Aktuelle Termine

01.01.2017
AUSSTELLUNG - „Eine kurze Geschichte der Menschheit"
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Museumsmeile Bonn
Friedrich-Ebert-Allee 4
53113 Bonn

„Eine kurze Geschichte der Menschheit"

Die Bundeskunsthalle zeigt diese Ausstellung des Israel Museums, Jerusalem, bis zum 26. März 2017

 

Eine kurze Geschichte der Menschheit – unter diesem Titel ist das Buch des israelischen Historikers Yuval Harari erschienen, das die Erzählstruktur der gleichnamigen Ausstellung bestimmt. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Israel Museums in Jerusalem wurde die Schau mit herausragenden Objekten aus dessen Sammlung entwickelt und kann nun erstmalig in Europa präsentiert werden.

Die archäologischen Objekte aus dem Israel Museum erzählen die Geschichte der Menschheit von ihrem Aufbruch in die Zivilisation bis in die Gegenwart. Zu ihnen gehören die ältesten bekannten Überreste einer Feuerstelle, die ersten Werkzeuge, seltene Belege für die Koexistenz von Homo sapiens und Neandertalern, die frühesten Zeugnisse für den Gebrauch von Schrift und Ziffern, die ersten Münzen, das Faksimile einer Abschrift der Zehn Gebote, eine Ausgabe der Gutenberg-Bibel, eine Replik von Edisons Glühbirne sowie das Originalmanuskript von Albert Einstein zur Relativitätstheorie. Einen besonderen Schatz stellen 36 Skulpturen von Göttinnen und Göttern aus aller Welt dar, von neolithischen Stein- und Tonplastiken über altägyptische Gottheiten, Figuren aus der griechischen und römischen Mythologie bis hin zu südamerikanischen Darstellungen und Skulpturen aus Asien und Afrika. Diese Artefakte werden ausgewählten Beispielen der zeitgenössischen Kunst gegenübergestellt, welche die Geschichte mit der Gegenwart verknüpfen. Darunter sind Werke von Mirosław Bałka, Bruce Connor, Mark Dion, Douglas Gordon, Aernout Mik, Adrian Paci, Paul Pfeiffer, Charles Ray, Haim Steinbach und Mark Wallinger.


(Foto: Efrat Natan, Swing of the Scythe Sculpture, 2002, Erworben durch: Artvision Acquisition Committee, The Israel Museum, Jerusalem © Efrat Natan)

29.01.2017
AUSSTELLUNG
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Eine Geschichte von Vernichtung und Überleben – Der Holocaust im galizischen Erdölrevier


Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 23. April 2017


Galizien ist eine Kulturlandschaft im Osten Mitteleuropas, die heute zwischen Polen und der Ukraine geteilt ist. Juden bildeten seit dem Mittelalter einen wichtigen Teil der multi-ethnischen Gesellschaft.

Die Ausstellung zeichnet den Holocaust im galizischen Erdölrevier nach. Sie erzählt die Geschichte von Entrechtung, Unterdrückung, Zwangsarbeit, Hunger, von Ghettosierung und Massenerschießungen, von den Transporten ohen Wiederkehr in das Vernichtungslager Belzec.
Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Opfern, den Tätern, den Tatbeteiligten, den Überlebenden und ihren Rettern. Sie folgt dem Schicksal der Familie des Holocaust-Überlebenden Prof. Dr. Józef Lipman. Sie würdigt die Taten und den Mut der Retter, besonders des jungen deutschen Managers Berthold Beitz und seiner Frau Else.


Träger der Ausstellung sind Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) Region Bonn, Drohobycz Boryslaw and Vicinity Organization (DBO) und Israel Fundacja Bente KAhan (FBK), Polen.

 

Foto: WL1614, Wiener Library, Auf dem Bahnhof Drohobycz zurückgelassenes Gepäck eines Transports in das Vernichtungslager Belzec, 1942
05.03.2017
AUSSTELLUNG - ECCLESIA & SYNAGOGA
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Ev. Stadtkirche St. Petri
Westenhellweg
44137 Dortmund

ECCLESIA & SYNAGOGA

Antijudaismus in der christlichen Kunst

Im Rahmen von „500 Jahre Reformation“ und der Woche der Brüderlichkeit 2017 „Nun gehe hin und lerne“

Ausstellung vom 5. März - 5. April 2017


Eröffnung: Sonntag | 5. März 17 | 11.30 h

Begrüßung: Pfr.in Almut Begemann und Georg Borgschulte, Katholische Stadtkirche
Grußwort: Superintendent Ulf Schlüter
Einführung: Prof. Herbert Jochum, Saarbrücken
Musik: Ludwig Kaiser, Orgel

ZUR AUSSTELLUNG
Ecclesia und Synagoga sind zwei Frauengestalten, die in der christlichen Kunstgeschichte als allegorisches Paar Christentum und Judentum darstellen. Meist unter dem Kreuz platziert spiegeln ihre Gestik, ihre Gewänder und ihre Zuordnung das Verhältnis zwischen den beiden Religionen aus Sicht der christlichen Kirche seit dem 9. Jahrhundert wider. Ecclesia als personifizierte „triumphierende Kirche“ und Synagoga – das „unterlegene Judentum“ - sind an zahlreichen Kathedralen und Kirchen, als Skulpturen oder in der Wandmalerei  zu betrachten. Die spannungs- und konfliktreiche Ausgrenzung des Judentums in der christlichen Kunst und die letztendlich tödliche Wirkung von antijüdischer Sprach- und Bildsymbolik werden in 70 Bild- und Texttafeln aufgezeigt.

2017 begeht der Protestantismus das 500-jährige Jubiläum der Reformation. Blickt man auf die Aussagen Martin Luthers über „die Juden“ gibt es in dieser Hinsicht nichts zu feiern. In seinen antijüdischen Schriften hat er die Tradition der christlichen Judenfeindschaft aufgegriffen und teilweise sogar verschärft. Die Ausstellung will die verhängnisvollen Folgen dieser judenfeindlichen Ikonographie transparent machen und zu einer kritischen Auseinandersetzung anregen.


ERWEITERTE ÖFFNUNGSZEITEN
dienstags – freitags von 11 – 17 h
donnerstags 11 – 19 Uhr und samstags 10 – 16 h

FÜHRUNGEN
Samstag, 11. März, 10.30 h und Donnerstag, 16. März, 17 h
Aus katholischer Sicht mit Pfr. i.R. Norbert Neu

Dienstag, 21. und 28. März, 15 h
aus evangelischer Sicht mit Pfr. Ralf Lange-Sonntag, Ev. Vorsitzender der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit

Donnerstag, 23. März, 10.30-12 h
aus evangelischer Sicht mit Pfr.i.R. Dr. Matthias Klose-Henrichs, Leiter des Theol. AK’s der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbei


Veranstaltet von: Ev. Stadtkirche St. Petri und Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V. in Kooperation mit Katholische Stadtkirche, Volkshochschule, Schulreferat des Ev. Kirchenkreises, Ev. Akademie Villigst

26.03.2017
„Geschichte – Gewalt – Gewissen“
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Öffentliche Führungen

Am letzten Sonntag im Monat, jeweils 15 Uhr

 26. März | 30. April | 28. Mai | 25. Juni 2017


Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an der neuen Dauerausstellung "Geschichte – Gewalt – Gewissen" mitgearbeitet haben, führen durch die Ausstellung.

