Aktuelle Termine

14.06.2017
Ausschreibung | „New Kibbutz“
BETATEC
Berlin Tel Aviv Technology and Entrepreneurship Committee

Ausschreibung von Praktikumsaufenthalten in Unternehmen in Israel Programm „New Kibbutz“

Neu ab 2017: Studierende aus Nordrhein-Westfalen haben ab sofort die Möglichkeit, sich auf ein Stipendium zu bewerben.

 

Lerne Israels Innovationskraft in einem Unternehmen kennen! In jungen Teams neue Ideen verwirklichen! Dabei sein, wenn ein Start-up den Markt erobert! Und nebenbei das bunte Leben eines Landes am Mittelmeer kennen lernen!


Mit dieser Ausschreibung werden Praktikumsaufenthalte in Unternehmen in Israel verbunden mit der Teilnahme an einem begleitenden Programm zu Politik, Wirtschaft, Geschichte und Innovation in Israel angeboten (Programm „New Kibbutz“).

Der „New Kibbutz“ hat erstmals im Jahr 2015 im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der deutsch-israelischen Beziehungen Studierende als Praktikanten in israelische Unternehmen entsandt. Der Name „New Kibbutz“ bezieht sich auf Israels erstaunlichen Wandel vom Agrarstaat hin zur High-Tech-Nation.

Um Israel zu erleben, können junge Studierende heute statt in den Kibbuz (= landwirtschaftliches Kollektiv) zu gehen, Israels Innovationskraft in einem Unternehmen kennenlernen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Programms haben die Chance an einem hochinnovativen Wirtschaftsstandort zu arbeiten, können praktische Erfahrungen in einem relevanten Arbeitsfeld sammeln.

 

Die ausführliche Projektbeschreibung und die Richtlinien für die Bewerbung finden Sie hier

19.09.2017
Kinder- und Jugendförderplan des Landes NRW

 

Wichtiger Termin!

 

Als Stichtag für die Antragstellung zur Förderung von Maßnahmen und Angeboten nach dem KJFP im Haushaltsjahr 2018 wurde  der

                          10. Januar 2018

festgelegt.

 

Weitere Informationen finden Sie hier

15.10.2017
AUSSTELLUNG
Jüdisches Museum West­falen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

„Fritz Bauer. Der Staatsanwalt – NS-Verbrechen vor Gericht“

Die Ausstellung wird bis zum 25. Februar 2018 in Dorsten gezeigt.


Fritz Bauer hat als Generalstaatsanwalt in Braunschweig und in Hessen, der den Frankfurter Auschwitz-Prozess auf den Weg brachte, bundesrepublikanische Geschichte geschrieben. Die Ausstellung dokumentiert seine Lebensgeschichte im Spiegel der historischen Ereignisse.


Als Jude und Homosexueller blieb Fritz Bauer von Ausgrenzung und Verfolgung nicht verschont. Als Sozialdemokrat glaubte er dennoch an den Fortschritt, dann trieben ihn die Nationalsozialisten in die Emigration. Als Jurist und Strafrechtsreformer trat für ihn an die Stelle der Staatsräson um jeden Preis der Schutz der Würde des Einzelnen, gerade auch gegen staatliche Gewalt – ein großer Schritt auf dem Weg zur Demokrati.


Mit freundlicher Unterstützung der Rothschild Foundation Hanadiv Europe und der Ursula Lachnit-Fixson-Stiftung

24.10.2017
"Fremde Eltern"
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr

"Fremde Eltern"
Zeitgeschichte in Tagebüchern und Briefen 1933–1945

Joachim Krause, Ursula Knepper und Dr. Michael Krause (Dresden)

 

Brisante Entdeckung auf dem Dachboden des Pfarrhauses: Lange nach dem Tod seiner Eltern (1995/2000) und 70 Jahre nach dem frühen „Heldentod“ seines Onkels findet Joachim Krause fast 2.000 Briefe, die sie sich in den Jahren 1933 bis 1945 geschrieben haben. Wie beim Zusammensetzen eines Puzzles gewinnen in den Texten nach und nach ihr damaliges Denken, ihr Leben und Handeln Konturen. Die drei jungen Leute suchen Orientierung und sie streiten – über den Nationalsozialismus und die Juden, über den Sinn von Krieg und Tod, über Sexualmoral und Glaubensfragen. Die Mutter erweist sich als glühende Verehrerin Hitlers, der Onkel als fanatischer Offizier, nur der Vater bewahrt sich eine gewisse kritische Distanz zur nationalsozialistischen Ideologie.


Ihre Briefe werden zu authentischen Zeugnissen der Zeitgeschichte.

 

„Solch ungeschönte Stimmen aus der Vorzeit lassen uns begreifen, welcher Welt die heutige entstammt. Wir hören, wer unsere Eltern waren, bevor wir sie kannten.“ (Dr. Christoph Dieckmann)

 

Joachim Krause war bis 2010 war Beauftragter für Glaube, Naturwissenschaft und Umwelt in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Sachsen.

 

Eine Veranstaltung des Evangelischen Forums Münster e.V. in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

29.10.2017
„Geschichte – Gewalt – Gewissen“
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Öffentliche Führungen

Am letzten Sonntag im Monat, jeweils 15 Uhr

29. Oktober 2017 | 26. November 2017


Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an der neuen Dauerausstellung "Geschichte – Gewalt – Gewissen" mitgearbeitet haben, führen durch die Ausstellung.

