Aktuelle Termine

22.01.2018
Ausschreibung | „New Kibbutz“
BETATEC
Berlin Tel Aviv Technology and Entrepreneurship Committee

Ausschreibung von Praktikumsaufenthalten in Unternehmen in Israel Programm „New Kibbutz“

Neu ab 2017: Studierende aus Nordrhein-Westfalen haben ab sofort die Möglichkeit, sich auf ein Stipendium zu bewerben.

 

Lerne Israels Innovationskraft in einem Unternehmen kennen! In jungen Teams neue Ideen verwirklichen! Dabei sein, wenn ein Start-up den Markt erobert! Und nebenbei das bunte Leben eines Landes am Mittelmeer kennen lernen!


Mit dieser Ausschreibung werden Praktikumsaufenthalte in Unternehmen in Israel verbunden mit der Teilnahme an einem begleitenden Programm zu Politik, Wirtschaft, Geschichte und Innovation in Israel angeboten (Programm „New Kibbutz“).

Der „New Kibbutz“ hat erstmals im Jahr 2015 im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der deutsch-israelischen Beziehungen Studierende als Praktikanten in israelische Unternehmen entsandt. Der Name „New Kibbutz“ bezieht sich auf Israels erstaunlichen Wandel vom Agrarstaat hin zur High-Tech-Nation.

Um Israel zu erleben, können junge Studierende heute statt in den Kibbuz (= landwirtschaftliches Kollektiv) zu gehen, Israels Innovationskraft in einem Unternehmen kennenlernen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Programms haben die Chance an einem hochinnovativen Wirtschaftsstandort zu arbeiten, können praktische Erfahrungen in einem relevanten Arbeitsfeld sammeln.

 

Die ausführliche Projektbeschreibung und die Richtlinien für die Bewerbung finden Sie hier

10.06.2018
AUSSTELLUNG - Merav Salomon in Troisdorf
Burg Wissem
Bilderbuchmuseum der Stadt Troisdorf
Burgallee 1
53840 Troisdorf

„Staying Alive“


Vom 10. Juni bis 2. September 2018 zeigt das Museum auf Burg Wissem in Troisdorf die Bilderzählung „Staying Alive“ von Merav Salomon.

Die Ausstellung umfasst Zeichnungen, Illustrationen, Künstlerbücher und Plakate von Merav Salomon. Das illustrative Werk der israelischen Künstlerin entfaltet seine Kraft und Intensität zwischen verschiedenen Formen des Erzählens und Erinnerns. Ihre meist textlosen Bildgeschichten siedelt sie zwischen klassischer Illustration, Karikatur und Satire an. Vor allem ein karikaturhafter Stil ermöglicht ihr, Themen wie Tod, Krieg, Emigration und Holocaust auf eine grafisch besondere Weise darzustellen: Zum einen stehen ihre Bildgeschichten in der Tradition der Warn- und Moralgeschichten des 19. Jahrhunderts, zugleich sind sie in der Gegenwartskunst der Graphic Novel beheimatet. Auch inhaltlich verbindet Salomon Gegenwart und Vergangenheit. Ihre Erzählungen greifen Alltagserfahrungen auf, aber immer wieder scheinen auf indirekte Weise die Erinnerungen an die Großeltern und deren Schicksal durch Holocaust und Emigration durch.

(Foto: © Merav Salomon)
24.06.2018
„Geschichte – Gewalt – Gewissen“
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Öffentliche Führungen

Am letzten Sonntag im Monat, jeweils 15 Uhr

29. Juli 2018


Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an der neuen Dauerausstellung "Geschichte – Gewalt – Gewissen" mitgearbeitet haben, führen durch die Ausstellung.

 

Diese erzählt in Anlehnung an die Hausgeschichte von den Verbrechen der Ordnungspolizei im Zweiten Weltkrieg und Versuchen der Aufarbeitung in der Nachkriegszeit: Thematisiert werden die enorme Dimension der Beteiligung der uniformierten Polizei am Zweiten Weltkrieg und an den Genoziden gegenüber Juden sowie Sinti und Roma, die öffentliche und personelle Entnazifizierung und Kontinuitäten nach 1945, die juristische Aufarbeitung des NS-Unrechts sowie der bürokratische Versuch einer „Wiedergutmachung“ der Bundesrepublik gegenüber ehemals Verfolgten.