 

Diese erzählt in Anlehnung an die Hausgeschichte von den Verbrechen der Ordnungspolizei im Zweiten Weltkrieg und Versuchen der Aufarbeitung in der Nachkriegszeit: Thematisiert werden die enorme Dimension der Beteiligung der uniformierten Polizei am Zweiten Weltkrieg und an den Genoziden gegenüber Juden sowie Sinti und Roma, die öffentliche und personelle Entnazifizierung und Kontinuitäten nach 1945, die juristische Aufarbeitung des NS-Unrechts sowie der bürokratische Versuch einer „Wiedergutmachung“ der Bundesrepublik gegenüber ehemals Verfolgten.

 

Der Eintritt ist frei - Spenden erwünscht, Dauer ca. 1 Stunde

28.03.2017
Geschichte einer Liebe - Freya
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Filmforum im Museum Ludwig
Bischofsgartenstraße 1
50667 Köln

Beginn: 18:30 Uhr

Geschichte einer Liebe - Freya

ein Film von Antje Starost & Hans Helmut Grotjahn

 

Freya von Moltke kam 1911 in  der Bankiersfamilie Deichmann in Köln zur Welt. Im Sommer 1929, mit 18 Jahren, lernte sie Helmuth James von Moltke kennen: „Ich sah ihn und mein Herz stand still." Er wurde die Liebe ihres Lebens. Die beiden sahen mit an, wie die Nationalsozialisten Europa in einen Krieg stürzten und beschlossen 1940 - Hitler befand sich auf dem Höhepunkt seiner Macht - in den Widerstand zu gehen. Zusammen mit Peter und Marion Yorck von Wartenburg bildeten die Moltkes den Kern des Kreisauer Kreises, der sich auf die Zeit nach Hitler vorbereitete. Auf dem Gut der Familie von Moltke im schlesischen Kreisau organisierte Freya drei Treffen des Kreisauer Kreises, bei denen Entwürfe für ein demokratisches, geeintes Europa nach dem Fall des Nationalsozialismus erarbeitet wurden.

 

Nach dem missglückten Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wurde Helmuth James von Moltke, der seit Januar 1944 inhaftiert war, in das Gefängnis Tegel verlegt. Die Zeit vor dem Prozess und der Hinrichtung bildete den dramatischen Höhepunkt der Beziehung zwischen ihm und seiner Frau. Es war eine Zeit zwischen Hoffnung und Abschied. Jeder Tag konnte der letzte sein. Fast täglich schrieben sich die beiden Briefe, die von dem Gefängnispfarrer Harald Poelchau geschmuggelt wurden. Diese Liebe im Widerstand endete auch nicht mit der Hinrichtung Helmuth James von Moltkes am 23. Januar 1945 in Berlin-Plötzensee.

 

Der Dokumentarfilm erzählt diese Geschichte aus der Perspektive von Freya von Moltke.

29.03.2017
Kolloquium: Geschichte - Gewalt - Gewissen
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

15:00 bis 21:00 Uhr

Reflexionen und Impulse zwei Jahre nach der Ausstellungseröffnung

Am 29. März 2015 konnte mit einem Festakt die neue Dauerausstellung der Villa ten Hompel unter dem programmatischen Titel "Geschichte – Gewalt – Gewissen" eröffnet werden. Im Spiegel neuer Forschungsimpulse sollen wissenschaftliche wie didaktische Perspektiven der Vermittlung der drei titelgebenden Themenkomplexe diskutiert werden.

Progamm:

Prof. Dr. Alfons Kenkmann/Dr. Christoph Spieker (Münster): Einführung

Dr. Martin Winter (Leipzig): Gewalt und Erinnerung im ländlichen Raum: Die deutsche Bevölkerung und die Todesmärsche

Thomas Köhler (Münster): Die Ordnungspolizei in Polen 1939/40 zwischen Mordeinsätzen und Medienpropaganda

Dr. Marco Dräger (Göttingen): Deserteur-Denkmäler in der Geschichtskultur der Bundesrepublik

Martin Hölzl (Berlin): KZ-Aufseher als Kriegsopfer? Die Überprüfungs- und Entziehungspraxis bei Kriegsopferrenten von NS-Tätern

 

19 Uhr, Öffentlicher Abendvortrag:

Räume der Gewalt

mit Prof. Dr. Jörg Baberowski (Berlin)

 

Warum tun Menschen einander Gewalt an? Eine eindringliche Studie über den kulturellen Umgang mit Gewalt von dem vielfach ausgezeichneten Stalinismusforscher und Historiker Jörg Baberowski.

 

Jede Erklärung der Gewalt sehnt ihr Ende herbei. Das Leben soll schöner werden und die Gewalt aus ihm verschwinden. Doch die Gewalt war und ist eine für jedermann zugängliche und deshalb attraktive Handlungsoption – und kein "Betriebsunfall" oder "Extremfall". Wer wirklich wissen will, was geschieht, wenn Menschen einander Gewalt antun, muss eine Antwort auf die Frage finden, warum Menschen Schwellen überschreiten und andere verletzen oder töten.

 

Nach seinem preisgekrönten Buch über das stalinistische Gewaltsystem legt der bekannte Historiker Jörg Baberowski nun eine nicht minder beeindruckende Studie über den sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Umgang mit Gewalt vor.

 

Prof. Dr. Jörg Baberowski studierte Geschichte und Philosophie und ist seit 2002 Professor für Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zählen: "Der Rote Terror. Die Geschichte des Stalinismus", "Der Sinn der Geschichte. Geschichtstheorien von Hegel bis Foucault" und zuletzt "Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt". "Verbrannte Erde" wurde 2012 mit dem Preis des Leipziger Buchmesse ausgezeichnet.

 

"Jörg Baberowski hat ein überaus kluges Buch über die Gewalt geschrieben, weil er auf große Theorien und einfache Lösungsvorschläge verzichtet hat." (Herfried Münkler in Die Zeit)

"Mehr kann ein Historiker mit seiner Feder wohl nicht erreichen." (Sönke Neitzel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)


Am Stand des Buchladens "Rosta" können Bücher des Autors erworben werden, die der Autor auf Wunsch signiert.

 

Der Abendvortrag findet in Kooperation mit der Dokumentations- und Forschungsstelle "Justiz und Nationalsozialismus" und dem Evangelischen Forum Münsterstatt.

