Aktuelle Termine

14.06.2017
Ausschreibung | „New Kibbutz“
BETATEC
Berlin Tel Aviv Technology and Entrepreneurship Committee

Ausschreibung von Praktikumsaufenthalten in Unternehmen in Israel Programm „New Kibbutz“

Neu ab 2017: Studierende aus Nordrhein-Westfalen haben ab sofort die Möglichkeit, sich auf ein Stipendium zu bewerben.

 

Lerne Israels Innovationskraft in einem Unternehmen kennen! In jungen Teams neue Ideen verwirklichen! Dabei sein, wenn ein Start-up den Markt erobert! Und nebenbei das bunte Leben eines Landes am Mittelmeer kennen lernen!


Mit dieser Ausschreibung werden Praktikumsaufenthalte in Unternehmen in Israel verbunden mit der Teilnahme an einem begleitenden Programm zu Politik, Wirtschaft, Geschichte und Innovation in Israel angeboten (Programm „New Kibbutz“).

Der „New Kibbutz“ hat erstmals im Jahr 2015 im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der deutsch-israelischen Beziehungen Studierende als Praktikanten in israelische Unternehmen entsandt. Der Name „New Kibbutz“ bezieht sich auf Israels erstaunlichen Wandel vom Agrarstaat hin zur High-Tech-Nation.

Um Israel zu erleben, können junge Studierende heute statt in den Kibbuz (= landwirtschaftliches Kollektiv) zu gehen, Israels Innovationskraft in einem Unternehmen kennenlernen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Programms haben die Chance an einem hochinnovativen Wirtschaftsstandort zu arbeiten, können praktische Erfahrungen in einem relevanten Arbeitsfeld sammeln.

 

Die ausführliche Projektbeschreibung und die Richtlinien für die Bewerbung finden Sie hier

20.08.2017
"Rund um die Villa"
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 14:00 Uhr | 5 € pro Person
Anmeldung nicht erforderlich

Treff- und Endpunkt jeweils am Geschichtsort Villa ten Hompel, Dauer ca. 90 Minuten

Stadtteilführung "Rund um die Villa"

Der historische Spaziergang mit dem Historiker Timm C. Richter führt durch das Erpho- und Mauritzviertel. Neben der Villa ten Hompel, dem Dienstsitz des Befehlshabers der Ordnungspolizei im Wehrkreis VI, befanden sich dort noch außergewöhnlich viele weitere Dienststellen von Partei und Staat in den Jahren 1933 bis 1945. Auch Orte der Verfolgung lassen sich finden, wie etwa die Leitstelle der Gestapo oder der Getrudenhof, Sammelstelle der münsterländischen Juden vor ihrer Deportation.

 

Der nächste historische Spaziergang ist für den 8.10., 14 Uhr terminiert.

22.08.2017
Ferienwerkstatt für Kinder und Jugendliche
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Ferienwerkstatt

22. bis 23. August 2017 jeweils 9:00-15:00 Uhr

Für Kinder ab 10 Jahren | Kostenbeitrag 10€


Wir bedrucken gemeinsam T-Shirts mit Deinem Namen auf Hebräisch, machen eine Rallye durch das Haus und den Garten, Basteln Synagogen im Schuhkarton, schauen einen Film und bereiten verschiedene Speisen zu.


Anmeldung und weitere Informationen: 02362 951467 oder info@jmw-dorsten.de

27.08.2017
„Geschichte – Gewalt – Gewissen“
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Öffentliche Führungen

Am letzten Sonntag im Monat, jeweils 15 Uhr

24. September | 29. Oktober 2017 | 26. November


Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an der neuen Dauerausstellung "Geschichte – Gewalt – Gewissen" mitgearbeitet haben, führen durch die Ausstellung.

 

Diese erzählt in Anlehnung an die Hausgeschichte von den Verbrechen der Ordnungspolizei im Zweiten Weltkrieg und Versuchen der Aufarbeitung in der Nachkriegszeit: Thematisiert werden die enorme Dimension der Beteiligung der uniformierten Polizei am Zweiten Weltkrieg und an den Genoziden gegenüber Juden sowie Sinti und Roma, die öffentliche und personelle Entnazifizierung und Kontinuitäten nach 1945, die juristische Aufarbeitung des NS-Unrechts sowie der bürokratische Versuch einer „Wiedergutmachung“ der Bundesrepublik gegenüber ehemals Verfolgten.

 

Der Eintritt ist frei - Spenden erwünscht, Dauer ca. 1 Stunde

02.09.2017
Schauraum – Nacht der Museen
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

16 - 24 Uhr

16 Uhr: Babij Jar

 

Eine Plastik von Frank Otto Sperlich zur Erinnerung an die jüdischen Opfer des Massakers von Kiew im September 1941 - Vernissage

  • Kunstinstallation „Babij Jar“ mit einer Einführung des Künstlers Frank Otto Sperlich
  • Impuls Thomas Köhler: Babij Jar September 1941: Polizei und Holocaust
  • Impuls Michael Sturm: Babij Jar heute – Zwischen Vergessen, Verdrängung und Vergegenwärtigung

Babij Jar: In dieser Schlucht bei Kiew haben Polizei, SS und Wehrmacht sowie Militär aus der Ukraine am 29. und 30. September 1941 insgesamt 33.771 Kinder, Frauen und Männer jüdischen Glaubens erschossen. Die Höllenschlucht von Babij Jar wurde in den Jahrzehnten von der Stadt Kiew überwuchert und ist heute ein Freizeitpark. Seit seiner Spurensuche in Kiew beschäftigt den Dokumentarfilmer und Künstler Frank Otto Sperlich dieses Massaker.

In einer emotional berührenden Installation setzt Sperlich den Opfern ein Denkmal: „Ich möchte den Opfern ein Gesicht geben, ihre Bilder wieder sichtbar machen.“ Auf 33 Hemden und Shirts hat er mit Farbe und einer speziellen Technik Porträts von Opfern dauerhaft projiziert und sie damit dem Vergessen entrissen. Es sind Gesichter voller Hoffnung, voller Lebensfreude. Privatfotos aus einer besseren Zeit. Es sind Gesichter, die mahnen und daran erinnern, dass noch immer Menschen durch Menschenhand sterben. Heute. Morgen. Weltweit.

Der auf Rügen lebende und arbeitende Dokumentarfilmer und Künstler Frank Otto Sperlich wird Einblicke in die Entstehung und Intentionen seiner Installation geben.

Die Historiker Thomas Köhler und Michael Sturm aus dem Team der Villa ten Hompel geben kurze Inputs zum historischen Kontext und zur Erinnerungskultur in der Ukraine heute.

In Kooperation mit der Spuren Finden e.V. und dem Evangelischen Forum Münster e.V.

10.09.2017
Lerne lachen ohne zu weinen!
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Heinrich-Heine-Institut
Bilkerstr. 12-14, Düsseldorf

Beginn: 11:00 Uhr | Eintritt: 5€/7€

Lerne lachen ohne zu weinen!

Text-Musik-Programm zu Kurt Tucholsky
Roswitha Dasch, Geige und Gesang Ulrich Raue, Klavier und Gesang

 

Kurt Tucholsky war Lyriker, Kritiker, Romancier, bissiger Satiriker und hat viele Gedichte, Sketche und Texte zu Chansons geschrieben. Er liebte die Frauen, die verrauchten Berliner Kneipen und die halsbrecherischen Pointen. Er hat die Katastrophe des Nationalsozialismus vorausgeahnt, so früh wie kaum ein anderer - und doch geglaubt, sie mit der Schreibmaschine aufhalten zu können. Er wurde ausgebürgert aus Deutschland, das er hasste und liebte, und im schwedischen Exil hat er sich dann das Leben genommen.

