Aktuelle Termine

22.01.2018
Ausschreibung | „New Kibbutz“
BETATEC
Berlin Tel Aviv Technology and Entrepreneurship Committee

Ausschreibung von Praktikumsaufenthalten in Unternehmen in Israel Programm „New Kibbutz“

Neu ab 2017: Studierende aus Nordrhein-Westfalen haben ab sofort die Möglichkeit, sich auf ein Stipendium zu bewerben.

 

Lerne Israels Innovationskraft in einem Unternehmen kennen! In jungen Teams neue Ideen verwirklichen! Dabei sein, wenn ein Start-up den Markt erobert! Und nebenbei das bunte Leben eines Landes am Mittelmeer kennen lernen!


Mit dieser Ausschreibung werden Praktikumsaufenthalte in Unternehmen in Israel verbunden mit der Teilnahme an einem begleitenden Programm zu Politik, Wirtschaft, Geschichte und Innovation in Israel angeboten (Programm „New Kibbutz“).

Der „New Kibbutz“ hat erstmals im Jahr 2015 im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der deutsch-israelischen Beziehungen Studierende als Praktikanten in israelische Unternehmen entsandt. Der Name „New Kibbutz“ bezieht sich auf Israels erstaunlichen Wandel vom Agrarstaat hin zur High-Tech-Nation.

Um Israel zu erleben, können junge Studierende heute statt in den Kibbuz (= landwirtschaftliches Kollektiv) zu gehen, Israels Innovationskraft in einem Unternehmen kennenlernen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Programms haben die Chance an einem hochinnovativen Wirtschaftsstandort zu arbeiten, können praktische Erfahrungen in einem relevanten Arbeitsfeld sammeln.

 

Die ausführliche Projektbeschreibung und die Richtlinien für die Bewerbung finden Sie hier

16.03.2018
AUSSTELLUNG - Orte und Räume Deutscher Verbrechen gegen die Menschheit
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kreis Recklinghausen e.V.
Herzogswall 17
45657 Recklinghausen

Ausstellungsort:
Inst. Stadtgeschichte/Stadt- u. Vestisches Archiv
Hohenzollernstraße 12, Recklinghausen

Orte und Räume Deutscher Verbrechen gegen die Menschheit

Die Außenlager des KZ Buchenwald

Die Ausstellung ist bis zum 25. Mai zu sehen

 

Das Konzentrationslager Buchenwald verwaltete 136 Außenkommandos. Lager, in denen tausende Frauen und Männer gefangen gehalten und zumeist in Rüstungsbetrieben zur Arbeit gezwungen wurden. Der Fotograf Herbert Naumann hat nach den Spuren dieser KZ-Außenlager gesucht und in den Jahren 2012 und 2013 die Orte und Räume, in denen sich die ehemaligen Lager befanden, fotografiert. In und mit den Bildern werden Spur und Aura der Taten und Tatorte wieder sicht- und erfahrbar.

 

Die vordergründig dokumentarisch wirkende Fotografie zeigt Orte, die Schauplätze deutscher Verbrechen waren. Die fotografischen Ansichten von Landschaften, Brachen, Grünanlagen, öffentlichen Plätzen, Wohnsiedlungen, Kleingärten etc. liefern zunächst keine oder kaum noch Indizien für das, was hier vor mehr als 70 Jahren geschehen ist. Es sind stille und unspektakuläre Bilder mit häufig nur indirekten Hinweisen. Erst der sie begleitende Text stellt den Zusammenhang zwischen den Taten und dem jeweiligen Ort her, lässt in den Bildern die Spuren erkennen, gibt dem Ort seine Identität, und nimmt ihm seine Harmlosigkeit. Mit den Fotografien erhalten die Geschehnisse eine erneute Aktualität. Sie bleiben nicht mehr nur als erzählte Geschichte(n) theoretisch, sondern werden wieder mit dem konkreten, dem wieder erkennbaren, dem realen Ort verbunden. Gezeigt werden 74 Lichtbilder der insgesamt 186 Aufnahmen umfassenden Arbeit.

Vortrag Herbert Naumann: Mittwoch, 25. 4. 2018, 18.00 Uhr
Fotografie und Zeitgeschichte. Orte und Räume Deutscher Verbrechen gegen die Menschheit. Die Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald.

 

Hinweise:
Öffnungszeiten: montags, dienstags 8.00–13.00 Uhr, mittwochs 8.00 – 16.00 Uhr, donnerstags 8.00 – 18.00 Uhr, freitags: 8.00 – 13.00 Uhr
Führungen nach Vereinbarung

 

Kooperation: Institut für Stadtgeschichte / Stadt- und Vestisches Archiv Recklinghausen

22.04.2018
70 Jahre Staat Israel
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kreis Recklinghausen e.V.
Herzogswall 17
45657 Recklinghausen

Veranstaltungsort:
Synagoge
Am Polizeipräsidium 3, Recklinghausen

Beginn: 17:00 Uhr | Kosten: Es wird um eine Spende gebeten

70 Jahre Staat Israel

Konzert mit dem Nodelman-Quartett

Vor 70 Jahren wurde der Staat Israel gegründet. Grund genug, dieses Ereignis feierlich zu würdigen. Am 14. Mai 1938, einem Freitag, rief David Ben Gurion in Tel Aviv den Staat Israel aus. Die Basis dafür hatte die UN gelegt mit ihrem Teilungsbeschluss des Landes im November 1947. Als am 14. Mai der letzte britische Hochkommissar das Mandatsgebiet Palästina verließ, ergriff die jüdische Führung ihre historische Chance. Die Zeremonie mit dem Verlesen der Unabhängigkeitserklärung dauerte wegen des Schabbatbeginns nur 32 Minuten.

 

Nach dem jüdischen Kalender fällt der Tag der Unabhängigkeit, Yom ha’Atzmaut, in diesem Jahr auf den 19. April. Die Jüdische Kultusgemeinde lädt im Rahmen ihrer Jubiläumsveranstaltung zu einem Konzert mit einem der besten Streichquartette für klassische Musik in Deutschland ein.

 

Grußworte des Landrats und der ersten stellvertretenden Bürgermeisterin würdigen das historische Ereignis.

 

Kooperation: Jüdische Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen, Am Polizeipräsidium 3, 45657 Recklinghausen

23.04.2018
Synagogenführung
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstr. 6
40213 Düsseldorf

Ort:
Jüdische Gemeinde Düsseldorf
Paul-Spiegel-Platz 1, 40476 Düsseldorf

Beginn: 15 Uhr

Beit Ha Knesset oder Haus der Versammlung

Herbert Rubinstein, jüdischer Vorsitzender der GCJZ Düsseldorf

 

Am 7. 9.1958 wurden die neue Synagoge und das Gemeindezentrum an der Zietenstraße in Deren­dorf feierlich eingeweiht, gebaut nach Plänen des Architekten Hermann Zvi Guttmann. Im Rahmen unserer Führung mit Herbert Rubinstein erfahren wir Wissens­wertes über die jüdische Religion, die jüdische Gemeinde Düsseldorf und ihre Synagoge sowie über jüdisches Leben in Düsseldorf. Bitte bringen Sie Ihren Personalausweis mit.

