Alle Termine

28.11.2016
"Erziehung nach Auschwitz"
Bezirksregierung Münster
48128 Münster

Wichtiger Termin !

Anmeldefrist: 24. Februar 2017

 

"Erziehung nach Auschwitz" - Fortbildung im Jahr 2017

Das Lehrerfortbildungsseminar "Erziehung nach Auschwitz" ist eine landesweite Fortbildungsmaßnahme und richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufen I und II aller Schulformen mit den Fächern Geschichte, Politik, Pädagogik, Religion, Deutsch, Philosophie, Erdkunde, Musik, Kunst, Sozialwissenschaften.

  • Ort: Die Veranstaltung findet in Israel statt
  • Zeit: 21. Oktober - 3. November 2017 (Herbstferien)

Anmeldungen auf dem Dienstweg bis Freitag, den 24. Februar 2017.
 

Vollständige Ausschreibung und Anmeldeformular zur Fortbildung  - hier

29.11.2016
AUSSTELLUNG - „Eine kurze Geschichte der Menschheit"
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Museumsmeile Bonn
Friedrich-Ebert-Allee 4
53113 Bonn

„Eine kurze Geschichte der Menschheit"

Die Bundeskunsthalle zeigt diese Ausstellung des Israel Museums, Jerusalem, bis zum 26. März 2017

 

Eine kurze Geschichte der Menschheit – unter diesem Titel ist das Buch des israelischen Historikers Yuval Harari erschienen, das die Erzählstruktur der gleichnamigen Ausstellung bestimmt. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Israel Museums in Jerusalem wurde die Schau mit herausragenden Objekten aus dessen Sammlung entwickelt und kann nun erstmalig in Europa präsentiert werden.

Die archäologischen Objekte aus dem Israel Museum erzählen die Geschichte der Menschheit von ihrem Aufbruch in die Zivilisation bis in die Gegenwart. Zu ihnen gehören die ältesten bekannten Überreste einer Feuerstelle, die ersten Werkzeuge, seltene Belege für die Koexistenz von Homo sapiens und Neandertalern, die frühesten Zeugnisse für den Gebrauch von Schrift und Ziffern, die ersten Münzen, das Faksimile einer Abschrift der Zehn Gebote, eine Ausgabe der Gutenberg-Bibel, eine Replik von Edisons Glühbirne sowie das Originalmanuskript von Albert Einstein zur Relativitätstheorie. Einen besonderen Schatz stellen 36 Skulpturen von Göttinnen und Göttern aus aller Welt dar, von neolithischen Stein- und Tonplastiken über altägyptische Gottheiten, Figuren aus der griechischen und römischen Mythologie bis hin zu südamerikanischen Darstellungen und Skulpturen aus Asien und Afrika. Diese Artefakte werden ausgewählten Beispielen der zeitgenössischen Kunst gegenübergestellt, welche die Geschichte mit der Gegenwart verknüpfen. Darunter sind Werke von Mirosław Bałka, Bruce Connor, Mark Dion, Douglas Gordon, Aernout Mik, Adrian Paci, Paul Pfeiffer, Charles Ray, Haim Steinbach und Mark Wallinger.


(Foto: Efrat Natan, Swing of the Scythe Sculpture, 2002, Erworben durch: Artvision Acquisition Committee, The Israel Museum, Jerusalem © Efrat Natan)

29.01.2017
AUSSTELLUNG
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Eine Geschichte von Vernichtung und Überleben – Der Holocaust im galizischen Erdölrevier


Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 23. April 2017


Galizien ist eine Kulturlandschaft im Osten Mitteleuropas, die heute zwischen Polen und der Ukraine geteilt ist. Juden bildeten seit dem Mittelalter einen wichtigen Teil der multi-ethnischen Gesellschaft.

Die Ausstellung zeichnet den Holocaust im galizischen Erdölrevier nach. Sie erzählt die Geschichte von Entrechtung, Unterdrückung, Zwangsarbeit, Hunger, von Ghettosierung und Massenerschießungen, von den Transporten ohen Wiederkehr in das Vernichtungslager Belzec.
Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Opfern, den Tätern, den Tatbeteiligten, den Überlebenden und ihren Rettern. Sie folgt dem Schicksal der Familie des Holocaust-Überlebenden Prof. Dr. Józef Lipman. Sie würdigt die Taten und den Mut der Retter, besonders des jungen deutschen Managers Berthold Beitz und seiner Frau Else.


Träger der Ausstellung sind Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) Region Bonn, Drohobycz Boryslaw and Vicinity Organization (DBO) und Israel Fundacja Bente KAhan (FBK), Polen.

 

Foto: WL1614, Wiener Library, Auf dem Bahnhof Drohobycz zurückgelassenes Gepäck eines Transports in das Vernichtungslager Belzec, 1942
21.02.2017
Andalusische Love-Story
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V.
Bastionstraße 6
40213 Düsseldorf

Veranstaltungsort:
Heinrich-Heine-Insitut, Bilker Str. 12-14, Düsseldorf

Beginn: 19:00 Uhr

Andalusische Love-Story: Liebe in Zeiten der Reconquista. Heinrich Heines Trauerspiel Almansor

Mit Dr. Karin Füllner, Germanistin, Düsseldorf
und Prof. Dr. Daniel Hoffmann, Germanist, Düsseldorf

 

Granada im Jahr 1500: Der Maure Almansor, aus dem Exil nach Andalusien zurückgekehrt, sucht nach seiner ehemaligen Geliebten Zuleima, doch die hatte zum Christentum konvertieren müssen und wurde einem anderen versprochen. Die alte Liebe zwischen Almansor und Zuleima flammt wieder auf, sie fliehen gemeinsam und finden den Tod. - Weshalb widmete der Jude Heine sich 1823 diesem Thema, und wie gehen wir heute damit um?

 

Gemeinsam mit Evangelischer Stadtakademie und Heinrich-Heine-Institut

25.02.2017
„Ahawah – Kinder der Auguststraße“
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 19:30 Uhr | Gebühr: 5 € für alle

„Ahawah – Kinder der Auguststraße“

Dokumentarfilm von Nadja Tenge und Sally M. Jaber

 

Ahawah ist hebräisch und bedeutet Liebe. Erzählt wird die Geschichte des Jüdischen Kinderheims „Ahawah“ und der Jüdischen Mädchenschule in der Berliner Auguststraße, von den Anfängen in den 1920er Jahren bis zum Ende während der NS-Zeit. Beide Einrichtungen gehörten zu den modernsten ihrer Zeit. Nicht zu Untertanen, sondern zu Menschen mit freiem Willen sollten die Kinder erzogen werden. Die Spur der Geschichte führt von der Auguststraße bis nach Israel, wo die Idee der Gründer auch nach dem Nazi-Terror fortlebt.