Die Künstler Roswitha Dasch und Ulrich Raue kombinieren abwechslungsreich gesprochene Texte mit Chansons und spiegeln eine Zeit des deutschen Kabaretts zwischen Agitation und Amüsement.

Gemeinsam mit Heine-Institut und Heine-Gesellschaft

10.09.2017
Tag des offenen Denkmals
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

14 – 15 Uhr:

Nicht-akademische hausgeschichtliche Führung durch Villa-Haustechniker Bernd Rösner

 

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals steht unter dem Motto „Macht und Pracht“. Ein guter Anlass, sich der Hausgeschichte der Villa ten Hompel unter einem anderen Blickwinkel anzunähern.

Der Zementfabrikant Rudolf ten Hompel ließ in den 1920er Jahren die „Villa“ am Kaiser-Wilhelm-Ring als prachtvolle wie machtbewusste Privatresidenz nach seinen Vorstellungen erbauen.

Haustechniker Bernd Rösner nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Zeitreise in die „roaring twenties“ und zeigt Interessantes wie Kurioses rund um die Erbauungsgeschichte der Villa ten Hompel.

Die Dauerausstellung ist in der Zeit zwischen 14 Uhr und 17 Uhr geöffnet.

12.09.2017
Interreligiöses Gebet
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Gemeindehaus der Evangelischen Gemeinde Brackel
Arent-Rupe-Haus, Flughafenstr. 7/Ecke Hellweg

Beginn: 19:00 Uhr

Interreligiöses Gebet  -  Mut zur Wahrhaftigkeit

„Wahrhaftigkeit, Wahrheit – große Worte, hehre Ziele, oft eingefordert – in Politik, im alltäglichen Zusammenleben und in unseren Religionen.

 

Wahrheit ist ein abstrakter philosophischer, anscheinend objektiver und vielfältig definierter Begriff, der mit unserem konkreten Leben wenig zu tun hat. Wahrhaftigkeit dagegen ist subjektiv, eine Haltung, die jeden von uns betrifft. Eine Denkhaltung, die das Streben nach Wahrheit beinhaltet. Jedoch sind aus Unwissenheit oder Irrtum falsche Aussagen möglich. Deshalb gehört zur Wahrhaftigkeit immer auch die Bereitschaft, das für wahr Gehaltene zu überprüfen…

 

Bei einer Befragung sagten 80% der Befragten, Lügen sei nicht so schlimm…
Ist Aufrichtigkeit also doch keine so wichtige Tugend? Wir schummeln uns ja gerne so durch, vor allem, wenn es sonst peinlich wird für uns. Wenn aber das Prinzip „Immer leugnen, solange nicht das Gegenteil bewiesen ist“ zum allgemeinen Verhalten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft würde, hätten wir ein Problem.

 

Und ganz aktuell: Die Mitteilungen in den so genannten sozialen Medien sind nicht mehr überschaubar. Fake News, gefälschte Nachrichten, greifen um sich und lassen sich nicht mehr kontrollieren.
So kann man „alternative Fakten“ nur noch schwer von wahren Nachrichten unterscheiden…Wahrhaftiges Reden und Handeln ist von zentraler Bedeutung.
Wenn sich nichts ändert, sind das menschliche Miteinander und die Demokratie in Gefahr.

 

Was können wir tun?
Wir möchten bei unserem diesjährigen Gebet zum Nachdenken darüber anregen. Wir tun das vor dem Hintergrund unserer religiösen Traditionen. Wir lesen unsere Schriften, um darin Antworten zu finden.“

 

Das 22. Interreligiöse Gebet von Juden, Christen, Muslimen und Bahá'ís in Dortmund wird von einem breiten lokalen Trägerkreis der abrahamitischen Religionen in Dortmund vorbereitet.

13.09.2017
Tagung
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Universität zu Köln
Neues Seminargebäude
Albertus-Magnus-Platz (Gebäude 106)

9:00 bis 17:00 Uhr

„Rassismus und Antisemitismus in der Schule. War da was?“

Im Rahmen dieser Tagung sollen Perspektiven der Rassismus- und Antisemitismuskritik zur Unterstützung von Lehrenden besprochen werden, um gemeinsam mit ihnen relevante Theorien und Forschungsergebnisse kennenzulernen sowie Möglichkeiten der Implementierung der rassismus- und antisemitismuskritischen Bildungsarbeit innerhalb und außerhalb der Schule und LehrerInnenbildung zu identifizieren. Die Veranstaltung soll dabei als Forum für Diskussionen dienen und einen Raum zum Austausch zwischen pädagogisch Tätigen, Studierenden, WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen der politischen Bildungsarbeit bieten.

Dazu wird es eine Vielzahl an unterschiedlichen Impulsen in Form von Vorträgen, angeleiteten Diskussionen und Workshops mit verschiedenen Themenschwerpunkten rund um Rassismus und Antisemitismus in der Schule geben.


Die Tagungskosten belaufen sich auf 15 €, bzw. 10 € ermäßigt. Verpflegung ist inklusive.

Weitere Informationen zu dem Programm und Anmeldung zur Tagung finden Sie hier


Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Zentrum für LehrerInnenbildung (Zfl) der Universität Köln sowie der Ruhr-Universität Bochum und dem Projekt „Jederzeit wieder! Gemeinsam gegen Antisemitismus“ der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. statt.

13.09.2017
Radtour
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Treffpunkt:
Domplatz vor dem Marktcafé

15 Uhr | Für ADFC- sowie Fördervereinsmitglieder frei - Andere Personen je 3 €

Radtour zu Kriegsrelikten und Orten der NS-Vergangenheit in Münster

Tourleiter ist Stefan Querl (VtH/ADFC) | Dauer 15:00 bis 20:00 Uhr

Vor 75 Jahren griff die Wehrmacht in Russland die Stadt Stalingrad an: Ein militärisches Vorgehen im Zweiten Weltkrieg, das zum Wendepunkt aus Sicht der Deutschen wurde und bis heute als Symbol einer menschenverachtenden „Materialschlacht“ gilt. Doch wie wirkten sich der Krieg, die Massenverbrechen und die durch das NS-Regime geschürten Großmacht-Träume vom „Endsieg“ auf Westfalen aus? Die Radtour macht im Innenstadtgebiet von Münster Spuren der Kriegszeit sichtbar. Sie würdigt an ausgewählten Stationen Opfer der Gewaltherrschaft und des Holocaust. Sie fragt aber auch kritisch nach den Tätern und Verantwortlichen für Verfolgungsmaßnahmen, u.a. während eines Gangs durch die Ausstellung in der Villa ten Hompel.

In Kooperation mit ADFC-Kreisverband Münster-Münsterland und Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.

14.09.2017
Raschi und Luther.
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Beginn: 19:00 Uhr

Raschi und Luther. Wiederentdeckung(en) der Schrift

Vortrag von Dr. Volker Haarmann, Landespfarrer Juden und Christen EKiR

Luther hat viel in die Übersetzung des Neuen Testaments und noch viel mehr in die Übersetzung der Hebräischen Bibel investiert. Die Bibel wurde dadurch für breitere Bevölkerungsschichten erschlossen. Schon 500 Jahre vor Luther hat der jüdische Schriftgelehrte Rabbi Schlomo ben Jizchak, genannt Raschi (1040-1105), die Bedeutung der Bibel für die jüdische Theologie revolutioniert und die Bibel wieder stärker in den Blick gerückt. Sein Bibelkommentar gehört bis heute zu den Standards, die jüdisches Bibelverständnis prägen. In einem gewagten Vergleich soll der Frage nachgegangen werden, was diese so unterschiedlichen Personen in den so unterschiedlichen Epochen möglicherweise doch an vergleichbarer Bedeutung für die jüdische und die christliche Tradition haben.

