Ausstellungen

08.08.2019
„Du Jude!“ – Alltäglicher Antisemitismus in Deutschland
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Ausstellungsort:
Auslandsgesellschaft.de
Steinstr. 48, 44147 Dortmund

Öffnungszeiten:
Vom 8.-30.8.19: Mo-Fr: 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Vom 2.-6.9.19: Mo-Fr: 8.00 Uhr bis 21.00 Uhr

„Du Jude!“ – Alltäglicher Antisemitismus in Deutschland

Die Ausstellung ist vom 8. August bis zum 6. September 2019 im Foyer der Auslandsgesellschaft.de e.V. zu sehen.  -  Eintritt frei. Für alle Interessierte offen

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Häufig wird Judenfeindschaft immer noch als historisches Phänomen betrachtet und vorwiegend mit dem Nationalsozialismus verknüpft. Dass Antisemitismus jedoch ein alltägliches Problem für Jüdinnen und Juden in Deutschland darstellt, er verschiedene, auch neuere Formen annimmt und in allen Schichten der Gesellschaft anzutreffen ist, darauf weisen empirische Studien seit Jahren hin. Daraus ergibt sich der Bedarf einer umfassenden politischen Bildungsarbeit.

 

Mit der Ausstellung, die nicht nur grundsätzlich über Antisemitismus informiert, sondern vor allem den Bezug zu Alltagswelten von Jugendlichen herstellt, werden aktuelle Formen der Judenfeindschaft mithilfe von zahlreichen Beispielen, unter anderem aus den Bereichen Musik, Sport, Internet und Schule dargestellt.

 

Die Perspektiven und alltäglichen Erfahrungen von Jüdinnen und Juden sowie die Bedrohungslage für jüdisches Leben in Deutschland werden so sichtbar gemacht.

Information zur Ausstellung und Anfrage Führungsangebot unter:
Martina Plum, Tel.: 0231-83800-72, plum@auslandsgesellschaft.de oder
Matthias Mertes, Tel.: 0231-83800-73, mertes@auslandsgesellschaft.de

Zum Herunterladen:
Ausstellungskarte und das Ausstellungsplakat

 

Die Ausstellung wurde von der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V. 2018 erstellt in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung NRW und gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und  der Bundeszentrale für politische Bildung im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ 

 

In Kooperation: Auslandsgesellschaft.de e.V., Volkshochschule, Netzwerk zur Bekämpfung des Antisemitismus in Dortmund

09.08.2019
Im Angesicht der Vernichtung. Arbeit und Widerstand in den Ghettos 1941 – 1944
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Im Angesicht der Vernichtung. Arbeit und Widerstand in den Ghettos 1941 – 1944

Die Ausstellung ist vom 8. September bis zum 22. Dezember 2019 zu sehen.

 

1941 begannen die Deutschen im besetzten Osteuropa mit dem Massenmord an den europäischen Jüd*innen.
Im Angesicht der Vernichtung verhielten sich die Menschen in den Ghettos ganz unterschiedlich: von totaler Verzweiflung, wirtschaftlichem Engagement bis hin zum bewaffneten Widerstand. Viele Jüd*innen ließen sich nicht wie Schafe zur Schlachtbank führen.


Diese Ausstellung, von Studierenden des Touro College Berlin gemeinsam mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand erarbeitet, erzählt eine Reihe dieser Geschichten. Sie dokumentiert die Vielfalt jüdischen Lebens sogar im Angesicht der Vernichtung.

10.08.2019
Im Niemandsland. Die Abschiebung der polnischen Juden aus Düsseldorf 1938
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Mahn- und Gedenkstätte
Mühlenstr. 29, 40213 Düsseldorf

Niemandsland. Die Abschiebung der polnischen Juden aus Düsseldorf 1938

Laufzeit der Ausstellung 28. Oktober 2019 bis 15. März 2020

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Die brutale Abschiebung von mehr als 17.000 jüdischen Menschen an die deutsch-polnische Grenze am 28. und 29. Oktober 1938 betraf polnische oder polnischstämmige Familien aus dem ganzen Reich. Die meisten davon lebten seit Jahrzehnten in Deutschland, waren integriert und sprachen Deutsch. Durch einen diplomatischen Konflikt zwischen der NS-Regierung und dem polnischen Staat wurden sie über Nacht aus ihrem Lebensalltag gerissen und ins Grenzland zu Polen deportiert. Die Polen ließen sie nur zögerlich ins Landesinnere. Unter den Abgeschobenen waren 442 Frauen, Männer und Kinder aus Düsseldorf. Die Ausstellung beleuchtet deren kulturellen und biografischen Hintergrund, die Verschleppung durch die Polizei, aber auch das Leben im „Niemandsland“ und die weiteren Lebenswege. Die meisten der aus Düsseldorf deportierten Menschen überlebten die Shoah nicht. Die Abschiebung führte wenige Tage später zu einem weiteren Verbrechen: die Pogromnacht

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Bernt Hahn, Schauspieler, liest aus den Erinnerungen des Düsseldorfer Rabbiners Dr. Max Eschelbacher, der die „Polenaktion“ detailliert geschildert hat.

 

Gemeinsam mit der Mahn- und Gedenkstätte, Förderkreis MuG, Stiftung Gerhard Hauptmann Haus

31.08.2019
NEUE DAUERAUSSTELLUNG
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

L ’ chaim! Auf das Leben!
Jüdisch in Westfalen

Das Jüdische Museum Westfalen eröffnete am 16. Dezember 2018 nach dreijährigen Vorarbeiten und monatelangem Umbau eine neue Dauerausstellung – die dritte in seiner Geschichte!.

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Die neue Ausstellung zeigt die wichtigen Themen, die wir fortführen wollen, jetzt in neuer Gestalt. Und sie berührt zudem neue Aspekte wie jüdische Vielfalt, Ein- und Auswanderung, jüdische Ethik und Jüdisch sein in der Gegenwart. Unsere Darstellungen jüdischer Lebenswege haben wir erweitert und vertieft. Und: Wir setzen neue Techniken und Medien ein.

Auf dem Weg zu dieser Neupräsentation wurde unser Ausstellungsteam von Vielen begleitet, denen wir herzlich danken wollen: finanziellen Förderern, Ratgeber/innen, Leihgeber/innen und vielen anderen.

Wir freuen uns auf die neue Phase der Ausstellungs- und Bildungsarbeit in unserem Haus, die mit diesem Tag beginnt. Und wir sind zuversichtlich, dass der weiterentwickelte Zugang zu unseren Themen neue Sichten eröffnen wird. Wir hoffen auf große Neugier.

Auch wenn unsere Umgestaltung damit noch nicht abgeschlossen ist, gibt dieser Haltepunkt unserer Arbeiten einen guten Grund zum Feiern. Wie schön, dass unser Ausstellungstitel zugleich ein Trinkspruch ist: L’ chaim!

(Foto: Skizze der Essener Gestalter/innen von „Verb“)
In Kooperation mit