 

Nadja Tenge, geb.1970, ist als freiberufliche Schauspielerin, Regisseurin und Sprecherin tätig; Sally Musleh Jaber, Jg. 1982, ist Schauspielerin, Performance-, Video- und Installationskünstlerin, Sprecherin und Sängerin. „Ahawah“ ist beider Debütfilm.

 

– in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Recklinghausen –

26.02.2017
„Geschichte – Gewalt – Gewissen“
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Öffentliche Führungen

Am letzten Sonntag im Monat, jeweils 15 Uhr

 29. Januar | 26. Februar | 26. März | 30. April | 28. Mai | 25. Juni 2017


Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an der neuen Dauerausstellung "Geschichte – Gewalt – Gewissen" mitgearbeitet haben, führen durch die Ausstellung.

 

Diese erzählt in Anlehnung an die Hausgeschichte von den Verbrechen der Ordnungspolizei im Zweiten Weltkrieg und Versuchen der Aufarbeitung in der Nachkriegszeit: Thematisiert werden die enorme Dimension der Beteiligung der uniformierten Polizei am Zweiten Weltkrieg und an den Genoziden gegenüber Juden sowie Sinti und Roma, die öffentliche und personelle Entnazifizierung und Kontinuitäten nach 1945, die juristische Aufarbeitung des NS-Unrechts sowie der bürokratische Versuch einer „Wiedergutmachung“ der Bundesrepublik gegenüber ehemals Verfolgten.

 

Der Eintritt ist frei - Spenden erwünscht, Dauer ca. 1 Stunde

02.03.2017
Offene Führung
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 12:30 Uhr | Eintritt 2€

„Kultur statt Currywurst“

In einer halbstündigen Führung zeigen wir Ihnen an ausgewählten Exponaten oder Biografien einen Teil unserer Dauerausstellung.

Anmeldung nicht erforderlich.

 

02.03.2017
Lernen in jüdischen Traditionen
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 19:30 Uhr

Lernen in jüdischen Traditionen

Vortrag von Walter Schiffer M.A. M.Th. (Borken)

In dieser Veranstaltung wollen wir uns dem von jüdischer Tradition geprägten Lernbegriff aus verschiedenen Richtungen nähern: Bereits in der Bibel wird das Lernen thematisiert und in den Kontext des Glaubens eingebettet. In nachbiblischen Schriften stellen Rabbinen z.B. in der Weisheitsliteratur ihr Lernverständnis dar. Abschließend wird ein Beispiel osteuropäischer Schulpraxis aus dem Chejder in Tischewitz erläutert.


Walter Schiffer M.A., M.Th. ist Theologe, Pädagoge und Logotherapeut; Veröffentlichungen u.a. zum Werk Martin Bubers und zu Themen der Humanistischen Psychologie. (Vgl. www.dialog-bb.de)

05.03.2017
BEI TEN HOMPELS UNTER DEM SOFA
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 15:00 Uhr | Eintritt: 10 € pro Person

BEI TEN HOMPELS UNTER DEM SOFA

Agnieszka Barezyk, Carsten Bender und Daniel Gollmann

 

Im Mittelpunkt des szenischen Hausrundgangs steht das großbürgerliche Leben der Familie ten Hompel in den „roaring twenties“.

 

Unter dem Sofa hervorgekramt werden viele Geschichten aus dem Berufs- und Familienleben Rudolf ten Hompels.

 

Aufgrund begrenzt möglicher Teilnehmer/-innenzahl wird vorab um eine Reservierung im Sekretariat der Villa ten Hompel unter 02 51 / 492-71 01 oder unter tenhomp@stadt-muenster.de gebeten.

05.03.2017
AUSSTELLUNG - ECCLESIA & SYNAGOGA
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Ev. Stadtkirche St. Petri
Westenhellweg
44137 Dortmund

ECCLESIA & SYNAGOGA

Antijudaismus in der christlichen Kunst

Im Rahmen von „500 Jahre Reformation“ und der Woche der Brüderlichkeit 2017 „Nun gehe hin und lerne“

Ausstellung vom 5. März - 5. April 2017


Eröffnung: Sonntag | 5. März 17 | 11.30 h

Begrüßung: Pfr.in Almut Begemann und Georg Borgschulte, Katholische Stadtkirche
Grußwort: Superintendent Ulf Schlüter
Einführung: Prof. Herbert Jochum, Saarbrücken
Musik: Ludwig Kaiser, Orgel

ZUR AUSSTELLUNG
Ecclesia und Synagoga sind zwei Frauengestalten, die in der christlichen Kunstgeschichte als allegorisches Paar Christentum und Judentum darstellen. Meist unter dem Kreuz platziert spiegeln ihre Gestik, ihre Gewänder und ihre Zuordnung das Verhältnis zwischen den beiden Religionen aus Sicht der christlichen Kirche seit dem 9. Jahrhundert wider. Ecclesia als personifizierte „triumphierende Kirche“ und Synagoga – das „unterlegene Judentum“ - sind an zahlreichen Kathedralen und Kirchen, als Skulpturen oder in der Wandmalerei  zu betrachten. Die spannungs- und konfliktreiche Ausgrenzung des Judentums in der christlichen Kunst und die letztendlich tödliche Wirkung von antijüdischer Sprach- und Bildsymbolik werden in 70 Bild- und Texttafeln aufgezeigt.

2017 begeht der Protestantismus das 500-jährige Jubiläum der Reformation. Blickt man auf die Aussagen Martin Luthers über „die Juden“ gibt es in dieser Hinsicht nichts zu feiern. In seinen antijüdischen Schriften hat er die Tradition der christlichen Judenfeindschaft aufgegriffen und teilweise sogar verschärft. Die Ausstellung will die verhängnisvollen Folgen dieser judenfeindlichen Ikonographie transparent machen und zu einer kritischen Auseinandersetzung anregen.


ERWEITERTE ÖFFNUNGSZEITEN
dienstags – freitags von 11 – 17 h
donnerstags 11 – 19 Uhr und samstags 10 – 16 h

FÜHRUNGEN
Samstag, 11. März, 10.30 h und Donnerstag, 16. März, 17 h
Aus katholischer Sicht mit Pfr. i.R. Norbert Neu

Dienstag, 21. und 28. März, 15 h
aus evangelischer Sicht mit Pfr. Ralf Lange-Sonntag, Ev. Vorsitzender der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit

Donnerstag, 23. März, 10.30-12 h
aus evangelischer Sicht mit Pfr.i.R. Dr. Matthias Klose-Henrichs, Leiter des Theol. AK’s der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbei


Veranstaltet von: Ev. Stadtkirche St. Petri und Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V. in Kooperation mit Katholische Stadtkirche, Volkshochschule, Schulreferat des Ev. Kirchenkreises, Ev. Akademie Villigst

07.03.2017
Das Reformationsjubiläum aus jüdischer Sicht
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Stadtkirche St. Petri
Westenhellweg, Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr

"WOCHE DER BRÜDERLICHKEIT 2017"

Errungenschaften und Unheilsspuren des Protestantismus: Das Reformationsjubiläum aus jüdischer Sicht

Vortrag von Prof. Dr. Christian Wiese (Frankfurt)

Angesichts der in der protestantischen Theologie seit der Reformation stets mitschwingenden Tradition des christlichen Antijudaismus und Antisemitismus und der in hohem Maße zwiespältigen Haltung Martin Luthers zu Juden und Judentum in seinen sog. „Judenschriften“ ist es von höchster Bedeutung, im Kontext des Reformationsjubiläums die jüdische Perspektive – in Vergangenheit und Gegenwart – konsequent mit zu bedenken.

