Ausstellungen

Penny Hes Yassour – Temp EST
Kunsthalle Recklinghausen
Große-Perdekamp-Straße 25–27
45657 Recklinghausen

Öffnungszeiten:
di - so, feiertags 11 bis 18 Uhr
Öffentliche Führungen: sonntags 11 Uhr

Eintritt normal: 5,- € | ermäßigt: 2,50 € | Gruppen: je 2,50 €

Eine Eintrittskarte zu Vorstellungen der Ruhrfestspiele am gleichen Tag
berechtigt zum kostenlosen Besuch der Ausstellung.

Penny Hes Yassour – Temp EST

Kunstausstellung von Penny Hes Yassour im Rahmen der Ruhrfestspiele Recklinghausen

Eröffnung am Sonntag, 5. Mai, 11.00 Uhr  |  Ausstellungsdauer bis 14. Juli 2019

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Für die Kunsthalle Recklinghausen entwirft die israelische Künstlerin Penny Hes Yassour dem Theater verwandte narrative Räume, die unsere Wahrnehmung von Raum und Zeit in Frage stellen. Sie erzählt Geschichten und hält Geschichte wach.

 

Eine der drei für Recklinghausen geplanten Installationen führt die Betrachter*innen durch das Niemandsland des Jordantals, heute die Grenze zwischen Israel und Jordanien, eine scheinbar harmlose Naturidylle, die allerdings eine dichte Folge von alten Wachtürmen rhythmisiert und der Landschaft ihre vermeintliche Unschuld raubt – eine Grenzziehung aber auch zwischen Erinnerung und Vergessen.

 

Das Pendant dieser harten Grenzsetzung bildet die zweite Arbeit, die sich mit dem Flug von Fledermäusen in geschlossenen Räumen auseinandersetzt und die Betrachter*innen diese klaustrophobische Situation unmittelbar erleben lässt.

 

Die dritte Installation begleitet filmisch die Errichtung eines riesigen Wasserbeckens auf der Grenze zwischen Israel und Palästina. Sie verfolgt mit poetischem Fingerspitzengefühl die brachialen Eingriffe in die Landschaft und zeigt am Ende ein neues Landschaftsbild, das gleichermaßen fasziniert und erschrecken lässt.

 

Penny Hes Yassour lebt und arbeitet im Kibbutz Ein Harod (Ihud) in Galiläa. Seit 2000 lehrt sie an der Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem. 1999 gewann sie den Arnold Bode Preis der documenta X in Kassel, 2000 den Preis der Gottlieb Foundation New York und 2009 den zu ersten Mal vergebenen Prize for Excellency in the Arts in Israel. Sie hatte Lehraufträge an der HafenCity Universität Hamburg – Universität für Baukunst und Metropolenentwicklung und am Bard College Berlin. Für eine Neuinszenierung von Shakespeares „Der Sturm“ am Theater Freiburg entwarf sie das Bühnenbild.

 (Foto: © Penny Hess Yassour)

Ronit Porat im Kölnischen Stadtmuseum
Kölnisches Stadtmuseum
Zeughausstraße 1–3
50667 Köln

Öffnungszeiten:
Dienstag: 10–20 Uhr
Mittwoch bis Sonntag: 10–17 Uhr
Feiertage: 10−17 Uhr
montags geschlossen

 

Sonderausstellung Ronit Porat: „Paradiesvogel – Artist meets Archive“

In Kooperation mit der Internationalen Photoszene Köln zeigt das Kölnischen Stadtmuseum vom 4. Mai bis 14. Juli 2019 eine Sonderausstellung von Ronit Porat.

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2018 setzten sich sechs renommierte Fotokünstler*innen im Rahmen des Artist Meets Archive-Residency Programms der Internationalen Photoszene Köln mit den hochkarätigen Fotografiesammlungen verschiedener Kölner Museen und Archive auseinander – und entwickelten auf dieser Basis eigene Projekte. Die überraschenden Ergebnisse sind jetzt, pünktlich zum Start des Photoszene-Festivals 2019, in den jeweiligen Häusern zu sehen.