 

Der Eintritt zum Kolloquium ist frei.
Anmeldungen erbeten unter tenhomp@stadt-muenster.de

02.04.2017
Synagogale Musik und Moderne jüdische Musik
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
St. Petri-Kirche
Westenhellweg, Dortmund

Beginn: 17:00 Uhr

"WOCHE DER BRÜDERLICHKEIT 2017"

Synagogale Musik und Moderne jüdische Musik

Konzert mit dem BAT KOL DAVID CHOR (Dortmund)

Synagogale Musik nach Louis Lewandowski, Salomon Sulzer u.a. (1. Teil).
Der jüdische Musikkalender: Zwischen Purim und Pessach (2. Teil)
Mit (neuen) Kompositionen und Arrangements von David Zapolski.
Moderation: Barbara Samuel.

 

»Bat Kol David« (»Echo Davids) – der Chor des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe – wurde 1996 u. a. auf Initiative von Rabbiner Dr. Henry Brandt ins Leben gerufen. Es lag ihm daran, über den Chorgesang alte, weithin verlorengegangene synagogale Musik neu zu beleben.

 

Die aus der ehemaligen Sowjetunion zugewanderten Musiker/innen nahmen diese Idee enthusiastisch auf und verwirklichen sie weiterhin. Sie verstehen sich als neue Vermittler nicht nur einer fast verlorengegangenen Synagogalmusik, sondern auch moderner jüdischer Musik.

Einen wesentlichen Beitrag zur Pflege der Tradition synagogaler Musik mit ihrer erstrangigen Bedeutung des Kantorengesangs leisten die Solisten und Instrumentalisten des Chores.

 

Mit David Zapolski kam ein Dirigent und Komponist zu »Bat Kol David«, der neue Impulse für ein qualitativ anderes Niveau von Klangkultur, Interpretation und die Einzigartigkeit des Repertoires dieses Chores gab. Unterstützt wird er in der Chorarbeit durch die Pianistin und engagierte Korrepetitorin Alla Mesionzhnik.

 

Zum Herunterladen:
- Flyer Karte
- Flyer Plakat

 

In Kooperation: Ev. Stadtkirche St. Petri, Evangelische Akademie Villigst, Institut für Religionspädagogik und Medienarbeit im Erzbistum Paderborn

02.04.2017
Synagoge Köln
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Synagoge Köln
Roonstraße 50, 50674 Köln

Beginn: 14:00 Uhr | Eintritt 5 €

Vortrag mit anschließender Führung durch die Synagoge in der Roonstraße

mit Miguel Freund

 

Die Jüdische Gemeinde Köln ist nachweislich nicht nur die älteste Gemeinde Deutschlands, sondern auch die älteste jüdische Gemeinschaft in Europa nördlich der Alpen. Sie wurde erstmals im Jahre 321 n. Chr. im Dekret Kaiser Konstantins erwähnt und umfasste eine größere Gruppe jüdischer Einwohner.
Das Gemeindehaus in der Roonstraße 50 ist das „Herzstück“ der Synagogen-Gemeinde. Hier befindet sich das religiöse und kulturelle Zentrum. Eingeweiht wurde das Gotteshaus am 22. März 1899. In der Reichspogromnacht brannte auch diese Synagoge aus. Erst am 20. September 1959 konnte die kurz zuvor wiederaufgebaute Synagoge eingeweiht werden, um der seit April 1945 wiederbestehenden Gemeinde als Gebetshaus zu dienen.


Die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit möchte in Kooperation mit dem Förderverein für romanische Kirchen die Möglichkeit geben, das jüdische Gemeindeleben in Köln kennenzulernen. Bei unserem Besuch gibt es eine Führung mit Miguel Freund, Mitglied der Synagogen-Gemeinde Köln und Stellvertretender Vorsitzender der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Dabei wird es auch um die Einflüsse neoromanischer Baukunst gehen und welche hierbei in der Synagoge Roonstraße wiederzufinden sind.

 

Anmeldungen bitte unter kontakt@koelnische-gesellschaft.de



Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Förderverein für Romanische Kirchen

05.04.2017
In Memoriam Imre Kertész
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Auslandsgesellschaft NRW e.V.
Steinstr. 48, 44147 Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr

In Memoriam Imre Kertész: „Roman eines Schicksallosen“

Einführung, Lesung und Diskussion mit Claus Dieter Clausnitzer (Dortmund)

 

Imre Kertész, 1929 in Budapest geboren, wurde 1944 als 14-Jähriger nach Auschwitz und Buchenwald deportiert. In seinem Roman eines Schicksallosen hat er diese Erfahrung auf außergewöhnliche Weise verarbeitet.

 

Das Buch erschien zuerst 1975 in Ungarn, wo er während der sozialistischen Ära jedoch Außenseiter blieb und vor allem von Übersetzungen lebte (u.a. Nietzsche, Hofmannsthal, Schnitzler, Freud, Joseph Roth, Wittgenstein, Canetti).

 

Erst nach der europäischen Wende gelangte er zu weltweitem Ruhm. 2002 erhielt er den Literaturnobelpreis. Seitdem lebte Imre Kertész überwiegend in Berlin und kehrte erst 2012, schwer erkrankt, nach Budapest zurück. Er starb am 31. März 2016.

 

Claus Dieter Clausnitzer absolvierte sein Schauspielstudium an der Neuen Münchner Schauspielschule. Seine Engagements und Gastspiele führten ihn unter anderem an das Residenztheater München, das Theater St. Gallen, das Deutsche Theater Göttingen, das Theater Bremen, das Schauspielhaus Bochum und das Theaterlabor George Tabori. Von 1976 bis 2010 gehörte Clausnitzer zum Ensemble des Schauspiels Dortmund.

 

In Kooperation: Auslandsgesellschaft NRW e.V., Volkshochschule, Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

05.04.2017
Mittwochsgespräch
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr

Mittwochsgespräch

Mörder oder Mordgehilfe? Die schwierige Suche nach der juristischen Wahrheit

Oberstaatsanwalt Andreas Brendel (Dortmund) im Gespräch mit Thomas Köhler (Münster)

 

Von den rund 6.500 im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau eingesetzten SS-Angehörigen mussten sich gerade einmal 43 vor einem bundesdeutschen Gericht verantworten – oft erst sehr viele Jahre nach ihren Taten. Die Strafen für ihre Verbrechen waren oft skandalös niedrig.
Waren diese Männer Mörder oder „nur“ Mordgehilfen? Wie kamen die Prozesse zustande? Und wie sieht es mit der juristischen Möglichkeit der Strafverfolgung von Massentötungen außerhalb der Konzentrations- und Vernichtungslager aus?


Für Strafermittler wie Oberstaatsanwalt Andreas Brendel zählen klare Beweislagen, um zur juristischen Wahrheit zu gelangen. Im Detmolder Auschwitz-Prozess von 2016 vertrat Brendel die Anklage gegen den 94jährigen ehemaligen SS-Wachmann. Das Urteil von fünf Jahren Haft wegen Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen ist mittlerweile vom BGH als rechtskräftig bestätigt worden und damit ein – wenn auch später – Meilenstein der Justizgeschichte.

 

Andreas Brendel ist Oberstaatsanwalt und Leiter der „Zentralstelle“ für Nordrhein-Westfalen für die Bearbeitung von nationalsozialistischen Massenverbrechen.

