufgesucht werden sowohl viele ehemalige NS-Dienststellen von Partei und Staat als auch Orte der Verfolgung und von Gegnern des NS-Regimes.

Weiterer Termin 2. Juni 2019

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Wer authentische Spuren aus der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs fi nden möchte, muss hierfür nicht in Museen nach Berlin oder München reisen, schon bei einem Spaziergang vor der eigenen Haustür lassen sich diese fi nden. Vom Ausgangspunkt, der Villa ten Hompel, sollen bekannte und weniger bekannte Orte im Erpho- und Mauritzviertel aufgesucht werden. Diese Orte haben nicht nur eine räumliche Nähe, sondern die dortigen Institutionen und Menschen stan-den in einer engen, nicht selten schicksalhaften Verbindung zu- und gegeneinander.

09.04.2019
VORTRAG
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenar­beit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Germania Judaica. Kölner Bibliothek zur Geschichte
des deutschen Judentums e.V. (Josef-Haubrich-Hof 1)

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt: 3€

Isaac Offenbach, ein Kölner Kantor oder Der vergessene Vater des Genies Jacques

Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Wilhelm

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Isaac Offenbach wurde 1779 in Offenbach geboren und kam 1802 nach Köln. Dort wirkte er 30 Jahre als Kantor der Kölner Gemeinde und hatte als Musiker, Komponist und umtriebiger Reformer der synagogalen Abläufe erheblichen Einfluss nicht nur auf zwei seiner musikalisch begabten Kinder: Julius und Jakob (Jacques).

 

Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, Vorsitzender der Kölnischen Gesellschaft, stellt seine im März 2019 im Verlag Hentrich & Hentrich in der Reihe „Jüdische Miniaturen“ erscheinende Biografie Isaac Offenbachs vor.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Germania Judaica statt.

09.04.2019
Wir sind die Letzten: Zeitzeugengespräch
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

Beginn: 19:00 Uhr

Wir sind die Letzten: Zeitzeugengespräch

mit der Autorin Ruth Weiss, Fürth, Südafrika, Dänemark und Lutz Kliche, M.A., Diedorf

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Ruth Weiss wurde 1924 in Fürth bei Nürnberg geboren und musste mit ihrer jüdischen Familie 1936 auf der Flucht vor dem Naziterror nach Südafrika emigrieren, wo Ende der 1940er Jahre die Apartheidsregierung an die Macht kam.

Unter den Eindrücken des am eigenen Leibe in Deutschland erfahrenen Rassismus war die Diskriminierung der schwarzen bzw. nicht-weißen Bevölkerung Südafrikas für sie ein unerträglicher Zustand. Wegen ihrer Kontakte zum Widerstand des ANC musste sie in den 1960er Jahren Südafrika verlassen und ging zunächst nach Südrhodesien, dem heutigen Simbabwe, später nach Sambia und England.

An all diesen Orten arbeitete sie als Journalistin für verschiedene Zeitungen, darunter die "Financial Times" und den "Guardian", später aber auch als Rundfunkjournalistin für die "Deutsche Welle" in Köln und in der Journalistenausbildung im eben unabhängig gewordenen Zimbabwe. Ihre Arbeit als Journalistin und Buchautorin, meist zu Themen des südlichen Afrika, aber auch zum Friedensprozess in Nordirland, war stets geprägt von einer konsequenten Haltung gegen Apartheid und Rassismus sowie für Frieden und Aussöhnung.

Heute lebt Ruth Weiss in Dänemark und widmet sich dem Schreiben von historischen und politischen Romanen. Sie ist eine hervorragende Zeitzeugin der bewegten Geschichte des 20. Jahrhunderts, eine exzellente Kennerin der Geschichte des südlichen Afrika und eine wunderbare Gesprächspartnerin.

