Aktuelle Termine

14.05.2017
Israeltag 2017
Koordination: ILI - I like Israel e.V.
Bundesweit

Aus Anlass der Staatsgründung Israels am 14. Mai 1948 wird seit Jahren der Israeltag gefeiert.

 

„Jede Stadt und jedes Fest setzt andere Akzente und doch vereinen sich alle, um über Grenzen, Kulturen und Religionen hinweg in einem großes bunten überregionalen Netzwerk den Unabhängigkeitstag eines einzigartigen und oft falsch verstandenen Landes als Fest für Jedermann zu feiern“, so Sacha Stawski.

 

Besonders wichtig ist den Organisatoren, Israels Vielfältigkeit, Schönheit und Weltoffenheit zu zeigen. Denn Israel ist viel mehr als nur der Nahostkonflikt.

18.05.2017
Aktionswoche „Bücher bauen Brücken“
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Eröffnungsveranstaltung am
Donnerstag 18. Mai 2017 um 20:00 Uhr
Sendesaal des WDR
Wallraffplatz 5
50667 Köln

Aktionswoche „Bücher bauen Brücken“

Jüdisches Leben hier und heute.

18. bis 24. Mai 2017


Mehr als 40 Aktionsbuchhandlungen in NRW beteiligen sich an der Aktionswoche „Bücher bauen Brücken“ vom 18. - 24. Mai 2017 in NRW. Dabei werden prominente Autorinnen und Autoren ebenso ihren Beitrag leisten wie zahlreiche Akteure vor Ort. Die Aktionswoche soll einer breiten Öffentlichkeit vermitteln, wie jüdische Bürgerinnen und Bürger heute in NRW leben. Sie will die Vielfalt und den Reichtum jüdischer Geschichte und Kultur veranschaulichen. Die Veranstaltungen sollen aber auch thematisieren, welchen Vorurteilen und Ressentiments Juden aktuell ausgesetzt sind und Wege dafür aufzeigen, wie darauf zu antworten ist. Damit soll die Aktionswoche auch eine deutliche Absage an jede Form von Antisemitismus sein.


Die geplante Aktionswoche geht zurück auf die Initiative des Regionalbüros NRW des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. der bei der Ausgestaltung von der Synagogen-Gemeinde Köln und weiteren Partnern unterstützt wird. Die Ausstellung zeigt judenfeindliche Motive und Bildsprachen, um Antisemitismus und andere Formen diskriminierender Etikettierungen in der Gegenwart zu erkennen und deuten zu lernen.


Programmpunkte der Eröffnungsveranstaltung:

Musikbeiträge: Rolly und Benjamin Brings
Lesungen: Dmitrij Kapitelman und Mirna Funk
Moderation des Literaturteils:: Prof. Rainer Moritz, Literaturhaus Hamburg
Wortbeiträge: Tom Buhrow angefragt, Prof. Dr. Jürgen Wilhelm und Abraham Lehrer

 

Anmeldung unter: buecherbauenbruecken@buchnrw.de

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Börsenverein des deutschen Buchhandels, der
Synagogen-Gemeinde und WDR 3

24.05.2017
Experten der Vernichtung
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr

Experten der Vernichtung

Dr. Sara Berger (Rom)

 

Erfahrungen mit der massenhaften Ermordung von Menschen hatten fast alle der ca. 120 Deutschen und Österreicher, die zwischen Ende 1941 und Ende 1943 im Rahmen der „Aktion Reinhardt“ in den drei Vernichtungslagern Belzec, Sobibor und Treblinka eingesetzt wurden. Ihre Kenntnisse hatten sie zuvor in den „Euthanasie“-Einrichtungen und der Berliner T4-Zentrale erworben, die sie nun nutzten, um die Lager und Gaskammern zu entwerfen. Sie fungierten als Aufseher, koordinierten die Wachmannschaften und etliche beschränkten sich nicht auf das Morden auf Befehl, sondern misshandelten und töteten aus reiner Willkür. Mit der systematischen Ermordung der europäischen Juden im Rahmen der „Aktion Reinhardt“ wurden die Männer der T4 endgültig zu Experten der Vernichtung.