 

Diese erzählt in Anlehnung an die Hausgeschichte von den Verbrechen der Ordnungspolizei im Zweiten Weltkrieg und Versuchen der Aufarbeitung in der Nachkriegszeit: Thematisiert werden die enorme Dimension der Beteiligung der uniformierten Polizei am Zweiten Weltkrieg und an den Genoziden gegenüber Juden sowie Sinti und Roma, die öffentliche und personelle Entnazifizierung und Kontinuitäten nach 1945, die juristische Aufarbeitung des NS-Unrechts sowie der bürokratische Versuch einer „Wiedergutmachung“ der Bundesrepublik gegenüber ehemals Verfolgten.

 

Der Eintritt ist frei - Spenden erwünscht, Dauer ca. 1 Stunde

30.10.2017
Vortrag
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Domforum
Domkloster 3, 50667 Köln

Beginn: 19:30 Uhr | Eintritt5 € bzw. 3€ mit Ermäßigung

„Niemandssprache – Itzik Manger – ein europäischer Dichter“ 

In dieser Veranstaltung mit der Autorin Efrat Gal-Ed wird es um die beeindruckende Persönlichkeit Itzik Manger gehen.

 

2016 veröffentlichte die Künstlerin und Literaturwissenschaftlerin Gal-Ed im „Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag“ die weltweit erste umfassende Biographie über Itzik Manger, der die jiddische Literatur als integralen Bestandteil der europäischen verstand. Der 1901 in Czernowitz geborene und 1969 in Genera, Israel, verstorbene Künstler gilt als einer der bedeutendsten Dichter jiddischer Sprache im 20. Jahrhundert.

 

In der umfangreichen Biographie befasst sich Gal-Ed nicht nur mit dessen persönlichen Lebensgeschichte, sondern bezieht ebenfalls Mangers Lebensumstände und die jiddisch-säkulare Kultur Osteuropas zwischen den Weltkriegen mit ein.

 

Die Autorin liest im Rahmen des Vortrags sowohl auf Deutsch als auch auf Jiddisch und gibt in Wort, Bild und Ton einen Einblick in das Leben und Werk des Dichters sowie dessen Umfeld, jene transnationale Wortrepublik, die man „Jiddischland“ nannte.

 

Eine Veranstaltung der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammen-arbeit e. V. in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk

05.11.2017
BEI TEN HOMPELS UNTER DEM SOFA
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 15:00 Uhr | Eintritt: 10 € pro Person

BEI TEN HOMPELS UNTER DEM SOFA

Die Schauspielerin Agnieszka Barezyk, der Schauspieler Carsten Bender und der Historiker Daniel Gollmann haben Spannendes und Interessantes aus der Familiengeschichte Rudolf ten Hompels zusammengestellt.

 

Reservierungen unter: tenhomp@stadt-muenster.de oder Tel. 0251 492 7101

09.11.2017
Ökumenisches Gedenken
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
St. Petri-Kirche
Westenhellweg, Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr

Ökumenisches Gedenken  -  Erinnern – Stille – Gebet – Musik

Im Ökumenischen Gedenken erinnern wir auf einer persönlichen Ebene an den 9. November 1938 und seine Folgen.

 

In der Mitte der Kirche ist ein eindrucksvolles Gedenkbild gestaltet – mit Namen von Dortmunder/innen, die vor 75 Jahren am 29. Juli 1942 von Dortmund ins Ghetto Theresienstadt deportiert wurden.
Von dort wurden viele in weitere Vernichtungslager transportiert z.B. nach Auschwitz, was den sicheren Tod bedeutete. Im Gedenken an sie können Kerzen angezündet werden. Wir folgen den Spuren, auf die uns die Biographie-Bruchstücke führen.

 

Unter Mitwirkung von Schüler/innen einer neu gegründeten Stolperstein AG des Goethe-Gymnasiums, die das Schicksal jüdischer Familien aus Dortmund vortragen werden.

 

Musik:  Christiane Conradt, Cello (Bochum)

 

In Kooperation: Evangelische Stadtkirche St. Petri und Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen

09.11.2017
Gedenken
Jüdisches Museum West­falen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Treffpunkt Museumsgarten
Beginn: 17:00 Uhr

Gedenkstunde zu den Pogromen vom 9. und 10. November 1938

In einer kurzen Zeremonie gedenken Dorstener Bürgerinnen und Bürger  der antijüdischen Gewalttaten im November 1938.


In Zusammenarbeit mit der Stadt Dorsten.

09.11.2017
Wissen, Gespräch, Kultur
Jüdisches Museum West­falen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 19:30 Uhr

Gegen „hate speech“ 1925 – Publizistische Abwehr des Antisemitismus in der Weimarer Republik

Vortrag von Harald Lordick (Essen)


Bereits in den sog. „Goldenen“ Zwanziger Jahren war die jüdische Gemeinschaft zahlreichen antisemitischen Angriffen ausgesetzt. Propaganda und Hetze in der Presse, Unterstützung antisemitischer Politik, Schändungen jüdischer Einrichtungen wie Friedhöfe oder Synagogen, sogar gewalttätige Ausschreitungen gegen Juden waren Alltag. Wenig bekannt ist, dass jüdische Organisationen zunehmend gezielter, strategischer und wehrhafter versuchten, dagegen vorzugehen.