Literatur über und von Ruth Weiss:

https://ruthweiss.net

https://de.wikipedia.org/wiki/Ruth_Weiss_(Journalistin,_1924)

 

Wege im harten Gras. Erinnerungen an Deutschland, Südafrika und England. Mit einem Nachwort von Nadine Gordimer. Verlag Edition AV, Lich 2016

10.04.2019
Erschütterung. Ein kluges Plädoyer für unsere freiheitlichen Werte
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Heine Haus
Bolkerstr. 53, Düsseldorf

Beginn: 19:30 Uhr | Eintritt 5 € , VVK und AK (Müller und Böhm Literaturhandlung im Heine Haus)

Erschütterung. Ein kluges Plädoyer für unsere freiheitlichen Werte

Mit Gila Lustiger, Schriftstellerin

 

Im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Rhein-Ruhr 2019

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Für Paris und ganz Europa begann 2015 eine neue Zeit: Der brutale Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo sowie der Terror vom 13. November setzten den grausamen Rahmen für ein Jahr, das nicht nur in Frankreich von einer Vielzahl weiterer Übergriffe mit islamistischem Hintergrund, antisemitischen Attentaten und einem erschreckenden Zulauf für den Front National geprägt war. Die in Paris lebende Schriftstellerin Gila Lustiger hat auch die jüngsten Terrorakte miterlebt, aus dieser Erfahrung ist ihr Essay „Erschütterung“ entstanden. Der kluge Versuch, einer tief empfundenen Erschütterung mit Vernunft zu begegnen und ehement unsere freiheitlichen Werte zu verteidigen – als Pariserin, Mutter, Jüdin, Europäerin.

 

Gemeinsam mit dem Heine Haus

11.04.2019
FILM - Reise in die Vergangenheit
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 19:30 Uhr

Reise in die Vergangenheit

Einführung: Thomas Ridder

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Mai 1945 – Deutschland steht kurz vor der Kapitulation. Nur mit einem Jeep, einem Fahrer und einer Handfeuerwaffe bricht ein 23-jähriger britischer Offizier von den Niederlanden zu einer abenteuerlichen Reise auf: Manfred Gans, Sohn einer deutsch-jüdischen Kaufmannsfamilie aus Borken, fährt quer durch das zerstörte Deutsche Reich, um im Konzentrationslager Theresienstadt nahe Prag seine Eltern, die seit über einem Jahr dort inhaftiert sind, zu finden. Und das Unglaubliche tritt ein: er trifft seine Eltern lebend an. Über 70 Jahre später beschließen Manfred Gans‘ Kinder, Enkel, Nichten und Neffen aus den USA und Israel, auf den Spuren der Familiengeschichte abermals von Holland über Borken in Richtung Theresienstadt zu fahren. Dieser Roadtrip im Jahr 2016 bildet die Klammer für Daniel Huhns außergewöhnliches Filmporträt über die bewegte Geschichte der Familie Gans.

11.04.2019
Beit Ha Knesset oder Haus der Versammlung
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Jüdische Gemeinde
Paul-Spiegel-Platz 1, Düsseldorf

Beginn: 17:00 Uhr

Beit Ha Knesset oder Haus der Versammlung

Synagogenführung mit Herbert Rubinstein, Vorstand GCJZ Düsseldorf

 

Im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Rhein-Ruhr 2019

 

Am 7. September 1958 wurden die neue Synagoge und das Gemeindezentrum an der Zietenstraße in Derendorf feierlich eingeweiht, gebaut nach Plänen des Architekten Hermann Zvi Guttmann. Im Rahmen unserer Führung mit Herbert Rubinstein erfahren wir Wissenswertes über die jüdische Religion, die jüdische Gemeinde und ihre Synagoge sowie über jüdisches Leben in Düsseldorf.