 

Gemeinsam mit Jüdischer Gemeinde Düsseldorf

24.04.2018
Als die Juden nach Deutschland flohen
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
Steinstr. 50, 44147 Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr

Als die Juden nach Deutschland flohen.
Ein vergessenes Kapitel der Nachkriegsgeschichte

Lesung und Buchpräsentation mit Hans-Peter Föhrding und Dr. Heinz Verfürth (Berlin)

 

Wer weiß schon, dass nach dem Zweiten Weltkrieg tausende Juden nach Deutschland flohen und als Überlebende der Shoah in DP-Lagern (für »Displaced Persons«, also Entwurzelte, Staatenlose) unter dem Schutz der Alliierten ein neues Leben begannen? 1946/47 flüchteten, ausgelöst durch antisemitische Exzesse, 300.000 osteuropäische Juden, besonders aus Polen, ausgerechnet ins Land der Täter. Vor neuer Verfolgung retteten sie sich zumeist in die amerikanische Zone. Die DPs kamen keineswegs, um hier auf Dauer zu bleiben, sondern glaubten sich nur auf der Durchreise nach Palästina. Ein großer Teil zog schließlich nach der Staatsgründung Israels 1948 dorthin weiter, viele auch in die USA.

 

Der rote Faden des Buches ist das Schicksal der Lea Waks. In Lodz geboren, überlebte sie das dortige Ghetto. 1946 verließ sie Polen mit ihrer Familie panikartig. Zunächst lebte Lea im DP-Lager Ziegenhain in Hessen, dann mit ihrem Mann Aron und zwei Söhnen in verschiedenen Camps. Diese Lager wurden in Selbstverwaltung geführt, mit allen Elementen traditionellen osteuropäischen Judentums, Synagogen, Schulen, Ausbildungsstätten, Theatern – eben jene Schtetl-Kultur, die Joseph Roth so meisterlich beschrieben hat. Für die Familie Waks dauerte die Lagerzeit allerdings ein ganzes Jahrzehnt. 1957 nahm sie die Jüdische Gemeinde in Düsseldorf auf, wo sie drei Jahrzehnte als Textilkaufleute lebten.

 

Hans-Peter Föhrding studierte Pädagogik, Psychologie und Soziologie und war mehrere Jahre in der Erwachsenenbildung tätig. Außerdem als Journalist in leitender Stellung u.a. bei der Leipziger Volkszeitung und der Mitteldeutschen Zeitung, Redaktionsleiter der Jüdischen Allgemeinen. Als freier Journalist widmet Föhrding sich gesellschaftlichen Themen.

 

Dr. Heinz Verfürth, Studium der Politischen Wissenschaft, Neueren Geschichte und Soziologie. Redakteur u.a. bei Spiegel und Handelsblatt.1972 Chefreporter beim Kölner StadtAnzeiger, später dort Leiter des Politikressorts. 1993–1999 Chefredakteur der Mitteldeutschen Zeitung. 1973 Theodor-Wolff-Preis. Jetzt freier Journalist und Autor in Berlin. Veröffentlichungen: »Die Arroganz der Eliten« 2008, »Schwarzbuch Politik: Gegen den Ausverkauf der politischen Kultur«, 2009.

 

In Kooperation: Volkshochschule, Auslandsgesellschaft NRW e.V., Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

25.04.2018
Fachaustausch: Antisemitismus und Geflüchtete
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Appellhofplatz 23-25, 50667 Köln

9.30 Uhr bis ca. 17.00 Uhr | Kostenbeitrag 10 €

Fachaustausch: Antisemitismus und Geflüchtete.
Aktuelle Debatten in der Migrationsgesellschaft

Die nicht selten geführten Debatten zu diesem Thema zeigen die Notwendigkeit einer genaueren
Problembeschreibung wie auch einer weiteren Verständigung über Gegenstrategien. Die Veranstaltung versteht sich als Angebot zu einer ersten Verständigung unter denjenigen, die in ihrer Praxis mit dem Thema befasst sind, wie MultiplikatorInnen aus der (freiwilligen und professionellen Flüchtlingsarbeit), aus Schule, sozialer Arbeit und politischer Bildung zum Thema Antisemitismus, Rassismus, Rechtsextremismus, Migration sowie in Organisationen, Einrichtungen und Verwaltung Tätige, die einen Bezug zum Thema Flucht und Migration haben.


Das komplette Programm unter www.sabra-jgd.de/tagung-koeln


Veranstaltung der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. mit zahlreichen Kooperationspartnern.



Anmeldung per Mail oder Post. Online über www.sabra-jgd.de/tagung-koeln oder per Post an NSDokumentationszentrum der Stadt Köln, Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus, Appellhofplatz 23-25, 50667 Köln.

Bitte teilen Sie uns hierbei kurz mit, welches besondere Interesse Sie an der Veranstaltung haben. Bitte beachten Sie, dass sich die Veranstaltung an MultiplikatorInnen (freiwilligen und professionellen) Flüchtlingsarbeit, aus Schule, sozialer Arbeit und der politischen Bildung zum Thema Antisemitismus, Rassismus, Rechtsextremismus, Migration sowie in Organisationen, Einrichtungen und Verwaltung Tätige, die einen Bezug zum Thema Flucht und Migration haben, richtet.

26.04.2018
Albert Leo Schlageter - Mythos und Narrativ
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr

Albert Leo Schlageter - Mythos und Narrativ

Dr. Lasse Wichert

 

Außerhalb neonazistischer Kreise sagt der Name Albert Leo Schlageter heute meist nur noch Historikern etwas. Das war in den 1920er und 1930er Jahren deutlich anders. Es gab wohl kaum eine Stadt in Deutschland, in der es keinen Gedenkort für diesen zum Nationalmärtyrer stilisierten nationalistischen Aktivisten und Freikorpskämpfer gab und sowohl auf der politischen Rechten wie auch der Linken kam man als Politiker nicht umhin, sich in irgendeiner Weise zu ihm zu positionieren.


Der Grund für diese immense Popularität ist nicht zuletzt in den Umständen seines Todes zu suchen: Während der französischen und belgischen Besetzung des Ruhrgebietes (1923-25) gehörte er zu einer Gruppe vornehmlich ehemaliger Freikorpskämpfer, denen der von der Reichsregierung ausgerufene „passive Widerstand“ nicht weit genug ging. Stattdessen begannen sie, den Abtransport von Kohle und Stahl mittels Sprengung von Gleisanlagen zu sabotieren. Wegen dieser Taten wurde Schlageter von einem französischen Militärgericht zum Tode verurteilt und am 26. Mai 1923 auf der Düsseldorfer Golzheimer Heide hingerichtet.

 

Unmittelbar nach seinem Tod setzte eine Mythisierung des Hingerichteten ein, die auch in dieser Zeit ihresgleichen suchte. So erschien eine schier unüberschaubare Anzahl von Texten (Artikeln, Hagiographien, Erzählungen, Romanen, Gedichten und Dramen), in denen kollektive Befindlichkeiten eine hochgradige Verdichtung erfuhren und Schlageter zu der Integrationsfigur der Weimarer Rechten schlechthin avancierte.

Der Vortrag fragt nach eben jenen konventionalisierten Erzählstrukturen (Narrativen), denen diese Mythisierung folgt.

 

Dr. Lasse Wichert ist Komparatist und Politikwissenschaftler. Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Diaspora- und Genozidforschung der Ruhr-Universität Bochum. Seine Forschungsschwerpunkte im Bereich Literatur und politischer Gewalt, insbesondere Genozid, zu Mythentheorie, Narratologie, Diskurs- und Kulturgeschichte.

 

In Kooperation mit Gegen Vergessen – Für Demokratie Regionalgruppe Münsterland e. V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e. V.