 

Sara Berger stellt eindrucksvoll das enge Geflecht der Beziehungen dar, analysiert Gehorsamsbereitschaft und Gruppendruck, Handlungsspielräume, strukturelle Gegebenheiten und situative Dynamiken – ein erschütternder Blick auf die Handlungsmotive und die Effizienz sowohl der Einzeltäter als auch des Täterkollektivs, ebenso wie auf deren Intention und Verantwortung bei diesem Genozid.

 

Dr. Sara Berger studierte der Geschichte, italienische Literaturwissenschaft und Sozialpsychologie an der Ruhr-Universität Bochum und der Università degli Studi di Genova. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fondazione Museo della Shoah in Rom sowie beim Editionsprojekt „Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden“ (Teilbereich Italien).

 

Ausgezeichnet mit dem Sybil Halpern Milton Memorial Book Prize 2015: „Bergers Buch ist ein würdiger Nachfolger der wegweisenden Forschung von Henry Friedlander, indem es die komplexen Verflechtungen zwischen dem Mord an Behinderten und der Shoah in den Mittelpunkt stellt. […] Fast jede Seite ist auf schmerzhafte Weise bewegend; da, wo andere Bücher nur wenige Details liefern hat [die Autorin] hunderte zusammengetragen, und alle werden mit einer leuchtenden Eloquenz und Zurückhaltung präsentiert.“

 

In Kooperation mit der Dokumentations- und Forschungsstelle Justiz und Nationalsozialismus, dem Evangelischen Forum Münster e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

24.05.2017
Israeltag 2017 Düsseldorf - I like Israel
Markplatz | Rathausvorplatz
40213 Düsseldorf

14:00 bis 19:00 Uhr

Auch in diesem Jahr nimmt die

Geschäftsstelle für das Programm der Landesregierung Nordrhein-Westfalen

zur Begegnung und zum Austausch junger Menschen mit Israel

am Israeltag in Düsseldorf teil.

28.05.2017
„Geschichte – Gewalt – Gewissen“
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Öffentliche Führungen

Am letzten Sonntag im Monat, jeweils 15 Uhr

28. Mai | 25. Juni 2017


Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an der neuen Dauerausstellung "Geschichte – Gewalt – Gewissen" mitgearbeitet haben, führen durch die Ausstellung.

 

Diese erzählt in Anlehnung an die Hausgeschichte von den Verbrechen der Ordnungspolizei im Zweiten Weltkrieg und Versuchen der Aufarbeitung in der Nachkriegszeit: Thematisiert werden die enorme Dimension der Beteiligung der uniformierten Polizei am Zweiten Weltkrieg und an den Genoziden gegenüber Juden sowie Sinti und Roma, die öffentliche und personelle Entnazifizierung und Kontinuitäten nach 1945, die juristische Aufarbeitung des NS-Unrechts sowie der bürokratische Versuch einer „Wiedergutmachung“ der Bundesrepublik gegenüber ehemals Verfolgten.

 

Der Eintritt ist frei - Spenden erwünscht, Dauer ca. 1 Stunde

30.05.2017
Kochkurs und Gespräch zum Feiertag Schawuot
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Veranstaltungsort:
VHS-Bildungszentrum Maria Lindenhof, Im Werth 6, 46282 Dorsten

18:00-21:30 Uhr | 10 € für alle, +Lebensmittel

Kochkurs und Gespräch zum Feiertag Schawuot

Mit Shahar Viso.

Was feiern Juden während Schawuot? Warum wird während Schawuot milchiges Essen gegessen? Lernen Sie durch traditionelle jüdische Rezepte für Schawuot den Feiertag kennen und entdecken Sie leckere Gerichte.

Um Anmeldung bis Sonntag, 21. Mai wird gebeten: 02362 45279 oder info@jmw-dorsten.de


– in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Dorsten –

07.06.2017
Israeltag 2017 Köln - I like Israel
Heumarkt
50667 Köln

16.00 – 20.00 Uhr

Dieses Jahr steht der Israel-Tag unter den Motti:


69 Jahre Israel - 69 Jahre Freiheit und Demokratie“ - „100 Jahre Balfour – Deklaration“

 

Schirmherrschaft: Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker

 

Zahlreiche Vereine und Institutionen werden anwesend sein und für Gespräche zur Verfügung
stehen.