 

Der Eintritt ist frei - Spenden erwünscht, Dauer ca. 1 Stunde

26.06.2018
Beit Olam oder der gute Ort.
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstr. 6
40213 Düsseldorf

Treffpunkt:
Jüdischer Friedhof auf dem Nordfriedhof,
Ulmenstr. 236 (gegenüber vom Großmarkt)

Und am
Mittwoch, 27. Juni 2018, jeweils 10-15 Uhr

Beit Olam oder der gute Ort.
Gartenarbeiten auf dem jüdischen Friedhof

Jüdische Friedhöfe sind für die Ewigkeit angelegt, die Gräber werden nicht aufgegeben. Für die Gräber aus den frühen Jahren des Friedhofs finden sich oftmals keine Familienangehörigen mehr, daher kümmert sich unsere Gesellschaft um diese Gräber. Wir arbeiten dort mit Unterstützung der Friedhofsgärtner und laden ein, sich daran zu beteiligen. Bitte melden Sie sich zur Mitarbeit an und bringen Sie, falls vorhanden, Arbeitsgeräte sowie einen Imbiss für mittags mit.

26.06.2018
Buchvorstellung mit Walter Schiffer
Jüdisches Museum West­falen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 19:30 Uhr

Das Andenken verlängern.
Über den Friedhof der jüdischen Displaced Persons in Bergen-Belsen

Der Name Bergen-Belsen repräsentiert im kollektiven Bewusstsein einen Ort nationalsozialistischer Verbrechen. Abgeschieden lagen in der Lüneburger Heide ein Kriegsgefangenenlager (1940-1945) und ein Konzentrationslager der SS (1943-1945). Hier wurden zehntausende Menschen ermordet. Massengräber auf dem ehemaligen KZ-Gelände zeugen davon.


Nach der Befreiung im April 1945 blieben zahlreiche Überlebende, andere Flüchtende kamen hinzu; viele waren zu schwach, zu krank, um in ihre Herkunftsländer zurückzukehren. Gerade jüdische Überlebende hatten meist keinen Ort, wohin sie hätten gehen können: Familien und Freunde waren ermordet, Dörfer, Gemeinden zerstört, und mit einer freundlichen Aufnahme war in weiten Teilen Osteuropas nicht zu rechnen. So blieben sie als Heimatlose, sog. Displaced Persons (DPs), und wurden in der nahegelegenen ehemaligen Wehrmachtskaserne im sog. Hohne-Camp untergebracht. Bis zu 12000 jüdische DPs lebten zeitweise dort. In den ersten Monaten nach der Befreiung starben weitere tausende Menschen im DP-Camp an den Folgen der KZ-Haft und wurden auf dem sog. Zelttheaterfriedhof beerdigt.


Im Vortrag werden Aufbau und Inhalt der hebräischen und/oder jiddischsprachigen Grabsteininschriften der jüdischen DPs erläutert. Drei dort bestattete Personen werden in biographischen Skizzen vorgestellt. Der historische Kontext des DP-Camps und das Selbstverständnis eines jüdischen Friedhofs werden einleitend dargestellt.

 

Walter Schiffer M.A., M.Th. ist Theologe, Pädagoge und Logotherapeut; Veröffentlichungen u.a. zum Werk Martin Bubers und zu Themen der Humanistischen Psychologie. (www.dialog-bb.de)

03.07.2018
„JUDENRETTER.“
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Melanchthon-Akademie
Kartäuserwall 24
50678 Köln

Beginn: 19:00 Uhr | Kostenbeitrag: 5 €

„JUDENRETTER.“

BUCHVORSTELLUNG MIT IGAL AVIDAN.


Mod Helmy wurde vor fünf Jahren von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem als erster Araber überhaupt als „Gerechter unter den Völkern geehrt. Über sein bewegtes Leben berichtet Igal Avidan und stellt anschließend sein Buch zur Diskussion.


Der israelische Journalist Igal Avidan, der seit 1990 in Berlin für Printmedien und Radiosender in Deutschland und Israel arbeitet, stellt sein mit viel Herzblut geschriebenes Buch „Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete“ über den ägyptischen Arzt Mod Helmy vor.