 

Thomas Köhler ist Historiker, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Geschichtsorts Villa ten Hompel und assoziierter Mitarbeiter am Historischen Seminar der WWU Münster.


In Kooperation mit der Dokumentations- und Forschungsstelle Justiz und Nationalsozialismus und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

06.04.2017
„3. Generation – Auf den Spuren unserer Vorfahren“
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 19:30 Uhr | Eintritt 5€

„3. Generation – Auf den Spuren unserer Vorfahren“

Dokumentarfilm von Alexander Stoler, David Vataman und Sergij Kolesnikow


Der Film handelt von jüdischen Migranten in Deutschland, die aus der ehemaligen Sowjetunion gekommen sind. Wie war deren Leben als Jude in der Sowjetunion? Und wie sieht das jüdische Leben in der Ukraine und in Russland heute aus? Drei junge Filmemacher haben sich auf Spurensuche begeben; Alexander Stoler wird zur Diskussion anwesend sein.

– in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Recklinghausen –

11.04.2017
Ferienwerkstatt für Kinder
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

9:00 bis 15:00 Uhr | Kostenbeitrag 5 €

Mazzenlasagne backen und „Afikoman“ suchen

Ferienwerkstatt für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren rund um das Pessach-Fest


Kurz vor dem Osterfest nehmen wir Euch mit auf eine Entdeckungsreise zum Feiertag Pessach. Bei einer Führung durch unsere Dauerausstellung zur jüdischen Kultur und Tradition lernt ihr neben dem Feiertag Pessach auch die Tora kennen und könnt eine Kippa aufsetzen. Das Pessach-Fest beginnt mit dem Sedermahl. Einige der Speisen lernt ihr in unserer Pessach-Werkstatt genauer kennen und könnt auch einige probieren.


Anmeldung und weitere Informationen: 02362 951467 oder info@jmw-dorsten.de

19.04.2017
„Sol sajn sholem"- Variationen zum Thema Frieden in jüdischen Liedern
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Katholische Akademie Schwerte
Bergerhofweg 24, Schwerte

Beginn: 13:00 Uhr

„Sol sajn sholem"- Variationen zum Thema Frieden in jüdischen Liedern

Lieder- und Klezmer-Workshop mit Daniel Kempin (Frankfurt) und Dimitry Reznik (Antwerpen)

 

19.  bis 21. April 2017

 

Frieden, shalom, sholem, - dieses große Thema jüdischen Glaubens und Lebens nimmt sich der diesjährige Workshop vor. Lieder voller Hoffnung, Sehnsucht und Vertrauen, aber auch Lieder, in denen sich die Tiefen menschlichen Lebens widerspiegeln, werden wir gemeinsam bearbeiten. Die große Bandbreite von "Friedensliedern" macht die Auswahl zwar schwer, eröffnet aber auch die Möglichkeit, sich ganz verschiedenen musikalischen Richtungen zuzuwenden.

 

Bestandteil des Lieder- und Klezmerworkshops ist neben den Liedern die Erarbeitung einer instrumentalen und vokalen Klezmer-Suite.

 

Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob und welches Instrument Sie mitbringen werden. Thematische und instrumentale Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, Freude am Singen und Musizieren schon!

 

Tagungsleitung: Dr. Sabine Federmann

 

Den Workshop leiten:
Daniel Kempin, freiberuflicher Musiker – mit reicher Konzert- und Workshoptätigkeit, Veröffentlichung von mehrfach ausgezeichneten CD s, Chasan/Kantor des Egalitären Minjan in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt
Dimitry Reznik, freiberuflicher Klezmer, Mitglied der Jüdischen Gemeinde Antwerpen, Musikstudium in St. Petersburg, Köln und Utrecht.

 

Kosten: 130 € (EZ m. Vollpension),
Tagungsbeitrag: 70 €

 

Anmeldung, Programm etc.:
Ulrike Pietsch, Tel.: 02304 / 755-325, ulrike.pietsch@kircheundgesellschaft.de

 

In Kooperation: Evangelische Akademie Villigst

23.04.2017
Offene Führung
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 14:30 Uhr

Offene Führung mit Reinildis Hartmann


Interessierten Besucherinnen und Besuchern bietet das Jüdische Museum Westfalen zu bestimmten Terminen offene Führungen an. An diesen Sonntagen kann man die Dauerausstellungen im Rahmen einer Führung kennenlernen.

Eintritt und Führung: 4,00 €, ermäßigt 1,50 € pro Person

23.04.2017
"Rund um die Villa"
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 14:00 Uhr

Stadtteilführung "Rund um die Villa"

Der historische Spaziergang mit dem Historiker Timm C. Richter führt durch das Erpho- und Mauritzviertel. Neben der Villa ten Hompel, dem Dienstsitz des Befehlshabers der Ordnungspolizei im Wehrkreis VI, befanden sich dort noch außergewöhnlich viele weitere Dienststellen von Partei und Staat in den Jahren 1933 bis 1945. Auch Orte der Verfolgung lassen sich finden, wie etwa die Leitstelle der Gestapo oder der Getrudenhof, Sammelstelle der münsterländischen Juden vor ihrer Deportation. Im Rahmen dieses Rundganges werden an diesen Orten nach Spuren von Nationalsozialistischer Herrschaft, Verfolgung und Krieg gesucht und gezeigt, dass viele dieser Orte nicht nur räumlich eine Nähe zur Villa ten Hompel hatten.

 

Kosten und Buchung
Treff- und Endpunkt jeweils am Geschichtsort Villa ten Hompel, Dauer ca. 90 Minuten, 5 € pro Person, keine Anmeldung erforderlich.

04.05.2017
Worte in der Mittagspause
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 12:30 Uhr | Eintritt 2 €

Aus der „Bibliothek der verbotenen Bücher

Die Mittagspause ist zur Entspannung da, Lesen kann entspannend wirken, etwas vorgelesen bekommen sowieso.


Walter Schiffer (Borken) liest aus Stefan Zweigs „Schachnovelle“.
Lehnen Sie sich zurück und hören Sie ein paar Minuten zu.

Die Dauer der Veranstaltung beträgt ca. 20 Minuten. Anmeldung nicht erforderlich

04.05.2017
Reihe "Junge Wissenschaft"
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr

"Junge Wissenschaft": Gerechtigkeit nach dem Holocaust?

Erfahrungen aus dem „Holocaust Claims Processing Office” in New York

 

Vortrag und Diskussion mit Dr. Sebastian Felz (Köln)

 

Der Fall Gurlitt hat der deutschen und internationalen Öffentlichkeit gezeigt, dass die Folgen der nationalsozialistischen Raubpolitik immer noch andauern. Viele Vermögenswerte wurden bis heute den rechtmäßigen Eigentümern nicht zurückgegeben. Schon 1997 wurde vom US-amerikanischen Bundesstaat New York eine Behörde gegründet, um kostenlos Opfer des Holocausts und ihren Erben dabei zu helfen, Bankkonten, Versicherungspolicen und Kunstwerke zurückzuerhalten, die verloren gegangen, gestohlen oder unter Zwang und Bedrohung wegen der nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen verkauft worden waren.