29.04.2018
„Geschichte – Gewalt – Gewissen“
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Öffentliche Führungen

Am letzten Sonntag im Monat, jeweils 15 Uhr

25. März 2018 | 29. April 2018 | 27. Mai 2018


Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an der neuen Dauerausstellung "Geschichte – Gewalt – Gewissen" mitgearbeitet haben, führen durch die Ausstellung.

 

Diese erzählt in Anlehnung an die Hausgeschichte von den Verbrechen der Ordnungspolizei im Zweiten Weltkrieg und Versuchen der Aufarbeitung in der Nachkriegszeit: Thematisiert werden die enorme Dimension der Beteiligung der uniformierten Polizei am Zweiten Weltkrieg und an den Genoziden gegenüber Juden sowie Sinti und Roma, die öffentliche und personelle Entnazifizierung und Kontinuitäten nach 1945, die juristische Aufarbeitung des NS-Unrechts sowie der bürokratische Versuch einer „Wiedergutmachung“ der Bundesrepublik gegenüber ehemals Verfolgten.

 

Der Eintritt ist frei - Spenden erwünscht, Dauer ca. 1 Stunde

02.05.2018
Mittwochsgespräch
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr

Mittwochsgespräch

"Franz Pfeffer von Salomon"

Hitlers vergessener Oberster SA-Führer und seine westfälischen Wurzeln

Dr. Mark Fraschka (Stuttgart)  -  der Referent promovierte nach dem Studium der Politischen Wissenschaft an der Universität Würzburg über von Pfeffer.

 

Der politische Werdegang des Franz Pfeffer von Salomon gibt einen neuen Blick frei auf die Frühgeschichte des Nationalsozialismus.

Fast vier Jahre lang war Franz Pfeffer von Salomon (1888-1968), einer der engsten Mitarbeiter Adolf Hitlers. Wer war dieser Mann, der schon 1919 als Freikorpsführer reichsweit von sich reden machte und 1926 nach nur einem Jahr der persönlichen Bekanntschaft mit Hitler zu dessen Obersten SA-Führer aufstieg?

 

Mark Fraschka bringt erstmals Licht in einen außergewöhnlichen Lebenslauf. Pfeffer von Salomon lebte lange Zeit nur wenige Meter von der Villa ten Hompel entfernt.

08.05.2018
Teilungspläne und Friedensvorschläge im israelisch-palästinensischen Konflikt
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstr. 6
40213 Düsseldorf

Beginn: 19:00 Uhr

70 Jahre Staat Israel

„Teilungspläne und Friedensvorschläge im israelisch-palästinensischen Konflikt - 100 Dokumente aus 100 Jahren“

Dr. Angelika Timm, Nahostwissenschaftlerin

 

Vor 70 Jahren, am 14. Mai 1948, wurde – dem Beschluss der UN-Vollversammlung vom 29. November 1947 folgend - der Staat Israel gegründet. Zur parallelen Ausrufung eines palästinensischen Nationalstaats kam es zu jenem Zeitpunkt nicht. Die israelisch-palästinensischen Spannungen beeinflussen bis heute vital die Nahostregion.

 

Im Mittelpunkt des Vortrags stehen die Interessenlagen der wichtigsten Akteure, die generellen Entwicklungstrends im Konflikt sowie die Erfah­rungswerte realer bzw. verpasster Regelungschancen. Nach­gefragt wird insbesondere, inwieweit die bisher diskutierten Ein- oder Zwei-Staatenmodelle zukunftsträchtig sind bzw. welche anderen Optionen im nahöstlichen Konfliktmanage­ment politisch realisiert werden könnten. Angelika Thimm ist Nahostwissenschaftlerin und Israel-Expertin. Sie lehrte an der Humboldt-Universität, der Freien Universität Berlin sowie an mehreren israelischen Universitäten.

 

Gemeinsam mit DIG

13.05.2018
Vom „Judenstaat“ zum Staat der Juden.
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kreis Recklinghausen e.V.
Herzogswall 17
45657 Recklinghausen

Veranstaltungsort:
Synagoge
Am Polizeipräsidium 3, Recklinghausen

Beginn: 17:00 Uhr

Vom „Judenstaat“ zum Staat der Juden.

Das zionistische Projekt: Vom 1. Zionistenkongress, der Balfour-Deklaration, dem UN-Teilungsplan zur Gründung Israels

Votrag von Priv.-Doz. Dr. habil. L. Joseph Heid, Historiker, Literaturwissenschaftler, Publizist

 

Theodor Herzl war der Begründer des politischen Zionismus, der in seiner Programmschrift „Der Judenstaat“ seine politischen Ideen niederlegte. In der Nachfolge Herzls stehend, war es dem späteren israelischen Präsidenten Chaim Weizmann gelungen, die Briten während des Ersten Weltkrieges zu einer weitreichenden prozionistischen Erklärung zu veranlassen. Mit einer Erklärung vom 2. Nov. 1917 erkannte England die zionistischen Forderungen auf das Land Palästina an. Ohne diese sogenannte Balfour-Deklaration wäre es niemals zur Gründung des Staates Israel gekommen. Von Herzls  diplomatischen Verhandlungen mit England führt ein direkter Weg zur Balfour-Erklärung, zum englischen Palästina-Mandat und zum UN-Teilungsplan im Jahre 1947 mit der anschließenden Ausrufung des Staates Israel durch David Ben-Gurion am 14. Mai 1948.

 

Kooperation: Jüdische Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen

14.05.2018
Israeltag 2018
Koordination: ILI - I like Israel e.V.
Bundesweit

70 Jahre Staat Israel

Aus Anlass der Staatsgründung Israels am 14. Mai 1948 wird seit 2003 in vielen Orten Deutschlands der Israeltag gefeiert.

 

„Jede Stadt und jedes Fest setzt andere Akzente und doch vereinen sich alle, um über Grenzen, Kulturen und Religionen hinweg in einem großen, bunten und überregionalen Netzwerk den Unabhängigkeitstag eines einzigartigen und oft falsch verstandenen Landes als Fest für Jedermann zu feiern“, so Sacha Stawski.

 

Der primäre Termin für den Israeltag 2018 wird der 15. Mai 2018 sein. Aufgrund der zu erwartenden hohen Anzahl von Veranstaltungen in diesem Jubiläumsjahr wird der Schwerpunkt auf eine ILI-WOCHE vom 14. bis 20. Mai 2018 gelegt, in der möglichst die meisten der Israeltage stattfinden werden.

 

Die Israeltage werden auch in diesem Jahr auf der ILI-Homepage und bei Facebook veröffentlicht.
Einen aktuellen Terminkalender finden Sie hier

14.05.2018
„Angst überwinden – Brücken bauen“.
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Kartäuserkirche,
Kartäusergasse 7, 50678 Köln

Beginn: 19.00 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr) | Eintritt: 5 EURO (Abendkasse)

„Angst überwinden – Brücken bauen“.

Dr. h.c. Wolfgang Thierse (Bundestagspräsident a.D.) spricht zum Motto der Woche der Brüderlichkeit.

 

Mit dem diesjährigen Motto der Woche der Brüderlichkeit soll ein Zeichen gegen den zunehmenden Chauvinismus, Rassismus und Antisemitismus in Deutschland und Europa gesetzt werden.


Wolfgang Thierse (SPD), der sich selbst auf vielfältige Weise gegen Rechtsextremismus und für eine demokratische Kultur einsetzt, geht in seinem Vortrag insbesondere der Frage nach, wie der voranschreitenden gesellschaftlichen Spaltung begegnet, d.h., wie sie auf Grundlage von Demokratie und Toleranz beantwortet werden kann.