Harald Lordick ist Diplom-Sozialwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Salomon-Ludwig-Steinheim-Instituts an der Universität Duisburg-Essen.


Im Rahmen der Aktionstage gegen Antisemitismus

09.11.2017
Gedenkveranstaltung
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Kölner Synagoge,
Roonstraße 50, 50674 Köln

Beginn: 18:30 Uhr (Einlass ab 18:00 Uhr)

9. November 1938 ● 9. November 2017

„Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit.
Das Gegenteil von Glaube ist nicht Überheblichkeit, sondern Gleichgültigkeit.
Das Gegenteil von Hoffnung ist nicht Verzweiflung , es ist Gleichgültigkeit.
Gleichgültigkeit ist nicht der Anfang eines Prozesses, es ist das Ende eines Prozesses.“

                                                                                                                                 Elie Wiesel


Die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und die Synagogen-
Gemeinde Köln gedenken des 79. Jahrestages der Reichspogromnacht der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft am Donnerstag, dem 9. November 2017, in der Kölner Synagoge.


Programm zur Gedenkveranstaltung

Reden
Gerschon Schwarzmann
Vorstandsmitglied der Synagogen-Gemeinde Köln


Hans-Werner Bartsch (CDU)
Bürgermeister der Stadt Köln


Prof. Dr. Jürgen Wilhelm
Vorsitzender der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

 

Beiträge von
Schüler*innen und Lehrer*innen des Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Köln und der Schauspielerin Schulamit Jacobi


Gesänge/Rezitation:
Kantor Binyamin Munk
„Michtam Le David“, „K-El Male Rachamim“,
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„Psalm von Assaf“
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“V.I.P. - Voices In Peace” und der Chor “Schalom” der Synagogen Gemeinde Köln
--------
Klavier: Rebecca Matoussevitch

Kranzniederlegung  mit Kaddisch-Gebet in der Trauerhalle.

 

Ort: Synagoge, Roonstraße 50, 50674 Köln
anschließend Ausstellung im Gemeindesaal

 

Die männlichen Teilnehmer werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.

14.11.2017
Wissen, Gespräch, Kultur
Jüdisches Museum West­falen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 19:30 Uhr

Nach der Shoah. Jüdische Verfolgte und die Grenzen der Wiedergutmachung

Vortrag von Prof. Dr. Constantin Goschler (Bochum)


Nach der Shoah entstand über Jahrzehnte hinweg ein komplexes System der Wiedergutmachung für jüdische
Verfolgte. Aus der Sicht der Betroffenen war dies ein prinzipiell unabschließbarer Prozess, der niemals ein Äquivalent für die erlittenen menschlichen und materiellen Verluste darstellen konnte. In der deutschen Politik und Gesellschaft schwang dagegen stets die Erwartung mit, dass es früher oder später zu einem Abschluss der Wiedergutmachung kommen müsse.

 

Der Vortrag will diese gegensätzlichen Perspektiven diskutieren und auf diese Weise die Frage nach den Grenzen der Wiedergutmachung in doppelter Weise erörtern.

17.11.2017
Konzerttournee durch NRW - "Very Klezmer"
Kulturdirektion Dr. Löher GmbH & Co KG
59302 Oelde

Giora Feidman und Gitanes Blondes - "Very Klezmer"

Vom 17. November bis zum 1. Dezember 2017 geht Giora Feidman mit Gitanes Blondes auf eine Konzertreise durch Nordrhein-Westfalen. Zehn Spielorte sind geplant.


Tourdaten mit allen Informationen finden Sie hier

 

Als einer der wichtigsten Interpreten zeitgenössischer Musik hat sich Giora Feidman über die Jahrzehnte zu einem Phänomen entwickelt, ist Künstler, Entdecker und Ereignis, ein rastloser Botschafter mit einem Spiel von unverminderter Anziehungskraft. Kaum beschreibbar, was er mit seiner Klarinette auf der Bühne anstellt: wie sie lacht und weint und erzählt, die Zuhörer packt und immer wieder aufs Neue verblüfft. Und immer noch hält Giora Feidman Ausschau nach Möglichkeiten, seine Musik wieder und wieder im neuen Gewand zu präsentieren. Sein Anspruch auf Vielseitigkeit, seine eigenen innovativen Interpretationen des Tango, Jazz, der Klassik und des Klezmer fügen sich zu einem großen und großartigen Gesamtwerk zusammen. Die beeindruckende Reichweite seiner musikalischen Aktivitäten spiegelt sich in seinen aktuellen Projekten wieder: Tourneen mit seinem Ensembles, zahlreiche solistische Auftritte sowie die Mitwirkung an verschiedenen Film-, Theater- und Musikprojekten machen deutlich, dass Giora Feidman längst zu einem Universalkünstler geworden ist, ausgezeichnet durch einen unverwechselbaren Personalstil, geprägt durch seine kulturellen, religiösen und musikalischen Wurzeln.