 

Über Erfolge und Misserfolge der Restitution aus der Perspektive des in der Behörde hospiterienden damaligen Rechtsreferendars Sebastian Felz soll in diesem Vortrag berichtet werden.

 

Dr. Sebastian Felz, Historiker und Jurist, war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte von Professor Dr. Hans- Ulrich Thamer an der WWU Münster. Seinen juristischen Vorbereitungsdienst absolvierte er in u. a. New York. Als Verbandsjurist arbeitet er aktuell bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung in St. Augustin und Berlin.

 

In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Münster e.V., Gegen Vergessen – Für Demokratie Regionalgruppe Münsterland e.V.  und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

05.05.2017
Aktuelle Formen des Antisemitismus
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.
Richartzstr. 2-4, 50667 Köln
Telefon: 0221/617284

Veranstaltungsort:
DGB Jugendbildungszentrum
Am Homberg 44-50
45529 Hattingen

5. bis 7. Mai 2017

Aktuelle Formen des Antisemitismus

„An allem sind die Juden und die Radfahrer schuld.“

im Rahmen unseres Projektes „Jederzeit wieder! Gemeinsam gegen Antisemitismus“ möchten wir Dich herzlich zu unserem Wochenendseminar “An allem sind die Juden und die Radfahrer schuld.“ – Aktuelle Formen des Antisemitismus einladen.

Häufig wird Antisemitismus ausschließlich der extremen Rechten zugeordnet. Nicht zuletzt die Entwicklungen in Osteuropa und den USA weisen jedoch auf einen erstarkenden Antisemitismus hin, der auch in Deutschland zu beobachten ist. „An allem sind die Juden und die Radfahrer schuld.“ Dieses als Witz verstandene Zitat hat für Jüdinnen und Juden in Deutschland täglich reale Konsequenzen: antisemitische Straftaten befinden sich weiterhin auf hohem Niveau und ein Alltagsantisemitismus hat sich breit gemacht.


Das Seminar richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene und bietet einen Einstieg für diejenigen, die mehr über das Thema erfahren wollen. Wir beschäftigen uns mit den verschiedenen Formen des Antisemitismus und schauen uns an, weshalb dieser nicht immer direkt erkannt wird.


Wie stellt sich Antisemitismus in Deutschland dar? Was hat der Nahostkonflikt mit Antisemitismus zu tun? Wie erleben Juden und Jüdinnen dieses Phänomen? Und was können wir alle dagegen tun? Wir möchten Euch einladen gemeinsam mit uns diesen und weiteren Fragen nachzugehen und alltagspraktische Handlungsweisen zu entwickeln, um Judenhass entschieden entgegenwirken zu können.


Wenn du Lust und Zeit hast mit dabei zu sein, melde Dich bitte mit dem beiliegenden Anmeldeformular pünktlich bis zum 21. April 2017 an. Vielleicht interessiert sich ja auch jemand aus Deiner Klasse bzw. von Deinen FreundInnen für das Thema? Dann kannst Du sehr gerne unsere Flyer weiterreichen.

 

Die Teilnahme am Seminar, Übernachtung und Verpflegung sind wie immer kostenlos.

 

Wir freuen uns über Dein Kommen!

 

Weitere Informationen könnt ihr demnächst auf unserer Homepage und Facebookseite entnehmen.

 

Ein Seminar in Kooperation mit der DGB Bildungsstätte Hattingen

11.05.2017
Nicht nur die Frau des Malers – Luise Straus-Ernst
Auslandsgesellschaft NRW e.V.
Steinstr. 48
44147 Dortmund

Veranstaltungsort:
Ort: Mahn- und Gedenkstätte Steinwache,
Steinstr. 50, 44147 Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt frei

Nicht nur die Frau des Malers  – Luise Straus-Ernst (1893–1944)

Schreiben und Leben zwischen Köln und dem französischen Exil

Lesung mit Bildern: Dr. Eva Weissweiler (Köln)

 

Der Kunstwelt ist sie bekannt als erste Frau des Malers Max Ernst, als Muse der Dadaisten und Surrealisten. Doch Luise Straus-Ernst war viel mehr:Kunsthistorikerin, Verfasserin von Kurzgeschichten, Reportagen, Romanen und Rundfunkautorin der ersten Stunde.

 

Eva Weissweiler ist ihren Spuren nachgegangen und hat Leben und Werk dieser faszinierenden Frau neu entdeckt, die auch ins Ruhrgebiet führen.


In Kooperation: Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e. V., Auslandsgesellschaft NRW e. V., VHS Dortmund, Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund

11.05.2017
„Unorthodox“ – Lesung
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn 19:30 Uhr

„Unorthodox“

Lesung mit der Autorin Deborah Feldman (Berlin) und dem Verleger Christian Ruziczka

Die chassidische Satmar-Gemeinde in Williamsburg/New York gilt als strengste ultraorthodoxe jüdische Gruppe weltweit. Die Satmarer sehen in der Shoah eine von Gott verhängte Strafe. Um eine Wiederholung zu vermeiden, führen sie ein abgeschirmtes Leben nach strengen Vorschriften. Deborah Feldman hat schon als Kind Anstoß an der strikten Unterwerfung unter die vom Gründungsrabbiner der Sekte aufgestellten Lebensgesetze genommen und schildert in „Un-Orthodox“ präzise und packend ihren Emanzipationsprozess.


Deborah Feldman (Jg. 1986) lebt heute in Berlin. Im Mai 2017 erscheint ihre autobiografische Erzählung „Überbitten“.

 

11.05.2017
"Tischgespräche"
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Bewginn: 19:00 Uhr

"Tischgespräche" – Hitlers Monologe über Gott und die Welt

Mit dem Darsteller Andreas Breiing

 

Martin Bormann, Leiter der Parteikanzlei der NSDAP und Privatsekretär Hitlers, ließ zwischen Mitte 1941 und Anfang 1944 die Unterhaltungen bei Tisch in der „Wolfsschanze“ mitstenografieren. Die Notizen haben bei der Familie Bormann das Kriegsende überstanden und wurden später in zwei Bänden veröffentlicht.

 

Besonderheit der Aufführung in der Villa ten Hompel ist der generationenübergreifende Dialog, der Mythen, Lügen, Legenden und Vorurteile zu demaskieren hilft. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit dem Darsteller und einem Mitarbeiter der Villa ten Hompel.

 

Aufgrund nur begrenzt möglicher Teilnehmendenzahl wird vorab um eine Reservierung im Sekretariat der Villa ten Hompel unter 02 51/4 92-71 01 oder tenhomp@stadt-muenster.de gebeten.

14.05.2017
Israeltag 2017
Koordination: ILI - I like Israel e.V.
Bundesweit

Aus Anlass der Staatsgründung Israels am 14. Mai 1948 wird seit Jahren der Israeltag gefeiert.