 

Gemeinsam mit Jüdischer Gemeinde Düsseldorf

14.04.2019
Tikkun Olam - Lieder zur "Verbesserung der Welt"
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Ev. Tagungsstätte Haus Villigst
Iserlohner Str. 25, Schwerte

14. bis 16. April 2019

Tikkun Olam - Lieder zur "Verbesserung der Welt"

Lieder- und Klezmer-Workshop mit Daniel Kempin (Frankfurt) und Dimitry Reznik (Antwerpen)

14. bis 16. April 2019

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Das fast 2000 Jahre alte jüdische Gebet Tikkun Olam: "Die Welt zu vervollkommnen" ist Inspiration für viele jüdische Lieder bis heute: manchmal als rein spirituelle Herausforderung, dann wieder ganz handfest politisch oder im Leben der Familie. Die ganze Bandbreite des jiddischen und hebräischen Singens und Musizierens "zur Verbesserung der Welt" von rhythmisch-schwungvoll bis nachdenklich-meditativ wird diesen Workshop prägen. Eine selbst erarbeitete Klezmer-Suite rundet das Programm ab.

 

Tagungsleitung: Dr. Sabine Federmann

 

Den Workshop leiten:
Daniel Kempin, freiberuflicher Musiker - mit reicher Konzert- und Workshoptätigkeit inclusive Veröffentlichung von fünf z.T. mehrfach ausgezeichneten CD’s - sowie Chasan/Kantor des Egalitären Minjan der Jüdischen Gemeinde Frankfurt

Dimitry Reznik, freiberuflicher Klezmer, Mitglied der Jüdischen Gemeinde Antwerpen, Musikstudium in St. Petersburg, Köln und Utrecht. 

 

Kosten: 120 € (DZ m. Vollpension, EZ-Zuschlag: 20 €), Tagungsbeitrag: 75 €.
Anmeldung, Programm, Ermäßigungen: Ulrike Pietsch, Tel.: 02304 / 755-325, ulrike.pietsch@kircheundgesellschaft.de

 

In Kooperation: Ev. Akademie Villigst

17.04.2019
Ferienwerkstatt für Kinder rund um das Pessach-Fest
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

10:00 bis 15:00 Uhr | Kostenbeitrag 5 €

Ferienwerkstatt für Kinder rund um das Pessach-Fest

Für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren
Anmeldung und weitere Informationen: 02362 951467 oder info@jmw-dorsten.de

 

Kurz vor dem Osterfest nehmen wir Euch mit auf eine Entdeckungsreise zum Feiertag Pessach. Nach einer Führung durch unsere Dauerausstellung, in der wir euch Vieles rund um das Judentum zeigen und erklären, lernt ihr Pessach kennen. Wir werden in unserer Pessach-Werkstatt gemeinsamen basteln und kochen und begeben uns auch auf die Suche nach dem „Afikoman“. Wer mitmachen und erfahren möchte, was der „Afikoman“ ist, kann sich ab sofort bei uns anmelden!

18.04.2019
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

Beginn: 19:00 Uhr

Eine neue Gemeinschaft! Jüdische Jugendbewegungen in Essen 1918-1933

Eine Veranstaltung aus der Reihe "Aufbrüche"

Vortrag von Dr. Uri R. Kaufmann, Leiter Alte Synagoge Essen

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In Berlin-Steglitz entstand um 1900 der „Wandervogel“. Ein Leben in neuer Gemeinschaft und „Wahrhaftigkeit“ fernab der Städte, in der Natur, wurde zum neuen Ideal. In „Kluft“ (spezieller Kleidung) und mit „Klampfe“ (Gitarre) wanderte man in Sandalen an Wochenenden und erfuhr eine neue Gemeinschaft. Der Wandervogel spaltete sich bald in einen völkischen und einen liberal-weltoffenen Flügel. 1912 entbrannte eine „Arier“-Debatte: Einige, vor allem völkische Gruppen, schlossen Juden prinzipiell von einer Mitgliedschaft aus. So entstand der Jüdische Jugendbund Blau-Weiss. Die Zionistische Bewegung war gegründet worden und unter jungen Intellektuellen hatte diese neue Strömung durchaus Anhänger.

Nach dem Ersten Weltkrieg differenzierte sich die jüdische Jugendbewegung breit aus: vom deutsch-jüdischen Wanderbund über den Makkabi HaZair zum linken HaSchomer HaZair („Junger Wächter“). Den Jugendbewegungen stellte die Jüdische Kriegerstiftung ein modernes neues Jüdisches Jugendheim an der Ruhrallee zur Verfügung.