Eine Veranstaltung der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. in Kooperation mit der Melanchthon-Akademie

05.07.2018
Buchvorstellung mit dem Autor Igal Avidan
Jüdisches Museum West­falen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 19:30 Uhr

Mod Helmy – Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete

Die meisten Menschen in Nazi-Deutschland reagierten gleichgültig auf die Judenverfolgung, viele nahmen aktiv daran teil. Nur 600 von ihnen wurden von Yad Vashem als Judenretter geehrt und ein einziger war ein Araber. Der Arzt Mod (Mohamed) Helmy wurde von den Nationalsozialisten als „Nichtarier“ diskriminiert und als Ägypter inhaftiert. Trotzdem half er jahrelang einer jüdischen Familie, sich vor der Gestapo zu verstecken. Mitten in Berlin gelang es ihm sogar mithilfe von Hitlers Intimfreund, dem Mufti von Jerusalem, eine Jüdin als Muslima in Sicherheit zu bringen.

 

Igal Avidan fand Helmys ehemalige Patienten, besuchte seine Verstecke und zeichnet seine einzigartige Geschichte nach.

 

Igal Avidan, 1962 in Tel Aviv geboren, hat in Israel Englische Literatur und Informatik und dann in Berlin Politikwissenschaft studiert. Seit 1990 arbeitet der Nahostexperte als freier Berichterstatter aus Berlin für israelische und deutsche Zeitungen und Hörfunksender. Ko-Autor seines Buches über Mod Helmy ist der Schriftsteller und Journalist Helmut Kuhn.

08.07.2018
"Rund um die Villa"
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 14:00 Uhr | 5 € pro Person
Anmeldung nicht erforderlich

Treff- und Endpunkt jeweils am Geschichtsort Villa ten Hompel, Dauer ca. 90 Minuten

Stadtteilführung "Rund um die Villa"


Der historische Spaziergang mit dem Historiker Timm C. Richter führt durch das Erpho- und Mauritzviertel. Neben der Villa ten Hompel, dem Dienstsitz des Befehlshabers der Ordnungspolizei im Wehrkreis VI, befanden sich dort noch außergewöhnlich viele weitere Dienststellen von Partei und Staat in den Jahren 1933 bis 1945.

Auch Orte der Verfolgung lassen sich finden, wie etwa die Leitstelle der Gestapo oder der Getrudenhof, Sammelstelle der münsterländischen Juden vor ihrer Deportation. Im Rahmen dieses Rundganges werden an diesen Orten nach Spuren von Nationalsozialistischer Herrschaft, Verfolgung und Krieg gesucht und gezeigt, dass viele dieser Orte nicht nur räumlich eine Nähe zur Villa ten Hompel hatten.

08.07.2018
Soll das ein Witz sein?
Jüdisches Museum West­falen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

17:00 Uhr
Karten 5 € - im Jüdischen Museum und in der Stadtinfo, Recklinghäuser Straße 20

Soll das ein Witz sein?

Nicht um platte Kalauer, sondern um den politischen und den jüdischen Witz geht es bei dieser besonderen Baumhaus-Veranstaltung. In Kooperation mit dem Jüdischen Museum erfahren die Zuhörer von Klaus-D. Krause und seinen Mitstreitern, warum ein Witz gerade in Diktaturen den Erzähler zwar ins Gefängnis bringen, aber trotzdem höchst befreiend sein kann. Und darüber hinaus hören sie, was den jüdischen Humor so einzigartig macht.


Die Veranstaltung im Garten des Jüdischen Museums ist eine Premiere: Sie läutet die neue Reihe der „Garten-Lesungen“ ein.


– in Zusammenarbeit mit dem „Cornelia Funke Baumhaus“ –

08.07.2018
„LIZA RUFT!“
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Filmpalette
Lübecker Str. 15
50668 Köln

Beginn: 19:30 Uhr | Eintritt: 8€ und 5€ ermäßigt

„LIZA RUFT!“ DAS ERSTE PORTRÄT EINER JÜDISCHEN PARTISANIN ÜBERHAUPT.