 

„Jede Stadt und jedes Fest setzt andere Akzente und doch vereinen sich alle, um über Grenzen, Kulturen und Religionen hinweg in einem großes bunten überregionalen Netzwerk den Unabhängigkeitstag eines einzigartigen und oft falsch verstandenen Landes als Fest für Jedermann zu feiern“, so Sacha Stawski.

 

Besonders wichtig ist den Organisatoren, Israels Vielfältigkeit, Schönheit und Weltoffenheit zu zeigen. Denn Israel ist viel mehr als nur der Nahostkonflikt.

18.05.2017
Aktionswoche „Bücher bauen Brücken“
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Eröffnungsveranstaltung am
Donnerstag 18. Mai 2017 um 20:00 Uhr
Sendesaal des WDR
Wallraffplatz 5
50667 Köln

Aktionswoche „Bücher bauen Brücken“

Jüdisches Leben hier und heute.

18. bis 24. Mai 2017


Mehr als 40 Aktionsbuchhandlungen in NRW beteiligen sich an der Aktionswoche „Bücher bauen Brücken“ vom 18. - 24. Mai 2017 in NRW. Dabei werden prominente Autorinnen und Autoren ebenso ihren Beitrag leisten wie zahlreiche Akteure vor Ort. Die Aktionswoche soll einer breiten Öffentlichkeit vermitteln, wie jüdische Bürgerinnen und Bürger heute in NRW leben. Sie will die Vielfalt und den Reichtum jüdischer Geschichte und Kultur veranschaulichen. Die Veranstaltungen sollen aber auch thematisieren, welchen Vorurteilen und Ressentiments Juden aktuell ausgesetzt sind und Wege dafür aufzeigen, wie darauf zu antworten ist. Damit soll die Aktionswoche auch eine deutliche Absage an jede Form von Antisemitismus sein.


Die geplante Aktionswoche geht zurück auf die Initiative des Regionalbüros NRW des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. der bei der Ausgestaltung von der Synagogen-Gemeinde Köln und weiteren Partnern unterstützt wird. Die Ausstellung zeigt judenfeindliche Motive und Bildsprachen, um Antisemitismus und andere Formen diskriminierender Etikettierungen in der Gegenwart zu erkennen und deuten zu lernen.


Programmpunkte der Eröffnungsveranstaltung:

Musikbeiträge: Rolly und Benjamin Brings
Lesungen: Dmitrij Kapitelman und Mirna Funk
Moderation des Literaturteils:: Prof. Rainer Moritz, Literaturhaus Hamburg
Wortbeiträge: Tom Buhrow angefragt, Prof. Dr. Jürgen Wilhelm und Abraham Lehrer

 

Anmeldung unter: buecherbauenbruecken@buchnrw.de

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Börsenverein des deutschen Buchhandels, der
Synagogen-Gemeinde und WDR 3

22.05.2017
Mit Liebe zum Leben
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Synagogen-Gemeinde Köln
Roonstr. 50, 50674 Köln

Beginn: 20:00 Uhr | Eintritt: 5€

Mit Liebe zum Leben – Biografische Zeitausschnitte.

Lesung mit Jeani Semel (Autorin), Lesung: Britta Shulamit Jakobi

 

Eine Veranstaltung im Rahmen des Projektes "Jederzeit wieder! - Gemeinsam gegen Antisemitismus!"

 

Die Autorin zeigt in biografischen Zeitausschnitten eine Verbindung zwischen den Generationen auf und gibt Einblick in eine bewegende Zeit. Sie schildert Erlebnisse und Geschichten, die ihre Spuren hinterlassen haben, nimmt den Leser mit zu Momentaufnahmen ihrer Welt. Als Kind der sogenannten “second generation” spürt sie den Auswirkungen und Zusammenhängen nach, spannt den Bogen dabei über mehrere Generationen. Sie betont die Wichtigkeit und die Entwicklung jedes einzelnen Menschen wahrzunehmen und als Chance für die menschliche Gemeinschaft zu begreifen.


Anmeldung bis zum 17. Mai 2017 unter: n.govard@sgk.de.

 

Wir bitten bei der Anmeldung um Mitteilung des Vor-und Nachnamens, des Geburtsortes sowie des Geburtstages, und die aktuelle Anschrift. Bitte bringen Sie zur Veranstaltung einen gültigen Personalausweis oder Pass mit.

 

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Synagogen-Gemeinde Köln

24.05.2017
Experten der Vernichtung
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr

Experten der Vernichtung

Dr. Sara Berger (Rom)

 

Erfahrungen mit der massenhaften Ermordung von Menschen hatten fast alle der ca. 120 Deutschen und Österreicher, die zwischen Ende 1941 und Ende 1943 im Rahmen der „Aktion Reinhardt“ in den drei Vernichtungslagern Belzec, Sobibor und Treblinka eingesetzt wurden. Ihre Kenntnisse hatten sie zuvor in den „Euthanasie“-Einrichtungen und der Berliner T4-Zentrale erworben, die sie nun nutzten, um die Lager und Gaskammern zu entwerfen. Sie fungierten als Aufseher, koordinierten die Wachmannschaften und etliche beschränkten sich nicht auf das Morden auf Befehl, sondern misshandelten und töteten aus reiner Willkür. Mit der systematischen Ermordung der europäischen Juden im Rahmen der „Aktion Reinhardt“ wurden die Männer der T4 endgültig zu Experten der Vernichtung.

 

Sara Berger stellt eindrucksvoll das enge Geflecht der Beziehungen dar, analysiert Gehorsamsbereitschaft und Gruppendruck, Handlungsspielräume, strukturelle Gegebenheiten und situative Dynamiken – ein erschütternder Blick auf die Handlungsmotive und die Effizienz sowohl der Einzeltäter als auch des Täterkollektivs, ebenso wie auf deren Intention und Verantwortung bei diesem Genozid.

 

Dr. Sara Berger studierte der Geschichte, italienische Literaturwissenschaft und Sozialpsychologie an der Ruhr-Universität Bochum und der Università degli Studi di Genova. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fondazione Museo della Shoah in Rom sowie beim Editionsprojekt „Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden“ (Teilbereich Italien).

 

Ausgezeichnet mit dem Sybil Halpern Milton Memorial Book Prize 2015: „Bergers Buch ist ein würdiger Nachfolger der wegweisenden Forschung von Henry Friedlander, indem es die komplexen Verflechtungen zwischen dem Mord an Behinderten und der Shoah in den Mittelpunkt stellt. […] Fast jede Seite ist auf schmerzhafte Weise bewegend; da, wo andere Bücher nur wenige Details liefern hat [die Autorin] hunderte zusammengetragen, und alle werden mit einer leuchtenden Eloquenz und Zurückhaltung präsentiert.“

 

In Kooperation mit der Dokumentations- und Forschungsstelle Justiz und Nationalsozialismus, dem Evangelischen Forum Münster e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

01.01.2018
Sprachtandem Deutsch-Hebräisch auf Facebook
Botschaft des Staates Israel und Goethe-Institut Israel

Die Botschaft des Staates Israel und das Goethe-Institut Israel haben gemeinsam eine Facebook-Seite eingerichtet, mit deren Hilfe interessierte Deutsch- beziehungsweise Hebräisch-Muttersprachler Sprachtandempartner finden können.