Nach 1933 verstärkten sich die zionistischen Jugendbewegungen enorm. Viele ihrer Mitglieder konnten nach Palästina auswandern. Einige kamen in Kibbuzim unter, so etwa im Kibbuz Dalia östlich von Haifa. Interviews, die nach 1985 durch die Alte Synagoge gemacht wurden, geben uns Informationen über die Bedeutung dieser Jugendbewegungszeit für ihre Mitglieder.

Nach 1945 weigerten sich die zionistischen Jugendbewegungen in Deutschland neue Organisationen aufzubauen. Jüdisches Leben sollte es ihrer Auffassung hier nicht mehr geben. Erst nach dem Jahr 2000 begann sich dies zu ändern.

Uri R. Kaufmann ist seit September 2011 Leiter der Alten Synagoge Essen. Er hat an der Hebräischen Universität Jerusalem studiert (1977-1983). George L. Mosse aus Wisconsin hat dort zu diesem Thema eine Vorlesung gehalten. Uri Kaufmann hat in Yad vaShem das Schicksal der Hachscharah-Farmen (Vorbereitungsorte für die Auswanderung nach Israel) erforscht, die aus diesen Jugendbewegungen entstanden.

29.04.2019
Fachtag Antisemitismus
Paritätisches Jugendwerk NRW (PJW NRW)
Loher Straße 7
42283 Wuppertal

Veranstaltungsort:
LVR, Horion-Haus, Raum RHEIN
Hermann-Pünder-Straße 1, 50679 Köln-Deutz

10:00 bis 17:00 Uhr
Teilnahmegebühr 25 Euro - Studierende ermäßigt 15 Euro

Fachtag Antisemitismus – Herausforderungen im Alltag und für die Jugendarbeit

Anmeldeschluss ist der 1. April 2019.

 

Antisemitismus ist mitten in der Gesellschaft, hat eine jahrtausendealte Tradition und kann verschiedene Formen annehmen. In öffentlichen Diskursen wird jedoch häufig pauschalisiert und von einem „importierten“ muslimischen Antisemitismus als Problem der Migrationsgesellschaft gesprochen. Andere Formen des Antisemitismus geraten dabei schnell in den Hintergrund. Angesichts dieser Entwicklungen steht die offene Kinder- und Jugendarbeit vor großen Herausforderungen. Wie kann die Jugendarbeit verantwortungsvoll und sachlich mit diesen Themen umgehen? Wie können wir als vielfältige, multireligiöse und multikulturelle Gesellschaft reagieren?

Alle weiteren Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Flyer

Eine Kooperationsveranstaltung des Paritätischen Jugendwerks NRW mit dem LVR-Landesjugendamt, der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf/SABRA, der Hochschule Düsseldorf/ FORENA und dem Paritätischen NRW.

07.05.2019
Die Juden und die deutschen Revolutionen 1918/19
ALTE SYNAGOGE
Edmund-Körner-Platz 1
45127 Essen

Beginn: 19:00 Uhr

Die Juden und die deutschen Revolutionen 1918/19 – Literatur, Wissenschaft, Kunst

Eine Veranstaltung aus der Reihe "Aufbrüche"

Vortrag von Prof. Michael Brenner, München

Der Zusammenbruch der Monarchie in Deutschland eröffnete ganz neue politische Perspektiven. Linke Bewegungen drängten zur Macht, neue Regierungen wurden gewählt. Prof. Brenner untersucht die Beteiligung der Juden am revolutionären und demokratischen Umbruch in Deutschland. Gerade nationalsozialistische Kreise stießen sich an der Präsenz von Juden in der Politik und auch daran, dass der jüdische Jurist Hugo Preuss die erste demokratische Verfassung Deutschlands entwarf.