 

Veranstaltung in Kooperation mit der Synagogen-Gemeinde Köln

08.06.2017
Gedenkstätten und Erinnerungskultur in Polen
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 19:30 Uhr |

Ein Reisebericht

Vortrag von Antje Thul (Dorsten)

Die NS-Gedenkstätten auf polnischem Boden sind wichtige Lernorte auch für deutsche Gruppen geworden. Welche Entwicklung haben sie in den letzten Jahren genommen? Wie gehen sie mit Besucher/innen um, die zunehmend mehr Distanz zu den Ereignissen der Shoah aufweisen? Und wie wirkt sich die aktuelle Geschichtspolitik der nationalkonservativen Regierung auf diese Orte aus?

Antje Thul ist Kultur- und Religionswissenschaftlerin und pädagogische Mitarbeiterin im Jüdischen Museum Westfalen; sie wird von einer Fachexkursion im April 2017 berichten.

18.06.2017
"Rund um die Villa"
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 14:00 Uhr

Stadtteilführung "Rund um die Villa"

Der historische Spaziergang mit dem Historiker Timm C. Richter führt durch das Erpho- und Mauritzviertel. Neben der Villa ten Hompel, dem Dienstsitz des Befehlshabers der Ordnungspolizei im Wehrkreis VI, befanden sich dort noch außergewöhnlich viele weitere Dienststellen von Partei und Staat in den Jahren 1933 bis 1945. Auch Orte der Verfolgung lassen sich finden, wie etwa die Leitstelle der Gestapo oder der Getrudenhof, Sammelstelle der münsterländischen Juden vor ihrer Deportation. Im Rahmen dieses Rundganges werden an diesen Orten nach Spuren von Nationalsozialistischer Herrschaft, Verfolgung und Krieg gesucht und gezeigt, dass viele dieser Orte nicht nur räumlich eine Nähe zur Villa ten Hompel hatten.

 

Kosten und Buchung
Treff- und Endpunkt jeweils am Geschichtsort Villa ten Hompel, Dauer ca. 90 Minuten, 5 € pro Person, keine Anmeldung erforderlich.

21.06.2017
Junge Wissenschaft
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr

Junge Wissenschaft: Zwei Abschlussarbeiten in der Diskussion

"Jakob Sporrenberg und das Massaker 'Aktion Erntefest' in Lublin 1943"

Kathrin Schulte (Münster)

"Zu schwach um nein zu sagen" urteilte der britische Captain A. Francis über den in Düsseldorf geborenen SS- und Polizeiführer Lublin, Jakob Sporrenberg. Dieser hatte die "Aktion Erntefest" verantwortet, eine Massenerschießung, bei der am 3. November 1943 in Majdanek und weiteren Orten im deutsch besetzten Distrikt Lublin etwa 42.000 Menschen zum Opfer fielen, die meisten von ihnen Juden. Sporrenberg, vor dem Massaker degradiert und im Konflikt mit Heinrich Himmler, wurde in der Historiographie bislang weitestgehend vernachlässigt.

Ihm unterstanden während der "Aktion Erntefest" mehrere Mitarbeiter, die vor allem ein Merkmal mit ihm teilten: die Zugehörigkeit zur sogenannten Kriegsjugendgeneration. Allerdings erklärt eine solche Generationszugehörigkeit nicht allein, wie Männer zu NS-Tätern wurden. Diesbezüglich bietet die Täterforschung mit neuen Theorien großes Potential, diese Gründe am Beispiel Sporrenberg zu ermitteln und hinterfragen.


Kathrin Schulte
studierte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) und schloss mit dem Master of Arts Geschichte mit dem Schwerpunkt Nationalsozialismus ab. Auf das Thema ihrer Arbeit stieß sie während ihres Praktikums in der Villa ten Hompel.