 

Die Mitglieder der Gruppe sind eingeladen, sich auf der Pinnwand vorzustellen - gern auch mit Fotos oder Videos - um ihren Wunsch nach einem Tandempartner zu bekunden. Interessenten können dann über die Kommentarfunktion oder durch eine persönliche Nachricht Kontakt aufnehmen. Wie die Tandempartnerschaft danach weitergeht, ob per Mail, Skype oder sogar persönliche Treffen, liegt natürlich an den Tandempartnern selbst.

 

Um Mitglied der Gruppe zu werden, wird ein Profil bei Facebook benötigt. Die Gruppe ist unter folgender URL zu finden: http://bit.ly/TandemDeutschIvrit

 

(Botschaft des Staates Israel, 22.07.13)

02.01.2018
Neue Bücher
Empfehlungen im Kulturnewsletter
der Botschaft des Staates Israel

 

Liad Shoham: „Das Blut an euren Händen“

Anat Nachmias langweilt sich. Sie arbeitet bei der lokalen Polizeistation in Petach Tikwa, wenige Kilometer östlich von Tel Aviv, und kümmert sich um Bagatelldelikte. Als eine Frau auf die Wache kommt und ihren Ehemann als vermisst meldet, stürzt sie sich deshalb mit Eifer in die Ermittlungen. Ihre Vorgesetzten sehen das nicht gern, Schwerkriminalität existiert ihrer Meinung nach nicht in Petach Tikwa, und vor allem verschwinden hier keine Menschen.

 

Als Ido Dolev, ein Freund des Vermissten, anfängt, sich ebenfalls für den Fall zu interessieren, kommt Schwung in Anats Nachforschungen. Und das nicht nur, weil Ido jung, gut aussehend und witzig ist. Die beiden merken, dass sie zusammenarbeiten müssen, um den Fall aufzuklären. Die brutale Wahrheit, die sie ans Licht bringen, übersteigt alles, was sie sich über die so saubere Stadt hätten ausmalen können.

 

Liad Shoham ist Schriftsteller und praktizierender Anwalt. Er studierte an der Hebräischen Universität Jerusalem sowie an der London School of Economics. Liad Shoham ist einer der führenden Thriller-Autoren Israels, alle bislang veröffentlichten Bücher wurden zu Nr. 1-Bestsellern. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Tel Aviv. Bei DuMont erschienen bislang „Tag der Vergeltung“ (2013) und „Stadt der Verlorenen“ (2015).

 

Liad Shoham : „Das Blut an euren Händen“ Roman, ca. 400 Seiten

übersetzt aus dem Hebräischen von Ulrike Harnisch

Erscheinungsdatum: 16. Februar 2016

DuMont Buchverlag ISBN 978-3-8321-8895-5

 

 

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David Grossman: „Kommt ein Pferd in die Bar“

 

Kann Humor Leben retten? Oder wenigstens die Seele eines Jungen? Der neue große Roman von David Grossman.

 

Für eine gute Pointe gab Dovele schon immer alles. Als Kind lief er oft auf den Händen. Er tat das, um seine Mutter zum Lachen zu bringen und damit ihm keiner ins Gesicht schlug. Heute steht er ein letztes Mal in einer Kleinstadt in Israel auf der Bühne. Er hat seinen Jugendfreund, einen pensionierten Richter, eingeladen. Im Laufe des Abends erzählt der Comedian zwischen vielen Witzen eine tragische Geschichte aus seiner Jugend. Es geht um Freundschaft und Familie, Liebe, Verrat und eine sehr persönliche Abrechnung auf dem Weg zu einer Beerdigung. Dem Kleinstadtpublikum ist das Lachen vergangen. Den Leser hält David Grossman mit diesem grandiosen Roman bis zur letzten Zeile gefangen.

 

David Grossman wurde 1954 in Jerusalem geboren und gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern der israelischen Gegenwartsliteratur. 2008 erhielt er den Geschwister-Scholl-Preis, 2010 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Bei Hanser erschienen zuletzt „Diesen Krieg kann keiner gewinnen“ (2003), „Das Gedächtnis der Haut“ (2004), „Die Kraft zur Korrektur“ (2008), „Eine Frau flieht vor einer Nachricht“ (Roman, 2009), „Die Umarmung“ (2012) und „Aus der Zeit fallen“ (2013). p>Im April stellt David Grossman seinen Roman auf einer Lesereise durch Deutschland persönlich vor.

 

David Grossman: "Kommt ein Pferd in die Bar" Roman, 256 Seiten

übersetzt aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer

Erscheinungsdatum: 1. Februar 2016

Hanser Verlag ISBN 978-3-446-25050-5 ePUB-Format ISBN 978-3-446-25189-2

 

 

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Zeruya Shalev: „Schmerz"

Vor zehn Jahren ist Iris bei einem Terroranschlag schwer verletzt worden. Zwar ist sie in ihr altes Leben zurückgekehrt, sie leitet eine Schule, ihr Mann steht ihr treu zur Seite, die Kinder sind fast erwachsen, doch quälen sie Tag für Tag Schmerzen. Als sie Eitan wiederbegegnet, der Liebe ihrer Jugend, der sie vor Jahren jäh verlassen hat, wirft sie das völlig aus der Bahn. Die Wunde, die er ihr damals zufügte, ist nicht weniger tief als die, die der Selbstmordattentäter, der sich neben ihr in die Luft sprengte, riss. Und doch fühlt sich Iris, zaghaft, überrascht, erneut zu ihm hingezogen, ist versucht, ihrer Ehe zu entfliehen, die ersten Lügen zu stricken, alles aufs Spiel zu setzen.

Wie in ihrem Weltbestseller „Liebesleben“ lotet Zeruya Shalev die Untiefen der Liebe, die Fährnisse einer fatalen Anziehung aus. Die erotische Spannung, die Wucht der unerwartet wieder aufflammenden Leidenschaft sind kompromisslos, ehrlich und tief bewegend erzählt. „Schmerz“ ist Zeruya Shalevs persönlichstes Buch, eine emotionale Grenzerfahrung, ein Roman, der bis zur letzten Seite fesselt.

Zeruya Shalev, 1959 in einem Kibbuz am See Genezareth geboren, studierte Bibelwissen-schaften und lebt mit ihrer Familie in Jerusalem. Ihre vielfach ausgezeichnete Trilogie über die moderne Liebe – „Liebesleben“, „Mann und Frau“, „Späte Familie“ – wurde in über zwanzig Sprachen übertragen. Zeruya Shalev gehört zu den bedeutendsten Erzählerinnen unserer Zeit.