08.05.2019
Offene Führung
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 14:30 Uhr bzw. 19:00 Uhr

Eintritt und Führung: 5,00 €, ermäßigt 2,50 € pro Person

Offene Führung mit Reinildis Hartman, Hanne Eisenbach, Vincenzo Velella


Interessierten Besucherinnen und Besuchern bietet das Jüdische Museum Westfalen immer wieder offene Führungen an. An diesen Tagen kann man die neue Dauerausstellung „L` Chaim! Auf das Leben!“ im Rahmen einer Überblicksführung kennenlernen.

Dienstag, 5. März 2019 - 19:00 Uhr, Sonntag, 17. März 2019 - 14:30 Uhr, Mittwoch, 8. Mai 2019 - 19:00 Uhr, Sonntag, 12. Mai 2019 - 14:30 Uhr, Sonntag, 16. Juni 2019 - 14:30 Uhr

08.05.2019
VORTRAG - "Das Lehrhaus"
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenar­beit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Judaica der Synagogen-Gemeinde Köln
Roonstr. 50, Köln

Beginn 19:30 Uhr | Eintritt 3€

Von der revolutionären Hoffnung zur Geburtsstunde des Nazismus: Judentum in der Bayerischen Räterepublik.

Vortrag von Simon Schaup

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Vor hundert Jahren stürzte eine revolutionäre Bewegung die deutschen Monarchien. In Bayern ging diese Bewegung noch weiter: Eigentum wurde umverteilt und eine Rätedemokratie eingeführt: Mit einem System von direkt gewählten Delegierten wollten die Proletarisierten ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Die Mehrzahl der führenden Köpfe in dieser Revolution waren Jüdinnen und Juden. Diese Tatsache wurde von der gegenrevolutionären Koalition aus Sozialdemokratie und Rechtsextremen mit einem flammenden Antisemitismus aufgegriffen.


Der Vortrag skizziert zunächst am Beispiel einiger jüdischer RevolutionärInnen den Verlauf der Bayerischen Revolution und geht dann der zentralen Rolle des Antisemitismus bei deren Niederschlagung nach. Dabei liefert die weite Verbreitung des Antisemitismus bis in die Linke hinein eine mögliche Erklärung für die schnelle Wandlung Bayerns von einem Ort der Hoffnung auf einen freiheitlichen Sozialismus zum Geburtsort des Nazismus.


Simon Schaupp arbeitet als Soziologe an der Universität Basel. Er forscht zur aktuellen und historischen Fragen von Herrschaft und Widerstand. Von ihm erschien unter anderen das Buch „Der kurze Frühling der Räterepublik. Ein Tagebuch der Bayerischen Revolution“ im Unrast Verlag.

 

Aufgrund der bedauerlichen Sicherheitsproblematik jüdischer Einrichtungen bitten wir um Verständnis für die notwendigen Einlasskontrollen bei Veranstaltungen in der Judaica. Führen Sie bitte einen amtlichen Lichtbildausweis mit sich. Unser Mitgliedsausweis kann die Einlasskontrolle beschleunigen.

Wegen der Kaschruth-Bestimmungen dürfen Lebensmittel oder Getränke (außer Wasser und Babynahrung) nicht mitgeführt werden.

 

Veranstaltung der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Rahmen der Lehrhaus-Reihe

09.05.2019
Die Konspirateure
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

19:30 Uhr

Die Konspirateure. Der zivile Widerstand hinter dem 20. Juli 1944

Die Rundfunk-Journalisten Marie-Christine Werner und Dr. Ludger Fittkau haben Anfang 2019 das gleichnamige Buch veröffentlicht und stellen es hier vor.

Neben der gut erforschten militärischen Seite des 20. Juli-Attentats gab es auch einen zivilen Part der Verschwörung, an der Kaufleute, Frauenrechtlerinnen, linke Pazifisten, Gewerkschafter und andere beteiligt waren. Deren Netzwerk – auch im Rhein-Ruhr-Gebiet sehr bedeutsam – soll hier anhand beispielhafter Lebenswege aufgezeigt werden.