Filmvorführung und Publikumsgespräch mit Christian Carlsen

 

„Lisa ruft!“ ist ein bewegender Dokumentarfilm über den Holocaust, den jüdischen Widerstand und die Erinnerungspolitik in Litauen. Im Mittelpunkt von „Liza ruft!“ steht die ehemalige Partisanin Fania Brantsovskaya, der nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die Erinnerung an den Holocaust und die Würdigung des jüdischen Widerstands zur Lebensaufgabe geworden waren.

 

Im Gespräch mit Fania Brantsovskaya, ihren Angehörigen und Weggefährt_innen schafft „Liza ruft!“ das intime und lebendige Bild einer beeindruckenden Frau, die beides ist: ein Opfer von fortwährender Verfolgung ebenso wie eine unermüdliche und streitbare Akteurin im Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit.

 

Veranstaltung der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. in Kooperation mit StAVV der Humanwissenschaftlichen Fakultät und der Filmpalette.

18.07.2018
Entdeckungsreise im Museum
Jüdisches Museum West­falen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

10:00-15:00 Uhr | Für Kinder ab 8 Jahren | Kostenbeitrag 5 €

Ferienwerkstatt für Kinder - Entdeckungsreise im Museum

In unserer Sommerferienwerkstatt erkunden wir in einer spannenden Rallye das Museum, machen Süßigkeiten selbst und bedrucken T-Shirts mit deinem Namen auf Hebräisch.

 

Anmeldung und weitere Informationen: 02362 951467 oder info@jmw-dorsten.de

29.08.2018
Lesung: „Rozsa Gottlieb – Die Kälte, der Hunger, die Finsternis”
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Domforum
Domkloster 3, 50667 Köln

Beginn: 19:30h | Eintritt: 3€

Lesung: „Rozsa Gottlieb – Die Kälte, der Hunger, die Finsternis”

Christliche – Jüdische – Begegnungen
Lesung mit Helmut Braun von der Rose-Ausländer-Gesellschaft e.V.
Gespräch mit Katharina Gottlieb, Tochter von Rosza Gottlieb

 

Von Mitte  Oktober bis Mitte November 1941 wurden 28.300 jüdische Bürger der damals rumänischen Stadt Czernowitz auf Befehl der rumänischen Regierung, ausgeführt von rumänischen Gendarmen und Soldaten, nach „Transnistrien” in die am östlichen Ufer des Dnjestr gelegene Stadt Mogilev-Podolski deportiert. Dort war in einem völlig zerstörten Stadtteil ein Getto für 50.000 Juden errichtet worden. Zu den Deportierten gehörten auch Rozsa Gottlieb, ihr Ehemann Elemer und die erst sechs Monate alte Tochter Katharina. Alles Handeln der Eheleute ist darauf ausgerichtet, das Überleben dieses Kindes zu erreichen. Die Autorin erzählt von den Leiden und Schrecken der Gettozeit, die 1943 mit einer dramatischen Flucht von Mutter und Tochter endet.

Helmut Braun berichtet vom „vergessenen” Holocaust in Transnistrien, dem 250.000 jüdische Menschen zum Opfer fielen und liest aus dem Buch von Rozsa Gottlieb. Katinca, „die Prinzessin von Mogilev” ist ebenfalls anwesend.

Eine Kooperation der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. und dem Katholischen Bildungswerk Köln.

01.11.2018
Sprachtandem Deutsch-Hebräisch auf Facebook
Botschaft des Staates Israel und Goethe-Institut Israel

Die Botschaft des Staates Israel und das Goethe-Institut Israel haben gemeinsam eine Facebook-Seite eingerichtet, mit deren Hilfe interessierte Deutsch- beziehungsweise Hebräisch-Muttersprachler Sprachtandempartner finden können.

 

Die Mitglieder der Gruppe sind eingeladen, sich auf der Pinnwand vorzustellen - gern auch mit Fotos oder Videos - um ihren Wunsch nach einem Tandempartner zu bekunden. Interessenten können dann über die Kommentarfunktion oder durch eine persönliche Nachricht Kontakt aufnehmen. Wie die Tandempartnerschaft danach weitergeht, ob per Mail, Skype oder sogar persönliche Treffen, liegt natürlich an den Tandempartnern selbst.