Gemeinsam mit der Evangelischen Stadtakademie

14.09.2017
Lesung
Auslandsgesellschaft NRW e.V.
Steinstr. 48
44147 Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr

Der lange Schatten der Täter

Nachkommen stellen sich ihrer NS-Familiengeschichte

 

Lesung und Gespräch mit Alexandra Senfft

 

Dieses Buch macht aus der Last der Vergangenheit eine Chance für unsere Gegenwart

Das Schweigen der Täter, unbearbeitete NS-Verbrechen und Traumatisierungen durch den Zweiten Weltkrieg wirken kaum bemerkt bis heute nach. Still prägen sie als »vererbtes« Leid das Leben vieler Menschen, beschädigen Biografien und Beziehungen, beeinflussen die Politik. Eingebettet in die aktuelle Forschung erzählt Alexandra Senffts Reise durch das Erinnern, wie das Schweigen zur Last wird. Ihr Buch stellt unbequeme Fragen gegen das Verdrängen: Weshalb wurden Täter in Opfer verkehrt, welche Rollen spielen Schuld und Scham – und gibt es so etwas wie Gerechtigkeit? Sensibel und klug zeigt dieses Buch den Nachkommen der Kriegsgeneration Wege, sich auf heilsame Weise mit ihrem Erbe auseinanderzusetzen – und macht das Erinnern zum Auftrag in der Gegenwart für die Zukunft.

 

Alexandra Senfft ist Islamwissenschaftlerin und Publizistin. Ihre Themenschwerpunkte sind die transgenerationellen Folgen des Nationalsozialismus und der Dialog mit den Opfern und ihren Nachkommen, Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit, der Nahostkonflikt sowie das Spannungsverhältnis Deutsche – Juden – Israelis – Palästinenser. In ihrem Buch »Schweigen tut weh. Eine deutsche Familiengeschichte« schreibt sie vom Umgang ihrer Familie mit dem Erbe ihres Großvaters Hanns Ludin. Ludin war ab 1941 Gesandter des Dritten Reichs in der Slowakei und maßgeblich an der Deportation der slowakischen Juden beteiligt.

19.09.2017
Dämonisiert und delegitimiert: Die Darstellung Israels in deutschen Medien
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Beginn: 19:00 Uhr

Dämonisiert und delegitimiert: Die Darstellung Israels in deutschen Medien

Mit Alexander Feuerherdt, Publizist, Köln

 

Die Posse von Arte und dem WDR rund um die Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – der Hass auf Juden in Europa“ hat es einmal mehr gezeigt: Sobald unumwunden benannt wird, dass der Antisemitismus nicht nur bei Neonazis ein Zuhause hat – sondern auch bei Islamisten, linken Organisationen und der bürgerlichen Mitte – und die sogenannte „Israelkritik“ eine seiner modernen Erscheinungsformen ist, setzt das große Abwehren und Relativieren ein. Dann distanziert sich das öffentlich-rechtliche Fernsehen plötzlich geräuschvoll von seiner eigenen Sendung und stellt einen „Faktencheck“ online, der seinem Namen nichts als Hohn spricht. Auch andere große Medien tragen regelmäßig zur Dämonisierung und Delegitimierung des jüdischen Staates bei. Kein anderer Staat der Welt wird, wie die Sprachwissenschaftlerin Monika Schwarz-Friesel analysiert hat, hierzulande so oft und so heftig medial unter Beschuss genommen wie Israel.

 

Warum das so ist, welche Medien dazu in besonderem Maße beitragen und wie die negative Darstellung des jüdischen Staates in deutschen Medien oft aussieht, wird Alex Feuerherdt in seinem Vortrag erörtern. Feuerherdt ist freier Publizist und lebt in Köln. Er schreibt regelmäßig für verschiedene Zeitschriften und Online-Medien über die Themen Antisemitismus, Nahost und Fußball, unter anderem für die Jüdische Allgemeine, die Jungle World, n-tv.de, Konkret, MENA-Watch und Audiatur Online.

Gemeinsam mit DIG

20.09.2017
Yad Vashem-Lectures
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

14:30 bis 17:00 Uhr

Yad Vashem Lectures

Vorbereitung einer gemeinsamen Veranstaltung zum internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2018

Andreas Determann, Kim Keen, Ulrike Schneider-Müller, Dr. Christoph Spieker (Münster)

Im Jahre 1996 erklärte der damalige Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus. 2005 haben dann die UN diesen Tag zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust bestimmt. Innerhalb der Münsteraner Geschichte ist dieser Tag zudem mit der zweiten Deportation von Juden aus Münster nach Riga verbunden. Nach der Premiere eines gemeinsamen Gedenkens der weiterführenden Münsteraner Schulen 2017 soll dies zu einer Tradition etabliert werden. Daher werden alle Schulen eingeladen sich (erneut) mit kleinen und großen Projekten an der Gedenkfeier unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Markus Lewe zu beteiligen.

 

Bei dieser Lecture werden Projektideen gebündelt und die Rahmenbedingungen abgesprochen sowie auf die Erfahrungen der vergangenen Veranstaltung zurückgegriffen. Die Anwesenheit bei allen drei Veranstaltungen (20.9.2017, 15.11.2017, 10.1.2018) ist zwar erwünscht, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme einer Schule. Alle weiterführenden Schulformen sind herzlich willkommen!

In Kooperation mit dem Förderverein der Villa ten Hompel, der Bezirksregierung Münster, Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

27.09.2017
Mittwochsgespräch
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr

Albert Speer - Eine deutsche Karriere

Prof. Dr. Markus Brechtken (München) im Gespräch mit Prof. Dr. Hans-Ulrich Thamer (Münster)

Das Ende einer Legende: Speer und die Lüge von der aufrichtigen Reue.

Seit 1931 NSDAP-Mitglied und bald ein Vertrauter Hitlers, wurde Albert Speer rasch zum Architekten des Rassenstaates. Im Krieg engagierte er sich als Rüstungsminister für den totalen Kampf und die Vernichtungsmaschinerie. Gleichwohl behauptete er nach Kriegsende, stets distanziert, ja eigentlich unpolitisch und gar kein richtiger Nazi gewesen zu sein. Auf der Basis jahrelanger Recherchen und vieler bislang unbekannter Quellen schildert Brechtken, wie Millionen Deutsche Speers Fabeln mit Eifer übernahmen, um sich die eigene Vergangenheit schönzureden, und wie aktiv Intellektuelle, namentlich Joachim Fest und Wolf Jobst Siedler, diese Legendenbildung unterstützten. Die verblüffende Biografie eines umtriebigen Manipulators – und zugleich ein Lehrstück für den deutschen Umgang mit der eigenen Geschichte.

Prof. Dr. Magnus Brechtken ist stellvertretender Direktor des Instituts für Zeitgeschichte und Professor an der LMU München. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen der Nationalsozialismus, die Geschichte der internationalen Beziehungen und die historische Wirkung politischer Memoiren.

Prof. Dr. Hans-Ulrich Thamer ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der WWU Münster. Seine Forschungsschwerpunkte sind der Nationalsozialismus und der europäische Faschismus, die Französische Revolution, die Ideengeschichte Frankreichs im 18. und 19. Jahrhundert sowie die Kulturgeschichte von Ausstellungen und Museen.