Wer bei Gitanes Blondes an französische Tabakware denkt, liegt völlig falsch. Die vier Münchner Musiker entführen die Zuhörer in ihrem Programm in die Welt des Balkan und der Klezmermusik, gemischt mit viel irischem, russischem und südamerikanischem Liedgut. Auch Meisterwerke der klassischen Musik, augenzwinkernd frisch interpretiert, erstrahlen bei Gitanes Blondes in neuem Licht.


1999 gegründet, setzten Gitanes Blondes mit ihrer mitreißenden Lust an Melodie und Gefühl schon manchen Höhepunkt auf zahlreichen Festivals im In- und Ausland.


Bei einer Kreuzfahrt auf der MS Europa ergab sich 2010 ein Konzert mit dem „King of Klezmer“ Giora Feidman. Die beiderseitige Begeisterung war so groß, dass unzählige Konzerte folgten. Darüber hinaus entstanden die CDs Giora Feidman & Gitanes Blondes „Very Klezmer“ (2012), und „Back to the Roots“ (2014).

18.11.2017
„DA PACEM“
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Am Groß St.Martin, 50667 Köln

Einlass: 19.30 Uhr - Beginn der Veranstaltung: 20.00 Uhr
Eintrittspreise 10 € an der Abendkasse bzw. 5€ mit Ermäßigung

„DA PACEM“ – Konzert zum Gedenken an den Novemberpogrom 1938

Auch in diesem Jahr erinnert uns das Konzert „Da Pacem“ an den Progrom 1938, dem die jüdische Bevölkerung in Deutschland am 9. November zum Opfer fiel. Die Erinnerung an diesen Akt der Barbarei, der den Auftakt zur Katastrophe des Holocaust bildete, ist heute noch zutiefst verstörend und lässt uns fragen, wie Gewalt und Hass die Gefühle von Mitmenschlichkeit und Solidarität zum Verstummen bringen konnten.

Immer wieder haben Komponisten der Verzweiflung über das Böse in der Welt, über Tod und Leiden, in liturgischen Kompositionen Ausdruck verliehen, aber auch Hoffnung auf Versöhnung und das Gute gegeben.

In diesem Sinne beginnt das Programm mit einer Komposition von Sergej Rachmaninoff, der „Vesper“, die 1915 mitten in den Nöten des 1. Weltkrieges von einem Synagogalchor in Moskau uraufgeführt wurde und schließt mit dem Trost verheißenden „Lux Aeterna“.

Zu den Ausführenden des Konzertes gehören Hannah Menne (Sopran), der Deutsch-Französische Chor Köln sowie Andreas Foerster (Leitung).

 Sergej Rachmaninoff (1873 – 1943)
No. 1 Priidite
No.3 Blaszhen musz
aus „Vesper op.37“

Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809 – 1847)
„Mein Gott, warum hast du mich verlassen“
(Psalm 22)
aus „Drei Psalmen“ MWV B51

Peter I. Tschaikowsky (1849 – 1893)
Liturgische Chöre für vierstimmigen
gemischten Chor a cappella

Gabriel Fauré (1845 – 1924)
„Pie Jesu“ für Sopran
aus „Requiem“

Samuel Barber (1910 – 1981)
„Agnus Dei“

Edward Elgar (1857 – 1934)
(arr. John Cameron)
„Lux Aeterna“
aus „Nimrod: Enigma Variations, opus 36“

 

Veranstaltung der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. und dem Förderverein Romanische Kirchen e.V.

20.11.2017
Wissen, Gespräch, Kultur
Jüdisches Museum West­falen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt: 5 € (für alle)

Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

Mit Prof. Dr. Klaus-P. Hufer Essen/Kempen


Jeder und jede kennt das: Im Gespräch mit dem Nachbarn, in der Schule, am Arbeitsplatz– plötzlich ist man mit vorurteilsbeladenen Parolen konfrontiert, nach denen „die Ausländer uns die Arbeitsplätze wegnehmen“, „wir können nicht ewig im Büßergewand durch die Welt gehen“ usw. Der „Stammtisch“ als Ort solcher Parolen findet sich nicht nur in Kneipen – „Stammtisch“ steht für jede extrem verkürzte Diskussion. Warum fallen einem die guten Argumente immer erst hinterher ein?


Prof. Dr. Klaus-Peter Hufer lehrt Erwachsenenbildung an der Universität Duisburg-Essen.


Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Brückenschlag“

22.11.2017
Mittwochsgespräch
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr

"Die SPD und die NS-Vergangenheit"

Geschichte einer Gratwanderung: Die deutsche Sozialdemokratie im Umgang mit den Hypotheken des Dritten Reiches.

Aus den Trümmern des Dritten Reiches eine demokratische und sozial gerechte Gesellschaft aufzubauen war das erklärte Ziel der Nachkriegs-SPD. Dafür jedoch waren ihre vielfach aus Haft und Emigration zurückgekehrten Funktionäre auf die Unterstützung von Millionen ehemaliger „Volksgenossen“ angewiesen. Kristina Meyer zeichnet den Umgang der deutschen Sozialdemokratie mit der NS-Diktatur von der Wiedergründung der SPD bis 1990 nach.

 

Dr. Kristina Meyer ist Geschäftsführerin des Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Jena bei Prof. Norbert Frei.