Der Vortrag geht aus von dem theologischen Widerspruch des zeitgenössischen Judentums in Gestalt des Gelehrten Josel von Rosheim (1476-1556), der Luthers Judentumsfeindschaft auch auf politischer Ebene entgegentrat.

Beleuchtet wird jedoch auch die zwiespältige – bisweilen überraschend positive – Deutung Luthers und der Reformation durch jüdische Historiker und Philosophen des 19. und 20. Jahrhunderts im Kontext von Debatten über Antisemitismus und bürgerliche Gleichberechtigung der Juden in Europa.


Am Schluss stehen Reflexionen über die gegenwärtige Reaktion jüdischer Intellektueller auf das Reformationsjubiläum.


Christian Wiese
ist Judaist und seit 2010 Inhaber der Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.


In Kooperation: Volkshochschule, Ev. Stadtkirche St. Petri, Evangelische Akademie Villigst

08.03.2017
Mittwochsgespräch
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Veranstaltungsort:
Landgericht Münster
Am Stadtgraben 10, 48143 Münster

Beginn: 16:00 Uhr

Das Urteil von Nürnberg und die Folgen

mit Prof. Dr. Norbert Frei, Jena

 

Mit dem "Nürnberger Prozess" 1945/46 und seinen 12 Nachfolgeprozessen, u. a. gegen hochrangige Militärs, Mediziner und Juristen, nahm die juristische und historische Aufarbeitung der Menschheitsverbrechen des von Deutschland entfesselten Zweiten Weltkriegs ihren symbolisch und politisch bedeutsamen Anfang. Wie wirkten sich Prozesse auf die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit in der jungen Bundesrepublik aus? Wie reagierten Politik und Gesellschaft auf die seit Ende der 1950er Jahre vor deutschen Gerichten geführten NS-Verfahren? Welche Bedeutung hatten sie im Sinne eines kollektiven Lernprozesses? Und welche Rolle spielt das "Urteil von Nürnberg", wenn es um Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der Gegenwart geht?

 

Prof. Dr. Norbert Frei ist Lehrstuhlinhaber für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena und leitet das Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts. Er zählt zu den renommiertesten Zeithistorikern Deutschlands. Als Gastwissenschaftler lehrte und forschte er u. a. an der University of Princeton und an der Hebrew University Jerusalem.

 

Zu seinen bekanntesten Büchern gehören "Vergangenheitspolitik", "Das Amt und die Vergangenheit", "1945 und wir", "Bertelsmann im Dritten Reich" und "Der Führerstaat".

 

Die Veranstaltung findet im Schwurgerichtssaal des Landgerichts Münster statt. Zeitgleich wird dort die Wanderausstellung "Justiz und NS-Verbrechen" im Foyer des Landgerichts eröffnet.

13.03.2017
„Mädelsache“ – Frauen in der rechten Szene
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 19:00 Uhr | Teilnahme kostenlos

„Mädelsache“ – Frauen in der rechten Szene

Vortrag von Andrea Röpke

Seit einigen Jahren treten Frauen in der männerdominierten Neonazi-Bewegung selbstbewusster auf. Sie organisieren Demonstrationen und kümmern sich um die Erziehung des rechten Nachwuchses. Vor allem aber sind sie bestrebt, rechtsradikale Politik unter dem Deckmantel „sozialer“ Themen durchzusetzen. In ihrem gemeinsam mit Andreas Speit verfassten Buch „Mädelsache“ beschreibt die Politologin , Andrea Röpke, mit welchen Strategien diese rechtsradikalen Frauen in der Gesellschaft agieren.


Andrea Röpke ist Journalistin und Autorin; mit Andreas Speit verfasste sie das Buch „Mädelsache“. Für ihre langjährigen Recherchen in der rechtsextremen Szene wurde sie vielfach ausgezeichnet.


– im Rahmen der Frauenkulturtage in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsstelle und der Volkshochschule Dorsten –

Ausladungsklausel: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

14.03.2017
Antijüdische Polemik und christliche Kunst
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Katholisches Centrum
Propsteihof 10, Dortmund

Beginn: 19:00 uhr

"WOCHE DER BRÜDERLICHKEIT 2017"

Antijüdische Polemik und christliche Kunst

 

Bild-Vortrag von Dr. Volker Haarmann (Düsseldorf)

In der Stadtkirche zu Wittenberg befindet sich der große Reformationsaltar, von Cranach d.Ä. begonnen und von seinem Sohn (und dessen Werkstatt) weitergeführt.

Cranachs Werk setzt hier beim Abendmahl sehr deutlich reformatorische Theologie ins Bild: Die Gemeinschaft der Versammelten ist die zentrale Botschaft. Doch ebenso fällt auf, dass die Figur des Judas gleichsam aus dem Rahmen fällt. Von den Jüngern Jesu wird nur der Verräter Judas als Jude im Bild gekennzeichnet.

Was bedeutet die Aussonderung von Judas für die Botschaft des Bildes? Alle Jünger Jesu waren selbstverständlich Juden, doch auf dem Bild ist nur noch Judas mit dem Judentum identifiziert.

Wie verhält sich der Reformationsaltar zu der Einstellung Luthers gegenüber dem Judentum bzw. zu lange schon vor der Reformation bestehenden antijüdischen Denkmustern christlicher Theologie? In wie weit gehört die dezidierte Ausgrenzung des Judentums zu unserer christlichen Identitätsstiftung, vor und nach der Reformation? Wie gehen wir heute mit den antijüdischen Darstellungen und den darin zum Ausdruck kommenden theologischen Ansichten um?

