Erfolgreiche Stipendiatenprogramme und neue Akzente im Bereich wissenschaftlicher Zusammenarbeit

Das 2004 eingerichtete Stipendien-Programm für junge Israelis baute die Landesregierung in den vergangenen Jahren konsequent aus. Dadurch können bis zu 20 israelische Studierende jährlich eine nordrhein-westfälische Hochschule besuchen, um sich mit dem Studium in Deutschland und mit dem Land selber vertraut zu machen. Das Programm ist mittlerweile in Israel an allen Hochschulen bekannt und stößt auf ein weiter wachsendes Interesse.
Mittlerweile gibt es mehr Bewerber als Stipendien. Bis Ende 2009 haben - bei etwa 250 Bewerbungen - bereits fast 100 junge Israelis an diesem Programm teilgenommen. 2007 wurde das Programm auf palästinensische Studierende ausgedehnt; von 2010 an gibt es auch einige Plätze für Studierende aus Jordanien.

Im Bereich der wissenschaftlichen Zusammenarbeit setzte die Landesregierung zudem neue Akzente: Mit dem vom früheren israelischen Botschafter in Deutschland, Avi Primor, geleiteten Center for European Studies am Interdisciplinary Center (IDC) in Herzliya wurde 2007 ein zunächst auf drei Jahre befristetes Gastprofessorenprogramm vereinbart. Seither lehren für die Dauer eines israelischen Studienjahres jeweils zwei nordrhein-westfälische Gastprofessoren am IDC.
Die Gastprofessuren sind auch Grundlage eines Europastudiengangs, der zwischen dem IDC, der Al-Quds-Universität in Ost-Jerusalem, der jordanischen Royal Scientific Society in Amman und der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität vereinbart wurde. Die drei Hochschulen im Nahen Osten bieten ein jeweils eigenes, aber aufeinander abgestimmtes European-Studies-Programm. Dessen Absolventen durchlaufen in Düsseldorf anschließend gemeinsam ein Masterprogramm, das zum Wintersemester 2009/2010 - wenn auch noch ohne jordanische Beteiligung - anlief.

Weiterhin unterstützt Nordrhein-Westfalen seit Juli 2008 ein Stipendienprogramm der Dr. Heinz-Horst Deichmann Stiftung. Dieses Programm ermöglicht es Studierenden aus Israels Nachbarländern, einen zweijährigen Masterstudiengang des Blaustein-Instituts für Wüstenforschung an der Ben-Gurion Universität in Beer Sheva zu absolvieren. Durch wissenschaftliche und wirtschaftliche Zusammenarbeit fördert das Programm den Friedensprozess im Nahen Osten.

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