Ausgezeichnet mit dem Willy-Brandt-Preis für Zeitgeschichte 2015

 

In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Münster e.V., Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

22.11.2017
Tagung „Du Jude!“
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Melanchthon-Akademie
Kartäuserwall 24B, 50678 Köln,

18:00 bis 21:30 Uhr
Teilnahmegebühr (einschließlich Imbiss) € 10 bzw. € 7 mit Ermäßigung

Tagung „Du Jude!“ – Bilder des aktuellen Antisemitismus und ihre Wurzeln

Neben Präventionsfragen rückt der aktuelle Bericht des „Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus“ auch die Fragen nach den Ursprüngen des gesellschaftlichen Antisemitismus in den Vordergrund. Damit geraten die traditionellen Bilder des Judenhasses in den Blick, wie sie z.B. in den Darstellungen der „Judensau“ (Kölner Dom) repräsentiert werden. Die Tagung untersucht Geschichte und Bildsprache dieser traditionellen antijüdischen Motive und geht ihren Spuren in der heutigen gesellschaftlichen Wirklichkeit nach. In einem Podiumsgespräch u.a. mit Vertreter_innen der jüdischen Gemeinden möchten wir ebenfalls nach Erfahrungen in der Kölner Stadtgesellschaft fragen und diese thematisieren. Während Dr. Martin Bock die Moderation durch das Programm übernehmen wird, dürfen wir als weiteren Sprecher am Abend Prof. Dr. Johannes Heil begrüßen.

 

Anmeldungen zur Veranstaltung bitte unter:
Melanchthon-Akademie, E-Mail: anmeldung@melanchthon-akademie.de oder Tel.: 0221-931803-0

 

Veranstaltung der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V. in Kooperation mit der Karl-Rahner-Akademie, dem Katholischen Bildungs-Werk Köln, dem Katholischen Stadtdekanat Köln und der Melanchthon-Akademie.

22.11.2017
Geocaching
Jüdisches Museum West­falen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 15:00 Uhr | Die Teilnahme ist kostenlos

„Auf den Spuren religiöser und kultureller Vielfalt in Dorsten“

Kinder und Jugendliche

Im Dorstener Stadtbild gibt es vielfältige historische Spuren zu entdecken! Auf der Grundlage unseres etablierten Geocaches „Auf jüdischen Spuren in Dorsten“ haben sich Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums St. Ursula zusammen mit dem Jüdischen Museum Westfalen auf Spurensuche begeben und historische Beispiele für religiöse und kulturelle Vielfalt in Dorsten gefunden.

Die Projektgruppe unter der Leitung von Thomas Remfort (St. Ursula Gymnasium) und Antje Thul (Jüdisches Museum Westfalen) stellt die Geschichten vor und lädt im Anschluss alle Interessierten dazu ein, die neuen Geocaches auszuprobieren und sich die Geschichten selbst zu erschliessen. Mitmachen können alle!

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Brückenschlag“

23.11.2017
Kochkurs
Jüdisches Museum West­falen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn 18:00 Uhr | Gebühr: 10 Euro zzgl. Lebensmittel

Veranstaltungsort:
VHS-Bildungszentrum Maria Lindenhof,
Im Werth 6, 46282 Dorsten

Kochkurs und Gespräch zum jüdischen Fest Chanukka

Shahar Viso verbindet das Zubereiten von typischen Rezepten rund um das jüdische Lichterfest mit Erklärungen
zur jüdischen Kultur und Tradition. Kochen und essen Sie mit uns gemeinsam!


Um Anmeldung bis Sonntag, 19. November 2017 wird gebeten.

 

Shahar Viso ist Pädagogin und freie Mitarbeiterin des Museums.

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Dorsten

26.11.2017
Konzert
Jüdisches Museum West­falen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Veranstaltungsort:
St. Agatha Kirche
Recklinghäuser Straße/Marktplatz, 46282 Dorsten

Beginn: 18:00 Uhr | Eintritt frei – Kollekte am Ausgang

Jubelt dem Ewigen oder Kirche trifft Synagoge

Die Chorgemeinschaft St. Agatha singt Werke von Louis Lewandowski und anderer jüdischer (z.B. Jaromir Weinberger) oder jüdisch verwurzelter Komponisten (Felix Mendelssohn-Bartholdy) des 19. Jahrhunderts.

Durch die Vertonung der Psalmen aus dem Alten Testament wird untermauert, wie viel Christen und Juden verbindet. Die Musik zeigt auf, welche Vielfalt die Deutschen jüdischen Glaubens der Epoche hatten, wie deutsch beheimatet die jüdischen Gemeinden waren.

 

Mitwirkende:

Chorgemeinschaft St. Agatha - Katharina Drees, Sopran - Martin Welzel, Orgel

Musikalische Gesamtleitung: Kantor Dr. Hans-Jakob Gerlings

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Brückenschlag“

27.11.2017
Lektürekurs zu „Sprüche der Väter“
Jüdisches Museum West­falen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 19:30 Uhr

Lektürekurs zu „Sprüche der Väter“

Leitung: Walter Schiffer (Borken), M.A., M.Th. ist Pädagoge, Theologe und freier Mitarbeiter des Museums

 

Der Mischna-Traktat „Sprüche der Väter“ zählt zur rabbinischen Weisheitsliteratur. Er nimmt innerhalb der Mischna eine Sonderstellung ein, weil er keine Rechtsfragen, sondern allein ethisch-moralische Inhalte thematisiert. Kommentare von Rabbinen (Hirsch, Bamberger, Lehmann und Daum) werden die Bedeutungsfülle der Spruchsammlung zeigen.