„Seit Langem erwartet wird die erste große kritische Speer-Biografie. Jetzt hat sie Magnus Brechtken verfasst. Ihm gelingt eine fulminante Dekonstruktion.“ (Die WELT)

Am Stand des Buchladens „Rosta“ können Werke von Magnus Brechtken erworben werden, die der Autor auf Wunsch signiert.

In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Münster e.V., Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

28.09.2017
„Nun gehe hin und lerne“
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Beginn: 19:00 Uhr

„Nun gehe hin und lerne“ - Lernschritte auf dem Weg zu einer christlichen Theologie in Israels Gegenwart

Vortrag Prof. Dr. Klaus Müller,
Landeskirchl. Beauftragter christl.-jüdisches Gespräch, Karlsruhe

 

„Was dir nicht lieb ist, füge auch keinem anderen zu“ – so einfach und schlicht wie aus dem Munde des weisen Rabbi Hillel hätte es sein können im Verhältnis von Christen und Juden. „Nun gehe hin und lerne“ – für die christliche Kirche und ihre Theologie allerdings ein langer Weg heraus aus Argwohn und Missgunst gegen die Juden hin zu einer Weggemeinschaft mit dem bleibend erwählten Volk Gottes. Prof. Müller ist Vorsitzender der KLAK, die in diesem Jahr mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet wurde.

Gemeinsam mit Evang. Stadtakademie

01.10.2017
Haus des Lebens. Der alte jüdische Friedhof
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Treffpunkt:
15:00 Uhr
Ulmenstr. 187, Alter jüdischer Friedhof
(zwischen Möhlau- und Esperantostraße gelegen, nicht beim Großmarkt!)

Haus des Lebens. Der alte jüdische Friedhof

Führung mit Herbert Rubinstein, jüd. Vorsitzender GCJZ

 

Auf dem alten jüdischen Friedhof fanden von 1877 bis 1922 Beerdigungen der Jüdischen Gemeinde statt. Wir finden dort u.a. Grabmale des jüdischen Bildhauers Leopold Fleischhacker.

 

Bitte Kopfbedeckung für Herren.

05.10.2017
Anspruch auf heiligen Boden: Der israelisch-palästinensische Konflikt um den Tempelberg
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt: 7€ für Nichtmitglieder

Anspruch auf heiligen Boden: Der israelisch-palästinensische Konflikt um den Tempelberg

Vortrag von Dr. Joseph Croitoru, Historiker und Journalist, Freiburg i. Br.

 

Hier stand der Tempel und steht eine Moschee. Für viele orthodoxe Juden war und ist das Betreten des Tempelberges ein Tabu, weil man versehentlich das Allerheiligste betreten könnte. Doch pilgern heute viele Nationalreligiöse dorthin, fordern, dort beten oder eine Synagoge errichten zu dürfen. Den palästinensischen Protesten, die häufig in Gewalt eskalieren, begegnet die israelische Regierung mit verschärften Polizeimaßnahmen. Neben der Geschichte des Verhältnisses beider Seiten zum Tempelberg und zur Klagemauer werden auch die jüngsten Entwicklungen beleuchtet.

 

Gemeinsam mit Ev. Stadtakademie und Deutsch-Israelischer Gesellschaft

10.10.2017
Lizzie Doron: Who the Fuck Is Kafka
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Beginn: 18:00 Uhr

Lizzie Doron: Who the Fuck Is Kafka

Literaturkreis mit Jutta Müller-Trapet

 

Der Literaturkreis geleitet von Jutta Müller-Trapet beschäftigt sich mit dem Doku-Roman von Lizzie Doron, der uns hautnah heranführt an einen unlösbar erscheinenden Konflikt. Und doch scheint es so, als hielten sich Verzweiflung und Hoffnung, die Möglichkeit einer friedlichen Koexistenz, die Waage. (dtv 9,90 €)

12.10.2017
Christlicher Antisemitismus am Beispiel des Eisenacher „Entjudungsinstituts“ 1939-45
Auslandsgesellschaft NRW e.V.
Steinstr. 48
44147 Dortmund

Veranstaltungsort:
Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
Steinstr. 50, 44147 Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr

Christlicher Antisemitismus am Beispiel des Eisenacher „Entjudungsinstituts“ 1939-45

Vortrag Dr. Oliver Arnhold (Detmold)

 

Am 6. Mai 1939 wurde mit einem Festakt auf der Wartburg in Eisenach das „Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben“ auf der Grundlage einer Entschließung von elf evangelischen Landeskirchen gegründet. Das Institut war eng mit der Ideologie und Organisation der aus Thüringen stammenden Kirchenbewegung „Deutsche Christen“ verbunden. Ziel dieser kirchenpolitischen Bewegung war es, den christlichen Glauben und die Institution der Kirche den Vorgaben der nationalsozialistischen Weltanschauung anzupassen. Dabei wurden Luthers „Judenschriften“ dazu verwendet, die Ausgrenzungs- und Verfolgungspolitik der nationalsozialistischen Machthaber gegenüber den Juden zu unterstützen und den Antisemitismus als Grundpfeiler der nationalsozialistischen Rasseideologie zu legitimieren.

 

Dr. Oliver Arnhold wird neben Informationen zur Geschichte der Kirchenbewegung "Deutsche Christen" und ihrer führenden Vertreter in seinem Vortrag die Problematik christlicher Schuld während der NS-Zeit thematisieren und zugleich die Blickrichtung auf die Opfer dieser Geschichte lenken. In diesem Zusammenhang stellt er auch die Arbeit des von 1939 bis 1945 in Eisenach existierenden kirchlichen "Entjudungsinstituts" vor.

Der Referent ist Studiendirektor am Christian-Dietrich-Grabbe-Gymnasium in Detmold und unterrichtet die Fächer Mathematik und Evangelische Religionslehre. Am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung in Detmold, Seminar Gymnasium/Gesamtschule, ist er zudem als Fachleiter für die Ausbildung von Referendar/innen im Fach Evangelische Religionslehre tätig. Ferner arbeitet er als Dozent für Religionspädagogik und kirchliche Zeitgeschichte an den Universitäten Bielefeld und Paderborn.

In Kooperation: Auslandsgesellschaft NRW e.V., VHS Dortmund, Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund, Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

16.10.2017
Erlebniswelt Rechtsextremismus
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Beginn: 19:00 Uhr

Erlebniswelt Rechtsextremismus - Alter Rassismus in neuem Gewand

Mit Dr. Thomas Pfeiffer, Ministerium für Inneres und Kommunales NRW

 

Rechtsextremismus heute: Nie war das Bild moderner, die Palette der Stile breiter, die Nähe zu den Ausdrucksformen aktueller Jugendkulturen größer. Die Inhalte sind jedoch im Kern gleich geblieben: rassistisch, antisemitisch und anti-demokratisch. Erlebniswelt Rechtsextremismus – der Begriff steht für Mittel und Strategien, um junge Menschen für diese Szene zu gewinnen.

 

Herausgeber Thomas Pfeiffer wird die Neuauflage des erfolgreichen Aufklärungs- und Praxisbuchs vorstellen und besonders auf die aktuellen Erscheinungsformen eingehen.