Der Referent ist seit 2011 Kirchenrat und Dezernent für christlich-jüdischen Dialog in der Evangelischen Kirche im Rheinland sowie Mitglied im Vorstand der KLAK (Konferenz Landeskirchlicher Arbeitskreise Christen und Juden in der EKD = Buber-Rosenzweig-Preisträger 2017)

In Kooperation: Volkshochschule, Ev. Stadtkirche St. Petri, Schulreferat des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund

(Copyright Foto vom Altar: Reformationsaltar in der Stadtkirche zu Wittenberg,www.wege-zu-cranach.de/cranach-staedte/lutherstadt-wittenberg/werke.html)

15.03.2017
Mittwochsgespräch
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Beginn: 19:00 Uhr

Vom Massenmord zur Shoah - Die Eskalation der nationanlsozialistischen Judenvernichtung 1941/42

PD Dr. Martin Cüppers (Ludwigsburg)

 

In der Zeit zwischen Sommer 1941 und den Sommermonaten des Folgejahres eskalierte die nationalsozialistische Judenpolitik zu der Praxis, die heute allgemein als Shoah oder Holocaust bezeichnet wird. Noch in den ersten Wochen des Angriffs auf die Sowjetunion hatten die Einsatzgruppen des Reichssicherheitshauptamts fast ausnahmslos jüdische Männer ermordet und sich dabei vorrangig am imaginierten antisemitischen Stereotyp des „jüdischen Bolschewismus“ orientiert. Wenige Wochen später mündete das ursprüngliche Vorgehen in einem nie gekannten Massenmord an der jüdischen Zivilbevölkerung, dem bis 1944 allein in der deutsch besetzten Sowjetunion etwa 2,4 Millionen Jüdinnen und Juden zum Opfer fielen.

 

Während Massenerschießungen schnell zum schrecklichen Alltag wurden, entwickelten Funktionäre der SS vor Ort zudem neue Mordmethoden durch Gas, die zum Sinnbild der Ermordung der europäischen Juden werden sollten. Über unterschiedliche Initiativen, ihre Urheber, über entscheidende Motive und Faktoren der präzedenzlosen Vernichtungspolitik dieser Monate wird in der Geschichtswissenschaft noch immer debattiert. Martin Cüppers wird auf der Grundlage eigener Forschungsergebnisse die Thematik darstellen.

 

PD Dr. Martin Cüppers ist wissenschaftlicher Leiter der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart. Der Historiker wurde mit seiner Arbeit über die "Wegbereiter der Shoah. Die Waffen-SS, der Kommandostab Reichsführer-SS und die Judenvernichtung" promoviert und habilitierte über den NS-Verbrecher und späteren BND-Spion Walter Raulff. Die von ihm mit Klaus-Michael Mallmann verfasste Studie "Halbmond und Hakenkreuz" erregte große internationale Aufmerksamkeit, weil darin nachgewiesen werden konnte, dass die nationalsozialistische Führung im Sommer 1942 eine Ausdehnung des Holocaust auch in die Arabische Welt anstrebte. Die von ihm mit herausgegebene dreibändige Edition "Dokumente der Einsatzgruppen in der Sowjetunion" ist eine der herausragenden Quellensammlungen zur NS-Tätergeschichte.

 

In Kooperation mit der Dokumentations- und Forschungsstelle Justiz und Nationalsozialismus, Gegen Vergessen - Für Demokratie Regionalgruppe Münsterland e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

21.03.2017
„(Politisches) Engagement jüdischer Frauen in Geschichte und Gegenwart“
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 18:00 Uhr | Eintritt und Führung: 4,00 €, ermäßigt 1,50 € pro Person

„(Politisches) Engagement jüdischer Frauen in Geschichte und Gegenwart“

Ausstellungsführung und Gespräch mit Dr. Cordula Lissner

Der 1904 gegründete Jüdische Frauenbund stritt für die Emanzipation von Frauen innerhalb eines selbstbewussten Judentums. Aber nicht nur in der Frauenbewegung, sondern auch in der Geschichte des partei- und gesellschaftspolitischen Engagements spielten jüdische Frauen immer wieder eine wichtige Rolle. Bei einem Rundgang durch die Dauerausstellung des Jüdischen Museums und anschließendem Gespräch lernen wir eine Reihe mutiger Frauen wie Jeanette Wolff kennen, die auf unterschiedliche Weise die westfälisch-jüdische Geschichte mitgeprägt haben.

Dr. Cordula Lissner ist Historikerin mit den Schwerpunkten deutsch-jüdische Geschichte, Migrationsgeschichte und historische Frauenforschung. Im Jüdischen Museum Westfalen plant sie für die neue Dauerausstellung auch eine Station zur Geschichte der jüdischen Frauenbewegung.


– im Rahmen der Frauenkulturtage –

29.03.2017
Kolloquium: Geschichte - Gewalt - Gewissen
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

15:00 bis 21:00 Uhr

Reflexionen und Impulse zwei Jahre nach der Ausstellungseröffnung

Am 29. März 2015 konnte mit einem Festakt die neue Dauerausstellung der Villa ten Hompel unter dem programmatischen Titel "Geschichte – Gewalt – Gewissen" eröffnet werden. Im Spiegel neuer Forschungsimpulse sollen wissenschaftliche wie didaktische Perspektiven der Vermittlung der drei titelgebenden Themenkomplexe diskutiert werden.

Progamm:

Prof. Dr. Alfons Kenkmann/Dr. Christoph Spieker (Münster): Einführung

Dr. Martin Winter (Leipzig): Gewalt und Erinnerung im ländlichen Raum: Die deutsche Bevölkerung und die Todesmärsche

Thomas Köhler (Münster): Die Ordnungspolizei in Polen 1939/40 zwischen Mordeinsätzen und Medienpropaganda

Dr. Marco Dräger (Göttingen): Deserteur-Denkmäler in der Geschichtskultur der Bundesrepublik

Martin Hölzl (Berlin): KZ-Aufseher als Kriegsopfer? Die Überprüfungs- und Entziehungspraxis bei Kriegsopferrenten von NS-Tätern

 

19 Uhr, Öffentlicher Abendvortrag:

Räume der Gewalt

mit Prof. Dr. Jörg Baberowski (Berlin)

 

Warum tun Menschen einander Gewalt an? Eine eindringliche Studie über den kulturellen Umgang mit Gewalt von dem vielfach ausgezeichneten Stalinismusforscher und Historiker Jörg Baberowski.

 

Jede Erklärung der Gewalt sehnt ihr Ende herbei. Das Leben soll schöner werden und die Gewalt aus ihm verschwinden. Doch die Gewalt war und ist eine für jedermann zugängliche und deshalb attraktive Handlungsoption – und kein "Betriebsunfall" oder "Extremfall". Wer wirklich wissen will, was geschieht, wenn Menschen einander Gewalt antun, muss eine Antwort auf die Frage finden, warum Menschen Schwellen überschreiten und andere verletzen oder töten.

 

Nach seinem preisgekrönten Buch über das stalinistische Gewaltsystem legt der bekannte Historiker Jörg Baberowski nun eine nicht minder beeindruckende Studie über den sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Umgang mit Gewalt vor.