 

"Völkisch, jung und aktionistisch - die identitären als neurechte 'Jugendbewegung'?"

Anna-Lena Herkenhoff (Münster)


Im Herbst 2012 tauchte in Deutschland mit den Identitären eine neue rechte Gruppierung auf. Sie machen seither immer wieder von sich reden durch öffentlichkeitswirksam inszenierte Aktionen. Sie "besetzen" öffentliche Gebäude mit Transparenten und Spruchbändern oder schwenken ihre schwarz-gelben Lambda-Fahnen auf symbolträchtigen Denkmälern wie dem Brandenburger Tor. Ihre Aussagen richten sich gegen multikulturelle Gesellschaftsentwürfe, gegen "den Islam" und gegen Zuwanderung – mit traditionellen rechtsextremen oder neonazistischen Gruppierungen will man aber vorgeblich nichts gemein haben. Die Identitären beziehen sich stattdessen affirmativ auf die Ideen, Vorbilder und Theoriekonzeptionen der sogenannten "Neuen Rechten". Eine aktionistische Jugendbewegung der "Neuen Rechten" also? Im Fokus stehen Selbstdarstellung sowie die Positionen und Inhalte der Identitären Bewegung vor dem Hintergrund ihres neurechten Bezugsfeldes.

Anna-Lena Herkenhoff studierte Soziologie, Neuere und Neueste Geschichte und Romanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU). Aktuell ist sie pädagogisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Münster im Geschichtsort Villa ten Hompel.

In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Münster e.V. und und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

22.06.2017
„NUN GEH HIN UND LERNE“
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Judaica der Synagogen-Gemeinde Köln, Roonstr. 50

Beginn: 19:30 Uhr | Eintritt: 6 €, 3 €, 2 €

„NUN GEH HIN UND LERNE“ LERNEN ALS IDEAL UND PRAXIS IM JUDENTUM

Vortrag von Frau Dr. Ursula Reuter

Nicht zufällig erhielt das jüdische Gymnasium in Köln bei seiner Gründung 1919 den Namen Jawne: Nach der Zerstörung des Zweiten Tempels in Jerusalem im Jahr 70: n.d.Z. gründete Jochanan ben Sakkai in der Stadt Jawne ein Lehrhaus. Damit schuf er die Basis des rabbinischen Judentums und sicherte das Weiterbestehen der jüdischen Religion.


Das Ideal des Lernens führte spätestens seit dem 19. Jahrhundert zu einer Wertschätzung säkularer Bildung, die jüdische Frauen nicht weniger ansprach als jüdische Männer.


Heute gibt es ein breites Spektrum jüdischer Bildungsstätten, die religiöses und säkulares Lernen auf vielfältige Weise miteinander verbindet.

Veranstaltung der Kölnischen Gesellschaft im Rahmen der Lehrhaus-Reihe.

29.06.2017
Schüler*innen auf den Spuren religiöser Gegenwart
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Veranstaltungsort:
Martin Luther Forum Ruhr, Bülser Str. 38, 45964 Gladbeck

Beginn: 18:00 Uhr | Eintritt frei; Spende erbeten

„Zwischen Tradition und Gegenwart“

Ausstellungseröffnung am 29. Juni 2017

Das interreligiöse Schülerprojekt wird in Kooperation mit dem Martin-Luther-Forum Ruhr und dem Gymnasium Petrinum Dorsten durchgeführt.

Die Projektergebnisse werden an diesem Abend im Rahmen einer Ausstellung präsentiert. Das Grußwort spricht Bürgermeister Tobias Stockhoff.

 

29.06.2017
VON MENSCH ZU MENSCH
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Domforum, Domkloster 3, 50667 Köln

Beginn: 19:30 Uhr | Eintritt 5 €, erm. 3 €

„VON MENSCH ZU MENSCH. HERTHA KRAUS - DIE ERSTE KÖLNER SOZIALDEZERNENTIN“

Vortrag von Eva Weissweiler

Als der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer die erst 25jährige, in Prag geborene, Sozialwissenschaftlerin Hertha Kraus als Leiterin des Amtes für Wohlfahrtspflege engagierte, war die Kölnische Zeitung empört. Doch Hertha Kraus überzeugte die schärfsten Kritiker durch das Engagement, das sie an den Tag legte. 1933 wurde sie als Jüdin und Sozialdemokratin aus dem Dienst entlassen. Ihr gelang die Flucht in die USA, wo sie ihre Arbeiten fortsetzen konnte. Sie starb 1968 in Pennsylvania.