 

Gemeinsam mit Düsseldorfer Appell/Respekt und Mut

17.10.2017
Herbert Rubinstein - eine Kindheit in der Bukowina
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Versanstaltungsort:
Mahn- und Gedenkstätte
Mühlenstraße 29, Düsseldorf

Beginn: 18:00 Uhr

Herbert Rubinstein - eine Kindheit in der Bukowina

Erinnerungen und Prägungen eines Wahl-Düsseldorfers

 

Herbert Rubinstein wurde 1936 in Czernowitz geboren und lebt seit 1956 in Düsseldorf. Im Gespräch mit Hildegard Jakobs, stellvertretende Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte, erzählt er von seiner Kindheit, die bestimmt war vom Leben im Ghetto und von der Flucht vor den Nationalsozialisten sowie vom Leben in seiner neuen Heimat Düsseldorf.

 

Gemeinsam mit der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf

17.10.2017
Margarete Susman (1872–1966) – eine moderne Philosophin
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Katholisches Centrum
Propsteihof 10, Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr

Margarete Susman (1872–1966) – eine moderne Philosophin

Vortrag von Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck (Frankfurt a.M.)

 

Margarete Susman gehört zu den großen Vordenkern der jüdischen Renaissance im frühen 20. Jahrhundert. Ihre Auseinandersetzung mit dem Judentum richtet sich vor allem auch auf die Bedeutung, die Religion für die Politik haben kann. Elisa Klapheck bietet mit ihrem Buch eine erstmalige, umfassende Auseinandersetzung mit dem Gesamtwerk Susmans. Sie liest auch aus den Originalschriften Susmans und zeichnet dabei die geistige Biographie einer zu Unrecht vergessenen religiösen Denkerin und Philosophin nach, die in einer Reihe mit ihren Freunden Georg Simmel, Martin Buber, Gustav Landauer, Ernst Bloch oder Franz Rosenzweig genannt werden muss.

 

Susmans Gedanken zur geistigen Bedeutung des Judentums für Europa, über die Revolution, die Frauenemanzipation, das Verhältnis von Religion und Staat und nicht zuletzt über die Beziehung zwischen Judentum und Christentum enthalten wichtige Anstöße für die heutige Diskussion.

 

Die Referentin ist liberale Rabbinerin in Frankfurt a.M. und Professorin für Jüdische Studien in Paderborn.

 

In Kooperation: VHS, Katholisches Bildungswerk, Evangelische Akademie Villigst, Gleichstellungsstelle der Stadt Dortmund

18.10.2017
Heilige Brücken
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Dietrich-Bonhoeffer-Kirche - 19.30 Uhr
Julius-Raschdorff-Str. 4, Düsseldorf-Garath

Am 18. und 19. Oktober 2017 - Beginn: 19:30 Uht

Eintritt 24 € VVK, Abendkasse 30 €,
ermäßigt 21 € (ermäßigte Karten erhältlich über die Geschäftsstelle)

Heilige Brücken - ein muslimisch-jüdisch-christlicher Trialog

Mit dem Ensemble SARBAND Lewandowski-Ensemble
Derwische und Instrumentalsolisten Orgel

 

Das Ensemble SARBAND präsentiert zusammen mit zwei wirbelnden Derwischen Psalmen der drei großen Religionen. Psalmen von Rossi und Goudimel, Orgelwerke von Sweelinck und Alî Ufkîs türkische Psalmtexte verschmelzen zu einem musikalischen Strom, der geheiligte Brücken zwischen Menschen und ihren Religionen schafft.


Gemeinsam mit dem IDO-Festival

19.10.2017
Die Tora als heilige Schrift der Juden
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Beginn: 18:00 Uhr | Eintritt 7 € für Nichtmitglieder

Die Tora als heilige Schrift der Juden

Rabbiner Prof. Dr. Jonathan Magonet, em. Direktor des Leo-Baeck-College, London

 

Für die Rabbiner wird die menschliche Existenz von drei wesentlichen Säulen getragen: Tora, der Offenbarung Gottes, Avodah, der Anbetung Gottes und Gemillut Chasadim, Taten der Liebe und Freundlichkeit unter den Menschen. Wir werden die verschiedenen Wege zum Verständnis der ersten Säule, der Tora, untersuchen: als Hebräische Bibel selbst, nach rabbinischer Vorstellung als reicher Schatz von Lehren und Werten, und als Herausforderung für die Juden, um ihre Bedeutung für sie selbst und die moderne Gesellschaft zu verstehen.


Gemeinsam mit Evangelischer Stadtakademie

19.10.2017
Der Nahostkonflikt
Auslandsgesellschaft NRW e.V.
Steinstr. 48
44147 Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr

Der Nahostkonflikt. Geschichte, Positionen, Perspektiven

Lesung/Veranstaltung mit Dr. Muriel Asseburg und Jan Busse

 

Dr. Muriel Asseburg ist die Nahost-Expertin der Stiftung Wissenschaft und Politik. Jan Busse ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Internationale Politik und Konfliktforschung an der Universität der Bundeswehr München.

 

Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern steht seit Jahrzehnten im Fokus der Weltöffentlichkeit. Die Autoren zeichnen anschaulich seine Geschichte nach und erläutern die unterschiedlichen Sichtweisen der Konfliktparteien. Sie beschreiben die wichtigsten Streitpunkte - von der Kontrolle über Jerusalem über den Zugang zu Wasser bis zum Grenzverlauf - und erklären, warum die aktuellen innen- und außenpolitischen Konstellationen den Krisenherd nicht zur Ruhe kommen lassen.


Kooperationsveranstaltung Steinwache und Auslandsgesellschaft NRW e.V.

19.10.2017
„Erez – Erez – Erez“ - Israelische Volkstänze
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Jüdische Kultusgemeinde
Prinz-Friedrich-Karl-Str. 9, Dortmund

17.00 Uhr bis 19.15 Uhr

„Erez – Erez – Erez“ - Israelische Volkstänze

Tanz-Workshop mit Marina Evel (Dortmund)

 

Israelische Volkstänze sind eine Synthese aus jüdischen und nichtjüdischen Volkstanzelementen. Nach der Gründung des israelischen Staates brachten die Zuwanderer Elemente aus ihren Emigrationsländern mit. So mischten sich slawische und sephardische sowie lokale und jüdische Elemente.

 

Israelische Volkstänze sind eine gute Möglichkeit, lebendiges Judentum kennenzulernen. Sie lassen sich relativ schnell in kleinen und großen Gruppen erlernen.


Marina Evel leitet seit über 15 Jahren Tanzgruppen für Kinder und Erwachsene im Bereich des israelischen Volkstanzes in der Jüdischen Kultusgemeinde Dortmund. Sie wird in die Tänze einführen und sie mit den Teilnehmenden einüben.

 

Bitte bringen Sie einen Personalausweis mit, da alle Besucher der jüdischen Gemeinde aus Sicherheitsgründen registriert werden.

 

Leitung: Ina Annette Bierbrodt, Schulreferentin
Max. 30 Personen – für alle Interessierte offen.
Anmeldung über: www.schulreferat.de (Lehrerfortbildungsprogramm)

 

In Kooperation: Schulreferat des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund, VHS

30.10.2017
Vortrag
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V.
Richartzstr. 2-4
50667 Köln

Veranstaltungsort:
Domforum
Domkloster 3, 50667 Köln

Beginn: 19:30 Uhr | Eintritt5 € bzw. 3€ mit Ermäßigung

„Niemandssprache – Itzik Manger – ein europäischer Dichter“ 

In dieser Veranstaltung mit der Autorin Efrat Gal-Ed wird es um die beeindruckende Persönlichkeit Itzik Manger gehen.

 

2016 veröffentlichte die Künstlerin und Literaturwissenschaftlerin Gal-Ed im „Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag“ die weltweit erste umfassende Biographie über Itzik Manger, der die jiddische Literatur als integralen Bestandteil der europäischen verstand. Der 1901 in Czernowitz geborene und 1969 in Genera, Israel, verstorbene Künstler gilt als einer der bedeutendsten Dichter jiddischer Sprache im 20. Jahrhundert.