Die israelische Künstlerin Ronit Porat (*1975) tauchte mehrere Wochen in die Graphische Sammlung des Kölnischen Stadtmuseums ein und begab sich hier auf eine imaginäre Reise. In ihrem Fokus: Bildpostkarten aus den Jahren 1918 bis 1938, die zu der fast 20 000 Karten umfassenden Postkartensammlung des Hauses gehören. Mit ihrer Collage-artigen, teilweise dadaistischen Fotomontage-Methode ließ sie neue Erzählungen entstehen und historische Grenzen sichtbar werden.

In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigt sich die in Tel Aviv lebende Künstlerin schon seit Längerem mit Archivmaterialien und weiblichen Biografien aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei verknüpft sie kollektive Geschichte mit ihrer persönlichen. Auch die Frage, wie Archive Geschichte entstehen lassen, spielt in ihren Werken eine bedeutende Rolle.

 

(Foto: 1 Collage11 © Ronit Porat, Fechtergruß, 2019; RBA/Kölnisches Stadtmuseum)
16.12.2018
NEUE DAUERAUSSTELLUNG
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

L ’ chaim! Auf das Leben!
Jüdisch in Westfalen

Das Jüdische Museum Westfalen eröffnete am 16. Dezember 2018 nach dreijährigen Vorarbeiten und monatelangem Umbau eine neue Dauerausstellung – die dritte in seiner Geschichte!.

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Die neue Ausstellung zeigt die wichtigen Themen, die wir fortführen wollen, jetzt in neuer Gestalt. Und sie berührt zudem neue Aspekte wie jüdische Vielfalt, Ein- und Auswanderung, jüdische Ethik und Jüdisch sein in der Gegenwart. Unsere Darstellungen jüdischer Lebenswege haben wir erweitert und vertieft. Und: Wir setzen neue Techniken und Medien ein.

Auf dem Weg zu dieser Neupräsentation wurde unser Ausstellungsteam von Vielen begleitet, denen wir herzlich danken wollen: finanziellen Förderern, Ratgeber/innen, Leihgeber/innen und vielen anderen.

Wir freuen uns auf die neue Phase der Ausstellungs- und Bildungsarbeit in unserem Haus, die mit diesem Tag beginnt. Und wir sind zuversichtlich, dass der weiterentwickelte Zugang zu unseren Themen neue Sichten eröffnen wird. Wir hoffen auf große Neugier.

Auch wenn unsere Umgestaltung damit noch nicht abgeschlossen ist, gibt dieser Haltepunkt unserer Arbeiten einen guten Grund zum Feiern. Wie schön, dass unser Ausstellungstitel zugleich ein Trinkspruch ist: L’ chaim!

(Foto: Skizze der Essener Gestalter/innen von „Verb“)
14.04.2019
»Liebstes Fräulein Moore – Wonderful Rose«. Rose Ausländer und Marianne Moore
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Ausstellungsort:
Gerhart-Hauptmann-Haus
Bismarckstr. 90,Düsseldorf

Öffnungszeiten der Ausstellungen
Mo und Mi 10.00 – 17.00 Uhr
Di und Do 10.00 – 19.00 Uhr
Fr 10.00 – 14.00 Uhr
Sa auf Anfrage - Sonn- und feiertags geschlossen

»Liebstes Fräulein Moore – Wonderful Rose«. Rose Ausländer und Marianne Moore

Laufzeit der Ausstellung: 16. Mai bis 13. Juli 2019

 

Rose Ausländer emigrierte 1946 ins Exil nach New York. Die Shoa hatte sie nachhaltig gezeichnet. Psychisch und physisch krank war ihr Dichten nicht möglich. Als sie diese Lebensphase überwunden hatte, schrieb sie ihre Gedichte in englischer Sprache. Das Schreiben in der Muttersprache, die »zur Mördersprache geronnen« war, war ihr verwehrt. Zeitgenössische amerikanische Dichterinnen und Dichter wurden ihre Vorbilder. Bald aber fand sie zu ihrem eigenen meisterhaften Stil. Die berühmte amerikanische Poetin Marianne Moore wurde ihr zur Freundin. Die Ausstellung zeigt Manuskripte und Typoskripte der englischen Gedichte, den Briefwechsel zwischen Rose Ausländer und Marianne Moore und Fotos und Dokumente aus den Jahren 1947 bis 1956. 


In Kooperation mit: Helmut Braun (Köln) und der Rose Ausländer-Gesellschaft e. V., Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Düsseldorf e. V., Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

In Kooperation mit