Veranstaltung in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk

01.07.2017
„Denk mal!“
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 15:00 Uhr | Teilnahme kostenlos
Treffpunkt: Jüdisches Museum Westfalen

„Denk mal!“
Stadtrundgang zu Dorstener Denkmälern und Gedenkzeichen

Denkmäler versuchen „Zeichen zu setzen“ und sind damit auch Quellen ihrer jeweiligen Entstehungsperiode: Welcher Geschichte(n) soll gedacht werden? Wer hat sie gesetzt? Wurden sie später verändert? Auf einem Rundgang durch die Dorstener Altstadt sollen einige dieser Zeichen erkundet und diskutiert werden.


Norbert Reichling ist Erwachsenenbildner und ehrenamtlicher Leiter des Jüdischen Museums Westfalen.

22.08.2017
Ferienwerkstatt für Kinder und Jugendliche
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Ferienwerkstatt

22. bis 23. August 2017 jeweils 9:00-15:00 Uhr

Für Kinder ab 10 Jahren | Kostenbeitrag 10€


Wir bedrucken gemeinsam T-Shirts mit Deinem Namen auf Hebräisch, machen eine Rallye durch das Haus und den Garten, Basteln Synagogen im Schuhkarton, schauen einen Film und bereiten verschiedene Speisen zu.


Anmeldung und weitere Informationen: 02362 951467 oder info@jmw-dorsten.de

01.01.2018
Sprachtandem Deutsch-Hebräisch auf Facebook
Botschaft des Staates Israel und Goethe-Institut Israel

Die Botschaft des Staates Israel und das Goethe-Institut Israel haben gemeinsam eine Facebook-Seite eingerichtet, mit deren Hilfe interessierte Deutsch- beziehungsweise Hebräisch-Muttersprachler Sprachtandempartner finden können.

 

Die Mitglieder der Gruppe sind eingeladen, sich auf der Pinnwand vorzustellen - gern auch mit Fotos oder Videos - um ihren Wunsch nach einem Tandempartner zu bekunden. Interessenten können dann über die Kommentarfunktion oder durch eine persönliche Nachricht Kontakt aufnehmen. Wie die Tandempartnerschaft danach weitergeht, ob per Mail, Skype oder sogar persönliche Treffen, liegt natürlich an den Tandempartnern selbst.

 

Um Mitglied der Gruppe zu werden, wird ein Profil bei Facebook benötigt. Die Gruppe ist unter folgender URL zu finden: http://bit.ly/TandemDeutschIvrit

 

(Botschaft des Staates Israel, 22.07.13)

02.01.2018
Neue Bücher
Empfehlungen im Kulturnewsletter
der Botschaft des Staates Israel

 

Liad Shoham: „Das Blut an euren Händen“

Anat Nachmias langweilt sich. Sie arbeitet bei der lokalen Polizeistation in Petach Tikwa, wenige Kilometer östlich von Tel Aviv, und kümmert sich um Bagatelldelikte. Als eine Frau auf die Wache kommt und ihren Ehemann als vermisst meldet, stürzt sie sich deshalb mit Eifer in die Ermittlungen. Ihre Vorgesetzten sehen das nicht gern, Schwerkriminalität existiert ihrer Meinung nach nicht in Petach Tikwa, und vor allem verschwinden hier keine Menschen.

 

Als Ido Dolev, ein Freund des Vermissten, anfängt, sich ebenfalls für den Fall zu interessieren, kommt Schwung in Anats Nachforschungen. Und das nicht nur, weil Ido jung, gut aussehend und witzig ist. Die beiden merken, dass sie zusammenarbeiten müssen, um den Fall aufzuklären. Die brutale Wahrheit, die sie ans Licht bringen, übersteigt alles, was sie sich über die so saubere Stadt hätten ausmalen können.