 

Prof. Dr. Jörg Baberowski studierte Geschichte und Philosophie und ist seit 2002 Professor für Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zählen: "Der Rote Terror. Die Geschichte des Stalinismus", "Der Sinn der Geschichte. Geschichtstheorien von Hegel bis Foucault" und zuletzt "Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt". "Verbrannte Erde" wurde 2012 mit dem Preis des Leipziger Buchmesse ausgezeichnet.

 

"Jörg Baberowski hat ein überaus kluges Buch über die Gewalt geschrieben, weil er auf große Theorien und einfache Lösungsvorschläge verzichtet hat." (Herfried Münkler in Die Zeit)

"Mehr kann ein Historiker mit seiner Feder wohl nicht erreichen." (Sönke Neitzel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)


Am Stand des Buchladens "Rosta" können Bücher des Autors erworben werden, die der Autor auf Wunsch signiert.

 

Der Abendvortrag findet in Kooperation mit der Dokumentations- und Forschungsstelle "Justiz und Nationalsozialismus" und dem Evangelischen Forum Münsterstatt.

 

Der Eintritt zum Kolloquium ist frei.
Anmeldungen erbeten unter tenhomp@stadt-muenster.de

02.04.2017
Synagogale Musik und Moderne jüdische Musik
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
St. Petri-Kirche
Westenhellweg, Dortmund

Beginn: 17:00 Uhr

"WOCHE DER BRÜDERLICHKEIT 2017"

Synagogale Musik und Moderne jüdische Musik

Konzert mit dem BAT KOL DAVID CHOR (Dortmund)

Synagogale Musik nach Louis Lewandowski, Salomon Sulzer u.a. (1. Teil).
Der jüdische Musikkalender: Zwischen Purim und Pessach (2. Teil)
Mit (neuen) Kompositionen und Arrangements von David Zapolski.
Moderation: Barbara Samuel.

 

»Bat Kol David« (»Echo Davids) – der Chor des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe – wurde 1996 u. a. auf Initiative von Rabbiner Dr. Henry Brandt ins Leben gerufen. Es lag ihm daran, über den Chorgesang alte, weithin verlorengegangene synagogale Musik neu zu beleben.

 

Die aus der ehemaligen Sowjetunion zugewanderten Musiker/innen nahmen diese Idee enthusiastisch auf und verwirklichen sie weiterhin. Sie verstehen sich als neue Vermittler nicht nur einer fast verlorengegangenen Synagogalmusik, sondern auch moderner jüdischer Musik.

Einen wesentlichen Beitrag zur Pflege der Tradition synagogaler Musik mit ihrer erstrangigen Bedeutung des Kantorengesangs leisten die Solisten und Instrumentalisten des Chores.

 

Mit David Zapolski kam ein Dirigent und Komponist zu »Bat Kol David«, der neue Impulse für ein qualitativ anderes Niveau von Klangkultur, Interpretation und die Einzigartigkeit des Repertoires dieses Chores gab. Unterstützt wird er in der Chorarbeit durch die Pianistin und engagierte Korrepetitorin Alla Mesionzhnik.

 

Zum Herunterladen:
- Flyer Karte
- Flyer Plakat

 

In Kooperation: Ev. Stadtkirche St. Petri, Evangelische Akademie Villigst, Institut für Religionspädagogik und Medienarbeit im Erzbistum Paderborn

 

05.04.2017
In Memoriam Imre Kertész
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Auslandsgesellschaft NRW e.V.
Steinstr. 48, 44147 Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr

In Memoriam Imre Kertész: „Roman eines Schicksallosen“

Einführung, Lesung und Diskussion mit Claus Dieter Clausnitzer (Dortmund)

 

Imre Kertész, 1929 in Budapest geboren, wurde 1944 als 14-Jähriger nach Auschwitz und Buchenwald deportiert. In seinem Roman eines Schicksallosen hat er diese Erfahrung auf außergewöhnliche Weise verarbeitet.

 

Das Buch erschien zuerst 1975 in Ungarn, wo er während der sozialistischen Ära jedoch Außenseiter blieb und vor allem von Übersetzungen lebte (u.a. Nietzsche, Hofmannsthal, Schnitzler, Freud, Joseph Roth, Wittgenstein, Canetti).

 

Erst nach der europäischen Wende gelangte er zu weltweitem Ruhm. 2002 erhielt er den Literaturnobelpreis. Seitdem lebte Imre Kertész überwiegend in Berlin und kehrte erst 2012, schwer erkrankt, nach Budapest zurück. Er starb am 31. März 2016.

 

Claus Dieter Clausnitzer absolvierte sein Schauspielstudium an der Neuen Münchner Schauspielschule. Seine Engagements und Gastspiele führten ihn unter anderem an das Residenztheater München, das Theater St. Gallen, das Deutsche Theater Göttingen, das Theater Bremen, das Schauspielhaus Bochum und das Theaterlabor George Tabori. Von 1976 bis 2010 gehörte Clausnitzer zum Ensemble des Schauspiels Dortmund.

 

In Kooperation: Auslandsgesellschaft NRW e.V., Volkshochschule, Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

06.04.2017
„3. Generation – Auf den Spuren unserer Vorfahren“
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 19:30 Uhr | Eintritt 5€

„3. Generation – Auf den Spuren unserer Vorfahren“

Dokumentarfilm von Alexander Stoler, David Vataman und Sergij Kolesnikow


Der Film handelt von jüdischen Migranten in Deutschland, die aus der ehemaligen Sowjetunion gekommen sind. Wie war deren Leben als Jude in der Sowjetunion? Und wie sieht das jüdische Leben in der Ukraine und in Russland heute aus? Drei junge Filmemacher haben sich auf Spurensuche begeben; Alexander Stoler wird zur Diskussion anwesend sein.

– in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Recklinghausen –

11.04.2017
Ferienwerkstatt für Kinder
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

9:00 bis 15:00 Uhr | Kostenbeitrag 5 €

Mazzenlasagne backen und „Afikoman“ suchen

Ferienwerkstatt für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren rund um das Pessach-Fest


Kurz vor dem Osterfest nehmen wir Euch mit auf eine Entdeckungsreise zum Feiertag Pessach. Bei einer Führung durch unsere Dauerausstellung zur jüdischen Kultur und Tradition lernt ihr neben dem Feiertag Pessach auch die Tora kennen und könnt eine Kippa aufsetzen. Das Pessach-Fest beginnt mit dem Sedermahl. Einige der Speisen lernt ihr in unserer Pessach-Werkstatt genauer kennen und könnt auch einige probieren.