 

In der umfangreichen Biographie befasst sich Gal-Ed nicht nur mit dessen persönlichen Lebensgeschichte, sondern bezieht ebenfalls Mangers Lebensumstände und die jiddisch-säkulare Kultur Osteuropas zwischen den Weltkriegen mit ein.

 

Die Autorin liest im Rahmen des Vortrags sowohl auf Deutsch als auch auf Jiddisch und gibt in Wort, Bild und Ton einen Einblick in das Leben und Werk des Dichters sowie dessen Umfeld, jene transnationale Wortrepublik, die man „Jiddischland“ nannte.

 

Eine Veranstaltung der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammen-arbeit e. V. in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk

09.11.2017
Ökumenisches Gedenken
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
St. Petri-Kirche
Westenhellweg, Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr

Ökumenisches Gedenken  -  Erinnern – Stille – Gebet – Musik

Im Ökumenischen Gedenken erinnern wir auf einer persönlichen Ebene an den 9. November 1938 und seine Folgen.

 

In der Mitte der Kirche ist ein eindrucksvolles Gedenkbild gestaltet – mit Namen von Dortmunder/innen, die vor 75 Jahren am 29. Juli 1942 von Dortmund ins Ghetto Theresienstadt deportiert wurden.
Von dort wurden viele in weitere Vernichtungslager transportiert z.B. nach Auschwitz, was den sicheren Tod bedeutete. Im Gedenken an sie können Kerzen angezündet werden. Wir folgen den Spuren, auf die uns die Biographie-Bruchstücke führen.

 

Unter Mitwirkung von Schüler/innen einer neu gegründeten Stolperstein AG des Goethe-Gymnasiums, die das Schicksal jüdischer Familien aus Dortmund vortragen werden.

 

Musik:  Christiane Conradt, Cello (Bochum)

 

In Kooperation: Evangelische Stadtkirche St. Petri und Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen

17.11.2017
Konzerttournee durch NRW - "Very Klezmer"
Kulturdirektion Dr. Löher GmbH & Co KG
59302 Oelde

Giora Feidman und Gitanes Blondes - "Very Klezmer"

Vom 17. November bis zum 1. Dezember 2017 geht Giora Feidman mit Gitanes Blondes auf eine Konzertreise durch Nordrhein-Westfalen. Zehn Spielorte sind geplant.


Tourdaten mit allen Informationen finden Sie hier

 

Als einer der wichtigsten Interpreten zeitgenössischer Musik hat sich Giora Feidman über die Jahrzehnte zu einem Phänomen entwickelt, ist Künstler, Entdecker und Ereignis, ein rastloser Botschafter mit einem Spiel von unverminderter Anziehungskraft. Kaum beschreibbar, was er mit seiner Klarinette auf der Bühne anstellt: wie sie lacht und weint und erzählt, die Zuhörer packt und immer wieder aufs Neue verblüfft. Und immer noch hält Giora Feidman Ausschau nach Möglichkeiten, seine Musik wieder und wieder im neuen Gewand zu präsentieren. Sein Anspruch auf Vielseitigkeit, seine eigenen innovativen Interpretationen des Tango, Jazz, der Klassik und des Klezmer fügen sich zu einem großen und großartigen Gesamtwerk zusammen. Die beeindruckende Reichweite seiner musikalischen Aktivitäten spiegelt sich in seinen aktuellen Projekten wieder: Tourneen mit seinem Ensembles, zahlreiche solistische Auftritte sowie die Mitwirkung an verschiedenen Film-, Theater- und Musikprojekten machen deutlich, dass Giora Feidman längst zu einem Universalkünstler geworden ist, ausgezeichnet durch einen unverwechselbaren Personalstil, geprägt durch seine kulturellen, religiösen und musikalischen Wurzeln.

Wer bei Gitanes Blondes an französische Tabakware denkt, liegt völlig falsch. Die vier Münchner Musiker entführen die Zuhörer in ihrem Programm in die Welt des Balkan und der Klezmermusik, gemischt mit viel irischem, russischem und südamerikanischem Liedgut. Auch Meisterwerke der klassischen Musik, augenzwinkernd frisch interpretiert, erstrahlen bei Gitanes Blondes in neuem Licht.


1999 gegründet, setzten Gitanes Blondes mit ihrer mitreißenden Lust an Melodie und Gefühl schon manchen Höhepunkt auf zahlreichen Festivals im In- und Ausland.


Bei einer Kreuzfahrt auf der MS Europa ergab sich 2010 ein Konzert mit dem „King of Klezmer“ Giora Feidman. Die beiderseitige Begeisterung war so groß, dass unzählige Konzerte folgten. Darüber hinaus entstanden die CDs Giora Feidman & Gitanes Blondes „Very Klezmer“ (2012), und „Back to the Roots“ (2014).

28.11.2017
Jakob/Israel – Yakub - aus biblischer und koranischer Perspektive
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Gemeindehaus St. Joseph
Münsterstr. 59, Dortmund

Beginn: 19:30 Uhr

Jakob/Israel – Yakub - aus biblischer und koranischer Perspektive

Trialog mit Rabbiner Baruch Babaev, Imad Mouhssine und Pfarrer Ansgar Schocke

 

Wer war er? Der Betrüger? Der Gotteskämpfer? Der Patriarch? Der Prophet?
Was überliefern die Heiligen Schriften von ihm? Was bedeutet er für uns heute?
Mit diesen Fragen wollen wir uns aus drei Perspektiven – der jüdischen, der christlichen und der muslimischen – dieser Person des Glaubens annähern.

 

Referenten:
Rabbiner Baruch Babaev, Jüdische Kultusgemeinde Dortmund,
Imad Mouhssine, Vorsitzender des Vereins d. Kulturfreunde Dortmund e.V. /Al-Fath-Moschee,
Pfarrer Ansgar Schocke, Katholische Pfarrgemeinde Hl. Dreikönige

 

In Kooperation: Islamseminar, Katholische Gemeinde Hl. Dreikönige 

19.12.2017
Chanukkafest
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Phoenix-See/ Kulturinsel
Dortmund-Hörde

Beginn: 18:00 Uhr

Chanukkafest

Lichteranzünden zu Chanukka

 

Die Jüdische Kultusgemeinde lädt herzlich ein zu einem feierlichen Anzünden der Chanukka-Kerzen!

Am Phoenix-See, auf der Kulturinsel, mit schönen Ausblicken auf den nächtlichen See!
Mit musikalischer Begleitung durch Kantor Baruch Chauskin, traditionellem Imbiss und Snacks, koscherem Kinderpunsch und Glühwein.

16.03.2018
Zeitinsel Avi Avital
Konzerthaus Dortmund
Brückstraße 21
44135 Dortmund

16. März 2018  |  20:00 Uhr

Kammerkonzert - Musik für Freaks – Avi Avital & Omer Klein

PROGRAMM:

Johann Sebastian Bach Partita für Violine solo Nr. 2 d-moll BWV 1004 (Auszüge) - Fassung für Mandoline solo

Omer Klein Improvisation · Jazzkompositionen

 

17. März 2018  |  20:00 Uhr

Weltmusik - Avi Avital – Between Worlds

Avi Avital ist bekannt für seine Überschreitungen von Genregrenzen – von Klezmer, Barock bis hin zu zeitgenössischer Musik. In seinem Programm »Between Worlds« kombiniert er klassische Kammermusikwerke mit originärer Volksmusik und stellt damit zugleich die verschiedenen Persönlichkeiten der Mandoline heraus.