 

Liad Shoham ist Schriftsteller und praktizierender Anwalt. Er studierte an der Hebräischen Universität Jerusalem sowie an der London School of Economics. Liad Shoham ist einer der führenden Thriller-Autoren Israels, alle bislang veröffentlichten Bücher wurden zu Nr. 1-Bestsellern. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Tel Aviv. Bei DuMont erschienen bislang „Tag der Vergeltung“ (2013) und „Stadt der Verlorenen“ (2015).

 

Liad Shoham : „Das Blut an euren Händen“ Roman, ca. 400 Seiten

übersetzt aus dem Hebräischen von Ulrike Harnisch

Erscheinungsdatum: 16. Februar 2016

DuMont Buchverlag ISBN 978-3-8321-8895-5

 

 

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David Grossman: „Kommt ein Pferd in die Bar“

 

Kann Humor Leben retten? Oder wenigstens die Seele eines Jungen? Der neue große Roman von David Grossman.

 

Für eine gute Pointe gab Dovele schon immer alles. Als Kind lief er oft auf den Händen. Er tat das, um seine Mutter zum Lachen zu bringen und damit ihm keiner ins Gesicht schlug. Heute steht er ein letztes Mal in einer Kleinstadt in Israel auf der Bühne. Er hat seinen Jugendfreund, einen pensionierten Richter, eingeladen. Im Laufe des Abends erzählt der Comedian zwischen vielen Witzen eine tragische Geschichte aus seiner Jugend. Es geht um Freundschaft und Familie, Liebe, Verrat und eine sehr persönliche Abrechnung auf dem Weg zu einer Beerdigung. Dem Kleinstadtpublikum ist das Lachen vergangen. Den Leser hält David Grossman mit diesem grandiosen Roman bis zur letzten Zeile gefangen.

 

David Grossman wurde 1954 in Jerusalem geboren und gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern der israelischen Gegenwartsliteratur. 2008 erhielt er den Geschwister-Scholl-Preis, 2010 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Bei Hanser erschienen zuletzt „Diesen Krieg kann keiner gewinnen“ (2003), „Das Gedächtnis der Haut“ (2004), „Die Kraft zur Korrektur“ (2008), „Eine Frau flieht vor einer Nachricht“ (Roman, 2009), „Die Umarmung“ (2012) und „Aus der Zeit fallen“ (2013). p>Im April stellt David Grossman seinen Roman auf einer Lesereise durch Deutschland persönlich vor.

 

David Grossman: "Kommt ein Pferd in die Bar" Roman, 256 Seiten

übersetzt aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer

Erscheinungsdatum: 1. Februar 2016

Hanser Verlag ISBN 978-3-446-25050-5 ePUB-Format ISBN 978-3-446-25189-2

 

 

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Zeruya Shalev: „Schmerz"

Vor zehn Jahren ist Iris bei einem Terroranschlag schwer verletzt worden. Zwar ist sie in ihr altes Leben zurückgekehrt, sie leitet eine Schule, ihr Mann steht ihr treu zur Seite, die Kinder sind fast erwachsen, doch quälen sie Tag für Tag Schmerzen. Als sie Eitan wiederbegegnet, der Liebe ihrer Jugend, der sie vor Jahren jäh verlassen hat, wirft sie das völlig aus der Bahn. Die Wunde, die er ihr damals zufügte, ist nicht weniger tief als die, die der Selbstmordattentäter, der sich neben ihr in die Luft sprengte, riss. Und doch fühlt sich Iris, zaghaft, überrascht, erneut zu ihm hingezogen, ist versucht, ihrer Ehe zu entfliehen, die ersten Lügen zu stricken, alles aufs Spiel zu setzen.