Anmeldung und weitere Informationen: 02362 951467 oder info@jmw-dorsten.de

19.04.2017
„Sol sajn sholem"- Variationen zum Thema Frieden in jüdischen Liedern
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
Küpferstraße 3
44135 Dortmund

Veranstaltungsort:
Katholische Akademie Schwerte
Bergerhofweg 24, Schwerte

Beginn: 13:00 Uhr

„Sol sajn sholem"- Variationen zum Thema Frieden in jüdischen Liedern

Lieder- und Klezmer-Workshop mit Daniel Kempin (Frankfurt) und Dimitry Reznik (Antwerpen)

 

19.  bis 21. April 2017

 

Frieden, shalom, sholem, - dieses große Thema jüdischen Glaubens und Lebens nimmt sich der diesjährige Workshop vor. Lieder voller Hoffnung, Sehnsucht und Vertrauen, aber auch Lieder, in denen sich die Tiefen menschlichen Lebens widerspiegeln, werden wir gemeinsam bearbeiten. Die große Bandbreite von "Friedensliedern" macht die Auswahl zwar schwer, eröffnet aber auch die Möglichkeit, sich ganz verschiedenen musikalischen Richtungen zuzuwenden.

 

Bestandteil des Lieder- und Klezmerworkshops ist neben den Liedern die Erarbeitung einer instrumentalen und vokalen Klezmer-Suite.

 

Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob und welches Instrument Sie mitbringen werden. Thematische und instrumentale Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, Freude am Singen und Musizieren schon!

 

Tagungsleitung: Dr. Sabine Federmann

 

Den Workshop leiten:
Daniel Kempin, freiberuflicher Musiker – mit reicher Konzert- und Workshoptätigkeit, Veröffentlichung von mehrfach ausgezeichneten CD s, Chasan/Kantor des Egalitären Minjan in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt
Dimitry Reznik, freiberuflicher Klezmer, Mitglied der Jüdischen Gemeinde Antwerpen, Musikstudium in St. Petersburg, Köln und Utrecht.

 

Kosten: 130 € (EZ m. Vollpension),
Tagungsbeitrag: 70 €

 

Anmeldung, Programm etc.:
Ulrike Pietsch, Tel.: 02304 / 755-325, ulrike.pietsch@kircheundgesellschaft.de

 

In Kooperation: Evangelische Akademie Villigst

23.04.2017
Offene Führung
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 14:30 Uhr

Offene Führung mit Reinildis Hartmann


Interessierten Besucherinnen und Besuchern bietet das Jüdische Museum Westfalen zu bestimmten Terminen offene Führungen an. An diesen Sonntagen kann man die Dauerausstellungen im Rahmen einer Führung kennenlernen.

Eintritt und Führung: 4,00 €, ermäßigt 1,50 € pro Person

04.05.2017
Worte in der Mittagspause
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn: 12:30 Uhr | Eintritt 2 €

Aus der „Bibliothek der verbotenen Bücher

Die Mittagspause ist zur Entspannung da, Lesen kann entspannend wirken, etwas vorgelesen bekommen sowieso.


Walter Schiffer (Borken) liest aus Stefan Zweigs „Schachnovelle“.
Lehnen Sie sich zurück und hören Sie ein paar Minuten zu.

Die Dauer der Veranstaltung beträgt ca. 20 Minuten. Anmeldung nicht erforderlich

11.05.2017
Nicht nur die Frau des Malers – Luise Straus-Ernst
Auslandsgesellschaft NRW e.V.
Steinstr. 48
44147 Dortmund

Veranstaltungsort:
Ort: Mahn- und Gedenkstätte Steinwache,
Steinstr. 50, 44147 Dortmund

Beginn: 19:00 Uhr | Eintritt frei

Nicht nur die Frau des Malers  – Luise Straus-Ernst (1893–1944)

Schreiben und Leben zwischen Köln und dem französischen Exil

Lesung mit Bildern: Dr. Eva Weissweiler (Köln)

 

Der Kunstwelt ist sie bekannt als erste Frau des Malers Max Ernst, als Muse der Dadaisten und Surrealisten. Doch Luise Straus-Ernst war viel mehr:Kunsthistorikerin, Verfasserin von Kurzgeschichten, Reportagen, Romanen und Rundfunkautorin der ersten Stunde.

 

Eva Weissweiler ist ihren Spuren nachgegangen und hat Leben und Werk dieser faszinierenden Frau neu entdeckt, die auch ins Ruhrgebiet führen.


In Kooperation: Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e. V., Auslandsgesellschaft NRW e. V., VHS Dortmund, Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund

11.05.2017
„Unorthodox“ – Lesung
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Straße 1
46282 Dorsten

Beginn 19:30 Uhr

„Unorthodox“

Lesung mit der Autorin Deborah Feldman (Berlin) und dem Verleger Christian Ruziczka

Die chassidische Satmar-Gemeinde in Williamsburg/New York gilt als strengste ultraorthodoxe jüdische Gruppe weltweit. Die Satmarer sehen in der Shoah eine von Gott verhängte Strafe. Um eine Wiederholung zu vermeiden, führen sie ein abgeschirmtes Leben nach strengen Vorschriften. Deborah Feldman hat schon als Kind Anstoß an der strikten Unterwerfung unter die vom Gründungsrabbiner der Sekte aufgestellten Lebensgesetze genommen und schildert in „Un-Orthodox“ präzise und packend ihren Emanzipationsprozess.


Deborah Feldman (Jg. 1986) lebt heute in Berlin. Im Mai 2017 erscheint ihre autobiografische Erzählung „Überbitten“.

14.05.2017
Israeltag 2017
Koordination: ILI - I like Israel e.V.
Bundesweit

Aus Anlass der Staatsgründung Israels am 14. Mai 1948 wird seit Jahren der Israeltag gefeiert.

 

„Jede Stadt und jedes Fest setzt andere Akzente und doch vereinen sich alle, um über Grenzen, Kulturen und Religionen hinweg in einem großes bunten überregionalen Netzwerk den Unabhängigkeitstag eines einzigartigen und oft falsch verstandenen Landes als Fest für Jedermann zu feiern“, so Sacha Stawski.

 

Besonders wichtig ist den Organisatoren, Israels Vielfältigkeit, Schönheit und Weltoffenheit zu zeigen. Denn Israel ist viel mehr als nur der Nahostkonflikt.

31.12.2017
Sprachtandem Deutsch-Hebräisch auf Facebook
Botschaft des Staates Israel und Goethe-Institut Israel

Die Botschaft des Staates Israel und das Goethe-Institut Israel haben gemeinsam eine Facebook-Seite eingerichtet, mit deren Hilfe interessierte Deutsch- beziehungsweise Hebräisch-Muttersprachler Sprachtandempartner finden können.

 

Die Mitglieder der Gruppe sind eingeladen, sich auf der Pinnwand vorzustellen - gern auch mit Fotos oder Videos - um ihren Wunsch nach einem Tandempartner zu bekunden. Interessenten können dann über die Kommentarfunktion oder durch eine persönliche Nachricht Kontakt aufnehmen. Wie die Tandempartnerschaft danach weitergeht, ob per Mail, Skype oder sogar persönliche Treffen, liegt natürlich an den Tandempartnern selbst.