18. März 2018  |  18:00 Uhr

Lieder-/Arienabend -Avi Avital & Andreas Scholl

PROGRAMM:

Salvatore Lanzetti Sonate für Violoncello und Basso continuo G-Dur op. 1 Nr. 7

Antonio Vivaldi Triosonate für Mandoline, Laute und Basso continuo C-Dur RV 82

Domenico Scarlatti »Mi ha diviso il cor«

Anonymus »L’occasion delle mei pene«

Antonio Caldara »Da tuoi lumi«

Antonio Vivaldi Triosonate für Mandoline, Laute und Basso continuo g-moll RV 85

Georg Friedrich Händel »Sento là che ristretto« HWV 161a

Anonymus »La biondina in gondoletta« · »La farfalle«

Antonio Caldara »Vaghe luci«

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www.aviavital.com/

01.11.2018
Sprachtandem Deutsch-Hebräisch auf Facebook
Botschaft des Staates Israel und Goethe-Institut Israel

Die Botschaft des Staates Israel und das Goethe-Institut Israel haben gemeinsam eine Facebook-Seite eingerichtet, mit deren Hilfe interessierte Deutsch- beziehungsweise Hebräisch-Muttersprachler Sprachtandempartner finden können.

 

Die Mitglieder der Gruppe sind eingeladen, sich auf der Pinnwand vorzustellen - gern auch mit Fotos oder Videos - um ihren Wunsch nach einem Tandempartner zu bekunden. Interessenten können dann über die Kommentarfunktion oder durch eine persönliche Nachricht Kontakt aufnehmen. Wie die Tandempartnerschaft danach weitergeht, ob per Mail, Skype oder sogar persönliche Treffen, liegt natürlich an den Tandempartnern selbst.

 

Um Mitglied der Gruppe zu werden, wird ein Profil bei Facebook benötigt. Die Gruppe ist unter folgender URL zu finden: http://bit.ly/TandemDeutschIvrit

 

(Botschaft des Staates Israel, 22.07.13)

02.11.2018
Neue Bücher
Empfehlungen im Kulturnewsletter
der Botschaft des Staates Israel

 

Liad Shoham: „Das Blut an euren Händen“

Anat Nachmias langweilt sich. Sie arbeitet bei der lokalen Polizeistation in Petach Tikwa, wenige Kilometer östlich von Tel Aviv, und kümmert sich um Bagatelldelikte. Als eine Frau auf die Wache kommt und ihren Ehemann als vermisst meldet, stürzt sie sich deshalb mit Eifer in die Ermittlungen. Ihre Vorgesetzten sehen das nicht gern, Schwerkriminalität existiert ihrer Meinung nach nicht in Petach Tikwa, und vor allem verschwinden hier keine Menschen.

 

Als Ido Dolev, ein Freund des Vermissten, anfängt, sich ebenfalls für den Fall zu interessieren, kommt Schwung in Anats Nachforschungen. Und das nicht nur, weil Ido jung, gut aussehend und witzig ist. Die beiden merken, dass sie zusammenarbeiten müssen, um den Fall aufzuklären. Die brutale Wahrheit, die sie ans Licht bringen, übersteigt alles, was sie sich über die so saubere Stadt hätten ausmalen können.

 

Liad Shoham ist Schriftsteller und praktizierender Anwalt. Er studierte an der Hebräischen Universität Jerusalem sowie an der London School of Economics. Liad Shoham ist einer der führenden Thriller-Autoren Israels, alle bislang veröffentlichten Bücher wurden zu Nr. 1-Bestsellern. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Tel Aviv. Bei DuMont erschienen bislang „Tag der Vergeltung“ (2013) und „Stadt der Verlorenen“ (2015).

 

Liad Shoham : „Das Blut an euren Händen“ Roman, ca. 400 Seiten

übersetzt aus dem Hebräischen von Ulrike Harnisch

Erscheinungsdatum: 16. Februar 2016

DuMont Buchverlag ISBN 978-3-8321-8895-5

 

 

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David Grossman: „Kommt ein Pferd in die Bar“

 

Kann Humor Leben retten? Oder wenigstens die Seele eines Jungen? Der neue große Roman von David Grossman.

 

Für eine gute Pointe gab Dovele schon immer alles. Als Kind lief er oft auf den Händen. Er tat das, um seine Mutter zum Lachen zu bringen und damit ihm keiner ins Gesicht schlug. Heute steht er ein letztes Mal in einer Kleinstadt in Israel auf der Bühne. Er hat seinen Jugendfreund, einen pensionierten Richter, eingeladen. Im Laufe des Abends erzählt der Comedian zwischen vielen Witzen eine tragische Geschichte aus seiner Jugend. Es geht um Freundschaft und Familie, Liebe, Verrat und eine sehr persönliche Abrechnung auf dem Weg zu einer Beerdigung. Dem Kleinstadtpublikum ist das Lachen vergangen. Den Leser hält David Grossman mit diesem grandiosen Roman bis zur letzten Zeile gefangen.

 

David Grossman wurde 1954 in Jerusalem geboren und gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern der israelischen Gegenwartsliteratur. 2008 erhielt er den Geschwister-Scholl-Preis, 2010 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Bei Hanser erschienen zuletzt „Diesen Krieg kann keiner gewinnen“ (2003), „Das Gedächtnis der Haut“ (2004), „Die Kraft zur Korrektur“ (2008), „Eine Frau flieht vor einer Nachricht“ (Roman, 2009), „Die Umarmung“ (2012) und „Aus der Zeit fallen“ (2013). p>Im April stellt David Grossman seinen Roman auf einer Lesereise durch Deutschland persönlich vor.

 

David Grossman: "Kommt ein Pferd in die Bar" Roman, 256 Seiten

übersetzt aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer

Erscheinungsdatum: 1. Februar 2016

Hanser Verlag ISBN 978-3-446-25050-5 ePUB-Format ISBN 978-3-446-25189-2

 

 

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Zeruya Shalev: „Schmerz"

Vor zehn Jahren ist Iris bei einem Terroranschlag schwer verletzt worden. Zwar ist sie in ihr altes Leben zurückgekehrt, sie leitet eine Schule, ihr Mann steht ihr treu zur Seite, die Kinder sind fast erwachsen, doch quälen sie Tag für Tag Schmerzen. Als sie Eitan wiederbegegnet, der Liebe ihrer Jugend, der sie vor Jahren jäh verlassen hat, wirft sie das völlig aus der Bahn. Die Wunde, die er ihr damals zufügte, ist nicht weniger tief als die, die der Selbstmordattentäter, der sich neben ihr in die Luft sprengte, riss. Und doch fühlt sich Iris, zaghaft, überrascht, erneut zu ihm hingezogen, ist versucht, ihrer Ehe zu entfliehen, die ersten Lügen zu stricken, alles aufs Spiel zu setzen.

Wie in ihrem Weltbestseller „Liebesleben“ lotet Zeruya Shalev die Untiefen der Liebe, die Fährnisse einer fatalen Anziehung aus. Die erotische Spannung, die Wucht der unerwartet wieder aufflammenden Leidenschaft sind kompromisslos, ehrlich und tief bewegend erzählt. „Schmerz“ ist Zeruya Shalevs persönlichstes Buch, eine emotionale Grenzerfahrung, ein Roman, der bis zur letzten Seite fesselt.