 

Um Mitglied der Gruppe zu werden, wird ein Profil bei Facebook benötigt. Die Gruppe ist unter folgender URL zu finden: http://bit.ly/TandemDeutschIvrit

 

(Botschaft des Staates Israel, 22.07.13)

02.11.2018
Neue Bücher
Empfehlungen im Kulturnewsletter
der Botschaft des Staates Israel

 

Dror Mishani: „ Die schwere Hand“

Erscheint am 29. Januar 2018 im Zsolnay Verlag.

Avi Avraham, der „melancholische Sturkopf“, ist soeben zum Leiter des Ermittlungsdezernats von Cholon-Ayalon, Israel, ernannt worden. Beim nächsten Einsatz erkennt er die Leiche sofort: Lea Jäger. Sie war vor ein paar Jahren vergewaltigt worden, der Täter sitzt im Gefängnis. Jetzt fällt der Verdacht auf einen Mann in Polizeiuniform. Trotz heftiger Widerstände in den eigenen Reihen sucht Avi weitere Frauen, die nach einer Vergewaltigung erneut von einem Polizeibeamten vernommen wurden. Dabei stößt er auf eine junge Bankangestellte, die einige Jahre zuvor von einem Unbekannten brutal misshandelt wurde. Als er sie und ihren Mann aufs Revier bittet, kommt es zur Tragödie. Der dritte Krimi des international gefeierten Schriftstellers Dror Mishani.

Dror Mishani ist Literaturprofessor in Jerusalem, spezialisiert auf die Geschichte der Kriminalliteratur. Bei Zsolnay erschienen „Vermisst“ (2013), sein erster Roman und der erste in einer Reihe rund um Inspektor Avi Avraham, 2015 der zweite Fall, „Die Möglichkeit eines Verbrechens“. „Die schwere Hand“ ist der dritte Band der Reihe Avi Avraham ermittelt.

Dror Mishani: „Die schwere Hand“
übersetzt aus dem Hebräischen von Markus Lemke
288 Seiten, Zsolnay, Fester Einband, ISBN 978-3-552-05884-2

 

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Eshkol Nevo: „Über uns“

Erscheint bei dtv am 12. Januar 2018.

Arnon und Ayelet haben seit der Schwangerschaft Probleme mit dem Sex. Damit die Dinge wieder ins Lot kommen zwischen ihnen, passen Ruth und Hermann, das reizende ältere Ehepaar von nebenan, gern auf ihre kleine Tochter auf. Ein Stockwerk drüber hadert Chani Doron, die »Witwe« (ihr Mann ist ständig auf Geschäftsreise), mit ihrem Leben und Dvorah Edelman, ehemalige Richterin und tatsächlich verwitwet, träumt in der obersten Etage nachts davon, ihr Über-Ich werde amputiert. Lügen und Selbsttäuschung durchdringen Alltag und Familienleben. Nevo wirft Licht in die dunklen Winkel der menschlichen Natur und ist seinen Figuren zugleich mitfühlender Freund. Einfach davonkommen aber lässt er sie nicht...

Eshkol Nevo, geboren 1971 in Jerusalem, gehört heute zu den wichtigsten Schriftstellern seines Landes. Sein erster Roman „Vier Häuser und eine Sehnsucht“ stand 2005 auf der Shortlist des bedeutendsten Literaturpreises in Israel, dem Sapir Preis, 2008 wurde er in Frankreich mit dem Raymond Wallier Preis des Salon du Livre ausgezeichnet, 2009 war er auf der Longlist des Independent Prize. „Wir haben noch das ganze Leben“, sein zweiter Roman (Golden Book Prize, Israel 2007, Adei Wizo Preis, Italien 2011), war nicht nur in Israel, sondern auch in Deutschland ein Bestseller. Sein jüngster Roman „Neuland“ verkaufte sich in Israel über 130.000 Mal und gewann 2012 als „Book of the Year“ den Steimatzky Preis.


Eshkol Nevo lebt mit seiner Frau und seinen drei Töchtern in Ra’anana / Israel.