Veranstaltung der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Kooperation mit Melanchthon-Akademie und Kartäuser Kirche

15.05.2018
Juden und Demokratie in Deutschland 1848 bis zur Gegenwart
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kreis Recklinghausen e.V.
Herzogswall 17
45657 Recklinghausen

Veranstaltungsort:
VHS, Willy-Brandt-Haus
Herzogswall 17, Recklinghausen

Beginn: 19:30 Uhr

Juden und Demokratie in Deutschland 1848 bis zur Gegenwart

Vortrag von PD Dr. L. Joseph Heid

 

Warum haben Juden an den demokratischen Bewegungen des 19. und 20. Jahrhunderts so regen Anteil genommen? Sind sie in ihrer Mehrzahl zwangsläufige Anhänger des demokratischen Prinzips geworden, weil sie sich von der Demokratie die Verwirklichung staatsbürgerlicher Rechte versprachen? Oder gibt es gar eine besondere Affinität der Juden zur Demokratie, die in der religiösen Tradition und Überlieferung verwurzelt ist? Der Vortrag versucht, darauf Antworten zu geben.


Kooperation: VHS Recklinghausen, GEE-Pädagogische Akademie

16.05.2018
Kochkurs mit Shahar Viso: Jüdisches Streetfood
Jüdisches Museum West­falen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Veranstaltungsort:
VHS-Bildungszentrum Maria Lindenhof
Im Werth 6, 46282 Dorsten

18:00 Uhr
Für Kinder und Erwachsene | Kostenbeitrag 10€ zzgl. Kosten für Lebensmittel

Kochkurs mit Shahar Viso: Jüdisches Streetfood

Aktuelle Interpretationen traditioneller jüdischer Rezepte. Entdecken Sie die Vielfalt der jüdischen Küche und probieren Sie gemeinsam mit uns leckere Gerichte aus.


Anmeldung und weitere Informationen: 02362 951467 oder info@jmw-dorsten.de

– in Zusammenarbeit mit der VHS Dorsten –

16.05.2018
AUSSTELLUNG
Gemeindesaal der Jüdischen Gemeinde
Georgstr. 2, Gelsenkirchen

16. Mai bis 06. Juni 2018

Lust an der Lehre. Die Geschichte der Rabbinerfamilie Auerbach

Die Wurzeln der Rabbinerfamilie Auerbach reichen nachweislich bis ins 15. Jahrhundert zurück. Ihre Geschichte ist Teil der jüdischen Geschichte in Deutschland. Viele Jahrzehnte sind geprägt von der Auseinandersetzung zwischen dem aufkommenden Reformjudentum und der (modernen) Orthodoxie. Als Folge von Aufklärung und Emanzipation passen sich im 18. und vor allem 19. Jahrhundert viele Juden, darunter auch Rabbiner, stärker der nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft an (Assimilation). Die Auerbachs vertreten hingegen die strengere religiöse Richtung, halten an den überlieferten Traditionen fest und bleiben die „Gesetzestreuen“.

 

Die Ausstellung informiert über den Zweig der Rabbinerfamilie, zu dem der letzte Rabbiner im Bezirksrabbinat Recklinghausen gehörte, das nicht nur jüdische Gemeinden im heutigen Kreis Recklinghausen umfasste; auch Borken, Gemen, Lüdinghausen, Buer und andere Orte gehörten dazu. Rabbiner Dr. Siegfried Galliner aus Gelsenkirchen führte 1934 Rabbiner Dr. Selig S. Auerbach in sein Amt ein. Nur vier Jahre später beendeten die Nationalsozialisten die Geschichte auch dieser Rabbinerfamilie in Deutschland.

 

Die Schicksale von Rabbiner Dr. Auerbach und seiner Ehefrau Hilda (aus der berühmten Familie Fromm), ihrer Tochter, beider Eltern und Auerbachs Geschwistern stehen beispielhaft für die Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung von etwa einer halben Million deutscher jüdischer Bürgerinnen und Bürger, die 1933 hier lebten.


Hinweis: Führungen für Schulklassen nach Vereinbarung, Material zur eigenen Erkundung kann angefordert werden.

 

Weiterführende Informationen in:
Greling/Koch: Selig Sigmund Auerbach.
Ein deutsches Rabbinerschicksal im 20. Jahrhundert.
Reihe: Jüdische Miniaturen, Hentrich & Hentrich, Berlin 2015.

Kooperation: Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Gelsenkirchen e.V., Kinderlehrhaus zur Förderung des interreligiösen und interkulturellen Lernens e.V., GEE-Pädagogische Akademie

17.05.2018
Begehung des Nordfriedhofs
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kreis Recklinghausen e.V.
Herzogswall 17
45657 Recklinghausen

Treffpunkt:
Haupteingang Nordfriedhof
Franz-Bracht-Straße, Recklinghausen

16.00 bis 17.30 Uhr

Begehung des Nordfriedhofs

Mitwirkende: Dr. Jürgen Schwark, Jürgen Pohl
Anmeldung: erforderlich, Tel. 50-2000

 

Die beiden Weltkriege des letzten Jahrhunderts prägen wie kaum andere Ereignisse bis heute das Bild unserer Friedhöfe: Lange Reihen von Soldatengräbern, Gräber von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern, Mahnmale, Gedenksteine und Kunstwerke.

 

Auch unser Nordfriedhof hütet für uns eine über hundertjährige Geschichte vom Krieg und vom Frieden. Wir werden den Friedhof sprechen lassen.

 

Kooperation: VHS Recklinghausen, Verein für Orts- und Heimatkunde Recklinghausen. e.V.

17.05.2018
Israelis? Hebräer? Juden? Identität und Gründungsmythen in Israel
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Judaica der Synagogen-Gemeinde Köln, Roonstr. 50

Beginn: 19:30h | Eintritt: 3 €

Israelis? Hebräer? Juden? Identität und Gründungsmythen in Israel

Vortrag von Prof. Dr. Anat Feinberg

 

Wie kann man eine neue Identität für Juden schaffen, die aus aller Welt in das Land einwanderten, von dem Herzl und seine zionistischen Anhänger geträumt hatten? Dazu bedurfte es nicht nur Pioniergeist und Wagemut, sondern auch staatstragende Mythen, die das neue Gemeinwesen mit aufbauen halfen.Neben der gemeinsamen Sprache sollten auch kulturelle sowie historische Verbindungslinien zu einem gemeinsamen modernen gesellschaftlichen Projekt entwickelt werden.


Aus Anlass des siebzigjährigen Jubiläums der Gründung des Staates Israel wollen wir erörtern, welche Bedeutung und Funktion die Gründungsmythen hatten und haben. 


Wer könnte das besser, als eine Israelin, die seit vielen Jahren über israelische Kultur forscht, referiert und veröffentlicht. Oder wie es anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an sie hieß: „Professor Dr. Anat Feinberg hat die israelische Geschichte, Kultur und vor allem hebräische Literatur der Gegenwart über den Hochschulkontext hinaus einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. Ihre Verdienste reichen weit über das normale Berufsmaß hinaus und sind in ihrer Dauer und Intensität beispielhaft“.

 

Eine Veranstaltung im Rahmen der Lehrhausreihe.

17.05.2018
Israeltag Düsseldorf
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstr. 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Schadowplatz, 40212 Düsseldorf

14:00 bis 21:00 Uhr

70 Jahre Staat Israel   |   Israeltag

In diesem Jahr begeht der Staat Israel seinen 70. Geburtstag. Das wird gefeiert mit einem Straßenfest anlässlich des israelischen Unabhängigkeitstages, zu dem viele Organisationen etwas beitragen. Freuen Sie sich auf ein
buntes Programm mit israelischer Musik, Tombola und israelischen Spezialitäten und vielen besonderen Angeboten.