Zeruya Shalev, 1959 in einem Kibbuz am See Genezareth geboren, studierte Bibelwissen-schaften und lebt mit ihrer Familie in Jerusalem. Ihre vielfach ausgezeichnete Trilogie über die moderne Liebe – „Liebesleben“, „Mann und Frau“, „Späte Familie“ – wurde in über zwanzig Sprachen übertragen. Zeruya Shalev gehört zu den bedeutendsten Erzählerinnen unserer Zeit.

Zeruya Shalev: „Schmerz“, übersetzt von Mirjam Pressler.
Erscheint am 14. September 2015,
ISBN: 978-3-8270-1185-5


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Aharon Appelfeld: „Ein Mädchen nicht von dieser Welt“

Adam und Thomas sind überrascht, als sie sich zufällig im Wald begegnen. Ihre Mütter haben die Jungen dort versteckt, weil es im Ghetto zu gefährlich wurde. Nun müssen die beiden Neunjährigen in der Natur zurechtkommen: Sie lernen die Tiere des Waldes kennen, bauen sich ein Schutznest hoch im Baum, sammeln wilde Früchte. Doch die Schrecken von Krieg und Verfolgung sind nie weit entfernt: Nachts hören sie Schüsse, einmal stoßen sie auf einen Verwundeten. Der belesene Thomas und der tatkräftige, traditionell erzogene Adam müssen lernen, dass sie nur gemeinsam überleben können – im Glauben an ihre Freundschaft, an den Zauber der Natur und die Imagination. Die einzige Hilfe von außen ist die kleine Magd Mina, die die Jungen heimlich versorgt – eine Heilige der Tat. Doch während die rettende Rote Armee näherrückt, werden die Nächte im Wald kälter, und auch Mina gerät in Gefahr.

Aharon Appelfeld überlebte den Zweiten Weltkrieg selbst als Kind in den ukrainischen Wäldern. In diesem außergewöhnlichen Buch kehrt der große Autor noch einmal dorthin zurück – und erzählt mit elementarer, kindlicher Schlichtheit von Glaube und Hoffnung, von Natur, Grausamkeit und Liebe. Ein wunderbares, tröstendes Märchen aus dem finstersten aller Täler.

Aharon Appelfeld wurde 1932 in Czernowitz geboren. Nach Verfolgung und Krieg, die er im Ghetto, im Lager, dann in den ukrainischen Wäldern und als Küchenjunge der Roten Armee überlebte, kam er 1946 nach Palästina. In Israel wurde er später Professor für Literatur. Seine hochgelobten Romane und Erinnerungen sind in vielen Sprachen erschienen, bei Rowohlt.Berlin zuletzt „Auf der Lichtung“. Vielfach ausgezeichnet, ist Aharon Appelfeld u. a. Träger des Prix Médicis und des Nelly-Sachs-Preises. Er lebt in Jerusalem.

Aharon Appelfeld: „Ein Mädchen nicht von dieser Welt“, aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler

Erstverkaufstag: 28. August 2015, ISBN: 978-3-87134-788-7

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Yishai Sarid: Alles andere als ein Kinderspiel

Seit Naomi vor fünfundzwanzig Jahren den Kibbuz und ihren Mann verlassen hat, leitet sie voller Herzblut einen Kindergarten im Norden Tel Avivs. Als der Eigentümer des Grundstücks stirbt, wittert ein bekannter Architekt seine Chance, Naomi und den Kindergarten vom begehrten Anwesen zu vertreiben. Um dem ruchlosen Architekten die Stirn zu bieten, leiht Naomi von zwielichtigen Gestalten Geld. Ihre Affäre mit dem Vater eines der Kinder trägt ebenfalls nicht gerade zur Entspannung ihrer Lage bei, und plötzlich steht auch noch ihr „verlorener“ Sohn vor der Tür. Naomi weiß, dass das ihre letzte Chance ist, ihr Leben wieder in Ordnung zu bringen.


Yishai Sarid wurde 1965 in Tel Aviv geboren, wo er bis heute lebt. Nachdem er als Nachrichtenoffizier in der israelischen Armee tätig war, studierte er in Jerusalem Jura und machte in Harvard einen Abschluss in Öffentliche Verwaltung. Später arbeitete Yishai Sarid als Staatsanwalt in Strafprozessen und ist heute als Rechtsanwalt tätig. Er veröffentlichte Artikel in verschiedenen Zeitungen und publizierte 2000 seinen ersten Roman mit dem Titel The Investigation of Captain Erez.


Yishai Sarid: Alles andere als ein Kinderspiel
Aus dem Hebräischen von Helene Seidler
Kein & Aber, ca. 368 Seiten
ISBN: 978-3-0369-5703-6

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Tuvia Tenenborn: "Allein unter Juden"

Bissig, brillant, brisant: Die neue Großreportage von Tuvia Tenenbom

Ende 2012 erschien Tuvia Tenenboms furioser Reisebericht Allein unter Deutschen, der hier heftig diskutiert wurde und monatelang auf der Bestsellerliste stand. Nach seiner Deutschland-Tour hat sich Tenenbom 2013 auf Entdeckungsreise durch Israel begeben. Dreißig Jahre nachdem er seine Heimat in Richtung USA verlassen hat, kehrte er, der Sohn eines Rabbiners, zurück, um sich ein eigenes Bild davon zu machen, wie sich die kulturelle und politische Identität Israels verändert hat.

Dafür ist er wieder kreuz und quer durchs Land gereist: vom Gazastreifen bis zu den Golanhöhen, von Eilat bis zu den Hisbollah-Stellungen im Norden. Und schon bald erkennt er, dass man, um dieses Land wirklich zu verstehen, mit allen sprechen muss: mit Ultraorthodoxen und Atheisten, mit Fundamentalisten jeglicher Couleur, mit Kibbuzniks und Siedlern, Rabbis und Imamen, mit Mystikern und Intellektuellen, Militärs und Geheimagenten, mit israelischen Prominenten und palästinensischen Politikern, mit Journalisten und NGO-Aktivisten u.v.m. Das Ergebnis dieser nicht immer ganz konfliktfrei verlaufenen Begegnungen ist eine ebenso unterhaltsame wie erhellende Erkundung eines Landes der Extreme, wie man sie so noch nie gelesen hat.

Es treten auf: Schimon Peres und Guido Westerwelle, Amos Oz und Fania Oz-Salzberger, PLO-Spionagechef Dschibril al-Radschub und Exbotschafter Avi Primor, Benjamin Netanjahu und Ehud Olmert und viele, viele mehr.


Aus dem Amerikanischen von Michael Adrian
suhrkamp taschenbuch 4530, Klappenbroschur, 473 Seiten
ISBN: 978-3-518-46530-1

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Israel Wimmelbuch

 

Rachel Shalev nimmt uns mit auf eine bunte Reise quer durch Israel und zeigt uns Land und Menschen. Wir entdecken die Stadt Tel Aviv mit ihrem Strand und lebhaften Straßencafes und wandern mit Familie Teitelbaum durch den grünen Norden Israels. Auf dem Markt in Jerusalem begegnen uns die unterschiedlichsten Menschen aus aller Welt, für die Jerusalem eine "heilige Stadt" ist. In der Negev-Wüste treffen wir auf die Beduinenfamilie Abu Zaid. Eine äthiopische Einwanderin und ihre Mutter plantschen im Toten Meer, drei Nonnen schauen wir beim Tauchen nach bunten Fischen und Korallenriffen in Eilat zu.

Die vielen kleinen durchgehenden Geschichten wimmeln vor liebevollen Details und überraschenden Charakteren.

Rachel Shalev "Israel Wimmelbuch"
14 Seiten, Pappe, 3-6 Jahre
ISBN 9783981382587

In Kooperation mit