15.05.2019
Yad Vashem-Lectures
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

15:00 - 18:00 Uhr

Yad Vashem Lecture

Spotlight: Unser Nachbar Niederlande in der NS-Zeit

Evaluation der gemeinsamen Veranstaltung zum Internationalen Holocaust-Gedenktag 2019 und inhaltliche Vorbereitung der Veranstaltung zum Internationalen Holocaust-Gedenktag 2020


Andreas Determann, Kim Keen, Bettina Röwe, Dr. Christoph Spieker (Münster)

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Bei der Veranstaltung soll auf den vergangenen Gedenktag 2019 zurück geblickt werden, und die Planung und Durch-führung evaluiert werden. Gleichzeitig soll der Blick auf den Gedenktag 2020 gerichtet werden. Mit dem 80. Jahrestag der Annektierung der Niederlande soll der inhaltliche Fokus des Gedenktages bei den Niederlanden liegen. In der Lecture sollen verschiedene Themenbereiche (z.B. Gedenken in den Niederlanden, Überleben im Versteck, Judenverfolgung in den Niederlanden, Tätigkeiten der Polizei in den Niederlanden) vorgestellt werden, sodass daraus Projektideen in den Schulen 2020 erwachsen können.

19.05.2019
Aus der jüdischen Geschichte Dorstens
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

14:00 Uhr | Für Kinder und Erwachsene, Kostenbeitrag: 5,00 €, ermäßigt 2,50 € pro Person

Aus der jüdischen Geschichte Dorstens
Führung und Geocaching zum Jüdischen Friedhof

Mit Antje Thul M.A. (Dorsten)

 

Mit Informationen zur jüdischen Geschichte Dorstens und kniffeligen Rätselfragen werden für alle Kinder und Erwachsenen nach und nach die Biografien, die sich hinter den Steinen verbergen, sichtbar und Grundlegendes zu Jüdischen Friedhöfen als Ort des Gedenkens und Erinnerns erklärt.

Treffpunkt Jüdisches Museum Westfalen. Wir bitten alle männlichen Teilnehmer, eine Kopfbedeckung für den Besuch des Friedhofes mitzubringen.

Anmeldung und weitere Informationen 02362 951467 oder info@jmw-dorsten.de

22.05.2019
Antisemitismus im World Wide Web
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Auslandsgesellschaft.de e.V.
Steinstr. 48, Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr

Antisemitismus im World Wide Web

Vortrag von Lisa Jacobs (Berlin)

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In welchen Manifestationen tritt Antisemitismus im 21. Jahrhundert in Erscheinung? Welche Stereotype werden kommuniziert? Und welche Rolle spielt die emotionale Dimension beim aktuellen Judenhass? Die vorliegende Langzeitstudie im Rahmen der empirischen Antisemitismusforschung zur Artikulation, Tradierung, Verbreitung und Manifestation von Judenhass im Internet hat sich mit diesen Fragen beschäftigt und quantitativ umfangreiche sowie inhaltlich detaillierte Untersuchungen vorgenommen.

 

Die Referentin ist wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Leiterin der Studie, Frau Prof. Dr. Schwarz-Friesel, an der TU Berlin/FB Linguistik und wird die Ergebnisse der Studie zusammenfassen.


Veranstalter: GCJZ, VHS, Auslandsgesellschaft.de e.V.,  Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Ev. Ak. Villigst, Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund, Schulreferat des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund, IRuM/ Institut für Religionspädagogik und Medienarbeit im Erzbistum Paderborn 

06.06.2019
Forum am Donnerstag
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr

Forum am Donnerstag - Adolf Hitler

Gespräch mit Prof. Dr. Hans-Ulrich Thamer: „Er ist noch da“ – wie schreibe ich eine kompakte zeitgemäße Hitler-Biografie?

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Bis heute geht von Hitler und seiner charismatischen Herrschaft eine widrige Faszination aus. Werke über zentrale Fragen seiner Herrschaft füllen ganze Bibliotheken. In dieser neuen, schlanken politischen Biografie fasst Hans-Ulrich Thamer unseren aktuellen Wissensstand prägnant zusammen und arbeitet insbesondere den Zusammenhang von Inszenierung und Macht sowie von Konsens und Gewalt heraus.