Gemeinsam mit Jüdischer Gemeinde Düsseldorf, ZO, DIG, KKL und vielen anderen

17.05.2018
"Käthe Kollwitz" - Ein Leben gegen jede Konvention
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr

"Käthe Kollwitz" - Ein Leben gegen jede Konvention

Vortrag und Lesung

Dr. Yvonne Schymura ist promovierte Historikerin und forscht seit vielen Jahren über Käthe Kollwitz.

Käthe Kollwitz war selbstbewusst, leidenschaftlich und unerschrocken. Sie war eine Ausnahmekünstlerin und politische Kämpferin, führte eine unbürgerliche Ehe und ging in der Liebe zu ihren Söhnen auf. Yvonne Schymura erzählt das aufregende Leben einer Frau zwischen Kaiserreich und Zweitem Weltkrieg, die nach ihrem Tod zu einer deutschen Ikone wurde. Sie räumt mit gängigen biografischen Mythen auf und thematisiert auch die rätselhaften Umstände von Kollwitz' Tod.

23.05.2018
Mittwochsgespräch
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr

Mittwochsgespräch

„Ich gehe meinen Weg ungehindert geradeaus“

Bernhard Weiß (1880-1951)

Polizeivizepräsident in Berlin, deutscher Jude, kämpferischer Republikaner

Mit Dr. Joachim Rott (Bonn)

 

„Je mehr man uns angreift, desto lebendiger und kraftvoller wollen wir aufrechten, selbstbewußten deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens uns zur Wehr setzen, vor allem aber – allen Gegnern zum Trotze – sachlich und unerschrocken für das Wohl der Volksgesamtheit unsere Pflicht erfüllen…“ (Dr. Bernhard Weiß, 3. Juni 1932)


Bernhard Weiß (1880–1951) war von 1927 bis zu seiner Amtsenthebung 1932 Polizeivizepräsident in Berlin. Die Nationalsozialisten und besonders Joseph Goebbels hetzten schon vor 1933 offen antisemitisch gegen ihn. Weiß, promovierter Jurist, Weltkriegsteilnehmer und engagierter deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, floh im März 1933 nach Prag. Später fand der inzwischen Staatenlose Zuflucht in London, wo er 1951 starb.


Joachim Rott zeichnet die Lebensstationen und das Wirken dieses preußisch-deutschen Patrioten und  kämpferischen Republikaners nach.


Dr. Joachim Rott, Ministerialrat a.D., studierte Rechtswissenschaften in Saarbrücken, Bielefeld und Mainz. Er arbeite von 1977 bis zu seiner Pensionierung 2013 im Bundesministerium des Innern. Aktuell schreibt er an einer Biografie über den Berliner jüdischen Historiker, Juristen und Dozenten für Staatskirchenrecht an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, Ismar Freund.

 

In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Münster e.V., Gegen Vergessen – Für Demokratie Regionalgruppe Münsterland e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

28.05.2018
Antisemitismusbericht
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kreis Recklinghausen e.V.
Herzogswall 17
45657 Recklinghausen

Veranstaltungsort:
Dietrich-Bonhoeffer-Haus
Postallee 12, 45964 Gladbeck

Beginn: 19:00 Uhr

»Antisemitismus entschlossen bekämpfen, jüdisches Leben in Deutschland weiterhin nachhaltig fördern«

Der Antisemitismusbericht der Bundesregierung
Vortrag von Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama

 

Der Bericht des Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus wurde im April 2017 veröffentlicht. Auf mehr als 300 DIN-A4 Seiten informiert er umfassend über antisemitische Einstellungen in der Bevölkerung, über antisemitische Straftaten, über Erfahrungen der jüdischen Bevölkerung mit Antisemitismus und über Antisemitismus in Medien, Schule, Politik, Religionsgemeinschaften und unter Migranten und Geflüchteten. In einem Querschnitt werden wichtige Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Bericht vorgestellt. Der Expertenkreis hat auch Handlungsempfehlungen zur Bekämpfung des Antisemitismus gegeben. Wurden nach einem Jahr bereits Empfehlungen umgesetzt? Wo gibt es Probleme bei der Umsetzung?

 

Der Referent gehörte dem Expertenkreis an. Er ist Direktor der Topographie des Terrors (Berlin), Rabbiner und jüdischer Präsident des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.

 

Kooperation: Ev. Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten

29.05.2018
Literaturkreis
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstr. 6
40213 Düsseldorf

Beginn: 18:00 Uhr

Sarit Yishai-Levi: Die Schönheitskönigin von Jerusalem

Der Literaturkreis unter der Leitung von Carola Flörsheim und Jutta Müller-Trapet beschäftigt sich mit dem Debütroman von Yishai-Levi, der über 100 Wochen in den Bestsellerlisten Israels war. Meister­lich verwebt die Autorin das Schicksal vierer Gene­rationen einer sephardischen Familie mit den bewegtesten Jahrzehnten israelischer Geschichte. (TB Aufbau 12,99 €)

30.05.2018
„Münster gratuliert: 70 Jahre Israel“
Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V.
Arbeitsgemeinschaft Münster

Veranstaltungsort:
Rathausfestsaal in Münster

Beginn: 19:00 Uhr (Einlass 18:30 Uhr)
Eintritt frei, Spenden für die DIG erwünscht

„Münster gratuliert: 70 Jahre Israel“

Konzert des Israel Symphony Orchestra Rishon LeZion (ISO) aus Anlass des Iraeltages

 

In guter Tradition begehen wir den Israeltag auch in diesem Jahr mit einem Konzert. Der Anlass ist diesmal ein Besonderer: Die Staatsgründung Israels am 14. Mai 1948 jährt sich in diesem Jahr zum siebzigsten Mal! Ein Grund für uns, den Israeltag etwas größer zu gestalten. Mit einem Konzert  vom The Israel Symphony Orchestra Rishon LeZion (ISO) im Rathausfestsaal möchten wir dem Jubiläum der Staatsgründung einen besonderen Rahmen verleihen.

Weitere Details folgen in Kürze!

30.05.2018
Mittwochsgespräch
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr

Als die Dichter die Macht übernahmen

Dr. Volker Weidermann (Berlin)

 

1919, Revolution in München – und alle sind vor Ort: Thomas Mann, Ernst Troller, Erich Mühsam, Rainer Maria Rilke, Gustav Landauer, Oskar Maria Graf, Viktor Klemperer, Klaus Mann ...

 

Wann gab es das schon einmal – eine Revolution, durch die die Dichter an die Macht gelangten? Doch es gibt sie, die kurzen Momente in der Geschichte, in denen alles möglich erscheint. Von einem solchen Ereignis, der Münchner Räterepublik zwischen November 1918 und April 1919 erzählt Volker Weidermann im Stil einer mitreißenden Reportage, bei der der Leser zum Augenzeugen der turbulenten, komischen und tragischen Wochen wird, die München, Bayern und Deutschland erschütterten.

 

Dr. Volker Weidermann ist Literaturkritiker, Autor und Gastprofessur an der Washington University in St. Louis. Er ist Autor beim SPIEGEL und war Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS). Einem Fernsehpublikum ist er als Leiter des „Literarischen Quartetts“ im ZDF wohlbekannt.