 

Um Mitglied der Gruppe zu werden, wird ein Profil bei Facebook benötigt. Die Gruppe ist unter folgender URL zu finden: http://bit.ly/TandemDeutschIvrit

 

(Botschaft des Staates Israel, 22.07.13)

 

01.01.2018
Neue Bücher
Empfehlungen im Kulturnewsletter
der Botschaft des Staates Israel

 

Liad Shoham: „Das Blut an euren Händen“

Anat Nachmias langweilt sich. Sie arbeitet bei der lokalen Polizeistation in Petach Tikwa, wenige Kilometer östlich von Tel Aviv, und kümmert sich um Bagatelldelikte. Als eine Frau auf die Wache kommt und ihren Ehemann als vermisst meldet, stürzt sie sich deshalb mit Eifer in die Ermittlungen. Ihre Vorgesetzten sehen das nicht gern, Schwerkriminalität existiert ihrer Meinung nach nicht in Petach Tikwa, und vor allem verschwinden hier keine Menschen.

 

Als Ido Dolev, ein Freund des Vermissten, anfängt, sich ebenfalls für den Fall zu interessieren, kommt Schwung in Anats Nachforschungen. Und das nicht nur, weil Ido jung, gut aussehend und witzig ist. Die beiden merken, dass sie zusammenarbeiten müssen, um den Fall aufzuklären. Die brutale Wahrheit, die sie ans Licht bringen, übersteigt alles, was sie sich über die so saubere Stadt hätten ausmalen können.

 

Liad Shoham ist Schriftsteller und praktizierender Anwalt. Er studierte an der Hebräischen Universität Jerusalem sowie an der London School of Economics. Liad Shoham ist einer der führenden Thriller-Autoren Israels, alle bislang veröffentlichten Bücher wurden zu Nr. 1-Bestsellern. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Tel Aviv. Bei DuMont erschienen bislang „Tag der Vergeltung“ (2013) und „Stadt der Verlorenen“ (2015).

 

Liad Shoham : „Das Blut an euren Händen“ Roman, ca. 400 Seiten

übersetzt aus dem Hebräischen von Ulrike Harnisch

Erscheinungsdatum: 16. Februar 2016

DuMont Buchverlag ISBN 978-3-8321-8895-5

 

 

-------------

David Grossman: „Kommt ein Pferd in die Bar“

 

Kann Humor Leben retten? Oder wenigstens die Seele eines Jungen? Der neue große Roman von David Grossman.

 

Für eine gute Pointe gab Dovele schon immer alles. Als Kind lief er oft auf den Händen. Er tat das, um seine Mutter zum Lachen zu bringen und damit ihm keiner ins Gesicht schlug. Heute steht er ein letztes Mal in einer Kleinstadt in Israel auf der Bühne. Er hat seinen Jugendfreund, einen pensionierten Richter, eingeladen. Im Laufe des Abends erzählt der Comedian zwischen vielen Witzen eine tragische Geschichte aus seiner Jugend. Es geht um Freundschaft und Familie, Liebe, Verrat und eine sehr persönliche Abrechnung auf dem Weg zu einer Beerdigung. Dem Kleinstadtpublikum ist das Lachen vergangen. Den Leser hält David Grossman mit diesem grandiosen Roman bis zur letzten Zeile gefangen.

 

David Grossman wurde 1954 in Jerusalem geboren und gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern der israelischen Gegenwartsliteratur. 2008 erhielt er den Geschwister-Scholl-Preis, 2010 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Bei Hanser erschienen zuletzt „Diesen Krieg kann keiner gewinnen“ (2003), „Das Gedächtnis der Haut“ (2004), „Die Kraft zur Korrektur“ (2008), „Eine Frau flieht vor einer Nachricht“ (Roman, 2009), „Die Umarmung“ (2012) und „Aus der Zeit fallen“ (2013). p>Im April stellt David Grossman seinen Roman auf einer Lesereise durch Deutschland persönlich vor.

 

David Grossman: "Kommt ein Pferd in die Bar" Roman, 256 Seiten

übersetzt aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer

Erscheinungsdatum: 1. Februar 2016

Hanser Verlag ISBN 978-3-446-25050-5 ePUB-Format ISBN 978-3-446-25189-2

 

 

-------------

Zeruya Shalev: „Schmerz"

Vor zehn Jahren ist Iris bei einem Terroranschlag schwer verletzt worden. Zwar ist sie in ihr altes Leben zurückgekehrt, sie leitet eine Schule, ihr Mann steht ihr treu zur Seite, die Kinder sind fast erwachsen, doch quälen sie Tag für Tag Schmerzen. Als sie Eitan wiederbegegnet, der Liebe ihrer Jugend, der sie vor Jahren jäh verlassen hat, wirft sie das völlig aus der Bahn. Die Wunde, die er ihr damals zufügte, ist nicht weniger tief als die, die der Selbstmordattentäter, der sich neben ihr in die Luft sprengte, riss. Und doch fühlt sich Iris, zaghaft, überrascht, erneut zu ihm hingezogen, ist versucht, ihrer Ehe zu entfliehen, die ersten Lügen zu stricken, alles aufs Spiel zu setzen.

 

Wie in ihrem Weltbestseller „Liebesleben“ lotet Zeruya Shalev die Untiefen der Liebe, die Fährnisse einer fatalen Anziehung aus. Die erotische Spannung, die Wucht der unerwartet wieder aufflammenden Leidenschaft sind kompromisslos, ehrlich und tief bewegend erzählt. „Schmerz“ ist Zeruya Shalevs persönlichstes Buch, eine emotionale Grenzerfahrung, ein Roman, der bis zur letzten Seite fesselt.

 

Zeruya Shalev, 1959 in einem Kibbuz am See Genezareth geboren, studierte Bibelwissen-schaften und lebt mit ihrer Familie in Jerusalem. Ihre vielfach ausgezeichnete Trilogie über die moderne Liebe – „Liebesleben“, „Mann und Frau“, „Späte Familie“ – wurde in über zwanzig Sprachen übertragen. Zeruya Shalev gehört zu den bedeutendsten Erzählerinnen unserer Zeit.