Der renommierte NS-Fachmann zeigt klar und verständlich, wie der Führerkult und eine politisch geschickte Reaktion auf soziale Erwartungen der Gesellschaft zur Basis von Hitlers Politik werden. Beides zusammen erlaubt ihm, die Maske des Volkskanzlers zu tragen, eine einzigartige Machtfülle zu erlangen und einen singulären Vernichtungsfeldzug gegen innere und äußere, ideologisch defi nierte Feinde zu führen – eine zeitlos aktuelle Gefahr.

Prof. Dr. Hans-Ulrich Thamer lehrte bis zu seiner Emeritierung Neuere und Neueste Geschichte an der WWU Münster. Er hat mit „Verführung und Gewalt“ ein Standardwerk für die Zeit des Nationalsozialismus vorgelegt. Thamer ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Villa ten Hompel.

In Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammen-arbeit Münster e.V. und dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte

 

06.06.2019
"Marlenes Bilder". Das Vermächtnis eines Häftlings
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
Steinstr. 50, Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr

"Marlenes Bilder". Das Vermächtnis eines Häftlings

Mit Dr. Hans-Jürgen Zacher (Werl)   -   Lesung und Musik

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Dies ist die Geschichte des in Dortmund geborenen Dr. Heinz-Dietrich Feldheim jüdischer Herkunft. Nach dem Abitur in der Oberrealschule studierte er in München. Als Gegner der Nazis traf er sich mit anderen Nazigegnern in einem Hinterzimmer einer Buchhandlung in München. Ein von ihm getippter Brief gegen Hitler wurde ihm zum Verhängnis. Er wurde 1936 verhaftet, verbrachte einige Tage in der Steinwache und wurde anschließend in das Konzentrationslager Dachau überführt. Fast 14 Monate war Feldheim im Isolier- und Dunkelbunker in Dachau.


Fast 60 Jahre später, im Alter von 86 Jahren erzählt er dem Autor von seinem Leben und die Geschichte mit Marlene Dietrich. Kurz vor Drucklegung des Buches wurden auf einem signierten Foto von Marlene Dietrich, persönliche Zeilen der Künstlerin entdeckt, die ein großes Mitgefühl und Interesse an Feldheims Schicksal verdeutlichen.

 

Der Referent H.-J. Zacher, Dr. phil., geb. 1950 in Hamm. Studium in Dortmund, hat sein berufliches Schaffen dem christlich-jüdischen Dialog gewidmet. Zahlreiche Auszeichnungen, darunter der Verdienstorden des Landes NRW, geben seinem andauernden Engagement Ausdruck. Einen besonderen Stellenwert hat seine gute Zusammenarbeit mit jungen Menschen (Schüler-Projektarbeiten). Nach seinem überaus erfolgreichen Buch "Vern- ich suchte einen Zeitzeugen und fand einen Freund", hat er erneut eine sehr bewegende Geschichte aufgeschrieben.

 

In Kooperation:  Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

03.07.2019
Eine szenische Lesung
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 19:30 Uhr

Die Konferenz von Évian im Juli 1938 – – eine szenische Lesung

Im Sommer 1938 hatten die Regierungen in nahezu allen Ländern der Welt die sich zuspitzende Bedrohung der Juden im Deutschen Reich wahrgenommen. Durch die steigenden Flüchtlingszahlen sahen sie sich vor die moralische Herausforderung gestellt, eine humane Lösung für die bedrängten Juden zu finden. Auf einer internationalen Konferenz vom 6. bis 15. Juli in Évian-les-Bains am Genfer See diskutierten Vertreter von 32 Staaten darüber– mit größtenteils niederschmetternden Ergebnissen und mörderischen Folgen.
Das Thema ist aktuell: Auch heute ist die Frage, wie Flüchtlingen zu helfen ist, eine große politische und moralische Herausforderung. Studierende der Bergischen Universität Wuppertal (Historisches Seminar) haben sich unter Leitung von Dr. Ulrike Schrader mit dem Thema befasst und daraus eine szenische Lesung entwickelt.

In Kooperation mit