31.05.2018
Workshop
Jüdisches Museum West­falen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

15:00 Uhr

Workshop
Jiddische Lieder mit Svetlana Kundish und Patrick Farrell

Hier gibt es die seltene Gelegenheit, mit professionellen Musikern/-innen im Crashkurs etwas über jiddische Musik und ihre Tradition zu lernen. Svetlana Kundish ist Sopransängerin und Kantorin in Braunschweig, Patrick Farrell ist Akkordeonist, Komponist und Bandleader aus den USA mit Sitz in Berlin.

 

Teilnahmegebühr:  folgt

31.05.2018
Konzert
Jüdisches Museum West­falen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

19:30 Uhr

Konzert
Jiddische Lieder mit dem Duo Svetlana Kundish und Patrick Farrell und einer Performance der Workshop-Teilnehmer

Svetlana Kundish (Gesang, Berlin) und Patrick Farrell (Akkordeon, New York) gehören zu den angesehensten und renommiertesten jungen Künstlern für Klezmer und jiddische Musik. Seit 2013 beschreiten sie gemeinsam neue kreative Pfade. Das Duo fühlt sich in vielen verschiedenen Stilen des jiddischen Liedes zuhause und interpretiert vor allem Farrells neue Vertonungen der Poesie von Dichterinnen aus dem 20. und 21. Jahrhundert.

Eintritt: folgt

04.06.2018
Jüdische Geschichte(n) auf Schalke.
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kreis Recklinghausen e.V.
Herzogswall 17
45657 Recklinghausen

Veranstaltungsort:
VELTINS-Schalke - 18.00 Uhr
Treffpunkt Schalke Museum am Treppenhaus 12

18:00 Uhr | Kosten: 9,00 € (ab 18 Teilnehmenden, darunter nach Anzahl)

Jüdische Geschichte(n) auf Schalke.

Ein Fußballverein stellt sich seiner NS-Vergangenheit

Wir besuchen die VELTINS-Arena auf Schalke mit einem Tour-Guide. An ausgewählten Orten (1000-Freunde-Mauer, Kabine, Innenraum usw.) blicken wir in die königsblaue Vergangenheit und erfahren mehr über die Lebensläufe der jüdischen Schalke-Spieler, der jüdischen Funktionsträger und Förderer des FC Schalke 04. Dabei wird auch die Rolle des Ruhrgebietsvereins während der Zeit des Nationalsozialismus beleuchtet. Denn ausgerechnet damals feierte Schalke seine größten sportlichen Erfolge. Zufall?

 

Hinweis: Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich:
Gerda E.H. Koch, Tel 02361-655462, E-Mail: gerda.koch-gcjz@t-online.de.

 

Wir müssen uns zum Zeitpunkt der Drucklegung des Programms noch vorbehalten, den Termin auf einen anderen Tag in der Woche zu verlegen oder die Tour zu ändern.


Kooperation: FC Schalke 04, Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen

04.06.2018
Iran-Israel-Deutschland: Antisemitismus, Außenhandel & Atomprogramm
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstr. 6
40213 Düsseldorf

Verantaltungsort:
Jüdische Gemeinde Düsseldorf
Paul-Spiegel-Platz 1, 40476 Düsseldorf

Beginn: 19:00 uhr

70 Jahre Staat Israel

Iran-Israel-Deutschland: Antisemitismus, Außenhandel & Atomprogramm

Dr. Stephan Grigat, Politikwissenschaftler

 

Der heutige Iran, Israel und Deutschland sind auf eine merkwürdige Weise miteinander verbunden. Eine entscheidende Rolle spielen dabei Geschichte und Gegenwart des Antisemi­tismus. In seiner Buchpräsentation erhebt der Herausgeber Stephan Grigat Einspruch gegen die gängige Darstellung des iranischen Regimes und fragt nach den besonderen Beziehungen, die Deutschland als „Rechtsnach­folger des Dritten Reiches“ zur antisemitischen Diktatur im Iran einerseits und zum jüdischen Staat andererseits unter­hält.  

 

Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter der Universität Wien und Research & Teaching Fellow an der Hebrew University of Jerusalem.

 

Gemeinsam mit Jüdischer Gemeinde Düsseldorf und B´nei Brith Loge

07.06.2018
Die Neue Synagoge in Gelsenkirchen
Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen
Georgstr. 2
45879 Gelsenkirchen

17:00 Uhr

Die Neue Synagoge in Gelsenkirchen

Führung mit Judith Neuwald-Tasbach, Vorsitzende

 

Im November 2004 erfolgte die Grundsteinlegung und schließlich wurde am 1. Februar 2007 die Neue Synagoge mit dem Gemeindezentrum auf dem Platz der 1938 niedergebrannten Synagoge eröffnet. Der bis dahin genutzte Alte Betsaal wird seitdem als Begegnungsstätte und Seminarraum genutzt.

 

Im Rahmen einer öffentlichen Führung besuchen wir das Gemeindezentrum mit der Synagoge und erhalten durch die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Einblicke in die Geschichte jüdischen Lebens in Gelsenkirchen gestern und heute sowie über die jüdische Religion.

 

Hinweis: Anmeldung erbeten an Gerda E.H. Koch, Tel. 02361-655462, E-Mail gerda.koch-gcjz@t-online.de

 

Männer werden gebeten, für den Besuch in der Synagoge eine Kopfbedeckung mitzubringen. Es besteht die Möglichkeit der Ausleihe.

26.06.2018
Beit Olam oder der gute Ort.
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstr. 6
40213 Düsseldorf

Treffpunkt:
Jüdischer Friedhof auf dem Nordfriedhof,
Ulmenstr. 236 (gegenüber vom Großmarkt)

Und am
Mittwoch, 27. Juni 2018, jeweils 10-15 Uhr

Beit Olam oder der gute Ort.
Gartenarbeiten auf dem jüdischen Friedhof

Jüdische Friedhöfe sind für die Ewigkeit angelegt, die Gräber werden nicht aufgegeben. Für die Gräber aus den frühen Jahren des Friedhofs finden sich oftmals keine Familienangehörigen mehr, daher kümmert sich unsere Gesellschaft um diese Gräber. Wir arbeiten dort mit Unterstützung der Friedhofsgärtner und laden ein, sich daran zu beteiligen. Bitte melden Sie sich zur Mitarbeit an und bringen Sie, falls vorhanden, Arbeitsgeräte sowie einen Imbiss für mittags mit.

08.07.2018
"Rund um die Villa"
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 14:00 Uhr | 5 € pro Person
Anmeldung nicht erforderlich

Treff- und Endpunkt jeweils am Geschichtsort Villa ten Hompel, Dauer ca. 90 Minuten

Stadtteilführung "Rund um die Villa"


Der historische Spaziergang mit dem Historiker Timm C. Richter führt durch das Erpho- und Mauritzviertel. Neben der Villa ten Hompel, dem Dienstsitz des Befehlshabers der Ordnungspolizei im Wehrkreis VI, befanden sich dort noch außergewöhnlich viele weitere Dienststellen von Partei und Staat in den Jahren 1933 bis 1945.

Auch Orte der Verfolgung lassen sich finden, wie etwa die Leitstelle der Gestapo oder der Getrudenhof, Sammelstelle der münsterländischen Juden vor ihrer Deportation. Im Rahmen dieses Rundganges werden an diesen Orten nach Spuren von Nationalsozialistischer Herrschaft, Verfolgung und Krieg gesucht und gezeigt, dass viele dieser Orte nicht nur räumlich eine Nähe zur Villa ten Hompel hatten.

08.07.2018
Soll das ein Witz sein?
Jüdisches Museum West­falen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

17:00 Uhr
Karten 5 € - im Jüdischen Museum und in der Stadtinfo, Recklinghäuser Straße 20

Soll das ein Witz sein?