Eshkol Nevo: „Über uns“
aus dem Hebräischen von Markus Lemke
Deutsche Erstausgabe, 320 Seiten, ISBN 978-3-423-28131-7

 

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Ayelet Gundar-Gosher: "Lügnerin"

Erschienen beim Kein & Aber Verlag im Oktober 2017

Manche Menschen werden durch die Wahrheit schön, andere durch die Lüge. Als die unscheinbare Eisverkäuferin eines Tages ein Missverständnis zu einer Lüge formt, richten sich plötzlich die Augen der ganzen Stadt auf sie. Im hellen Licht der Kameras blüht sie auf, und mit ihr wächst und gedeiht die Lüge. Doch wie lange kann sich eine prachtvolle Pflanze halten, wenn ihre Wurzeln in sandigem Grund stecken? Ayelet Gundar-Goshen (Löwen wecken) legt die menschliche Seele bloß und lässt die Grenzen zwischen Richtig und Falsch meisterhaft verschwinden.

Ayelet Gundar-Goshen, geboren 1982, studierte Psychologie in Tel Aviv, später Film und Drehbuch in Jerusalem. Für ihre Kurzgeschichten, Drehbücher und Kurzfilme wurde sie bereits vielfach ausgezeichnet. Ihrem ersten Roman, „Eine Nacht, Markowitz“ (2013), wurde der renommierte Sapir-Preis für das beste Debüt Israels zugesprochen, 2015 folgte mit „Löwen wecken“ ihr zweiter Roman, der zurzeit für NBC als TV-Serie verfilmt wird.

Ayelet Gundar-Goshen – Lügnerin (Roman)
aus dem Hebräischen von Helene Seidler
Hardcover, 336 Seiten, ISBN: 978-3-0369-5766-1

 

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Aharon Appelfeld: "Meine Eltern"

August 1938: Am Ufer des Flusses Prut in Rumänien versammeln sich die Sommerfrischler, überwiegend säkularisierte Juden, darunter ein Schriftsteller, eine Wahrsagerin, eine früher mit einem Christen liierte Frau, die nun auf Männerschau ist. Auch der zehnjährige Erwin und seine Eltern sind hier, doch das Kind spürt, dass etwas anders ist: Hinter den Sommerfreuden, den Badeausflügen und Liebeleien geht die Welt, die alle kennen, zu Ende. Einige reisen früher ab, andere verdrängen die Nachrichten aus dem Westen. Spannungen bleiben nicht aus, auch nicht zwischen den Eltern, der Mutter, die Romane liest, an Gott glaubt und an das Gute, und dem Vater, dem Ingenieur, der alles rational und pessimistisch sieht. Als die Familie in die Stadt aufbricht, überfällt Erwin die Furcht. In der Schule wurde er geschlagen und als „Saujude“ beschimpft – und er beginnt zu ahnen, dass an den unterschiedlichen Haltungen seiner Eltern noch viel mehr hängt: die Zukunft, das Überleben.

Ein feinfühliger Roman, der seismographisch die Brutalität des heraufziehenden Krieges verzeichnet – und zugleich das Porträt einer bürgerlichen Welt vor der Katastrophe. Eines der persönlichsten Bücher von Aharon Appelfeld, direkt, ehrlich und doch auch kindlich-schön.

Aharon Appelfeld wurde 1932 in Czernowitz geboren. Nach Verfolgung und Krieg, die er im Ghetto, im Lager, dann in den ukrainischen Wäldern und als Küchenjunge der Roten Armee überlebte, kam er 1946 nach Palästina. In Israel wurde er später Professor für Literatur. Seine hochgelobten Romane und Erinnerungen sind in vielen Sprachen erschienen, auf Deutsch zuletzt „Ein Mädchen nicht von dieser Welt“ und „Auf der Lichtung“. Aharon Appelfeld, der unter anderem mit dem Prix Médicis und dem Nelly-Sachs-Preis ausgezeichnet wurde, lebt in Jerusalem.

 

Aharon Appelfeld: „Meine Eltern“ (Roman)
aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler
Rowohlt.Berlin, 272 Seiten, ISBN: 978-3-7371-0031-1

 

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Liad Shoham: „Das Blut an euren Händen“

Anat Nachmias langweilt sich. Sie arbeitet bei der lokalen Polizeistation in Petach Tikwa, wenige Kilometer östlich von Tel Aviv, und kümmert sich um Bagatelldelikte. Als eine Frau auf die Wache kommt und ihren Ehemann als vermisst meldet, stürzt sie sich deshalb mit Eifer in die Ermittlungen. Ihre Vorgesetzten sehen das nicht gern, Schwerkriminalität existiert ihrer Meinung nach nicht in Petach Tikwa, und vor allem verschwinden hier keine Menschen.