Wie in ihrem Weltbestseller „Liebesleben“ lotet Zeruya Shalev die Untiefen der Liebe, die Fährnisse einer fatalen Anziehung aus. Die erotische Spannung, die Wucht der unerwartet wieder aufflammenden Leidenschaft sind kompromisslos, ehrlich und tief bewegend erzählt. „Schmerz“ ist Zeruya Shalevs persönlichstes Buch, eine emotionale Grenzerfahrung, ein Roman, der bis zur letzten Seite fesselt.

Zeruya Shalev, 1959 in einem Kibbuz am See Genezareth geboren, studierte Bibelwissen-schaften und lebt mit ihrer Familie in Jerusalem. Ihre vielfach ausgezeichnete Trilogie über die moderne Liebe – „Liebesleben“, „Mann und Frau“, „Späte Familie“ – wurde in über zwanzig Sprachen übertragen. Zeruya Shalev gehört zu den bedeutendsten Erzählerinnen unserer Zeit.

Zeruya Shalev: „Schmerz“, übersetzt von Mirjam Pressler.
Erscheint am 14. September 2015,
ISBN: 978-3-8270-1185-5


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Aharon Appelfeld: „Ein Mädchen nicht von dieser Welt“

Adam und Thomas sind überrascht, als sie sich zufällig im Wald begegnen. Ihre Mütter haben die Jungen dort versteckt, weil es im Ghetto zu gefährlich wurde. Nun müssen die beiden Neunjährigen in der Natur zurechtkommen: Sie lernen die Tiere des Waldes kennen, bauen sich ein Schutznest hoch im Baum, sammeln wilde Früchte. Doch die Schrecken von Krieg und Verfolgung sind nie weit entfernt: Nachts hören sie Schüsse, einmal stoßen sie auf einen Verwundeten. Der belesene Thomas und der tatkräftige, traditionell erzogene Adam müssen lernen, dass sie nur gemeinsam überleben können – im Glauben an ihre Freundschaft, an den Zauber der Natur und die Imagination. Die einzige Hilfe von außen ist die kleine Magd Mina, die die Jungen heimlich versorgt – eine Heilige der Tat. Doch während die rettende Rote Armee näherrückt, werden die Nächte im Wald kälter, und auch Mina gerät in Gefahr.

Aharon Appelfeld überlebte den Zweiten Weltkrieg selbst als Kind in den ukrainischen Wäldern. In diesem außergewöhnlichen Buch kehrt der große Autor noch einmal dorthin zurück – und erzählt mit elementarer, kindlicher Schlichtheit von Glaube und Hoffnung, von Natur, Grausamkeit und Liebe. Ein wunderbares, tröstendes Märchen aus dem finstersten aller Täler.

Aharon Appelfeld wurde 1932 in Czernowitz geboren. Nach Verfolgung und Krieg, die er im Ghetto, im Lager, dann in den ukrainischen Wäldern und als Küchenjunge der Roten Armee überlebte, kam er 1946 nach Palästina. In Israel wurde er später Professor für Literatur. Seine hochgelobten Romane und Erinnerungen sind in vielen Sprachen erschienen, bei Rowohlt.Berlin zuletzt „Auf der Lichtung“. Vielfach ausgezeichnet, ist Aharon Appelfeld u. a. Träger des Prix Médicis und des Nelly-Sachs-Preises. Er lebt in Jerusalem.

Aharon Appelfeld: „Ein Mädchen nicht von dieser Welt“, aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler

Erstverkaufstag: 28. August 2015, ISBN: 978-3-87134-788-7

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Yishai Sarid: Alles andere als ein Kinderspiel

Seit Naomi vor fünfundzwanzig Jahren den Kibbuz und ihren Mann verlassen hat, leitet sie voller Herzblut einen Kindergarten im Norden Tel Avivs. Als der Eigentümer des Grundstücks stirbt, wittert ein bekannter Architekt seine Chance, Naomi und den Kindergarten vom begehrten Anwesen zu vertreiben. Um dem ruchlosen Architekten die Stirn zu bieten, leiht Naomi von zwielichtigen Gestalten Geld. Ihre Affäre mit dem Vater eines der Kinder trägt ebenfalls nicht gerade zur Entspannung ihrer Lage bei, und plötzlich steht auch noch ihr „verlorener“ Sohn vor der Tür. Naomi weiß, dass das ihre letzte Chance ist, ihr Leben wieder in Ordnung zu bringen.