Nicht um platte Kalauer, sondern um den politischen und den jüdischen Witz geht es bei dieser besonderen Baumhaus-Veranstaltung. In Kooperation mit dem Jüdischen Museum erfahren die Zuhörer von Klaus-D. Krause und seinen Mitstreitern, warum ein Witz gerade in Diktaturen den Erzähler zwar ins Gefängnis bringen, aber trotzdem höchst befreiend sein kann. Und darüber hinaus hören sie, was den jüdischen Humor so einzigartig macht.


Die Veranstaltung im Garten des Jüdischen Museums ist eine Premiere: Sie läutet die neue Reihe der „Garten-Lesungen“ ein.


– in Zusammenarbeit mit dem „Cornelia Funke Baumhaus“ –

18.07.2018
Entdeckungsreise im Museum
Jüdisches Museum West­falen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

10:00-15:00 Uhr | Für Kinder ab 8 Jahren | Kostenbeitrag 5 €

Ferienwerkstatt für Kinder - Entdeckungsreise im Museum

In unserer Sommerferienwerkstatt erkunden wir in einer spannenden Rallye das Museum, machen Süßigkeiten selbst und bedrucken T-Shirts mit deinem Namen auf Hebräisch.

 

Anmeldung und weitere Informationen: 02362 951467 oder info@jmw-dorsten.de

01.11.2018
Sprachtandem Deutsch-Hebräisch auf Facebook
Botschaft des Staates Israel und Goethe-Institut Israel

Die Botschaft des Staates Israel und das Goethe-Institut Israel haben gemeinsam eine Facebook-Seite eingerichtet, mit deren Hilfe interessierte Deutsch- beziehungsweise Hebräisch-Muttersprachler Sprachtandempartner finden können.

 

Die Mitglieder der Gruppe sind eingeladen, sich auf der Pinnwand vorzustellen - gern auch mit Fotos oder Videos - um ihren Wunsch nach einem Tandempartner zu bekunden. Interessenten können dann über die Kommentarfunktion oder durch eine persönliche Nachricht Kontakt aufnehmen. Wie die Tandempartnerschaft danach weitergeht, ob per Mail, Skype oder sogar persönliche Treffen, liegt natürlich an den Tandempartnern selbst.

 

Um Mitglied der Gruppe zu werden, wird ein Profil bei Facebook benötigt. Die Gruppe ist unter folgender URL zu finden: http://bit.ly/TandemDeutschIvrit

 

(Botschaft des Staates Israel, 22.07.13)

02.11.2018
Neue Bücher
Empfehlungen im Kulturnewsletter
der Botschaft des Staates Israel

 

Dror Mishani: „ Die schwere Hand“

Erscheint am 29. Januar 2018 im Zsolnay Verlag.

Avi Avraham, der „melancholische Sturkopf“, ist soeben zum Leiter des Ermittlungsdezernats von Cholon-Ayalon, Israel, ernannt worden. Beim nächsten Einsatz erkennt er die Leiche sofort: Lea Jäger. Sie war vor ein paar Jahren vergewaltigt worden, der Täter sitzt im Gefängnis. Jetzt fällt der Verdacht auf einen Mann in Polizeiuniform. Trotz heftiger Widerstände in den eigenen Reihen sucht Avi weitere Frauen, die nach einer Vergewaltigung erneut von einem Polizeibeamten vernommen wurden. Dabei stößt er auf eine junge Bankangestellte, die einige Jahre zuvor von einem Unbekannten brutal misshandelt wurde. Als er sie und ihren Mann aufs Revier bittet, kommt es zur Tragödie. Der dritte Krimi des international gefeierten Schriftstellers Dror Mishani.

Dror Mishani ist Literaturprofessor in Jerusalem, spezialisiert auf die Geschichte der Kriminalliteratur. Bei Zsolnay erschienen „Vermisst“ (2013), sein erster Roman und der erste in einer Reihe rund um Inspektor Avi Avraham, 2015 der zweite Fall, „Die Möglichkeit eines Verbrechens“. „Die schwere Hand“ ist der dritte Band der Reihe Avi Avraham ermittelt.

Dror Mishani: „Die schwere Hand“
übersetzt aus dem Hebräischen von Markus Lemke
288 Seiten, Zsolnay, Fester Einband, ISBN 978-3-552-05884-2

 

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Eshkol Nevo: „Über uns“

Erscheint bei dtv am 12. Januar 2018.

Arnon und Ayelet haben seit der Schwangerschaft Probleme mit dem Sex. Damit die Dinge wieder ins Lot kommen zwischen ihnen, passen Ruth und Hermann, das reizende ältere Ehepaar von nebenan, gern auf ihre kleine Tochter auf. Ein Stockwerk drüber hadert Chani Doron, die »Witwe« (ihr Mann ist ständig auf Geschäftsreise), mit ihrem Leben und Dvorah Edelman, ehemalige Richterin und tatsächlich verwitwet, träumt in der obersten Etage nachts davon, ihr Über-Ich werde amputiert. Lügen und Selbsttäuschung durchdringen Alltag und Familienleben. Nevo wirft Licht in die dunklen Winkel der menschlichen Natur und ist seinen Figuren zugleich mitfühlender Freund. Einfach davonkommen aber lässt er sie nicht...

Eshkol Nevo, geboren 1971 in Jerusalem, gehört heute zu den wichtigsten Schriftstellern seines Landes. Sein erster Roman „Vier Häuser und eine Sehnsucht“ stand 2005 auf der Shortlist des bedeutendsten Literaturpreises in Israel, dem Sapir Preis, 2008 wurde er in Frankreich mit dem Raymond Wallier Preis des Salon du Livre ausgezeichnet, 2009 war er auf der Longlist des Independent Prize. „Wir haben noch das ganze Leben“, sein zweiter Roman (Golden Book Prize, Israel 2007, Adei Wizo Preis, Italien 2011), war nicht nur in Israel, sondern auch in Deutschland ein Bestseller. Sein jüngster Roman „Neuland“ verkaufte sich in Israel über 130.000 Mal und gewann 2012 als „Book of the Year“ den Steimatzky Preis.


Eshkol Nevo lebt mit seiner Frau und seinen drei Töchtern in Ra’anana / Israel.

Eshkol Nevo: „Über uns“
aus dem Hebräischen von Markus Lemke
Deutsche Erstausgabe, 320 Seiten, ISBN 978-3-423-28131-7

 

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Ayelet Gundar-Gosher: "Lügnerin"

Erschienen beim Kein & Aber Verlag im Oktober 2017

Manche Menschen werden durch die Wahrheit schön, andere durch die Lüge. Als die unscheinbare Eisverkäuferin eines Tages ein Missverständnis zu einer Lüge formt, richten sich plötzlich die Augen der ganzen Stadt auf sie. Im hellen Licht der Kameras blüht sie auf, und mit ihr wächst und gedeiht die Lüge. Doch wie lange kann sich eine prachtvolle Pflanze halten, wenn ihre Wurzeln in sandigem Grund stecken? Ayelet Gundar-Goshen (Löwen wecken) legt die menschliche Seele bloß und lässt die Grenzen zwischen Richtig und Falsch meisterhaft verschwinden.

Ayelet Gundar-Goshen, geboren 1982, studierte Psychologie in Tel Aviv, später Film und Drehbuch in Jerusalem. Für ihre Kurzgeschichten, Drehbücher und Kurzfilme wurde sie bereits vielfach ausgezeichnet. Ihrem ersten Roman, „Eine Nacht, Markowitz“ (2013), wurde der renommierte Sapir-Preis für das beste Debüt Israels zugesprochen, 2015 folgte mit „Löwen wecken“ ihr zweiter Roman, der zurzeit für NBC als TV-Serie verfilmt wird.