 

Als Ido Dolev, ein Freund des Vermissten, anfängt, sich ebenfalls für den Fall zu interessieren, kommt Schwung in Anats Nachforschungen. Und das nicht nur, weil Ido jung, gut aussehend und witzig ist. Die beiden merken, dass sie zusammenarbeiten müssen, um den Fall aufzuklären. Die brutale Wahrheit, die sie ans Licht bringen, übersteigt alles, was sie sich über die so saubere Stadt hätten ausmalen können.

 

Liad Shoham ist Schriftsteller und praktizierender Anwalt. Er studierte an der Hebräischen Universität Jerusalem sowie an der London School of Economics. Liad Shoham ist einer der führenden Thriller-Autoren Israels, alle bislang veröffentlichten Bücher wurden zu Nr. 1-Bestsellern. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Tel Aviv. Bei DuMont erschienen bislang „Tag der Vergeltung“ (2013) und „Stadt der Verlorenen“ (2015).

 

Liad Shoham : „Das Blut an euren Händen“ Roman, ca. 400 Seiten
übersetzt aus dem Hebräischen von Ulrike Harnisch
DuMont Buchverlag ISBN 978-3-8321-8895-5

 

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David Grossman: „Kommt ein Pferd in die Bar“

Kann Humor Leben retten? Oder wenigstens die Seele eines Jungen? Der neue große Roman von David Grossman.

 

Für eine gute Pointe gab Dovele schon immer alles. Als Kind lief er oft auf den Händen. Er tat das, um seine Mutter zum Lachen zu bringen und damit ihm keiner ins Gesicht schlug. Heute steht er ein letztes Mal in einer Kleinstadt in Israel auf der Bühne. Er hat seinen Jugendfreund, einen pensionierten Richter, eingeladen. Im Laufe des Abends erzählt der Comedian zwischen vielen Witzen eine tragische Geschichte aus seiner Jugend. Es geht um Freundschaft und Familie, Liebe, Verrat und eine sehr persönliche Abrechnung auf dem Weg zu einer Beerdigung. Dem Kleinstadtpublikum ist das Lachen vergangen. Den Leser hält David Grossman mit diesem grandiosen Roman bis zur letzten Zeile gefangen.

 

David Grossman wurde 1954 in Jerusalem geboren und gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern der israelischen Gegenwartsliteratur. 2008 erhielt er den Geschwister-Scholl-Preis, 2010 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Bei Hanser erschienen zuletzt „Diesen Krieg kann keiner gewinnen“ (2003), „Das Gedächtnis der Haut“ (2004), „Die Kraft zur Korrektur“ (2008), „Eine Frau flieht vor einer Nachricht“ (Roman, 2009), „Die Umarmung“ (2012) und „Aus der Zeit fallen“ (2013). p>Im April stellt David Grossman seinen Roman auf einer Lesereise durch Deutschland persönlich vor.

 

David Grossman: "Kommt ein Pferd in die Bar" Roman, 256 Seiten
übersetzt aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer
Hanser Verlag ISBN 978-3-446-25050-5 ePUB-Format ISBN 978-3-446-25189-2

 

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Israel Wimmelbuch

Rachel Shalev nimmt uns mit auf eine bunte Reise quer durch Israel und zeigt uns Land und Menschen. Wir entdecken die Stadt Tel Aviv mit ihrem Strand und lebhaften Straßencafes und wandern mit Familie Teitelbaum durch den grünen Norden Israels. Auf dem Markt in Jerusalem begegnen uns die unterschiedlichsten Menschen aus aller Welt, für die Jerusalem eine "heilige Stadt" ist. In der Negev-Wüste treffen wir auf die Beduinenfamilie Abu Zaid. Eine äthiopische Einwanderin und ihre Mutter plantschen im Toten Meer, drei Nonnen schauen wir beim Tauchen nach bunten Fischen und Korallenriffen in Eilat zu.

Die vielen kleinen durchgehenden Geschichten wimmeln vor liebevollen Details und überraschenden Charakteren.

Rachel Shalev "Israel Wimmelbuch"
14 Seiten, Pappe, 3-6 Jahre
ISBN 9783981382587

In Kooperation mit