Yishai Sarid wurde 1965 in Tel Aviv geboren, wo er bis heute lebt. Nachdem er als Nachrichtenoffizier in der israelischen Armee tätig war, studierte er in Jerusalem Jura und machte in Harvard einen Abschluss in Öffentliche Verwaltung. Später arbeitete Yishai Sarid als Staatsanwalt in Strafprozessen und ist heute als Rechtsanwalt tätig. Er veröffentlichte Artikel in verschiedenen Zeitungen und publizierte 2000 seinen ersten Roman mit dem Titel The Investigation of Captain Erez.


Yishai Sarid: Alles andere als ein Kinderspiel
Aus dem Hebräischen von Helene Seidler
Kein & Aber, ca. 368 Seiten
ISBN: 978-3-0369-5703-6

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Tuvia Tenenborn: "Allein unter Juden"

Bissig, brillant, brisant: Die neue Großreportage von Tuvia Tenenbom

Ende 2012 erschien Tuvia Tenenboms furioser Reisebericht Allein unter Deutschen, der hier heftig diskutiert wurde und monatelang auf der Bestsellerliste stand. Nach seiner Deutschland-Tour hat sich Tenenbom 2013 auf Entdeckungsreise durch Israel begeben. Dreißig Jahre nachdem er seine Heimat in Richtung USA verlassen hat, kehrte er, der Sohn eines Rabbiners, zurück, um sich ein eigenes Bild davon zu machen, wie sich die kulturelle und politische Identität Israels verändert hat.

Dafür ist er wieder kreuz und quer durchs Land gereist: vom Gazastreifen bis zu den Golanhöhen, von Eilat bis zu den Hisbollah-Stellungen im Norden. Und schon bald erkennt er, dass man, um dieses Land wirklich zu verstehen, mit allen sprechen muss: mit Ultraorthodoxen und Atheisten, mit Fundamentalisten jeglicher Couleur, mit Kibbuzniks und Siedlern, Rabbis und Imamen, mit Mystikern und Intellektuellen, Militärs und Geheimagenten, mit israelischen Prominenten und palästinensischen Politikern, mit Journalisten und NGO-Aktivisten u.v.m. Das Ergebnis dieser nicht immer ganz konfliktfrei verlaufenen Begegnungen ist eine ebenso unterhaltsame wie erhellende Erkundung eines Landes der Extreme, wie man sie so noch nie gelesen hat.

Es treten auf: Schimon Peres und Guido Westerwelle, Amos Oz und Fania Oz-Salzberger, PLO-Spionagechef Dschibril al-Radschub und Exbotschafter Avi Primor, Benjamin Netanjahu und Ehud Olmert und viele, viele mehr.


Aus dem Amerikanischen von Michael Adrian
suhrkamp taschenbuch 4530, Klappenbroschur, 473 Seiten
ISBN: 978-3-518-46530-1

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Israel Wimmelbuch

 

Rachel Shalev nimmt uns mit auf eine bunte Reise quer durch Israel und zeigt uns Land und Menschen. Wir entdecken die Stadt Tel Aviv mit ihrem Strand und lebhaften Straßencafes und wandern mit Familie Teitelbaum durch den grünen Norden Israels. Auf dem Markt in Jerusalem begegnen uns die unterschiedlichsten Menschen aus aller Welt, für die Jerusalem eine "heilige Stadt" ist. In der Negev-Wüste treffen wir auf die Beduinenfamilie Abu Zaid. Eine äthiopische Einwanderin und ihre Mutter plantschen im Toten Meer, drei Nonnen schauen wir beim Tauchen nach bunten Fischen und Korallenriffen in Eilat zu.

Die vielen kleinen durchgehenden Geschichten wimmeln vor liebevollen Details und überraschenden Charakteren.

Rachel Shalev "Israel Wimmelbuch"
14 Seiten, Pappe, 3-6 Jahre
ISBN 9783981382587

In Kooperation mit