Ayelet Gundar-Goshen – Lügnerin (Roman)
aus dem Hebräischen von Helene Seidler
Hardcover, 336 Seiten, ISBN: 978-3-0369-5766-1

 

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Aharon Appelfeld: "Meine Eltern"

August 1938: Am Ufer des Flusses Prut in Rumänien versammeln sich die Sommerfrischler, überwiegend säkularisierte Juden, darunter ein Schriftsteller, eine Wahrsagerin, eine früher mit einem Christen liierte Frau, die nun auf Männerschau ist. Auch der zehnjährige Erwin und seine Eltern sind hier, doch das Kind spürt, dass etwas anders ist: Hinter den Sommerfreuden, den Badeausflügen und Liebeleien geht die Welt, die alle kennen, zu Ende. Einige reisen früher ab, andere verdrängen die Nachrichten aus dem Westen. Spannungen bleiben nicht aus, auch nicht zwischen den Eltern, der Mutter, die Romane liest, an Gott glaubt und an das Gute, und dem Vater, dem Ingenieur, der alles rational und pessimistisch sieht. Als die Familie in die Stadt aufbricht, überfällt Erwin die Furcht. In der Schule wurde er geschlagen und als „Saujude“ beschimpft – und er beginnt zu ahnen, dass an den unterschiedlichen Haltungen seiner Eltern noch viel mehr hängt: die Zukunft, das Überleben.

Ein feinfühliger Roman, der seismographisch die Brutalität des heraufziehenden Krieges verzeichnet – und zugleich das Porträt einer bürgerlichen Welt vor der Katastrophe. Eines der persönlichsten Bücher von Aharon Appelfeld, direkt, ehrlich und doch auch kindlich-schön.

Aharon Appelfeld wurde 1932 in Czernowitz geboren. Nach Verfolgung und Krieg, die er im Ghetto, im Lager, dann in den ukrainischen Wäldern und als Küchenjunge der Roten Armee überlebte, kam er 1946 nach Palästina. In Israel wurde er später Professor für Literatur. Seine hochgelobten Romane und Erinnerungen sind in vielen Sprachen erschienen, auf Deutsch zuletzt „Ein Mädchen nicht von dieser Welt“ und „Auf der Lichtung“. Aharon Appelfeld, der unter anderem mit dem Prix Médicis und dem Nelly-Sachs-Preis ausgezeichnet wurde, lebt in Jerusalem.

 

Aharon Appelfeld: „Meine Eltern“ (Roman)
aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler
Rowohlt.Berlin, 272 Seiten, ISBN: 978-3-7371-0031-1

 

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Liad Shoham: „Das Blut an euren Händen“

Anat Nachmias langweilt sich. Sie arbeitet bei der lokalen Polizeistation in Petach Tikwa, wenige Kilometer östlich von Tel Aviv, und kümmert sich um Bagatelldelikte. Als eine Frau auf die Wache kommt und ihren Ehemann als vermisst meldet, stürzt sie sich deshalb mit Eifer in die Ermittlungen. Ihre Vorgesetzten sehen das nicht gern, Schwerkriminalität existiert ihrer Meinung nach nicht in Petach Tikwa, und vor allem verschwinden hier keine Menschen.

 

Als Ido Dolev, ein Freund des Vermissten, anfängt, sich ebenfalls für den Fall zu interessieren, kommt Schwung in Anats Nachforschungen. Und das nicht nur, weil Ido jung, gut aussehend und witzig ist. Die beiden merken, dass sie zusammenarbeiten müssen, um den Fall aufzuklären. Die brutale Wahrheit, die sie ans Licht bringen, übersteigt alles, was sie sich über die so saubere Stadt hätten ausmalen können.

 

Liad Shoham ist Schriftsteller und praktizierender Anwalt. Er studierte an der Hebräischen Universität Jerusalem sowie an der London School of Economics. Liad Shoham ist einer der führenden Thriller-Autoren Israels, alle bislang veröffentlichten Bücher wurden zu Nr. 1-Bestsellern. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Tel Aviv. Bei DuMont erschienen bislang „Tag der Vergeltung“ (2013) und „Stadt der Verlorenen“ (2015).

 

Liad Shoham : „Das Blut an euren Händen“ Roman, ca. 400 Seiten
übersetzt aus dem Hebräischen von Ulrike Harnisch
DuMont Buchverlag ISBN 978-3-8321-8895-5

 

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David Grossman: „Kommt ein Pferd in die Bar“

Kann Humor Leben retten? Oder wenigstens die Seele eines Jungen? Der neue große Roman von David Grossman.

 

Für eine gute Pointe gab Dovele schon immer alles. Als Kind lief er oft auf den Händen. Er tat das, um seine Mutter zum Lachen zu bringen und damit ihm keiner ins Gesicht schlug. Heute steht er ein letztes Mal in einer Kleinstadt in Israel auf der Bühne. Er hat seinen Jugendfreund, einen pensionierten Richter, eingeladen. Im Laufe des Abends erzählt der Comedian zwischen vielen Witzen eine tragische Geschichte aus seiner Jugend. Es geht um Freundschaft und Familie, Liebe, Verrat und eine sehr persönliche Abrechnung auf dem Weg zu einer Beerdigung. Dem Kleinstadtpublikum ist das Lachen vergangen. Den Leser hält David Grossman mit diesem grandiosen Roman bis zur letzten Zeile gefangen.

 

David Grossman wurde 1954 in Jerusalem geboren und gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern der israelischen Gegenwartsliteratur. 2008 erhielt er den Geschwister-Scholl-Preis, 2010 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Bei Hanser erschienen zuletzt „Diesen Krieg kann keiner gewinnen“ (2003), „Das Gedächtnis der Haut“ (2004), „Die Kraft zur Korrektur“ (2008), „Eine Frau flieht vor einer Nachricht“ (Roman, 2009), „Die Umarmung“ (2012) und „Aus der Zeit fallen“ (2013). p>Im April stellt David Grossman seinen Roman auf einer Lesereise durch Deutschland persönlich vor.

 

David Grossman: "Kommt ein Pferd in die Bar" Roman, 256 Seiten
übersetzt aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer
Hanser Verlag ISBN 978-3-446-25050-5 ePUB-Format ISBN 978-3-446-25189-2

 

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Israel Wimmelbuch

Rachel Shalev nimmt uns mit auf eine bunte Reise quer durch Israel und zeigt uns Land und Menschen. Wir entdecken die Stadt Tel Aviv mit ihrem Strand und lebhaften Straßencafes und wandern mit Familie Teitelbaum durch den grünen Norden Israels. Auf dem Markt in Jerusalem begegnen uns die unterschiedlichsten Menschen aus aller Welt, für die Jerusalem eine "heilige Stadt" ist. In der Negev-Wüste treffen wir auf die Beduinenfamilie Abu Zaid. Eine äthiopische Einwanderin und ihre Mutter plantschen im Toten Meer, drei Nonnen schauen wir beim Tauchen nach bunten Fischen und Korallenriffen in Eilat zu.

Die vielen kleinen durchgehenden Geschichten wimmeln vor liebevollen Details und überraschenden Charakteren.

Rachel Shalev "Israel Wimmelbuch"
14 Seiten, Pappe, 3-6 Jahre
ISBN 9783981382587

In Kooperation mit