 

Weitere Termine: 2.10. | 27.11. | 18.12.2017


Neue Teilnehmer – auch ohne Vorkenntnisse – sind herzlich willkommen.

28.11.2017
Jakob/Israel – Yakub - aus biblischer und koranischer Perspektive
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Gemeindehaus St. Joseph
Münsterstr. 59, Dortmund

Beginn: 19:30 Uhr

Jakob/Israel – Yakub - aus biblischer und koranischer Perspektive

Trialog mit Rabbiner Baruch Babaev, Imad Mouhssine und Pfarrer Ansgar Schocke

 

Wer war er? Der Betrüger? Der Gotteskämpfer? Der Patriarch? Der Prophet?
Was überliefern die Heiligen Schriften von ihm? Was bedeutet er für uns heute?
Mit diesen Fragen wollen wir uns aus drei Perspektiven – der jüdischen, der christlichen und der muslimischen – dieser Person des Glaubens annähern.

 

Referenten:
Rabbiner Baruch Babaev, Jüdische Kultusgemeinde Dortmund,
Imad Mouhssine, Vorsitzender des Vereins d. Kulturfreunde Dortmund e.V. /Al-Fath-Moschee,
Pfarrer Ansgar Schocke, Katholische Pfarrgemeinde Hl. Dreikönige

 

In Kooperation: Islamseminar, Katholische Gemeinde Hl. Dreikönige 

05.12.2017
Jugendgeschichtspreis
Jüdisches Museum West­falen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 18:00 Uhr

Margot Spielmann-Preis. Prämierung der ausgezeichneten Arbeiten

Dem Aufruf, Facharbeiten für den Jugendgeschichtspreis einzureichen, sind auch in diesem Jahr wieder Schülerinnen und Schüler aus den Oberstufen von Gymnasien und Gesamtschulen gefolgt. Auch wurden einige Projekte abgegeben.

Eine erfahrene Jury aus Deutsch- und Geschichtslehrern und Historikern hat die Beiträge eingehend geprüft und die besten Einzelarbeiten und Projekte zur Prämierung vorgeschlagen. Die Preisträger und -trägerinnen erhalten eine Urkunde und Bücher zur jüdischen Geschichte und Kultur.


Zur Feierstunde im Jüdischen Museum Westfalen sind alle Interessierte herzlich eingeladen.

07.12.2017
VORTRAG - Modern und wegweisend
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Domforum
Domkloster 3, 50667 Köln

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt: 5 €, erm. 3 €.

Modern und wegweisend – Leonhard Tietz und sein Warenhaus, heute „Kaufhof“

Vortrag von Dr.Ulrich Soénius

 

„….und alles war vum Tietze Leienad“. Nicht nur Willi Ostermann wusste, dass bei Leonhard Tietz viele Wünsche erfüllt wurden, die im Kaiserreich und in der Weimarer Republik mit zunehmendem Wohlstand der Massen aufkamen. In Köln entwickelte der Zuwanderer Tietz (1849 – 1914) sein Waren-haus mit zahlreichen Filialen in Deutschland und Belgien. Zu Beginn des NS-Staats wurde das Warenhaus arisiert, die jüdischen Inhaber und Mitarbeiter vertrieben. Noch heute trägt das Unternehmen den Namen dieser Zeit: Kaufhof.Veranstaltung der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. in Kooperationmit dem Katholischen Bildungswerk.

19.12.2017
Chanukkafest
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Phoenix-See/ Kulturinsel
Dortmund-Hörde

Beginn: 18:00 Uhr

Chanukkafest

Lichteranzünden zu Chanukka

 

Die Jüdische Kultusgemeinde lädt herzlich ein zu einem feierlichen Anzünden der Chanukka-Kerzen!

Am Phoenix-See, auf der Kulturinsel, mit schönen Ausblicken auf den nächtlichen See!
Mit musikalischer Begleitung durch Kantor Baruch Chauskin, traditionellem Imbiss und Snacks, koscherem Kinderpunsch und Glühwein.

16.03.2018
Zeitinsel Avi Avital
Konzerthaus Dortmund
Brückstraße 21
44135 Dortmund

16. März 2018  |  20:00 Uhr

Kammerkonzert - Musik für Freaks – Avi Avital & Omer Klein

PROGRAMM:

Johann Sebastian Bach Partita für Violine solo Nr. 2 d-moll BWV 1004 (Auszüge) - Fassung für Mandoline solo

Omer Klein Improvisation · Jazzkompositionen

 

17. März 2018  |  20:00 Uhr

Weltmusik - Avi Avital – Between Worlds

Avi Avital ist bekannt für seine Überschreitungen von Genregrenzen – von Klezmer, Barock bis hin zu zeitgenössischer Musik. In seinem Programm »Between Worlds« kombiniert er klassische Kammermusikwerke mit originärer Volksmusik und stellt damit zugleich die verschiedenen Persönlichkeiten der Mandoline heraus.