 

Zeruya Shalev: „Schmerz“, übersetzt von Mirjam Pressler.
Erscheint am 14. September 2015,
ISBN: 978-3-8270-1185-5


-------------

Aharon Appelfeld: „Ein Mädchen nicht von dieser Welt“

Adam und Thomas sind überrascht, als sie sich zufällig im Wald begegnen. Ihre Mütter haben die Jungen dort versteckt, weil es im Ghetto zu gefährlich wurde. Nun müssen die beiden Neunjährigen in der Natur zurechtkommen: Sie lernen die Tiere des Waldes kennen, bauen sich ein Schutznest hoch im Baum, sammeln wilde Früchte. Doch die Schrecken von Krieg und Verfolgung sind nie weit entfernt: Nachts hören sie Schüsse, einmal stoßen sie auf einen Verwundeten. Der belesene Thomas und der tatkräftige, traditionell erzogene Adam müssen lernen, dass sie nur gemeinsam überleben können – im Glauben an ihre Freundschaft, an den Zauber der Natur und die Imagination. Die einzige Hilfe von außen ist die kleine Magd Mina, die die Jungen heimlich versorgt – eine Heilige der Tat. Doch während die rettende Rote Armee näherrückt, werden die Nächte im Wald kälter, und auch Mina gerät in Gefahr.

 

Aharon Appelfeld überlebte den Zweiten Weltkrieg selbst als Kind in den ukrainischen Wäldern. In diesem außergewöhnlichen Buch kehrt der große Autor noch einmal dorthin zurück – und erzählt mit elementarer, kindlicher Schlichtheit von Glaube und Hoffnung, von Natur, Grausamkeit und Liebe. Ein wunderbares, tröstendes Märchen aus dem finstersten aller Täler.

 

Aharon Appelfeld wurde 1932 in Czernowitz geboren. Nach Verfolgung und Krieg, die er im Ghetto, im Lager, dann in den ukrainischen Wäldern und als Küchenjunge der Roten Armee überlebte, kam er 1946 nach Palästina. In Israel wurde er später Professor für Literatur. Seine hochgelobten Romane und Erinnerungen sind in vielen Sprachen erschienen, bei Rowohlt.Berlin zuletzt „Auf der Lichtung“. Vielfach ausgezeichnet, ist Aharon Appelfeld u. a. Träger des Prix Médicis und des Nelly-Sachs-Preises. Er lebt in Jerusalem.

 

Aharon Appelfeld: „Ein Mädchen nicht von dieser Welt“, aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler

Erstverkaufstag: 28. August 2015, ISBN: 978-3-87134-788-7

 

-------------

Yishai Sarid: Alles andere als ein Kinderspiel

Seit Naomi vor fünfundzwanzig Jahren den Kibbuz und ihren Mann verlassen hat, leitet sie voller Herzblut einen Kindergarten im Norden Tel Avivs. Als der Eigentümer des Grundstücks stirbt, wittert ein bekannter Architekt seine Chance, Naomi und den Kindergarten vom begehrten Anwesen zu vertreiben. Um dem ruchlosen Architekten die Stirn zu bieten, leiht Naomi von zwielichtigen Gestalten Geld. Ihre Affäre mit dem Vater eines der Kinder trägt ebenfalls nicht gerade zur Entspannung ihrer Lage bei, und plötzlich steht auch noch ihr „verlorener“ Sohn vor der Tür. Naomi weiß, dass das ihre letzte Chance ist, ihr Leben wieder in Ordnung zu bringen.


Yishai Sarid wurde 1965 in Tel Aviv geboren, wo er bis heute lebt. Nachdem er als Nachrichtenoffizier in der israelischen Armee tätig war, studierte er in Jerusalem Jura und machte in Harvard einen Abschluss in Öffentliche Verwaltung. Später arbeitete Yishai Sarid als Staatsanwalt in Strafprozessen und ist heute als Rechtsanwalt tätig. Er veröffentlichte Artikel in verschiedenen Zeitungen und publizierte 2000 seinen ersten Roman mit dem Titel The Investigation of Captain Erez.


Yishai Sarid: Alles andere als ein Kinderspiel
Aus dem Hebräischen von Helene Seidler
Kein & Aber, ca. 368 Seiten
ISBN: 978-3-0369-5703-6

-------------

Tuvia Tenenborn: "Allein unter Juden"

Bissig, brillant, brisant: Die neue Großreportage von Tuvia Tenenbom

Ende 2012 erschien Tuvia Tenenboms furioser Reisebericht Allein unter Deutschen, der hier heftig diskutiert wurde und monatelang auf der Bestsellerliste stand. Nach seiner Deutschland-Tour hat sich Tenenbom 2013 auf Entdeckungsreise durch Israel begeben. Dreißig Jahre nachdem er seine Heimat in Richtung USA verlassen hat, kehrte er, der Sohn eines Rabbiners, zurück, um sich ein eigenes Bild davon zu machen, wie sich die kulturelle und politische Identität Israels verändert hat.

Dafür ist er wieder kreuz und quer durchs Land gereist: vom Gazastreifen bis zu den Golanhöhen, von Eilat bis zu den Hisbollah-Stellungen im Norden. Und schon bald erkennt er, dass man, um dieses Land wirklich zu verstehen, mit allen sprechen muss: mit Ultraorthodoxen und Atheisten, mit Fundamentalisten jeglicher Couleur, mit Kibbuzniks und Siedlern, Rabbis und Imamen, mit Mystikern und Intellektuellen, Militärs und Geheimagenten, mit israelischen Prominenten und palästinensischen Politikern, mit Journalisten und NGO-Aktivisten u.v.m. Das Ergebnis dieser nicht immer ganz konfliktfrei verlaufenen Begegnungen ist eine ebenso unterhaltsame wie erhellende Erkundung eines Landes der Extreme, wie man sie so noch nie gelesen hat.

Es treten auf: Schimon Peres und Guido Westerwelle, Amos Oz und Fania Oz-Salzberger, PLO-Spionagechef Dschibril al-Radschub und Exbotschafter Avi Primor, Benjamin Netanjahu und Ehud Olmert und viele, viele mehr.


Aus dem Amerikanischen von Michael Adrian
suhrkamp taschenbuch 4530, Klappenbroschur, 473 Seiten
ISBN: 978-3-518-46530-1

-------------

Israel Wimmelbuch

 

Rachel Shalev nimmt uns mit auf eine bunte Reise quer durch Israel und zeigt uns Land und Menschen. Wir entdecken die Stadt Tel Aviv mit ihrem Strand und lebhaften Straßencafes und wandern mit Familie Teitelbaum durch den grünen Norden Israels. Auf dem Markt in Jerusalem begegnen uns die unterschiedlichsten Menschen aus aller Welt, für die Jerusalem eine "heilige Stadt" ist. In der Negev-Wüste treffen wir auf die Beduinenfamilie Abu Zaid. Eine äthiopische Einwanderin und ihre Mutter plantschen im Toten Meer, drei Nonnen schauen wir beim Tauchen nach bunten Fischen und Korallenriffen in Eilat zu.

Die vielen kleinen durchgehenden Geschichten wimmeln vor liebevollen Details und überraschenden Charakteren.

Rachel Shalev "Israel Wimmelbuch"
14 Seiten, Pappe, 3-6 Jahre
ISBN 9783981382587

In Kooperation mit