Zeruya Shalev: „Schmerz“, übersetzt von Mirjam Pressler.
Erscheint am 14. September 2015,
ISBN: 978-3-8270-1185-5


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Aharon Appelfeld: „Ein Mädchen nicht von dieser Welt“

Adam und Thomas sind überrascht, als sie sich zufällig im Wald begegnen. Ihre Mütter haben die Jungen dort versteckt, weil es im Ghetto zu gefährlich wurde. Nun müssen die beiden Neunjährigen in der Natur zurechtkommen: Sie lernen die Tiere des Waldes kennen, bauen sich ein Schutznest hoch im Baum, sammeln wilde Früchte. Doch die Schrecken von Krieg und Verfolgung sind nie weit entfernt: Nachts hören sie Schüsse, einmal stoßen sie auf einen Verwundeten. Der belesene Thomas und der tatkräftige, traditionell erzogene Adam müssen lernen, dass sie nur gemeinsam überleben können – im Glauben an ihre Freundschaft, an den Zauber der Natur und die Imagination. Die einzige Hilfe von außen ist die kleine Magd Mina, die die Jungen heimlich versorgt – eine Heilige der Tat. Doch während die rettende Rote Armee näherrückt, werden die Nächte im Wald kälter, und auch Mina gerät in Gefahr.

Aharon Appelfeld überlebte den Zweiten Weltkrieg selbst als Kind in den ukrainischen Wäldern. In diesem außergewöhnlichen Buch kehrt der große Autor noch einmal dorthin zurück – und erzählt mit elementarer, kindlicher Schlichtheit von Glaube und Hoffnung, von Natur, Grausamkeit und Liebe. Ein wunderbares, tröstendes Märchen aus dem finstersten aller Täler.

Aharon Appelfeld wurde 1932 in Czernowitz geboren. Nach Verfolgung und Krieg, die er im Ghetto, im Lager, dann in den ukrainischen Wäldern und als Küchenjunge der Roten Armee überlebte, kam er 1946 nach Palästina. In Israel wurde er später Professor für Literatur. Seine hochgelobten Romane und Erinnerungen sind in vielen Sprachen erschienen, bei Rowohlt.Berlin zuletzt „Auf der Lichtung“. Vielfach ausgezeichnet, ist Aharon Appelfeld u. a. Träger des Prix Médicis und des Nelly-Sachs-Preises. Er lebt in Jerusalem.

Aharon Appelfeld: „Ein Mädchen nicht von dieser Welt“, aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler

Erstverkaufstag: 28. August 2015, ISBN: 978-3-87134-788-7

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Yishai Sarid: Alles andere als ein Kinderspiel

Seit Naomi vor fünfundzwanzig Jahren den Kibbuz und ihren Mann verlassen hat, leitet sie voller Herzblut einen Kindergarten im Norden Tel Avivs. Als der Eigentümer des Grundstücks stirbt, wittert ein bekannter Architekt seine Chance, Naomi und den Kindergarten vom begehrten Anwesen zu vertreiben. Um dem ruchlosen Architekten die Stirn zu bieten, leiht Naomi von zwielichtigen Gestalten Geld. Ihre Affäre mit dem Vater eines der Kinder trägt ebenfalls nicht gerade zur Entspannung ihrer Lage bei, und plötzlich steht auch noch ihr „verlorener“ Sohn vor der Tür. Naomi weiß, dass das ihre letzte Chance ist, ihr Leben wieder in Ordnung zu bringen.


Yishai Sarid wurde 1965 in Tel Aviv geboren, wo er bis heute lebt. Nachdem er als Nachrichtenoffizier in der israelischen Armee tätig war, studierte er in Jerusalem Jura und machte in Harvard einen Abschluss in Öffentliche Verwaltung. Später arbeitete Yishai Sarid als Staatsanwalt in Strafprozessen und ist heute als Rechtsanwalt tätig. Er veröffentlichte Artikel in verschiedenen Zeitungen und publizierte 2000 seinen ersten Roman mit dem Titel The Investigation of Captain Erez.


Yishai Sarid: Alles andere als ein Kinderspiel
Aus dem Hebräischen von Helene Seidler
Kein & Aber, ca. 368 Seiten
ISBN: 978-3-0369-5703-6

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Tuvia Tenenborn: "Allein unter Juden"

Bissig, brillant, brisant: Die neue Großreportage von Tuvia Tenenbom

Ende 2012 erschien Tuvia Tenenboms furioser Reisebericht Allein unter Deutschen, der hier heftig diskutiert wurde und monatelang auf der Bestsellerliste stand. Nach seiner Deutschland-Tour hat sich Tenenbom 2013 auf Entdeckungsreise durch Israel begeben. Dreißig Jahre nachdem er seine Heimat in Richtung USA verlassen hat, kehrte er, der Sohn eines Rabbiners, zurück, um sich ein eigenes Bild davon zu machen, wie sich die kulturelle und politische Identität Israels verändert hat.

Dafür ist er wieder kreuz und quer durchs Land gereist: vom Gazastreifen bis zu den Golanhöhen, von Eilat bis zu den Hisbollah-Stellungen im Norden. Und schon bald erkennt er, dass man, um dieses Land wirklich zu verstehen, mit allen sprechen muss: mit Ultraorthodoxen und Atheisten, mit Fundamentalisten jeglicher Couleur, mit Kibbuzniks und Siedlern, Rabbis und Imamen, mit Mystikern und Intellektuellen, Militärs und Geheimagenten, mit israelischen Prominenten und palästinensischen Politikern, mit Journalisten und NGO-Aktivisten u.v.m. Das Ergebnis dieser nicht immer ganz konfliktfrei verlaufenen Begegnungen ist eine ebenso unterhaltsame wie erhellende Erkundung eines Landes der Extreme, wie man sie so noch nie gelesen hat.

Es treten auf: Schimon Peres und Guido Westerwelle, Amos Oz und Fania Oz-Salzberger, PLO-Spionagechef Dschibril al-Radschub und Exbotschafter Avi Primor, Benjamin Netanjahu und Ehud Olmert und viele, viele mehr.


Aus dem Amerikanischen von Michael Adrian
suhrkamp taschenbuch 4530, Klappenbroschur, 473 Seiten
ISBN: 978-3-518-46530-1

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Israel Wimmelbuch

 

Rachel Shalev nimmt uns mit auf eine bunte Reise quer durch Israel und zeigt uns Land und Menschen. Wir entdecken die Stadt Tel Aviv mit ihrem Strand und lebhaften Straßencafes und wandern mit Familie Teitelbaum durch den grünen Norden Israels. Auf dem Markt in Jerusalem begegnen uns die unterschiedlichsten Menschen aus aller Welt, für die Jerusalem eine "heilige Stadt" ist. In der Negev-Wüste treffen wir auf die Beduinenfamilie Abu Zaid. Eine äthiopische Einwanderin und ihre Mutter plantschen im Toten Meer, drei Nonnen schauen wir beim Tauchen nach bunten Fischen und Korallenriffen in Eilat zu.

Die vielen kleinen durchgehenden Geschichten wimmeln vor liebevollen Details und überraschenden Charakteren.

Rachel Shalev "Israel Wimmelbuch"
14 Seiten, Pappe, 3-6 Jahre
ISBN 9783981382587

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