18. März 2018  |  18:00 Uhr

Lieder-/Arienabend -Avi Avital & Andreas Scholl

PROGRAMM:

Salvatore Lanzetti Sonate für Violoncello und Basso continuo G-Dur op. 1 Nr. 7

Antonio Vivaldi Triosonate für Mandoline, Laute und Basso continuo C-Dur RV 82

Domenico Scarlatti »Mi ha diviso il cor«

Anonymus »L’occasion delle mei pene«

Antonio Caldara »Da tuoi lumi«

Antonio Vivaldi Triosonate für Mandoline, Laute und Basso continuo g-moll RV 85

Georg Friedrich Händel »Sento là che ristretto« HWV 161a

Anonymus »La biondina in gondoletta« · »La farfalle«

Antonio Caldara »Vaghe luci«

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www.aviavital.com/

01.11.2018
Sprachtandem Deutsch-Hebräisch auf Facebook
Botschaft des Staates Israel und Goethe-Institut Israel

Die Botschaft des Staates Israel und das Goethe-Institut Israel haben gemeinsam eine Facebook-Seite eingerichtet, mit deren Hilfe interessierte Deutsch- beziehungsweise Hebräisch-Muttersprachler Sprachtandempartner finden können.

 

Die Mitglieder der Gruppe sind eingeladen, sich auf der Pinnwand vorzustellen - gern auch mit Fotos oder Videos - um ihren Wunsch nach einem Tandempartner zu bekunden. Interessenten können dann über die Kommentarfunktion oder durch eine persönliche Nachricht Kontakt aufnehmen. Wie die Tandempartnerschaft danach weitergeht, ob per Mail, Skype oder sogar persönliche Treffen, liegt natürlich an den Tandempartnern selbst.

 

Um Mitglied der Gruppe zu werden, wird ein Profil bei Facebook benötigt. Die Gruppe ist unter folgender URL zu finden: http://bit.ly/TandemDeutschIvrit

 

(Botschaft des Staates Israel, 22.07.13)

02.11.2018
Neue Bücher
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der Botschaft des Staates Israel

 

Liad Shoham: „Das Blut an euren Händen“

Anat Nachmias langweilt sich. Sie arbeitet bei der lokalen Polizeistation in Petach Tikwa, wenige Kilometer östlich von Tel Aviv, und kümmert sich um Bagatelldelikte. Als eine Frau auf die Wache kommt und ihren Ehemann als vermisst meldet, stürzt sie sich deshalb mit Eifer in die Ermittlungen. Ihre Vorgesetzten sehen das nicht gern, Schwerkriminalität existiert ihrer Meinung nach nicht in Petach Tikwa, und vor allem verschwinden hier keine Menschen.

 

Als Ido Dolev, ein Freund des Vermissten, anfängt, sich ebenfalls für den Fall zu interessieren, kommt Schwung in Anats Nachforschungen. Und das nicht nur, weil Ido jung, gut aussehend und witzig ist. Die beiden merken, dass sie zusammenarbeiten müssen, um den Fall aufzuklären. Die brutale Wahrheit, die sie ans Licht bringen, übersteigt alles, was sie sich über die so saubere Stadt hätten ausmalen können.

 

Liad Shoham ist Schriftsteller und praktizierender Anwalt. Er studierte an der Hebräischen Universität Jerusalem sowie an der London School of Economics. Liad Shoham ist einer der führenden Thriller-Autoren Israels, alle bislang veröffentlichten Bücher wurden zu Nr. 1-Bestsellern. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Tel Aviv. Bei DuMont erschienen bislang „Tag der Vergeltung“ (2013) und „Stadt der Verlorenen“ (2015).

 

Liad Shoham : „Das Blut an euren Händen“ Roman, ca. 400 Seiten

übersetzt aus dem Hebräischen von Ulrike Harnisch

Erscheinungsdatum: 16. Februar 2016

DuMont Buchverlag ISBN 978-3-8321-8895-5

 

 

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David Grossman: „Kommt ein Pferd in die Bar“

 

Kann Humor Leben retten? Oder wenigstens die Seele eines Jungen? Der neue große Roman von David Grossman.

 

Für eine gute Pointe gab Dovele schon immer alles. Als Kind lief er oft auf den Händen. Er tat das, um seine Mutter zum Lachen zu bringen und damit ihm keiner ins Gesicht schlug. Heute steht er ein letztes Mal in einer Kleinstadt in Israel auf der Bühne. Er hat seinen Jugendfreund, einen pensionierten Richter, eingeladen. Im Laufe des Abends erzählt der Comedian zwischen vielen Witzen eine tragische Geschichte aus seiner Jugend. Es geht um Freundschaft und Familie, Liebe, Verrat und eine sehr persönliche Abrechnung auf dem Weg zu einer Beerdigung. Dem Kleinstadtpublikum ist das Lachen vergangen. Den Leser hält David Grossman mit diesem grandiosen Roman bis zur letzten Zeile gefangen.

 

David Grossman wurde 1954 in Jerusalem geboren und gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern der israelischen Gegenwartsliteratur. 2008 erhielt er den Geschwister-Scholl-Preis, 2010 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Bei Hanser erschienen zuletzt „Diesen Krieg kann keiner gewinnen“ (2003), „Das Gedächtnis der Haut“ (2004), „Die Kraft zur Korrektur“ (2008), „Eine Frau flieht vor einer Nachricht“ (Roman, 2009), „Die Umarmung“ (2012) und „Aus der Zeit fallen“ (2013). p>Im April stellt David Grossman seinen Roman auf einer Lesereise durch Deutschland persönlich vor.

