"Erziehung nach Auschwitz"

"Die Forderung, dass Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung."   Theodor W. Adorno 1966


Das Lehrerfortbildungsprojekt "Erziehung nach Auschwitz" existiert seit 1998 in Kooperation zwischen der International School for Holocaust Studies, Yad Vashem, Jerusalem, und dem Land Nordrhein-Westfalen. Verantwortlich für das Projekt ist die Bezirksregierung Münster. Ziel ist es, über eine intensive Behandlung des Holocaust und die persönliche Begegnung mit Zeitzeugen die Lehrer zu befähigen, in ihrem Unterricht verstärkt die Probleme der Fremdenfeindlichkeit, des Antisemitismus, des Rechtsradikalismus und der Gewalt zu behandeln. Der Erfolg des Lehrer-Fortbildungsprogramms bewirkte, dass mittlerweile auch andere nordrhein-westfälische Gruppen die Gedenkstätte Yad Vashem zu Fortbildungszwecken besuchen. Das trägt dazu bei, die Erinnerung an die Shoah, an die singulären Verbrechen des Nazi-Regimes und an das unermessliche Leid des jüdischen Volkes wach zu halten. 2008 führte erstmals eine Gruppe Düsseldorfer Polizisten ein Seminar in Yad Vashem durch. 2009 folgten nordrhein-westfälische Richter und Staatsanwälte.

Fortbildung im Jahr 2017

Das Lehrerfortbildungsseminar "Erziehung nach Auschwitz" ist eine landesweite Fortbildungsmaßnahme und richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufen I und II aller Schulformen mit den Fächern Geschichte, Politik, Pädagogik, Religion, Deutsch, Musik, Kunst, Philosophie, Erdkunde,  Sozialwissenschaften... Ziele der Veranstaltung sind,

  • das Wissen über den Holocaust zu vertiefen,

  • die Bedeutung des Erinnerns zu fördern,

  • die Werteorientierung in der Erziehung zu steigern,

  • die Lehrerinnen und Lehrer zu einer intensiveren Behandlung und Auseinandersetzung mit Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit zu befähigen.

Das Seminar wird in Kooperation mit der deutschen Abteilung der Internationalen Schule für Holocaust-Studien (ISHS) Yad Vashem durchgeführt. Das pädagogische Konzept der Fortbildung, den Opfern ein Gesicht zu geben, sich auf Einzelschicksale zu fokussieren und so eine Begegnung mit dem Individuum zu ermöglichen, lässt den Transfer zur Bearbeitung übergreifender Themen wie z.B. Migration, Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit zu. Es ermöglicht aber auch, der um sich greifenden Distanz und Ablehnung bei der Behandlung des Themas "Holocaust" im Unterricht zu begegnen.

  • Ort: Die Veranstaltung findet in Israel statt
  • Zeit: 21. Oktober - 3. November 2017 (Herbstferien in NRW)

     

     

Die vollständige Ausschreibung der Lehrerfortbildung "Erziehung nach Auschwitz" 2017 finden Sie -  hier

 

Bewerbungen und Kandidatenauswahl:


Bezirksregierung Arnsberg   
Frau Strake   
02931 82-3255   
kornelia.strake@bra.nrw.de

Bezirksregierung Detmold 
Herr Twelsiek
06231 71-4605
klaus.twelsiek@brdt.nrw.de  

Bezirksregierung Düsseldorf   
Frau Schmidt   
0211 475-4407   
doris.schmidt@bezreg-duesseldorf.nrw.de

Bezirksregierung Köln   
Frau Butzen   
0221 147-2595   
angelika.butzen@bezreg-koeln.nrw.de

Bezirksregierung Münster   
Ulrike Schneider-Müller
0251 411-4247
ulrike.schneider-mueller@brms.nrw.de

 

Lehrergruppe mit Holocaustüberlebenden in Yad Vashem

 

 

Erziehung nach Auschwitz -  Ein Aufsatz von Theodor W.Adorno, 1966

 

Informationen zum Lehrerfortbildungsprojekt "Erziehung nach Auschwitz"

 

Netzwerk Erziehung nach Auschwitz

 

 

 

In Kooperation mit