 

David Grossman: "Kommt ein Pferd in die Bar" Roman, 256 Seiten

übersetzt aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer

Erscheinungsdatum: 1. Februar 2016

Hanser Verlag ISBN 978-3-446-25050-5 ePUB-Format ISBN 978-3-446-25189-2

 

 

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Yishai Sarid: Alles andere als ein Kinderspiel

Seit Naomi vor fünfundzwanzig Jahren den Kibbuz und ihren Mann verlassen hat, leitet sie voller Herzblut einen Kindergarten im Norden Tel Avivs. Als der Eigentümer des Grundstücks stirbt, wittert ein bekannter Architekt seine Chance, Naomi und den Kindergarten vom begehrten Anwesen zu vertreiben. Um dem ruchlosen Architekten die Stirn zu bieten, leiht Naomi von zwielichtigen Gestalten Geld. Ihre Affäre mit dem Vater eines der Kinder trägt ebenfalls nicht gerade zur Entspannung ihrer Lage bei, und plötzlich steht auch noch ihr „verlorener“ Sohn vor der Tür. Naomi weiß, dass das ihre letzte Chance ist, ihr Leben wieder in Ordnung zu bringen.


Yishai Sarid wurde 1965 in Tel Aviv geboren, wo er bis heute lebt. Nachdem er als Nachrichtenoffizier in der israelischen Armee tätig war, studierte er in Jerusalem Jura und machte in Harvard einen Abschluss in Öffentliche Verwaltung. Später arbeitete Yishai Sarid als Staatsanwalt in Strafprozessen und ist heute als Rechtsanwalt tätig. Er veröffentlichte Artikel in verschiedenen Zeitungen und publizierte 2000 seinen ersten Roman mit dem Titel The Investigation of Captain Erez.


Yishai Sarid: Alles andere als ein Kinderspiel
Aus dem Hebräischen von Helene Seidler
Kein & Aber, ca. 368 Seiten
ISBN: 978-3-0369-5703-6

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Tuvia Tenenborn: "Allein unter Juden"

Bissig, brillant, brisant: Die neue Großreportage von Tuvia Tenenbom

Ende 2012 erschien Tuvia Tenenboms furioser Reisebericht Allein unter Deutschen, der hier heftig diskutiert wurde und monatelang auf der Bestsellerliste stand. Nach seiner Deutschland-Tour hat sich Tenenbom 2013 auf Entdeckungsreise durch Israel begeben. Dreißig Jahre nachdem er seine Heimat in Richtung USA verlassen hat, kehrte er, der Sohn eines Rabbiners, zurück, um sich ein eigenes Bild davon zu machen, wie sich die kulturelle und politische Identität Israels verändert hat.

Dafür ist er wieder kreuz und quer durchs Land gereist: vom Gazastreifen bis zu den Golanhöhen, von Eilat bis zu den Hisbollah-Stellungen im Norden. Und schon bald erkennt er, dass man, um dieses Land wirklich zu verstehen, mit allen sprechen muss: mit Ultraorthodoxen und Atheisten, mit Fundamentalisten jeglicher Couleur, mit Kibbuzniks und Siedlern, Rabbis und Imamen, mit Mystikern und Intellektuellen, Militärs und Geheimagenten, mit israelischen Prominenten und palästinensischen Politikern, mit Journalisten und NGO-Aktivisten u.v.m. Das Ergebnis dieser nicht immer ganz konfliktfrei verlaufenen Begegnungen ist eine ebenso unterhaltsame wie erhellende Erkundung eines Landes der Extreme, wie man sie so noch nie gelesen hat.

Es treten auf: Schimon Peres und Guido Westerwelle, Amos Oz und Fania Oz-Salzberger, PLO-Spionagechef Dschibril al-Radschub und Exbotschafter Avi Primor, Benjamin Netanjahu und Ehud Olmert und viele, viele mehr.


Aus dem Amerikanischen von Michael Adrian
suhrkamp taschenbuch 4530, Klappenbroschur, 473 Seiten
ISBN: 978-3-518-46530-1

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Israel Wimmelbuch

 

Rachel Shalev nimmt uns mit auf eine bunte Reise quer durch Israel und zeigt uns Land und Menschen. Wir entdecken die Stadt Tel Aviv mit ihrem Strand und lebhaften Straßencafes und wandern mit Familie Teitelbaum durch den grünen Norden Israels. Auf dem Markt in Jerusalem begegnen uns die unterschiedlichsten Menschen aus aller Welt, für die Jerusalem eine "heilige Stadt" ist. In der Negev-Wüste treffen wir auf die Beduinenfamilie Abu Zaid. Eine äthiopische Einwanderin und ihre Mutter plantschen im Toten Meer, drei Nonnen schauen wir beim Tauchen nach bunten Fischen und Korallenriffen in Eilat zu.

Die vielen kleinen durchgehenden Geschichten wimmeln vor liebevollen Details und überraschenden Charakteren.

Rachel Shalev "Israel Wimmelbuch"
14 Seiten, Pappe, 3-6 Jahre
ISBN 9783981382587

In Kooperation mit